Tag: Video

Inspiration Lounge TALKS_VideoInterview mit Peter Kowalsky

05. Januar 2016 von Kerstin

VideoInterview mit Peter Kowalsky(kerstin döweler, peter kowalsky_INJU)

Direkt aus der Postproduktion kommend, gibt es ab heute das erste exklusive VideoInterview, das wir im Rahmen unserer letzten Inspiration Lounge TALKS extra für Euch aufgezeichnet haben.

Peter Kowalsky, der Mitbegründer von Bionade und inzwischen auch von INJU, nimmt in diesem Inspiration Lounge Interview persönlich Stellung zur Entwicklung des neuen Produktes, das er gemeinsam mit seinem Geschäftspartner Manuel Kirsch auf dem Markt gebracht hat. Angesichts des großen Interesses, das INJU entgegengebracht wird, aber durchaus auch offener Kritik, habe ich Peter Kowalsky gefragt, warum er sich nach den Erfahrungen mit Bionade nun mit INJU erneut auf einen offensichtlich nicht einfachen und langen Weg begeben hat.

Wieso ihm auf diesem Weg und überhaupt beim Entwicklen, Um- und Durchsetzen von Ideen, ganz passend zu unserem diesmaligen TALKS-Leitmotiv_Du bist nicht allein, vor allem auch das Bewusstsein für die Verbindungen zu Mitmenschen und zur Natur weiterhelfen, hat er uns im Interview erklärt.

Genauso offen gibt er allen, die ebenfalls für sich und ihr Umfeld etwas positiv verändern und neu voranbringen wollen, u.a. den guten Tipp, den eigenen kritischen Blick besser nicht mit Kritikhörigkeit zu verwechseln.

Mehr von Peter Kowalsky im Interview.


Special Thanxx
an die Medienproduktion_bonnanwalt Service GmbH und an den ProduktionsSponsor Hoeller Rechtsanwälte.

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Inspiration Lounge TALKS 2013_Florian Zwissler

11. Mai 2013 von Chris

florian zwissler(Komponist neuer Musik_Florian Zwissler)

Der Komponist und Musiker Florian Zwissler nahm das Inspiration Lounge TALKS-Publikum im Rahmen seines Kurzvortrags mit auf eine Reise an die Schnittstellen von Komposition und Klangforschung. Es ging darum, inmitten unseres bekannten Grundrauschens wieder einmal genau zuzuhören und feine, klangliche Unterschiede anhand verschiedener Frequenzmodulationen, vorgeführt am analogen Synthesizer, wahrzunehmen. Was ist für mich ein Klang, was macht für mich eigentlich Musik aus?, war die Frage, die sich so mancher Besucher stellte, um dabei die eigenen Hörgewohnheiten bewusst herauszufordern.

sonagramm(sonagramm & Live-Visualisierung)

Für alle, die sich während der Erläuterungen in einer neuen, fremden Welt wähnten, gab es am Ende noch zahlreiche Verknüpfungen zu längst vorhandenen Anwendungen der soeben vernommenen Klänge: ob beim Schulgong oder auch im Rahmen von Filmmusik, insbesondere bei Krimis und Thrillern: analoge Klangsynthese und Neue Musik sind mitten in unserem Leben und Alltag, wir nehmen sie einfach nur wenig wahr, weil wir zu sehr mit unseren Routinen beschäftig sind. Und so war auch Florian Zwisslers TALKS-Beitrag ein guter Impuls, unsere Aufmerksamkeit mehr auf die Dinge zu richten, die unsere Sinne und Möglichkeiten erweitern.

Gäste(Der Vortrag wurde vom Publikum interessiert aufgenommen)

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Kehraus.

18. Januar 2012 von Chris

(Auf-zu, aus der Videoinstallation visual therapies, 2009)

Zur Finissage der Ausstellung Matthias Beckmann »Der Gast« werden Kurzfilme von befreundeten Künstlerinnen und Künstlern gezeigt:

Sonja Alhäuser, Frederik Foert, Myriam Thyes, Klaudia Stoll & Jacqueline Wachall, Ute Reeh, Gudrun Kemsa, Aline Helmcke, Dirk Schaefer, Esther Horn, Eberhard Weible, Sebastian Rogler, Bettina Munk, Armin Subke, Jörg Mandernach, Matthias Müller.

Emmanuel Walderdorff Galerie

Jülicher Str. 27 | 50674 Köln | 20. Januar 2012 | 20:00 Uhr

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Überzeugungstat

24. August 2011 von Chris

(Filmausschnitt Maix Mayer: Die Urbanisten, 2009)

Es beginnt harmlos. Eine Prozession irgendwo in einer ländlichen asiatischen Region. Geschmückte Wagen werden gezogen, Menschenmassen schieben sich langsam aneinander vorbei. Auffallend viele Motorradfahrer scheinen unterwegs zu sein. Dicht vermummt stehen sie am Straßenrand. Ruhig  fängt die Kamera die Situation ein. Plötzlich ändert sich alles. Die ersten Explosionen. Feuerstrahlen schießen aus den gezogenen Wagen. Erst vereinzelt, dann mit einer unglaublichen Intensität. Dann herrscht Chaos. Flammen und Geschosse, ähnlich einer Stalinorgel, prasseln auf die Menschen ein. Sie drängen sich aneinander, stieben teils wieder auseinander, werden getroffen, straucheln, stehen wieder auf, sind eingehüllt in einer Wand aus Feuer und Rauch.

Was sich wie ein Attentat- oder Untergangsszenario anhört, ist in Wirklichkeit das traditionelle Neujahrsfest in Taiwan. Die mit Motorradhelmen und jeglicher Art von Schutzkleidung umhüllte Menschen lassen sich mit Absicht von den Feuerwerkskörpern treffen, laufen bewusst in diese hinein, da dieses Ritual Glück und Reichtum verspricht. Nach ein paar Minuten ist der Spuk vorbei, das Licht geht an. Die Leute um mich herum kommen aus dem Staunen nicht heraus. Thomas Fuhlrott lächelt zufrieden. Wir befinden uns nicht irgendwo in einer hippen Aktionsgalerie in Berlin, sondern mitten in einem Gewerbegebiet in Grünstadt an der Deutschen Weinstraße. Was wir gerade sahen, war die Videoinstallation »Das Restreale« des Leipziger Künstlers Maix Mayer.

Später unterhalten wir uns mit Thomas Fuhlrott, Hauptinitiator dieser Ausstellung bzw. Film- und Video Lounge im Didier-Gebäude.

Was hat uns an der Ausstellung fasziniert? Natürlich die gezeigten Filminstallationen von Maix Mayer, der momentan auch im Arp Museum ausstellt.

Ebenfalls besonders erwähnenswert: Thomas Fuhlrott ist kein Galerist oder Künstler. Er ist Gründer des Unternehmens zait und handelt mit Olivenöl. Zu diesem Zweck hat er nicht nur ein besonderes Konzept entwickelt. Er legt Wert darauf, wirtschaftliches Handeln stetig mit kultureller Tätigkeit zu verknüpfen, um konsequent über das Wirtschaftliche hinauszudenken. Dabei geht es darum, Ideen auf die eigene Weise zu verwirklichen, weil einem viel daran liegt. Zum Beispiel weil man, wie in diesem Fall, von der Arbeit eines Künstlers persönlich begeistert ist, diese Begeisterung mit den Menschen im eigenen Umfeld teilen will und daher den Künstler an einen Ort holt, welcher mit Ausstellungen dieser Art nicht verwöhnt ist. Es geht auch darum, dafür Aufwand und eigene Mittel zu leisten, auch wenn man kein Großunternehmen mit gut ausgestatteter Kulturstiftung ist. »Wenn es mir wichtig ist, dann muss ich eine Sache doch realisieren und muss mir eben auch überlegen, wie ich das mit meinen Mitteln schaffe. Nichts ist blöder, als der Satz: man müsste mal…, und dann passiert nichts, weil alle warten, bis jemand mit viel Geld kommt und das Ganze in die Hand nimmt. Wie oft passiert das? Und offen gesagt: viele von uns hätten doch einige Möglichkeiten, gute Ideen zu realisieren. Man ist oft zu sehr daran gewöhnt, sich irgendwie auf andere zu verlassen oder zu sagen: das schaffe ich nicht. Aber so hätte ich Maix Mayer niemals nach Grünstadt gekriegt.«

Da bleibt bis auf zwei Fragen nichts hinzuzufügen: Da Grünstadt eigentlich überall ist, wer ist für uns, wer ist für euch Maix Mayer? Welche Idee ist unsere, welche ist eure Ausstellung?

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Interview mit Veit Landwehr

16. Dezember 2010 von Kerstin
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»Ich bin total verspielt.«

Veit Landwehr ist Architekt, entwarf und baute Häuser, gründete eine Filmproduktion, verdiente seine Brötchen als Schlagzeuger und arbeitet heute u.a. als Architekturfotograf. Kurz gesagt in seinen Worten: »Ich habe, glaube ich, schon so ziemlich alles gemacht, womit man Geld verdienen kann.«

Seit 2002 ist Veit Landwehr »in der Mitte von all dem« Bildender Künstler. Seine Arbeiten werden national und international ausgestellt. Auch im Bereich Kunst macht sich seine Leidenschaft bemerkbar, immer wieder in neue Themen einzusteigen und sich auf diese Weise ständig neues Know-how anzueignen. Das Spektrum seiner Werke ist absolut vielfältig. Es umfasst zweidimensionale Arbeiten auf Papier und anderen Materialien, Fotografien, Film- und Videoprojekte sowie zahlreiche Installationen.

Gemeinsame Ausgangspunkte der verschiedenen Werke von Veit Landwehr sind dabei seine genaue Beobachtung des alltäglichen Umfelds und eine ordentliche Portion Spieltrieb, von dem auch das Publikum ein ums andere Mal angesteckt wird. Wer hat sich hier beispielsweise noch nie gewünscht, endlich die Klingel am Hauptportal des Kölner Doms zu drücken, auf dass sich der Dicke Pitter oder sogar Kardinal Meissner höchstpersönlich in Bewegung setzen mögen? Und überhaupt: zeigt sich nicht gerade an vielen verschiedenen Orten der Republik, dass so mancher von uns gerne endlich mehr mitspielen würde, wenn er nur dürfte? Die Arbeiten von Veit Landwehr beantworten diesen Wunsch mitzumachen immer wieder genauso klar und deutlich, wie sie ihn ansprechen.

Da Veit nach eigener Aussage Sachen immer nur so lange macht, bis er sie gut kann, um dann etwas Neues zu machen, ist völlig klar: Veit Landwehr wäre nicht Veit Landwehr, wenn er nicht schon wieder neue Ideen realisieren würde. Und so wurde ich während des Interviews nicht nur ganz offiziell zur Pappnase. Gemeinsam mit Tom May hat Veit Landwehr inzwischen auch den mit einsatzbereiter Table Dance-Stange versehenen Tisch MOD.011 entwickelt, der in diesem Jahr auf der Art Cologne vorgestellt wurde. Produkt, Kunst, Kulturstatement…

Seht selbst.

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