03. März 2010 von Kerstin
Demletzt hatten wir an dieser Stelle über das von zahlreichen Kulturschaffenden unterstützte Projekt »Ihr seid Künstler und wir nicht« berichtet, das den nur mit knapper Mehrheit zustande gekommenen Ratsbeschluss über den kompletten und kostspieligen Neubau des Kölner Schauspielhauses als politischen Kultur-dilettantismus kritisiert.
Mit der Forderung, den geplanten Neubau gerade angesichts leerer Stadtkassen und angekündigter Kulturetatkürzungen durch eine kostengünstigere Sanierung zu ersetzen, wurde ein Bürgerbegehren verbunden. In dessen Rahmen wurden inzwischen mehr als 32.000 Unterschriften für den Erhalt und die Sanierung des Schauspielhauses gesammelt – deutlich mehr als gesetzlich notwendig, so dass nun der Kölner Rat schon am 23.03.2010 über das Begehren zu entscheiden hat.
Die Unterschriftensammlung geht bis dahin weiter, um dem Engagement für eine intelligente Sanierungslösung und der Forderung nach mehr Mitverantwortung in kulturpolitischen Entscheidungen deutlich Nachdruck zu verleihen.
Wer sich also beteiligen möchte, weil auch er denkt, dass ein kostspieliger Neubau des Schauspielhauses als schöne Hülle nicht viel bringt, wenn darin aufgrund angekündigter Etatkürzungen die Inhalte immer mehr verloren gehen:
Hier gibt es nähere Informationen über die gesamte Aktion inklusive Unterschriftenliste etc.
Tags: Engagement, Kultur, Kunst, Theater
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14. Februar 2010 von Kerstin
Weil uns Merlin Bauer inzwischen gleich von zwei Seiten als Interviewpartner für die Inspiration Lounge empfohlen wurde, und aus gegebenem Rosenmontagsanlass hier ein Veranstaltungs- hinweis: Durch die maßgebliche Initiative von Merlin Bauer wird morgen am Rosenmontagszug ein Wagen teilnehmen, der das Motto »Ihr seid Künstler und wir nicht« quer durch Köln tragen wird. Begleitet wird der Wagen von zahlreichen Kunst- und Kulturschaffenden, u.a. Gerhard Richter, Candida Höfer, Andreas Gursky und Jürgen Flimm.
Das Motto »Ihr seid Künstler und wir nicht« nimmt Bezug auf die Kölner Kulturpolitik, insbesondere auf den nur mit knapper Mehrheit zustande gekommenen Beschluss, dass Kölner Schauspielhaus trotz der profunden Einwände zahlreicher Kulturschaffender abzureißen und durch einen teuren Neubau zu ersetzen. Angesichts schon angekündigter starker Kultur-etatkürzungen für die Jahre 2010/2011 wird befürchtet, dass Köln am Ende über ein neues Schauspielhaus als schicke Hülle verfügen könnte, in der nichts mehr stattfinden kann.
Ein Mottolied erklärt dann auch näher, warum die städtischen Verantwortlichen, im Gegensatz zu den Projektinitiatoren und -teilnehmern, Künstler sein sollen: »Sie lassen Häuser verschwinden und machen aus Geld Scheiße.«
Im Rahmen des Kunstprojekts »Ihr seid Künstler und wir nicht« geht es insbesondere auch um die Forderung nach mehr Mitverantwortung der Bürger im Bereich Kulturpolitik.
Dementsprechend läuft aktuell eine Unterschriftensammlung, mit der ein Bürgerbegehren zum Thema Erhalt und Sanierung des Kölner Schauspielhauses erreicht werden soll.
Tags: Engagement, Ideen, Kunst, Theater
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