Tag: Projekte

Warum um Himmels willen macht ihr das?

31. August 2014 von Chris

faltkarte(faltkarte à la le tapir)

Wir bekommen immer  die zwei gleichen Fragen gestellt – die beliebteste Dritte erwähne ich heute mal nicht. Erste Frage: Warum macht ihr das, was ihr da macht? Und zweitens:
Wie genau geht das, was ihr da macht und warum so? Die erste kann ich ganz einfach beantworten: Weil es UNS! wichtig ist. Der detaillierte Rest steht in der BLOGbeschreibung und in den jeweiligen Posts.

Somit erzähle ich heute kurz über die zweite Frage. Ich fange rückwärts an: Warum so? Ganz einfach. Der wichtigste Aspekt unseres Denken und Handelns, neben unserem Gedanken der Verbundenheit mit allen Menschen, ist das Grundbedürfnis der Autarkie.

> siehe Wikipedia: Autarkie, (altgr. αὐτάρκεια autárkeia ‚ »Selbstgenügsamkeit«, »Selbst-
ständigkeit‘«) im allgemeinen Sinne bedeutet, dass Organisationseinheiten oder Ökosysteme alles, was sie ver- oder gebrauchen, aus eigenen Ressourcen selbst erzeugen oder herstellen.

Wir gehen die Grundidee/Situation aus unserem Kontext und unserer Sichtweise an, betrachten dann die Beteiligten und deren Kontext und bilden einen Konsens: Sozusagen die Schnittmenge aus unserer Sicht der Dinge.

Da Bilder und Beispiele mehr sagen als 1000 Worte, hier also ein paar Bilder.


Bsp 1._Geburtstagskarte

workflow(schnittplatz)

detail(detail)

zusammengeklappt(karte gefaltet)

 

Bsp 2._Interview mit Jochen Distelmeyer // Blumfeld

Bei unserem Interview mit Jochen Distelmeyer/blumfeld haben wir es vor vier Jahren genauso gemacht. Heißt ganz platt: Manager anrufen, warten, Termin ausmachen, warten, dann mit dem ganzen Filmkram

sound und bild(sony 4.1, cyber-shot)

in die Straßenbahn und zum Gebäude 9, dort spontan ein Set finden, da der Jochen friert und wegen seiner vorausgegangenen Fahrzeugpanne etwas grantelig ist (an dieser Stelle nochmals Danke an die Spontanhilfsaktion/Atelier-Ausleihe von Nane Müller und Werner Magar_puplik.org). Interview führen, Ton improvisieren, Licht improvisieren, 2 Kameras aufbauen, filmen,

flip(sony 4.1, cyber-shot + flip + canon hv30)

interviewen und wieder weg, dann Daten übertragen, dabei die Hauptdaten wegen eines technischen Fehlers komplett verlieren und mit dem übrigen Rest ein ganzes Interview generieren. Technisch schwerst improvisiert – aber es war eine prima Geschichte und Blumfeld ist immer noch einer meiner favourites.

jochen distelmeyer(jochen distelmeyer)

 

Fazit_An unserem Grundprinzip hat sich bis heute nichts geändert. Und das ist auch gut so.

FacebookTwitterGoogle+

Brainfood

30. September 2011 von Kerstin


(kerstin döweler_inspiration lounge | thomas fuhlrott_zait)

Nachdem wir unserer Inspiration Lounge unter dem Motto »Change the Game« eine neue Ausrichtung gegeben haben, werden wir immer wieder und gemeinsam mit unseren ProjektPartnern aufbrechen, um durch bewusste Perspektivenwechsel Themen sowie eigene und kulturelle Denk- und Handlungsroutinen aus anderen Blickwinkeln zu betrachten. Um auszuprobieren und zu entdecken, was durch Änderungen von Sicht- und Vorgehensweisen im eigenen Umfeld anders gedacht und gemacht werden kann bzw. welche neuen Ideen dadurch vorankommen. Wir wollen darüber hinaus erkunden, welche Potenziale und Wege existieren, kulturelle und wirtschaftliche Bereiche bewusster zu betrachten und anders (mit)zugestalten. Es geht dabei darum, ökonomische und kulturelle Entwicklungen voranzubringen, die zahlreichen Missständen, Denk- und Handlungsroutinen entgegenwirken und u.a. darauf beruhen, bewusster mit Ressourcen umzugehen, Menschen und ihr Wissen besser zu vernetzen, (sich) mehr zu bewegen, Konsumverhalten zu hinterfragen und sinnvoll zu ändern, gute Antworten auf die Frage zu finden, wie wir in Zukunft leben, arbeiten, Unternehmen und Mobilität entwickeln und organisieren wollen.

Sozusagen im Rahmen eines Selbstversuchs setzen wir uns in dem Projekt »kreativ bewegen« mit der Frage auseinander, wie mehr Bewegung, mehr neues, spielerisches Entdecken urbaner Orte und bewusstere Ernährung alltägliche, altbekannte Handlungs- und Arbeitsroutinen positiv aufbrechen sowie für frische Luft, neue Blickwinkel, Ideen und Energie sorgen.

Zusammen mit unserem neuen ProjektPartner Thomas Fuhlrott starten wir unter dem Motto Brainfood  ein neues Projekt. Es wird um Ideen, Perspektiven und konkrete Wege gehen, Wirtschaft heute und künftig über das Wirtschaftliche hinaus zu gestalten. Passend dazu ein Zitat von Günter Faltin: »Wirtschaft ist zu wichtig und zu spannend, um sie nur Ökonomen zu überlassen.«

Thomas Fuhlrott, Gründer des Unternehmens zait, war im April 2011 unser Interviewpartner in der Inspiration Lounge. Schon während unseres ersten Treffens haben uns sein Unternehmenskonzept und die Art von zait, Olivenöl zu handeln, fasziniert. Seine Herangehensweisen an Themen wie den Aufbau von Vertriebswegen, die Verbindung von Produzenten und Verbrauchern, Finanzierung sowie sein Engagement für Produktqualität und Transparenz finden wir wegweisend. In weiteren Treffen entstand die Idee, in intensivem Austausch, immer ausgehend von konkreten zaitAspekten, zu untersuchen, wie Wirtschaft gestaltet werden kann, die sich nicht allein (wie heute überwiegend) am Wirtschaftlichen ausrichtet, sondern darüber hinaus einer Entwicklung im Einklang mit Mensch, Kultur und Umwelt Rechung trägt.

Und weil es neben Ideen, Perspektiven und Projekten bei uns immer gerne auch um Gespräche bei guter Verpflegung geht (schönen Gruß an Andy), werden wir zusätzlich nicht nur hauseigene Olivenölgerichte entdecken – wir werden sie auch mit Euch teilen.

Ja, so sind wir.

FacebookTwitterGoogle+

Die Weinverkostung_2. Teil

25. Januar 2011 von Kerstin

(click the pix 5 behind)

Weingut Sander bei der Inspiration Lounge

Gestartet wurde mit einem Rieslingsekt brut – Prestige Cuvée aus dem Weingut Sander. Der Raum hatte sich inzwischen gut gefüllt, die Gäste gruppierten sich in großer Runde um Stefan Sander, der im Mittelpunkt des Interesses stand.

Hatte der Sekt zur Begrüßung bereits die ersten Fragen zum Anbaugebiet Rheinhessen und den Anbaumethoden im Weingut Sander auf den Weg gebracht, warteten danach alle gespannt auf den ersten Weißwein. Der Riesling trocken 2009 überzeugte nicht nur die Runde, er brachte zusätzlichen Gesprächsstoff über ökologischen Weinbau. Anhand eines kurzen Ausflugs in die Familiengeschichte des Weingut Sander stellte Stefan Sander dar, warum schon sein Großvater von der Wichtigkeit biologisch gesunder Böden und Reben so überzeugt war. Klar, dass es dazu jede Menge Fragen gab, zumal in der Probierrunde eine Biologin und eine Gartenbauingenieurin saßen.

Vom Riesling ging es zum Sauvignon blanc 2009, eine Rebsorte, die in Rheinhessen noch nicht allzu lange üblich ist. Das Weingut Sander baut Sauvignon blanc an, seit Stefan Sander im Rahmen seines Arbeitsaufenthalts bei einem Weingut in Südafrika so hervorragenden Sauvignon blanc kennenlernte, dass er einige Reben mit nach Mettenheim brachte. Was für ein Glück, wurde nicht nur allgemein festgestellt. Der Sauvignon blanc hat ganz offensichtlich besondere Fans gewonnen. Und auch die Weinkenner der Runde, die sich noch an manchen Rheinhessenwein der 1970er Jahre zurückerinnern, waren nun überzeugt, dass sich in den letzten Jahrzehnten in Rheinhessen viel an Qualität entwickelt hat.

Als nächstes folgte ein Weißburgunder Mettenheimer Michelsberg, dicht gefolgt von einer kleinen Diskussion über die Verwendung von Weinkorken bzw. den zunehmenden Einsatz von Drehverschlüssen. Kurz bevor sich eine richtiggehende Expertenrunde einstellte, gab es dann den nächsten Weißwein, einen Riesling Mettenheimer Michelsberg, der natürlich zahlreiche Fragen zur genauen Lage, zu Klima und Bodenbeschaffenheit aufbrachte.

Kurze Pause, Brot und Käse verteilt – weiter ging’s zu den Rotweinen. Zunächst wurde der Merlot 2009 probiert, gefolgt von einem Mettenheimer Spätburgunder-S-. Spannend zu beobachten, wie sich die gesamte Probierrunde in drei Gruppierungen aufteilte. Die erste Gruppe diskutierte eingehend, ob der Merlot oder der Spätburgunder noch besser sei, die zweite war einfach begeistert, ausgezichnete deutsche Rotweine kennen zu lernen. Die dritte Gruppe tauschte die inzwischen gefundenen, individuellen Weinfavoriten aus und setzte dies ausgiebig beim anschließenden Buffet fort.

Es war ein toller Abend mit viel Know-how und Spaß. Schön, dass Ihr alle da wart. Vielen Dank nochmals an das Weingut Sander und Stefan Sander, der, ich zitiere aus Mails, die ich seit Samstag erhielt, »sehr guten Wein macht, Gott sei Dank auf Qualität statt Quantität setzt, ein unterhaltsamer Erzähler ist und beeindruckt durch seinen Enthusiasmus für das, was er macht.«

Zum Abschluss und besonders auch für alle, die dieses Mal leider nicht dabei sein konnten:

Inspiration Lounge Interview mit Stefan Sander
Die Weinverkostung 1. Teil
Mehr über die Weine und Rebsorten des Weingut Sander

FacebookTwitterGoogle+

Weingut Sander bei le tapir

19. Januar 2011 von Chris

Im Rahmen der VINco02 präsentiert le tapir erstmalig das Weingut Sander in Köln. Im exklusiven Rahmen stellt Stefan Sander eine Auswahl seiner ausgezeichneten Weine und Weinjahrgänge vor.

Der Winzer aus dem rheinhessischen Mettenheim, Gründungsmitglied der jungen Winzergruppe Message in a bottle berichtet dabei über den Anbau, die Weinregion und über seine Entschiedung für den nachhaltigen und ökologischen Weinbau.

Das Weingut Sander ist Mitglied der internationalen Gruppe La Renaissance des Appellations, in der über 153 Spitzenweingüter aus vielen Ländern vertreten sind.

Ziel dieser Kulturveranstaltung im Rahmen und zur Erweiterung der Inspiration Lounge ist es, Kenner und Partner des Projekts zu gegenseitigem Kennenlernen und Austausch zusammenzubringen – live und real world.

Wir freuen uns darauf.

Inspiration Lounge Interview: Stefan Sander

FacebookTwitterGoogle+

In eigener Sache (7)

04. Oktober 2010 von Chris

Konkret – was ist neu und wo geht es hin.

Wir starteten die Inspiration Lounge mit Interviewfilmen, die unsere Interviewpartner stets ausschließlich im direkten Gespräch zeigten. Mit der Zeit haben wir dieses Konzept gelockert, um zusätzlich zu den individuellen Positionen und Vorgehensweisen auch mehr visuelle Einblicke in die verschiedenen Bereiche kreativen Schaffens zu geben. Inzwischen machen wir zunehmend Außenaufnahmen.

So sehr sich die Drehorte verändern, die Genres erweitern, so sehr gebündeltes Wissen und Erfahrung anwachsen, eines wird gleich bleiben: Wir konzentrieren uns darauf, die persönlichen Sichtweisen mitzuteilen, die jeden einzelnen unserer Interviewpartner ausmachen. Das Know-how und die Haltungen, die jeweils die Grundlage für individuelle Vorgehensweisen sind.

Ideen zu zeigen, die die Welt kennen sollte – das ist, worum es geht.

Nicht mehr und nicht weniger.

FacebookTwitterGoogle+