Tag: Medizin

Kompakt

16. Juli 2010 von Kerstin

Die Woche ist sonnig. Passend dazu, werfen die nächsten Inspiration Lounge Aktivitäten ihre Schatten voraus:

Veit Landwehr war Mitte der Woche unser Interviewpartner, empfohlen von Fank Dehner im letzten Inspiration Lounge Video. Wir sprachen mit Veit darüber, wie man, ausgehend von einem Maschinenbaustudium, doch lieber Architekt wird, um dann eine Filmproduktion zu gründen, Fotograf und Künstler zu sein sowie Tische zu entwerfen und zu bauen. Im Interview geht es dann auch um die Vorteile, die es hat, viele unterschiedliche Sachen zu machen, um die Folgen des eigenen Spieltriebs und die Tatsache, dass gerade kleine Änderungen große Wirkung erzielen.

Habt Ihr beispielsweise schon einmal gesehen, dass ein kleiner roter Punkt Euer Foto im Personalausweis ziert? (Haltet den Ausweis mal unter eine Lampe und bewegt ihn.) Nur durch eine kleine Verschiebung des Punktes entsteht…seht selbst.

Was war außerdem los? Mit unserem Interview- und Kommunikationspartner Dr. George Berbari, Hirnforscher und Psychiater, haben wir Themen zusammengestellt, über die er uns anhand von Interviews an dieser Stelle schon demnächst mehr Details berichten wird. Kostprobe: was haben Stresshormone mit ungeschriebenen sozialen Regeln zu tun?

Demnächst mehr.

Mach’ mal Pause

15. April 2010 von Chris

workUnser Kommunikationspartner Dr. George Berbari, Psychiater und Hirnforscher, setzt mit seinem heutigen Artikel seine Reihe über die Vermeidung von Stress fort. Schwerpunkt sind dieses Mal einfach umzusetzende Tipps, um Stress bei der Arbeit am Schreibtisch zu vermeiden und neuen Ideen die »Tür« zu öffnen.

Seht selbst…

Inspiration Lounge Interview mit Dr. George Berbari

Die Wahrheit liegt im Schweinebraten

31. Januar 2010 von Chris

schweinebratenLiebe Freunde der Inspiration Lounge,

der Januar geht zu Ende und wir sind um ein paar Erkenntnisse reicher. Nachdem wir das Interview mit Dr. George Berbari veröffentlicht haben, haben wir zahlreiche Rückmeldungen bekommen, die uns nahelegen, mehr Interviewpartner aus wissenschaftlichen Bereichen in die Inspiration Lounge aufzunehmen. Well, wir arbeiten dran.

Auf die Interviews mit Yung Chin gab es viel Feedback, dass gerade auch kreative Gebiete interessant sind, die viel mit handwerklichem Know-how zu tun haben und von denen man sonst nur wenig weiß.

Und last but not least sind wir darauf aufmerksam gemacht worden, dass die Inspiration Lounge inzwischen selbst dann zu erreichen ist, wenn man bei Google nach »Inspiration« und »Schweinebraten« sucht.

Wohl bekomm’s.

Interview mit Dr. George Berbari

22. Januar 2010 von Kerstin
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»We did find out something – but we still have a lot to find out.«

Dr. George Berbari, Psychiater und Hirnforscher, wurde in New York geboren.  Er studierte Medizin/Psychiatrie u.a. an der University of Pennsylvania. Nur kurze Zeit nach Abschluss der Ausbildung wurde er 1965 zum Militärdienst nach Vietnam eingezogen und war dort auf einem Krankenhausschiff stationiert.

Im Rang eines Navy Attaché arbeitete er danach in vielen verschiedenen Ländern, u.a. in Australien, in Guatemala, Uruguay, Libanon, Israel, Rumänien, Polen, Russland, England, Frankreich und Italien, wo er überwiegend in diplomatischen Bereichen bzw. an den jeweiligen amerikanischen Botschaften tätig war. Aus dieser Zeit resultiert sowohl eine große Erfahrung in der Zusammenarbeit mit Menschen aus unterschiedlichen Kulturen als auch das Erlernen sieben verschiedener Sprachen.

Ab 1977 arbeitete Dr. George Berbari in einem Krankenhaus in New York als Psychiater.        1992 kam er nach Deutschland. Heute lebt er in Köln. Er arbeitet als Chefarzt und Projektleiter im Bereich Hirnforschung. Sein Schwerpunkt ist die Erforschung von Hormonen und deren Einfluss auf das menschliche Hirn. Als geschätzter Experte steht er in regelmäßigem Austausch mit anderen Forschern und hält weltweit Vorträge.

Im Interview berichtet er, warum er ausgerechnet Psychiater geworden ist, warum ihn seine Militärzeit in Vietnam sehr geprägt hat und welches Forschungsprojekt ihn aktuell beschäftigt. Er schildert, warum die Suche nach medizinischen Erkenntnissen wohl nie zu Ende sein wird und immer wieder fasziniert. »If we don’t learn, we don’t know.«

Aus seiner jahrelangen Berufspraxis in unterschiedlichen Gebieten stammt seine vermeintlich ganz einfache Empfehlung. »You have to know a little bit about yourself.«

Warum: Seht selbst …

Abschließend ein Hinweis in eigener Sache. Wir freuen uns, dieses Mal Manuel Odendahl als Produzent des Inspiration Lounge Intro Sounds dabei zu haben.

Dr. George Berbari_Psychiater + Hirnforschung

11. Januar 2010 von Chris

dr. george berbari(click the pix) Dr. George Berbari (Psychiater und Hirnforschung).

In der Inspiration Lounge gebe ich seit einiger Zeit Empfehlungen an kreative Köpfe und Macher weiter. In diesem Beitrag geht es mir besonders darum, etwas über wichtige Bedingungen für Kreativität an sich zu sagen.

Wer kreativ entwickelt und arbeitet, der weiß meist auch, wie wichtig der Austausch mit anderen ist. Wer sich lange nur um die eigenen Gedanken dreht, kommt irgendwann nicht mehr voran, sondern wird mehr und mehr zum Egozentriker. Kontakt mit anderen Menschen ist notwendig. Er ist in der Lage, uns nach anstrengenden Gedankenspielen wieder zu erden oder andersherum: er kann uns inspirieren, unserem Denken und Blick eine neue Richtung geben und uns gerade damit aus einer blockierenden Situation herausholen. Aber…Vorsicht vor Überdosierungen.

Es ist gut, sich nicht immer nur mit den eigenen Gedanken zu beschäftigen. Abschalten, raus gehen, wunderbar. Doch wer anfängt, sich zuviel mit den Abläufen oder sogar den Problemen anderer zu befassen, die er nicht lösen kann, endet im Stress. Und: wer nicht auch wieder die Ruhe nach dem Austausch sucht, läuft Gefahr, früher oder später seine eigene »Linie« zu verlieren. Aus »das ist für mich wichtig« wird »eigentlich ist alles für mich wichtig« und schnell auch »vor allem ist wichtig, was die anderen machen und meinen«. Nichts ist mehr in der Lage, die eigenen Dinge zu verwässern.

Viele Menschen haben daher sehr gute Ideen, nachdem sie im Austausch mit anderen waren und dann wieder alleine sind, Revue passieren lassen und ihre Tätigkeit wieder aufnehmen. Das Hirn ordnet den Input. Wir brauchen daher auch diese Situation, die nach außen vermeintlich ruhig scheint, tatsächlich aber meistens äußerst produktiv ist.

Mit der Ruhe und dem Austausch ist es eben, wie mit allen Dingen, eine Frage der Balance. Solange alles im Ausgleich ist, bleiben wir kreativ.