Tag: Kunst

Inspiration Lounge TALKS am 29.11.2013_René Stessl

06. November 2013 von Chris

rene sw

Der Künstler und Koch René Stessl wird mit uns am 29.11.13 bei den Inspiration Lounge TALKS über sein Projekt 1hourrestaurant sprechen und uns Einblicke in die Erfahrungen geben, die er an verschiedenen Orten der Welt – vom Times Square bis Köln – damit macht. Wir meinen: faszinierend, wie es mit einem kurzen, liebevollen Durchbrechen des Alltagstrotts gelingen kann, eingrenzende Denk- und Handlungsgewohnheiten zu hinterfragen, um sodann echte Momente der Freude in das Leben von Mitmenschen zu bringen.

Ein klarer Fall für die TALKS.

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Die (vermutlich?) weltweit erste Talk Story

15. Oktober 2013 von Kerstin

boris becker, christoph gottwald(Boris Becker, Christoph Gottwald)

Wir freuen uns, den Fotografen und Künstler Boris Becker und den freien Autor Christoph Gottwald bei den Inspiration Lounge TALKS am 29.November 2013 mit dabei zu haben.

Am Anfang ihres ersten gemeinsamen Projekts, dem Film baddoginapark.com, stand ein Drehbuch von Christoph Gottwald und der Entschluss, dieses möglichst zeitnah filmerisch umzusetzen. So beschlossen die beiden, auf langwierige Verfahren zur Beantragung von Filmfördergeldern zu verzichten und baddoginapark.com stattdessen ausschließlich mit den Ideen und Mitteln auf den Wegen zu realisieren, die zur Verfügung waren. Entstanden ist ein abendfüllender Film, bei dem Boris Becker für Kamera sowie Ton und Christoph Gottwald neben dem Drehbuch auch für die Regie verantwortlich zeichnet. baddoginapark.com ist die (vermutlich?) weltweit erste Talk Story – eine fiktive, im Dokumentarstil von 33 interviewten Personen erzählte Geschichte. »Der Moment, der die Erzählstränge auslöst, ist der Biss des bösen Bronco, dem Hund der 17-jährigen Jessica Esser, in den Oberschenkel des joggenden Bankers Peter Wichmann. Aus dieser Ausgangssituation entwickelt sich die Story peu à peu zu einem hanebüchenen Splatter, wie eine Lawine, die immer neue Wege sucht, auf denen sie sich ins finstere Tal hinabstürzen kann… «

interview boris becker(Auf den Spuren von baddoginapark_Kerstin Döweler, Boris Becker)

Außergewöhnlich ist dabei nicht allein, wie die einzelnen Splatter-Aspekte der Handlung im Film erzählt werden, ohne tatsächlich gezeigt zu werden, sondern vielmehr im Kopf des Betrachters zu entstehen. Um die Rollen authentisch zu besetzen, wurden zahlreiche Freunde und Bekannte als Darsteller für das Filmprojekt gewonnen. Den jeweiligen inhaltlichen Part trugen sie auf bemerkenswerte Art in ihrer eigenen Erzählweise, ohne seitenlange, auswendig gelernte Texte und unter meist nur knappen Regieanweisungen bei. Zusätzlich spielen einige bekannte Persönlichkeiten, u.a. Gerd Köster, Daniel Hug und Walther König sich selbst, um die suggerierte Glaubhaftigkeit der Handlung noch zu steigern.

baddoginapark.com ließ sich auf diesem Weg mit nur kurzer Vorbereitungszeit in wenigen Monaten realisieren. »Das geht natürlich nicht bei jedem Film, und wir wollten auch nicht nahelegen, dass Filmförderungen unnötig sind und alles mit kleinen Budgets funktioniert,« so Boris Becker. »Dort, wo es passt, ist es allerdings oft besser, zügig anzufangen statt sich lange auf dem Formalienweg aufzuhalten. Wie oft setzt man Ideen, die zu lange herumliegen, am Ende gar nicht um, weil immer irgendetwas dazwischen kommt.«

baddoginapark.com ist ein gutes Beispiel dafür, wie und wieviele Menschen im Rahmen eines Projekts zur Hochform auflaufen, wenn Idee und Herangehensweise stimmen, gegenseitiges Vertrauen sowie Freiheit vorhanden sind und nichts auf die lange Bank geschoben wird. Ein wunderbares Thema für unsere Inspiration Lounge TALKS am 29. November 2013, meinen wir, und freuen uns auf das Live-Interview mit Christoph Gottwald und Boris Becker.

 

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LebensZeichen

07. Oktober 2013 von Kerstin

eva ohlow im atelier(Eva Ohlow)

Wenn wir bei unseren Inspiration Lounge TALKS am 29. November 2013 mit Bojan Radojkovic schon einen waschechten Fine Art Trade Guild Commended Framer mit dabei haben, wäre es super, wenn er für diesen Anlass auch einen besonderen Rahmen fertigte, dachten wir uns. Und weil in einen hochwertigen Rahmen natürlich auch ein entsprechendes Werk gehört, haben wir die Künstlerin Eva Ohlow gefragt, ob sie bereit wäre, ein solches extra für die Inspiration Lounge TALKS 2013 zu erstellen. Über ihre Zusage freuen wir uns sehr.

Eva Ohlow, die Tochter des Künstlers Hubert Berke, ist in Köln geboren und der Stadt seitdem eng verbunden. Von hier aus zogen sie zahlreiche Studien- und Arbeitsaufenthalte immer wieder ins europäische und außereuropäische Ausland, davon insbesondere mehrfach nach Afrika. Von all ihren Reisen bringt sie Eindrücke in Form von Fotografien, Gegenständen und Ideen nach hierher mit, die Eingang in ihr vielfältiges künstlerisches Schaffen finden und so den Betrachtern eine Begegnung mit oft fremden Welten ermöglichen. Thematische Grundlage ihrer Werke sind dabei insbesondere die weltweit so unterschiedlichen Lebensbedingungen von Menschen und unsere letztlich so gleichen, wesentlichen Lebensgrundlagen, von denen wir alle abhängen – Erde, Wasser, Gemeinschaft etc. Besondere Aufmerksamkeit widmet Eva Ohlow seit vielen Jahren den Zeichen, Sprachen und Schriften unterschiedlicher Kulturen – Mitteln zur Kommunikation und Organisation oder kurz: dem, was uns wesentlich mit ausmacht, verbindet und uns weiterentwickeln lässt.

Als wir Ihr davon erzählten, dass Bojan Radojkovic, seit vielen Jahren Wahlkölner, den Rahmen aus echtem Stadtwaldholz anfertigen wird, stellte sie nicht nur schnell die Verbindung zur eigenen, hiesigen Wirkungsstätte fest. Der direkte Bezug zur heimischen Ressource Baum sowie den Menschen und ihren Denk- und Handlungsweisen, die nun hier über das Material, die Rahmenfertigung und eben das zu erstellende Werk verbunden werden, ließ sie eine wunderbare Idee entwickeln: Eine künstlerische Arbeit, die zeigt, seit wie langer Zeit und auch künftig unser aller Leben direkt von dieser Ressource wie auch von Gemeinschaft und Austausch durch Zeichen, Kommunikation und Zusammenarbeit geprägt werden.

Eva Ohlow wird das Werk und ihre zugrunde liegende Idee im Rahmen der Inspiration Lounge TALKS am 29. November 2013 vorstellen.

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Ein Mann für den besonderen Rahmen

02. Oktober 2013 von Kerstin

bojan1(Bojan Radojkovic, Fine Art Trade Guild Commended Framer )

In unseren Interviews fragen wir Menschen gerne, warum und wie sie eine Idee in die Tat umsetzen. Als wir die Frage Bojan Radojkovic, dem Macher von NaturRahmen, stellten, war seine Antwort: »Als mir die Idee in den Sinn kam, hatte ich sofort die Vorstellungskraft, dass es einen Weg und auch ein Bedürfnis für hochwertige, mit Liebe zum Detail gefertigte Bilderrahmen aus Kölner Stadtwaldholz gibt. Mir war jedoch klar, dass zunächst nur ich das so sah und dass es ein langer, arbeitsreicher Weg werden würde. Das hat mich allerdings überhaupt nicht geschreckt – ich bin schon immer daran gewöhnt, viel zu tun, damit meine Ideen wahr werden.«

Doch von vorne, oder besser gesagt, von heute kurz zurück und dann nach vorne: Es ist immer wieder faszinierend zu erkennen, dass besondere Ideen immer unmittelbar mit der persönlichen Geschichte und Entwicklung von Menschen verbunden sind: Bojan Radojkovic bekam seine erste Fotokamera geschenkt, als er neun Jahre alt war. Er machte erste Schwarz-Weiss-Fotos und war fasziniert, damit die Menschen in seiner direkten Umgebung so festzuhalten, wie sie sind – und die Zeit damit für einen kurzen Moment zu »stoppen«. Jedes Bild war von ihm sorgfältig gewählt, denn Filmmaterial war in Serbien zu dieser Zeit schwierig zu bekommen und teuer.

Seine Liebe zu Fotografie und Technik setzte sich schließlich auch beruflich durch: Als Informatiker und Fotograf kam Bojan Radojkovic, ganz logisch, zur Erkenntnis, dass seine Fotografien, mit hochwertigem Equipment erstellt, einfach auch in besondere Rahmen gehören. Nach den eigenen ersten Versuchen mit Holz und Gärungssäge, absolvierte er daher schließlich eine Ausbildung bei der namhaften englischen Fine Art Trade Guild.

bojan5(beim Rahmen mit Nut und Feder sowie zwei verschiedenen Holzarten)

Als Fine Art Trade Guild Commended Framer verarbeitete er zunächst Holz aus England. Schon bald allerdings und inzwischen seit Jahren in Köln lebend, kam ihm der Gedanke, Holz aus der eigenen Kölner Umgebung zu verwenden, um Transportwege zu sparen und damit auch im Sinne der Umwelt zu handeln. »Die Idee war da,« sagt er, »kurz nachdem mein Sohn geboren wurde. Ich habe mein eigenes Handeln einfach bewusster betrachtet, fing daraufhin an zu recherchieren und habe mit StadtwaldHolz genau die richtigen Menschen gefunden, mit denen ich seither zusammenarbeite. So kann ich hochwertiges Holz für meine Bilderrahmen verwenden, das ausschließlich aus dem Kölner Stadtwald stammt. Die Vielzahl der verfügbaren Hölzer – von Ahorn, über Pflaume bis zu Amerikanischem Nussbaum ist dabei genauso faszinierend wie der direkte Bezug zur eigenen Stadt- und Lebensumgebung.«

So erhielten Bojan Radojkovics Fotografien, und schnell natürlich nicht nur seine, die wirklich passenden Rahmen, die lokale Ressource, Know-how und besondere Qualität in der Verarbeitung vereinen. Und Bojan entwickelt weiter: »Bei der letzten Photokina habe ich gemerkt, dass noch 1000 mehr Möglichkeiten in der Idee stecken. Also packe ich´s an. Wenn ich es nicht tue, wie ich es im Kopf habe – wer soll es denn machen?«

bojan 6(in der Werkstatt)

Schön, wenn jemand auf seinem ganz eigenen Weg wagt, Schritt für Schritt Neuland zu betreten und damit echte Alternativen mit Wert schafft. Das ist richtig inspirierend, finden wir und freuen uns deshalb, bei den Inspiration Lounge TALKS am 29. November 2013 mehr von Bojan Radojkovic und NaturRahmen zu erfahren.

 

 

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Vergiss Adlon

25. September 2013 von Chris

berlin(1hourrestaurant_Berlin)

Manhattan, Wien, Berlin – der aus der Steiermark stammende Künstler und Koch René Stessl hat die von ihm kreierten 3-Gänge Menüs schon an zahlreichen, namhaften Plätzen in der Welt serviert. Im Rahmen seines Kunstprojekts 1hourrestaurant bereitet er die Speisen, stets österreichisch inspirierte Spezialitäten wie zartes Rindsgulasch mit Nockerln, Wiener Schnitzel oder Palatschinken, zunächst am eigenen Herd oder in einer Küche in der Nähe vor. Mit einem Handwagen, darauf ein Tisch, Stühle, Warmhalteboxen und Geschirr, zieht er dann los, um sein 1hourrestaurant dort aufzubauen, wo man ein exquisites 3-Gänge Menü sicher nicht erwartet, z.B. direkt am Times Square oder auf dem Pariser Platz, das Hotel Adlon in Sichtweite. Noch weniger erwartet man natürlich, dass seine Gäste Passanten sind, die er anspricht und zum 3-Gänge Menü einlädt.

Die Passanten selbst, auf ihrem Weg von A nach B, sind zunächst ebenfalls äußerst erstaunt über das Angebot eines geschenkten Menüs. Wer sich allerdings darauf einlässt, erlebt inmitten der eigenen Routinen eine ungeplante, leckere Unterbrechung, die Gaumen und Geist erfreut. Und was erfreut René Stessl an seinem erfolgreichen Kunstprojekt? »Das Beste daran ist für mich, wenn ich sehe, wie meine Gäste im 1hourrestaurant von anfänglicher Skepsis zu großer Freude wechseln, weil ihnen mein Menü richtig gut schmeckt und sie das alles so unerwartet erleben können«, schildert er.

Was bewegt einen, eine solche Idee wie das 1hourrestaurant in die Tat umzusetzen? War es zu Anfang der Gedanke von René Stessl, seine Skills und Leidenschaften in einem Projekt zu vereinen, um sich während seines Aufenthalts in New York bekannt zu machen und Leute kennen zu lernen, rückte sehr schnell etwas anderes in den Mittelpunkt: die Tatsache, selbst zu erleben, dass man seinen Mitmenschen mit einer schönen Idee, dem eigenen Können und ohne übergroßen Aufwand etwas Gutes tun kann, das ihr Leben für einen Moment aus dem Alltag entführt und positiv beeinflusst. Vielleicht hat er so manchen Gast des 1hourrestaurants bereits inspiriert, seinem Beispiel zu folgen.

interview(René Stessl und Kerstin Döweler beim Interview)

Für René Stessl selbst ist das 1hourrestaurant inzwischen längst zu einem Erfahrungsschatz geworden, der ihn tief in die heutigen menschlichen Verhaltensweisen und gesellschaftlichen Strukturen rund um so grundlegende Themen wie Geben und (An-)nehmen sowie Vertrauen und Mißtrauen führte. »Es hat mich dazu bewegt«, so Stessl, auch über meine eigenen Einstellungen nachzudenken und mich für einen klaren Bewusstseinswandel zu entscheiden.«

Mehr wird hier natürlich nicht verraten. René Stessl wird im Rahmen seines Live-Interviews bei den Inspiration Lounge TALKS am 29. November 2013 Näheres erzählen. Wir freuen uns schon darauf.

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