Tag: Kunst

Inspiration Lounge_going public #1 | Interview mit Wilhelm Schlote

17. August 2014 von Kerstin

wilhelm(wilhelm schlote_zeichner)

Last but not least stand bei unserer ersten Inspiration Lounge_going public der Zeichner und Künstler Wilhelm Schlote Rede und Antwort über die langjährige Liebesbeziehung zu seinem legendären Strichmädchen, die ihn nach wie vor in Bewegung hält.

warmup(kurze stärkung)

»Wilhelm, wann entbrannte denn Deine Liebe zum Strichmädchen?«, war meine erste Frage. »Das ist schon einige Jahre her, es begann in den 70er/80er Jahren. Nach einer langen persönlichen Entwicklung in den Bereichen Kunst, Philosophie und Literatur, nach vielen Zeichnungen und Büchern, die ich bis dahin herausgebracht hatte und natürlich nach meiner Erkenntnis, dass meine große Leidenschaft den Kinderzeichnungen gilt, da war es auf einmal da bzw. in meinem Kopf und in meinem Herzen, das erste meiner Strichmännchen. Ich musste es nur noch zu Papier bringen. Kurz darauf folgte dann natürlich das Strichmädchen.«

»Und beide sind dann gemeinsam und unmittelbar ein großer Erfolg geworden?«, will ich wissen.

»Nein, sind sie nicht. Im Gegenteil. Die Menschen waren meine Schlote-Karten gewöhnt und wollten nichts anderes von mir sehen. Nun hatte ich aber meine Familie zu ernähren und daher musste ich mich bewegen, d.h. mir einen Weg einfallen lassen, Strichmännchen und Strichmädchen doch zu etablieren. Es war nicht leicht, und schließlich habe ich die beiden in eine andere Idee, meine Stadtplakate, integriert und den Menschen immer wieder präsentiert. So lange, bis die Leute dann mit der Zeit richtig Gefallen daran fanden.«

intro(feyntuning)

Nächste Frage: »Du sprachst gerade von Bewegen, und ich weiß, dass auch Bewegung aktuell ein großes Thema in Deiner Arbeit ist. Kannst Du uns mehr davon berichten?«

»Also, es geht dabei einerseits darum, dass es immer Aufwand und, wenn Du so willst, Bewegung kostet, Deine eigene Idee zu realisieren und durchzusetzen. Das muss einfach mal gesagt werden. Viele scheuen aber den Aufwand und den Weg, auch, weil man ja heute oft gesagt bekommt, dass man es sich doch einfach machen soll. Nur: so bleibt man auf den ausgetretenen Wegen, statt für das zu kämpfen, was einem wirklich am Herzen liegt.

interview(lesung)

Dazu kommt: sich zu bewegen, mit Körper und Geist, hält uns fit. Das wissen wir schon lange. Trotzdem bewegen sich viele Menschen heute immer weniger. Neben dem sich Bewegen für die eigenen Ideen, das sich immer lohnt, wenn man sein eigenes Leben und nicht das anderer Leute leben will, habe ich noch ein anderes schönes Beispiel. Es passt zum Thema des heutigen Abends, der Liebe.

lesung(interview)

Ich sah neulich eine Dokumentation über Online-Partnervermittlungsportale. Darin saßen zahlreiche Menschen zuhause auf dem Sofa und verbrachten viel Zeit damit, eigene Online-Profile zu erstellen und diejenigen anderer zu lesen. Ich möchte damit nicht sagen, dass solche Dinge niemandem helfen. Doch ich denke, es wäre für viele Menschen schöner, mehr auf sich selbst zu vertrauen und sich die Mühe zu machen, mal raus aus der eigenen Wohnung, raus aus dem gewohnten Umfeld zu gehen. Sie träfen dort auf andere Leute, die sie mit der Zeit wieder mit anderen bekannt machen uns so weiter.

neugierde(faszination)

Deshalb hat mir auch der Schluss der Dokumentation gut gefallen. Da saß ein junger Mann, und neben ihm war eine schöne, junge Frau zu sehen. Er erzählte, dass er über zwei Jahre eine Partnerin über Online-Portale gesucht hatte, was sehr kostspielig war – ohne Erfolg. »Aber neben ihnen sitzt doch nun Ihre Frau?, fragte der Reporter. »Ja«, sagte der Mann, »sie ist meine große Liebe, und wir haben uns drei Straßen von meiner Wohnung entfernt kennen gelernt, als ich nach langer Zeit beschlossen hatte, einen Spaziergang im Viertel zu machen.«

Ich sage Euch: Bewegung ist es – für die eigenen Ideen, die Liebe und einfach das ganze Leben.

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Inspiration Lounge_going public #1 | Interview mit Antonius Werhahn-Mees

15. August 2014 von Kerstin

stilbude(die stilbude)

Antonius Werhahn-Mees, einer der Macher von Leck mich, Eis mit Stil, hatte im wahrsten Sinne des (W)ortes ein Interview-Heimspiel, denn auch die Stilbude in Köln, Austragungsort unserer ersten Inspiration Lounge_going public #1, hat er mitbegründet.

eis(feyne auswahl)

Passend zum großen Thema des Abends wollte ich als erstes von ihm wissen, warum auf den kleinen Beipackzettel zum Leck mich, Eis mit Stil der Hinweis »kann Spuren von Liebe enthalten« zu finden ist.

interview(antonius werhahn-mees im interview mit kerstin döweler)

gespannt sein(gespannt in die tiefe eintauchend)

gäste(neue blickwinkel)

»Auf vielen Lebensmittelverpackungen ist unter Zutaten »kann Spuren von Nüssen enthalten« aufgedruckt. Das wollten wir aufgreifen und ein bisschen ironisch damit spielen. Es kommt aber dazu, dass wir in unsere Eisherstellung tatsächlich viel Liebe zum Detail und Leidenschaft stecken, weil uns das Zubereiten von guten Produkten aus frischen, Lebens-mitteln einfach Spaß macht. Es begeistert uns, immer neue Kombinationen von Zutaten zusammenzustellen und dadurch besondere Eiskreationen zu erzeugen, die gut schmecken und vielleicht einige Menschen auch überraschen. Gurke-Limette ist beispielsweise so eine unserer Eissorten, bei der so mancher zuerst zögert und sich dann über das ungeahnt leckere Geschmackserlebnis freut. Ich denke auch, die Menschen merken, dass wir uns nicht nur Mühe machen, um ein Geschäft zu haben und Geld zu verdienen, sondern insbesondere auch, um anderen auf der Basis unseres Könnens etwas Gutes, sozusagen ein Stück unserer Leidenschaft mitzugeben.«

gäste2(freude)

philipp(philipp pongratz_ die stilbude)

Das ist ein ausgezeichnetes Stichwort für meine nächste Frage: »Du hast Betriebswirtschaft studiert und wirst heute manches Mal gefragt, warum Du das nicht weitermachst und stattdessen mit Philipp und Yvonne Eis herstellst bzw. die Stilbude eröffnet hast. Was sagst Du darauf?« »Ich sage, dass ich nach wie vor meine Kenntnisse in Betriebswirtschaft anwende. Doch ich sehe das nur als Basis, als Handwerkszeug, nicht als Endzweck. Was mir, Yvonne und Philipp am Herzen liegt ist, unser Eis und unsere Stilbude voranzubringen und dabei immer wieder auch neue Ideen zu entwickeln. Das ist unser Ding. Und ich bin überzeugt: würden mehr Menschen das von ihnen Gelernte als Handwerkszeug nutzen, um auf dieser Basis ihre wirklich eigenen Ideen zu realisieren, es gäbe eine unglaublich tolle Artenvielfalt am Markt statt der sich leider an vielen Orten ausbreitenden Monokultur immer gleicher Produkte und Leistungen großer Firmen und Konzerne.«

vielfalt(außergewöhnliche projekte)

snacks(besonders leckere kleinigkeiten)

»Du meinst also, mehr Leute sollten den Mut finden, den eigenen Weg mit den eigenen Ideen zu gehen?« frage ich weiter. Antonius’ Antwort: »Ja, denn heute nehmen viele Leute das von ihnen Gelernte und suchen sich dann irgendwo einen Job, der den üblichen Vorstellungen über ihren Fachbereich entspricht. Bei Betriebswirtschaft sind das ja in erster Linie Bürojobs. Und bei vielen Menschen, die solche Jobs machen, zählen in erster Linie nur die Bezahlung und die Karriereaussichten, einfach, weil das in unserer Gesellschaft »normal« ist und so nahe gelegt wird. Was dabei oft auf der Strecke bleibt, sind viele persönlichen Skills, die außerhalb des gelernten Fachwissens vorhanden sind sowie Themen und Dinge, die einem einfach am Herzen liegen und Freude machen. Das ist für den Einzelnen schade, und es ist für uns alle ein Beitrag zur Artenvielfalt, der leider unterbleibt. Gerade deshalb finde ich so wichtig, dass all diejenigen, denen bewusst ist, was sie wirklich umtreibt, auch dazu aufbrechen. Uns jedenfalls gibt es sehr viel, unseren eigenen Weg zu gehen.«

home(motherboard)

»Was antwortest Du all denen, die jetzt sagen, dass aber nicht jeder tun kann, was sein Herz bewegt?« »Ganz einfach, ich sage: umso wichtiger ist es, dass all jene es tun und dazu den Mut finden, die es eigentlich machen können und daran insbesondere durch den Gedanken gehindert werden, man könne aus dem heutigen Mainstream nicht ausbrechen und müsse sich an eine Sicherheit klammern, die in Wirklichkeit nur eine vermeintliche ist.«

gäste3(kurzes verschnaufen)

Ein guter Interviewabschluss und der Startpunkt für eine kurze Veranstaltungspause inklusive Eis und Getränken.

 

Wilhelm Schlote

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Inspiration Lounge_going public #1 I Interview mit Petra Martinez, René Stessl

13. August 2014 von Kerstin

rené stessl, petra martinez | steinbock & eden(rené stessl, kerstin döweler, petra martinez_warming up)

Unsere erste Inspiration Lounge_going public startete mit dem Interview mit Petra Martinez und René Stessl von Steinbock & Eden bzw. mit Einblicken in die noch brandaktuelle Gründungsgeschichte ihrer Unternehmung, bei der u.a. auch ein Oberkellner aus dem Wiener Prater eine wichtige Rolle spielte. Er prophezeite Petra und René nämlich vor geraumer Zeit nicht nur: »aus euch beiden wird noch was«, er legte mit dieser weisen Voraussicht wohl auch einen Teil des Grundsteins zu der einzigartigen Mischung von Ideen, Skills, Herz und Humor, die heute Steinbock & Eden ausmachen.

petra martinez, rené stessl(yep_gut drauf)

Gefragt nach dem besonderen Etwas von Steinbock & Eden antworteten die beiden Gründer dann auch: »Neben der Zutat Liebe ist es vor allem die wirklich breite Aufstellung, die wir haben. Während Petra als Galeristin und PR-Profi ihr Know-how in Kunstbetrieb und Kommunikation einbringt, steuere ich als Künstler und Koch meine Ideen und Skills bei. So können wir für jeden Kunden von Happening bis Catering aus einer ganzen Menge von Möglichkeiten schöpfen. Dazu kommt: da wir beide nicht darauf angewiesen sind, nur mit Steinbock & Eden unser Geld zu verdienen, steht immer das, woran wir Freude haben, im Vordergrund. Wir müssen keine Aufträge annehmen, die wir eigentlich nicht machen wollen. Das ist ein großer Vorteil, der uns Freiheit gibt, und auch die Basis für gute Ideen sowie dafür ist, dass uns die Begeisterung an der Zusammenarbeit nicht ausgeht.«

interview(das interview inspirierte)

Das scheinen auch die Kunden zu spüren, denn als ich Petra fragte, wie denn das Feedback sei, ist ihre Antwort: »Die sind ganz glücklich, auch weil sie beispielsweise bei einem Catering von Anfang an den kompletten Zubereitungsprozess mitverfolgen können. Wir liefern nämlich die Speisen nicht fertig an, wir bereiten sie, wenn nötig über mehrere Tage, immer frisch vor Ort zu. Wer will, kann also vorab schon dabei sein, mal in die Töpfe schauen und probieren. Das baut für alle eine ganz andere Beziehung dazu auf und, ja, auch dabei kommen die Zutaten Leidenschaft, Zusammensein, Neugierde, Begeisterung und natürlich Genuss ins Spiel.«

interview, gäste(aufmerksamkeit)

»Wie geht es weiter bei Steinbock & Eden?«, ist meine letzte Frage. »Wir haben keinen Businessplan, der uns eine bestimmte Vorgehensweise vorschreibt«, meint René, »wir schauen einfach, was als Nächstes kommt, das unsere Herzen bewegt.«

publikum

(noch mehr aufmerksamkeit)

Na, dann schau’n wir auch mal und bleiben dran.

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Inspiration Lounge_going public #1 | Momentaufnahmen

11. August 2014 von Kerstin

Inspiration Lounge_going public #1(die  ersten Inspiration Lounge_going public #1_wir sagen herzlicht willkommen)

Am Freitag, 8. August war es soweit: unsere erste Inspiration Lounge_going public ging an den Start. Als großes Thema des Abends hatten wir die Liebe gewählt und dazu, ganz im Inspiration Lounge Style, anhand von vier Interviewpartnern verschiedene Spielarten versammelt, die allesamt auf ihre Weise jede Menge Impulse zu geben wussten.

yep(yesss – ich bin dabei)

 

briefing(letzte abstimmung)

letzte vorbereitungen(team küche – yvonne hat alles im griff)

thekenteam(thekenfreuden)

snacks(leckere stärkung)

So gab es für alle Teilnehmer und Gäste viele frische Blickwinkel und, last but not least, die Frage an sich selbst: mache eigentlich auch ich selbst, was mir wirklich am Herzen liegt? Und wenn nicht, warum?

gäste1(zum start gab es neben dem berühmten eis mit stil… )

gäste2(… einen wunderbaren blanc de noirs vom weingut unseres vertrauens aus rheinhessen)

gäste3(kuschelig)

gäste4(steinbock & eden – ganz relaxed)

theke(antonius behält den überblick)

eis mit stil(eiszeit)

weingut bäder(der blanc de noirs vom weingut bäder/ thx 2 jens + katja_wieder einmal ausgezeichnet)

gäste5(die stimmung: smooth)

Steinbock & Eden, d.h. Petra Martinez und René Stessl, Antonius Werhahn-Mees, Philipp und Yvonne von der Stilbude bzw. von Leck mich, Eis mit Stil, Wilhelm Schlote und sein legendäres Strichmädchen, Love and Happiness, leckeres Eis, ein prima Stilbuden-Mannschaft und natürlich Ihr alle, die Ihr mit dabei wart und ein so tolles Feedback gegeben habt: alles zusammen hat den Abend zu dem gemacht, was er war: wunderbar. Vielen Dank.

steinbock & eden(steinbock & eden, rené stessl, petra martinez | kerstin döweler)

publikum1(sehr feynes publikum_ ihr wart wunderbar)

interview_toni(im interview_antonius werhahn-mees // leck mich, eis mit stil)

publikum2(es war die zeit für neue perspektiven)

wilhelm schlote 1(könig des strichmädchens)

wilhelm schlote 2(wilhelm schlote liest aus: mein opa hat die taschen voller buntstifte)

publikum3(erstaunliche einblicke, es gab für jeden einen ankerpunkt)

kerstin döweler(direkt aus boston zu den going publics#1 // danke an alle beteiligten. ein super start. wir kommen wieder)

 

Mehr zu den einzelnen Interviews: demnächst.

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Inspiration Lounge_going public #1 | und: die Liebe zu einem Strichmädchen

03. August 2014 von Kerstin

wilhelm schlote, zeichner(Wilhelm Schlote, Kerstin Döweler – über Strichmädchen)

Wir freuen uns, im Rahmen unserer ersten Inspiration Lounge_going public am
08. August 2014 den Zeichner und Künstler Wilhelm Schlote als Interviewpartner mit dabei zu haben.

Es ist einige Zeit her, dass Wilhelm Schlote seine Liebe zum legendären Strichmädchen entdeckte, das seitdem nicht mehr von seiner Seite weicht. Inzwischen ist es, gemeinsam mit seinem ständigen Begleiter, dem Strichmännchen, längst zum unverwechselbaren Marken-
zeichen Wilhelm Schlotes geworden.

wilhelm schlote, kerstin döweler(Vorbesprechung)

Der Weg bis dahin, vom ersten Strich bis zur aktuellen, als Buch umgesetzten Feststellung
»Die Würde des Strichmännchens ist unantastbar« war und ist nach wie vor ein bewegter, der die großen Boulevards und die Seitenstraßen kennt.

Wilhelm Schlote wird im Live-Interview Einblicke in so manche seiner spannenden Etappen geben und uns an entscheidende Aussichtspunkte mitnehmen. Denn natürlich ist es mit dem Strichmädchen wie »im richtigen Leben«: wer seine Liebe entdecken und zu etwas Beson-
derem, Einzigartigen, Langlebigen machen möchte, der muss sich bewegen.«

Wilhelm Schlote zu Gast in der Inspiration Lounge_going public.


Inspiration Lounge_going public
#1
Freitag, 08. August 2014  ||  ab 19.00 Uhr  ||  stilbude, Bonner Str. 69, Köln

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