Tag: Kunst

Von Fakes bis lllusions – Boris Becker

10. Januar 2010 von Chris

Boris Becker - Photographien 1984-2009(click the pix) Wer momentan einfach nur verdammt gute Fotos sehen will, sollte sich die umfangreichen Arbeiten von Boris Becker nicht entgehen lassen. Das Schlachtschiff der Retrospektive befindet sich noch bis 28.02 in der Photographischen Sammlung/SK Stiftung, Boris Becker Photographien 1984 – 2009.
Zeitgleich dazu beginnt die Ausstellung Fakes im Kulturforum Herz Jesu, die Vernissage ist am 16.01.2010, um 19.00 Uhr.
Am 20.01.2010 findet im Antiquariat Gundel Gelbert die Präsentation, Boris Becker –  Fakes, mit drei Sondereditionen statt.

Die Editionen zum Buch Fakes sind erschienen bei Darling Publications, Lim & Asmuth Publishers. Vom 18.01. – 10.02 ist Becker unter anderem auch in der Temporary Gallery Cologne (Walls Rooms Illusions) im Rahmen der Passagen zu sehen. Dann aber los.

Interview Boris Becker für die Inspiration Lounge

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Susanne Junker – Vomiting World

08. Januar 2010 von Chris

susanne_1 (click the pix) Der Januar startet nicht nur ziemlich schattig, sondern hat auch manch’ spannende Veranstaltung im Gepäck.    Zum Beispiel die in Paris und Shanghai lebende Künstlerin Susanne Junker. Gezeigt werden zahlreiche ihrer Fotoarbeiten,    die bekannte Rollenbilder, bestehend in Realität und medialer Inszenierung, aufgreifen, um vermeintlich unabänderliche Macht- und Ohnmachtverhältnisse zu hinterfragen sowie für mehr individuelle Selbstbestimmung einzutreten.

Vernissage: 16. Januar, 2010, 18.00 Uhr, Galerie TEAPOT, Cologne

Susanne Junker wird zur Vernissage vor Ort sein. Auch Thomas Palme wird den verschneiten Süden Richtung Köln verlassen, um die Ausstellungseröffnung nicht zu versäumen.

Eine gute Gelegenheit also, beide Künstler zu treffen.

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Don’t panic- I play for animals

07. Januar 2010 von Chris

rené tinner_le tapir(click the pix) René Tinner, Musikproduzent aus der Schweiz, besuchte uns für ein Interview für die Inspiration Lounge. Mit ihm sprachen wir über die Veränderung des Musikmarktes, seinen Durchbruch mit dem Goldenen Reiter, Trio, seine Arbeit mit Lou Reed und die Fähigkeit, heute überhaupt noch richtig zuzuhören.

Mehr demnächst im Interview.

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Interview mit Boris Becker

31. Dezember 2009 von Chris

»Doppel- oder Dreifachbödiges – das ist für mich das Spannende.«

Der Künstler Boris Becker gehört zu den wichtigsten Vertretern der deutschen Photographie-  szene. Zwischen 1982 und 1984 studierte er an der Hochschule der Künste in Berlin, danach bis 1990 bei Bernd Becher an der Kunstakademie in Düsseldorf. Seine Arbeiten werden national und international in Galerien und Museen ausgestellt.

Die in der SK Stiftung Kultur in Köln laufende Ausstellung »Boris Becker, Photographien 1984 – 2009« zeigt noch bis zum 28.02.2010 eine Werkübersicht, die Arbeiten Boris Beckers von den achtziger Jahren bis heute umfasst. Zu sehen sind u.a. Beispiele aus den Werkserien Hochbunker, Wohnhäuser, Konstruktionen, Felder und Landschaften, Fakes und Artefakte.   Zur Ausstellung erschien die umfangreiche Monographie »Boris Becker, Photographien 1984 – 2009« und das Buch »Fakes« über die gleichnamige Werkserie, das von drei aufwändig gearbeiteten Sondereditionen begleitet wird.

Boris Becker bezeichnet sich selbst als Bildfinder. Es gelingt ihm immer wieder, Facetten des realen Lebens zu entdecken, die, von anderen zunächst oft übersehen, ihren besonderen Reiz einer immanenten Vielseitigkeit verdanken. Nicht nur, dass die Motive zahlreiche, mögliche Geschichten und gedankliche Blickwinkel in sich vereinen, sie sind oft genug nicht das, was sie scheinen.

Sind die Hochbunker beispielsweise als Kirche überbaut, um den eigentlichen Schutzraum zu verbergen, geben die Wohnhäuser ein einerseits statisches und doch gleichzeitig der Verände-  rung, der architektonischen Mode unterworfenes Bild. Liefern die Felder Eindrücke aus der Natur, die nur mehr eine vermeintliche ist, fokussieren die Fakes täuschend bekannte Gegen-  stände, die vom Zoll als Produktpiraterie oder Behältnisse für Drogen- und Waffenhandel »enttarnt« wurden. Boris Beckers Arbeiten fordern daher stets auf, genau hinzuschauen und die dokumentarische Aussagekraft der Fotografie zu hinterfragen.

Auch wenn manchmal mehrere Fahrten notwendig sind, um nur ein Bild zu machen, die Ideen zu seinen Fotografien entstehen beispielsweise aufgrund von Zeitungsnotizen, Fernsehberich-  ten oder weil er am Flughafen bzw. Zoll ein besonderes Objekt entdeckt: »Mir ist dieser amorph geschwungene Frisierstuhl aufgefallen. Da wusste ich sofort, dass ich ihn vor einem monochromen Hintergrund fotografieren will.«

 

Diese Entdeckung macht deutlich, wie sehr Ideen und ihre Umsetzungen mit einer auslösenden Situation im Umfeld sowie der findenden Person, ihren speziellen Blickwinkeln und Interessen verwoben sind. Auch die Werkserien »Fakes« und »Artefakte« weisen daher eine gedankliche Linie auf, die schon in sehr frühen Werken von Boris Becker erkennbar ist. So ist es logisch, dass in der aktuellen Ausstellung neuere Arbeiten direkt neben Exponaten der ersten Werk-
serien zu sehen sind.

Und trotz allem: Boris Becker denkt manchmal auch darüber nach, etwas ganz anders zu machen. Was genau? Seht selbst im Interview…

Ab dem 16.01.2010 werden Arbeiten aus Boris Beckers Werkserie »Fakes« in der Herz Jesu Kirche am Zülpicher Platz in Köln zu sehen sein. Bei Gundel Gelbert in Köln werden ab dem 20.10.2010 die Publikation »Fakes« und die Editionen gezeigt, die bei Darling Publications/ Lim & Asmuth Publishers erschienen sind.

Unser Inspiration Lounge Interview entstand im Rahmen der Druckabnahme dieser Werke.

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Vomiting World

29. Dezember 2009 von Chris

figure#8(click the pix) Noch haben wir 2009, doch die nächsten Ereignisse im Januar 2010 stehen praktisch vor der Tür. Deshalb weisen wir heute schon auf die Ausstellung »Vomiting World« der Künstlerin Susanne Junker hin, die ab dem 16.01.2010 in der Galerie TEAPOT in Köln zu sehen sein wird.

Susanne Junker lebt und arbeitet in Shanghai und Paris. Ihre Arbeit führte sie als Model zunächst vor die Kamera und inzwischen als Fotokünstlerin dahinter. In ihren seriellen Farbfotografien spielt sie zahlreiche Rollen, um sich mit Themen wie Macht/Machtlosigkeit und speziell mit der Situation der Frau in verschiedenen Gesellschaften auseinanderzusetzen sowie für mehr Freiheit und Selbst-bestimmung einzutreten. Ihre eigenen Erfahrungen in der schnellstlebigen Mode- und Modelwelt sind dabei eine wichtige Basis ihres Schaffens.

Mit den Serien »Figures for the base of a Crucifixion« von 2008 und »Me You Sex Friend Want« von 2007 bearbeitet Susanne Junker die Themen Unterdrückung und Stilisierung der Frau als Sexsymbol in Alltag und Medien. In ihrer Serie »Geiles Globales Gesicht« schlüpft sie in verschiedene Rollenbilder und klassische Masken der traditionellen Peking-Oper, die sonst ausschließlich Männern vorbehalten sind.

Wir haben vorab einige ihrer Werke zusammengestellt. Hier noch ein kleiner Gruß von Thomas Palme, der im November bei stageBack in Shanghai ausgestellt wurde.

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