Tag: Kultur

Inspiration Lounge_going public #2 | Alle Plätze sind vergeben

08. Oktober 2014 von Chris

going public(keine panik, weitere Inspiration Lounge_going public # folgen)

 

Liebe Freunde der Inspiration Lounge,

wir freuen uns, dass alle Plätze unserer zweiten Inspiration Lounge_going public #2 am
10. Oktober 2014 vergeben sind.

Für alle, die sich dieses Mal keinen Platz mehr sichern konnten: es wird auch eine dritte Inspiration Lounge_going public #geben.

Wann und wo werden wir Euch natürlich schon bald an dieser Stelle mitteilen.

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Inspiration Lounge_going public #2

15. September 2014 von Kerstin

Inspiration Lounge_going public #2(Inspiration Lounge_going public #2)

Am 10. Oktober 2014 startet unsere 2. Inspiration Lounge_going public, erneut in Kooperation mit dem Team von Leck mich, Eis mit Stil und ihrer stilbude in der Bonner Straße 69 in Köln. Natürlich haben wir wieder interessante Interviewgäste ausgewählt, und auch an leckere Inspirationen für den Gaumen ist selbstverständlich gedacht.

Beim diesmaligen Thema haben wir durch die Gäste der letzten Inspiration Lounge_going public #1 Anregung gewonnen. Da das Publikum nämlich gleich drei Generationen umfasste und diese Tatsache zu so lebhaftem Austausch führte, haben wir beschlossen: machen wir das doch gleich zum Hauptanliegen der Inspiration Lounge_going public #2. So heißt das diesmalige Motto »Old School | New School«. Wir freuen uns darauf.

Also, Termin schon mal vormerken. Mehr zur Veranstaltung und den Interviewgästen gibt es demnächst hier.


Inspiration Lounge_going public #2

Freitag, 10. Oktober 2014  ||  ab 19.00 Uhr  ||  stilbude, Bonner Str. 69, Köln

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Warum um Himmels willen macht ihr das?

31. August 2014 von Chris

faltkarte(faltkarte à la le tapir)

Wir bekommen immer  die zwei gleichen Fragen gestellt – die beliebteste Dritte erwähne ich heute mal nicht. Erste Frage: Warum macht ihr das, was ihr da macht? Und zweitens:
Wie genau geht das, was ihr da macht und warum so? Die erste kann ich ganz einfach beantworten: Weil es UNS! wichtig ist. Der detaillierte Rest steht in der BLOGbeschreibung und in den jeweiligen Posts.

Somit erzähle ich heute kurz über die zweite Frage. Ich fange rückwärts an: Warum so? Ganz einfach. Der wichtigste Aspekt unseres Denken und Handelns, neben unserem Gedanken der Verbundenheit mit allen Menschen, ist das Grundbedürfnis der Autarkie.

> siehe Wikipedia: Autarkie, (altgr. αὐτάρκεια autárkeia ‚ »Selbstgenügsamkeit«, »Selbst-
ständigkeit‘«) im allgemeinen Sinne bedeutet, dass Organisationseinheiten oder Ökosysteme alles, was sie ver- oder gebrauchen, aus eigenen Ressourcen selbst erzeugen oder herstellen.

Wir gehen die Grundidee/Situation aus unserem Kontext und unserer Sichtweise an, betrachten dann die Beteiligten und deren Kontext und bilden einen Konsens: Sozusagen die Schnittmenge aus unserer Sicht der Dinge.

Da Bilder und Beispiele mehr sagen als 1000 Worte, hier also ein paar Bilder.


Bsp 1._Geburtstagskarte

workflow(schnittplatz)

detail(detail)

zusammengeklappt(karte gefaltet)

 

Bsp 2._Interview mit Jochen Distelmeyer // Blumfeld

Bei unserem Interview mit Jochen Distelmeyer/blumfeld haben wir es vor vier Jahren genauso gemacht. Heißt ganz platt: Manager anrufen, warten, Termin ausmachen, warten, dann mit dem ganzen Filmkram

sound und bild(sony 4.1, cyber-shot)

in die Straßenbahn und zum Gebäude 9, dort spontan ein Set finden, da der Jochen friert und wegen seiner vorausgegangenen Fahrzeugpanne etwas grantelig ist (an dieser Stelle nochmals Danke an die Spontanhilfsaktion/Atelier-Ausleihe von Nane Müller und Werner Magar_puplik.org). Interview führen, Ton improvisieren, Licht improvisieren, 2 Kameras aufbauen, filmen,

flip(sony 4.1, cyber-shot + flip + canon hv30)

interviewen und wieder weg, dann Daten übertragen, dabei die Hauptdaten wegen eines technischen Fehlers komplett verlieren und mit dem übrigen Rest ein ganzes Interview generieren. Technisch schwerst improvisiert – aber es war eine prima Geschichte und Blumfeld ist immer noch einer meiner favourites.

jochen distelmeyer(jochen distelmeyer)

 

Fazit_An unserem Grundprinzip hat sich bis heute nichts geändert. Und das ist auch gut so.

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Inspiration Lounge_wir lieben Vielfalt

26. August 2014 von Kerstin

genvielfalt(vielfalt macht den unterschied)

Im Nachklang unserer ersten Inspiration Lounge_going public bin ich mehrmals gefragt worden, warum es uns hier im Blog und in unseren Veranstaltungen wichtig ist, unterschiedliche kleinere, persönlich geführte und auf individuellen Ideen beruhende Unternehmungen ins Blickfeld zu bringen. Ich habe deshalb einfach mal für Euch und uns wesentliche Kriterien zusammengetragen, warum uns mehr Öffentlichkeit und Wahrnehmung für Unternehmungen wie die hier Dargestellten, am Herzen liegen:

> Sie sind kurzum ein lebendiger Ausdruck wertvoller, persönlicher Vielfalt. Die in jedem Supermarkt an der Ecke präsentierte »Vielfalt« von Waren ist dagegen keine. Zahllose Marken ­– nur eine Handvoll Konzerne, die dahinter stehen. Und: die international agierenden Riesen handeln auch noch auf der Basis derselben, alten Paradigmen: Profitmaximierung um jeden Preis, absolute Herrschaft als oberstes Ziel, Privatisieren von Gewinnen – Sozialisieren von Verlusten und ökologischen Folgen. Das ergibt eine gleich doppelt schwerwiegende Monokultur.

> Heute geht es immer mehr die Notwendigkeit eines gesellschaftlichen, kulturellen und ökonomischen Wandels. Verschoben in den Bereich der Biologie sprächen wir einfach von Evolution, und deren Voraussetzung war und ist nach wie vor Artenvielfalt. Vielfalt erhält uns den großen Pool von Möglichkeiten, aus denen wir mit der Zeit neue, spezielle Ideen und Vorgehensweisen, sprich Lösungen, filtern und weiterentwickeln können. Wer weiß heute schon, wer morgen welchen zukunftsweisenden Weg auftut und damit unser Denken und Handeln evolutioniert? Eine Vielfalt individuell geführter Unternehmungen mit vielfältigen Ausrichtungen und Zielen erhält unsere notwendige Flexibilität, unser kreatives Potenzial. Und wer erwartet von den heutigen Monokulturen noch ernsthaft, die Probleme zu lösen, deren Ursache sie sind.

> Jede persönlich geführte, auf individuellen Sicht- und Vorgehensweisen beruhende Unternehmung steht für einen bestimmten Weg menschlicher Entwicklung, für Mut zum Aufbruch, für die Entscheidung, lieber selbst eine Idee umzusetzen und dabei auch Risiken einzugehen als ewig auf andere zu warten. Orte, die von solchem Entwicklergeist geprägt sind, strahlen, wie ich finde, nicht nur besondere Energie aus, sie geben sie spürbar weiter. So leisten sie auch dem Machergeist anderer wichtigen Anschub.

> Das oft gehörte Argument, gegen die mächtigen Monokulturen sei nichts mehr zu machen, es sei mindestens Viertel nach zwölf und so weiter, entspringt aus meiner Sicht vor allem Bequemlichkeit und der Angst vor Veränderungen. Umso wichtiger, diejenigen mehr in den Mittelpunkt zu bringen, die anders agieren. Zugegeben, es sind gerade hier in Deutschland nach wie vor zu wenige Menschen, die mit der eigenen Unternehmung den Aufbruch sowie Aufwand wagen und Wege heraus aus alten Paradigmen entwickeln. Doch es werden mehr, und auch die Vernetzungen nehmen zu. Noch dazu, wie sagte einst die Ethnologin Margaret Mead:

Never doubt that a small group of thoughtful, committed citizens can change the world; indeed, it’s the only thing that ever has.”

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Inspiration Lounge_going public #1 | Interview mit Wilhelm Schlote

17. August 2014 von Kerstin

wilhelm(wilhelm schlote_zeichner)

Last but not least stand bei unserer ersten Inspiration Lounge_going public der Zeichner und Künstler Wilhelm Schlote Rede und Antwort über die langjährige Liebesbeziehung zu seinem legendären Strichmädchen, die ihn nach wie vor in Bewegung hält.

warmup(kurze stärkung)

»Wilhelm, wann entbrannte denn Deine Liebe zum Strichmädchen?«, war meine erste Frage. »Das ist schon einige Jahre her, es begann in den 70er/80er Jahren. Nach einer langen persönlichen Entwicklung in den Bereichen Kunst, Philosophie und Literatur, nach vielen Zeichnungen und Büchern, die ich bis dahin herausgebracht hatte und natürlich nach meiner Erkenntnis, dass meine große Leidenschaft den Kinderzeichnungen gilt, da war es auf einmal da bzw. in meinem Kopf und in meinem Herzen, das erste meiner Strichmännchen. Ich musste es nur noch zu Papier bringen. Kurz darauf folgte dann natürlich das Strichmädchen.«

»Und beide sind dann gemeinsam und unmittelbar ein großer Erfolg geworden?«, will ich wissen.

»Nein, sind sie nicht. Im Gegenteil. Die Menschen waren meine Schlote-Karten gewöhnt und wollten nichts anderes von mir sehen. Nun hatte ich aber meine Familie zu ernähren und daher musste ich mich bewegen, d.h. mir einen Weg einfallen lassen, Strichmännchen und Strichmädchen doch zu etablieren. Es war nicht leicht, und schließlich habe ich die beiden in eine andere Idee, meine Stadtplakate, integriert und den Menschen immer wieder präsentiert. So lange, bis die Leute dann mit der Zeit richtig Gefallen daran fanden.«

intro(feyntuning)

Nächste Frage: »Du sprachst gerade von Bewegen, und ich weiß, dass auch Bewegung aktuell ein großes Thema in Deiner Arbeit ist. Kannst Du uns mehr davon berichten?«

»Also, es geht dabei einerseits darum, dass es immer Aufwand und, wenn Du so willst, Bewegung kostet, Deine eigene Idee zu realisieren und durchzusetzen. Das muss einfach mal gesagt werden. Viele scheuen aber den Aufwand und den Weg, auch, weil man ja heute oft gesagt bekommt, dass man es sich doch einfach machen soll. Nur: so bleibt man auf den ausgetretenen Wegen, statt für das zu kämpfen, was einem wirklich am Herzen liegt.

interview(lesung)

Dazu kommt: sich zu bewegen, mit Körper und Geist, hält uns fit. Das wissen wir schon lange. Trotzdem bewegen sich viele Menschen heute immer weniger. Neben dem sich Bewegen für die eigenen Ideen, das sich immer lohnt, wenn man sein eigenes Leben und nicht das anderer Leute leben will, habe ich noch ein anderes schönes Beispiel. Es passt zum Thema des heutigen Abends, der Liebe.

lesung(interview)

Ich sah neulich eine Dokumentation über Online-Partnervermittlungsportale. Darin saßen zahlreiche Menschen zuhause auf dem Sofa und verbrachten viel Zeit damit, eigene Online-Profile zu erstellen und diejenigen anderer zu lesen. Ich möchte damit nicht sagen, dass solche Dinge niemandem helfen. Doch ich denke, es wäre für viele Menschen schöner, mehr auf sich selbst zu vertrauen und sich die Mühe zu machen, mal raus aus der eigenen Wohnung, raus aus dem gewohnten Umfeld zu gehen. Sie träfen dort auf andere Leute, die sie mit der Zeit wieder mit anderen bekannt machen uns so weiter.

neugierde(faszination)

Deshalb hat mir auch der Schluss der Dokumentation gut gefallen. Da saß ein junger Mann, und neben ihm war eine schöne, junge Frau zu sehen. Er erzählte, dass er über zwei Jahre eine Partnerin über Online-Portale gesucht hatte, was sehr kostspielig war – ohne Erfolg. »Aber neben ihnen sitzt doch nun Ihre Frau?, fragte der Reporter. »Ja«, sagte der Mann, »sie ist meine große Liebe, und wir haben uns drei Straßen von meiner Wohnung entfernt kennen gelernt, als ich nach langer Zeit beschlossen hatte, einen Spaziergang im Viertel zu machen.«

Ich sage Euch: Bewegung ist es – für die eigenen Ideen, die Liebe und einfach das ganze Leben.

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