Tag: kreativer Prozess

In eigener Sache (4)

01. Oktober 2010 von Chris

Konkret – was ist neu und wo geht es hin.

Wir zeigen mehr Details und Einzelthemen. Bisher waren vor allem die Einblicke in gesamte Schaffensentwicklungen und Positionen unserer Interviewees ein fester Bestandteil der Inspiration Lounge.

Künftig werden wir unsere Interviewpartner mehr über besondere Details und spezielle Einzelthemen ihrer Arbeit und Projekte befragen. Die Facette ist eben oft genug ein Spiegel des Ganzen und lässt besonders gut die feinen Unterschiede erkennen.

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handmade

20. September 2010 von Chris

(cklick the pix – das Rezept)

Nach vieler Arbeit im Virtuellen, vielen Stunden Final Cut und somit unzähligen Stunden vor dem Mac, hier mal etwas eher Untypisches, aber enorm Wichtiges: Ein Ausflug in die Haptik. Besser gesagt, wir bauen uns unseren eigenen Zwiebelkuchen. Nach gutem Familienrezept, bewaffnet mit Hefe, Sahne und ein paar anderen Ingredienzen geht’s ab zu Freunden. Da entsteht in 3 Stunden Feinarbeit (davon ruht allerdings 1,5 h der Teig) ein leckerer Zwiebelkuchen à la Maman.

Wir finden es sehr wichtig, neue und auch haptische Sachen auszuprobieren, Dinge, die man sonst eher nicht macht (keine Zeit, zu umständlich etc.) Wenn dann noch nette Menschen dabei sind, macht dieses Unterfangen doppelt Spaß. Dinge auszuprobieren und am Ende einfach eine schöne, handgemachte und extrem leckere Sache vor sich zu haben, ist großartig.

Das Faszinierende daran ist das handmade. Völlig egal, ob man sich Arduino widmet oder an seinem Mopped schraubt. Zum Schluß steht man vor seinem Ergebnis und denkt: »Cool«.

Was will man mehr?

Rezept: Zwiebelkuchen à la Maman (für zwei Backbleche)
4 Eier, 600 g Mehl, Hefe, 2 Sahne, 2 kg Zwiebeln, 400 g Speck, 1/4 l Milch, etwas Schweineschmalz.

- Milch, Hefe, Mehl verrühren und kneten (Hefeteig ca. 1,5 h ruhen lassen)
– Zwiebeln glasig andünsten, Teig ausrollen (ca. 5 mm)
– Backblech mit Schweineschmalz bestreichen
– Teig mit Zwiebel und Speck belegen
– Sahne und Eier verrühren, mit Salz und Pfeffer abschmecken
– Zwiebelkuchen mit der Masse übergießen
– 30 bis 40 min bei 180 °C in vorgeheizten Ofen

bon appetit.

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Inspiration Lounge Interviews mit Oliver Matter

17. Juni 2010 von Chris

(interview: scroll down) »Der Natur die Aromen zu entlocken und in die Flasche zu packen, das ist meine Herausforderung.

In der vierten Generation stellt die Erlebnisbrennerei Matter aus Kallnach in der Schweiz hochwertige Spirituosen her. Angefangen hat alles mit Ernst Luginbühl-Bögli. Zunächst vertrieb er Martinazzi Bitter, einen erstmals 1864 in Turin aus 25 Kräutern und Wurzeln hergestellten Aperitif, und erwarb dann 1928 das Rezept für die Produktion in der Schweiz.

Und noch einen »Grundstein« legte Ernst Luginbühl-Bögli: er erwarb ein Rezept für das Getränk, mit dem sein Urenkel Oliver Matter Jahre später sehr erfolgreich werden sollte: Absinthe. Seit 2005 hat sich die Matter-Luginbühl AG, geführt von Oliver und Nicole Matter, auf die Herstellung von authentischem Absinthe, hergestellt nach Rezepten aus dem 19. Jahrhundert, spezialisiert.

Wir besuchten Oliver und Nicole Matter in ihrer Brennerei in Kallnach und lernten zwei Menschen kennen, deren Faszination für ihre Tätigkeit geradezu greifbar ist. So werden beispielsweise Original-Rezepte für die verschiedenen Absinthe-Editionen aus alten Apothekerbüchern entnommen, nach denen man extra dafür in Antiquariaten sucht. Jeder Absinthe bekommt seinen einzigartigen, unkonventionellen Look. Die Kräuter für den Absinthe, sowie überhaupt die allermeisten Zutaten für die verschiedenen Produkte der Matter-Luginbühl AG, stammen aus der Schweiz. Und wenn sie dort nicht fündig werden, sorgen Oliver und Nicole Matter schon mal selbst vor: beispielsweise mit den eigenen Obstanlagen.

Nicht von ungefähr kommt daher auch der Titel unseres ersten Inspiration Lounge Interviews mit Oliver Matter: »Der Natur die Aromen zu entlocken und in die Flasche zu packen, das ist meine Herausforderung.«

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Eine ganz besondere Zusammenarbeit gelang, als die Matter-Luginbühl AG mit Marilyn Manson einen extra für Manson zugeschnittenen Absinthe herstellte. Manson spielte nicht nur bei der Festlegung des speziellen Geschmacks die entscheidende Rolle, er stellte auch eine Zeichnung für das Etikett zur Verfügung. 2007 präsentierte er dann den exakt 66,6 % starken MANSINTHE erstmals in Köln, im Rahmen seiner ersten Kunstausstellung in Deutschland. MANSINTHE wird seitdem weltweit verkauft.

Die Zusammenarbeit mit Künstlern und Musikern sowie der damit unternommene Brücken-schlag zwischen dem mythenbelegten Getränk der Bohème um die vorletzte Jahrhundertwende und der zeitgenössischen Kunstwelt, setzt sich bei den Matters bis heute fort.

Künstler wie Gottfried Helnwein, HR Giger oder auch der vielen zunächst aus der Industrial-Szene bekannte Peter Christopherson lieferten bereits Artworks für besondere Absinthe-Editionen.

Und wie das so ist mit guten Ideen, die genauso gut in die Tat umgesetzt werden: sie finden ihren Weg und ihre Fans. Unser zweites Inspiration Lounge Interview mit Oliver Matter, in dem er über die Zusammenarbeit mit Marilyn Manson spricht, heißt daher auch:

»So einfach ist die Geschichte.«

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Inspiration Lounge Preview

25. Mai 2010 von Chris

(click the pix)

Gerade in der letzten Phase der Postproduktion ist zur Zeit unser Interview mit dem Künstler Sandro Kopp.

Sandro Kopp reist sehr viel und ist daher nur selten in Deutschland. Wir hatten das Glück, ihn während eines Aufenthaltes im Schloss Bühlerhöhe bei Baden-Baden zu treffen. Dort malte er für das real Symposium figurativer Malerei mit seinen Künstlerkollegen Freeman White und Christopher Tracy ein ganzes Wochenende lang vor Publikum, das auf diese Weise einen sonst nur selten möglichen Einblick in den Entstehungsprozess zahlreicher Portrait- und Aktarbeiten erhielt.

Das Interview mit Sandro Kopp, entstanden in einer Pause zwischen zwei Malphasen im Schloss Bühlerhöhe, gibt es demnächst hier.

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