Tag: kreativer Prozess

Inspiration Lounge TALKS 2013_Florian Zwißler

08. April 2013 von Chris

florian zwissler(Florian Zwißler_Komponist)

Wir freuen uns, mit dem Komponisten und Musiker Florian Zwißler einen Künstler bei den Inspiration Lounge TALKS 2013 dabei zu haben, der die Welt mit seinem Schaffen aus unserer Sicht klangvoller und reichhaltiger gestaltet.

Florian Zwißler studierte Musikwissenschaften in Tübingen und Köln, danach elektronische Komposition am Institut für Computermusik und Elektronische Medien der Folkwang Hochschule in Essen. Neben seiner eigenen kompositorischen Tätigkeit und seinen Auftritten als Solo-Künstler, arbeitet Florian Zwißler seit Jahren in zahlreichen unterschiedlichen Kooperationen. Als Beispiele stehen hier seine Zusammenarbeit mit dem international bekannten Installations-/Klangkünstler Rochus Aust und dessen Ensemble RE_LOAD FUTURA sowie die musikalische Kooperation mit Axel Lindner unter dem Namen Klirrlicht

Seit 2000 arbeitet Florian Zwißler für die jährlich stattfindenen Stockhausen-Kurse für Komposition und Interpretation und ist seit 2006 freier Mitarbeiter der Stockhausen-Stiftung und des Instituts für Computermusik und Elektronische Medien der Folkwang Hochschule Essen. Seit 2008 ist Florian Zwißler ebenfalls Klangregisseur – so beispielsweise bei der integralen Uraufführung von Stockhausens Zyklus KLANG im Rahmen der Kölner MusikTriennale 2010.

Florian Zwißlers Faszination liegt in diversen analogen Synthesizern und ganz speziell darin, sich selbst und unseren heutigen Hörgewohnheiten immer wieder neue Fragen zu stellen, um diesen konsequent nachzugehen. Wer ihn live bei der Arbeit erlebt, merkt schnell, dass Zuhören viele neue Klangeindrücke und Musikdimensionen eröffnen kann.

Aufgrund des Grundrauschens um uns herum blenden wir heutzutage nicht nur Vieles aus, es fällt uns auch zunehmend schwer, unsere Aufmerksamkeit und unser Hören konzentriert auf bestimmte Informationen auszurichten. So entgeht uns überraschend Neues, das in der Lage ist, unsere eigene Welt zu erweitern, und genauso manche vorhandene Feinheit, die wir nur nicht bewusst wahrnehmen.

Im Rahmen unseres Live-Interviews inklusive Neue Musik bei den Inspiration Lounge TALKS wird Florian Zwißler unser Hören daher auf das Entdecken neuer wie bisher »unerhörter«, vermeintlich einfacher und doch so komplexer Klangwelten lenken. Eine konkrete Aufforderung, Wahrnehmungsgewohnheiten aufzubrechen, um die eigenen Sinne und Perspektiven zu bereichern.Wir nehmen Sie mit auf eine Reise zu den Schnittstellen von Musikkomposition und Klangforschung.

 

Interview und Live-Performance mit Florian Zwißler, Komponist

Inspiration Lounge TALKS 2013  | 27. April 2013

Öffnung 17.30 Uhr | Beginn 18.00 Uhr
Art68 | Thürmchenswall 68, 50668 Köln_Anfahrt

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Eva Ohlow_TALKS 2013

26. März 2013 von Chris

eva ohlow(Eva Ohlow_Künstlerin)

Die Künstlerin Eva Ohlow, Tochter des Kölner Künstlers Hubert Berke, studierte an den Werkschulen in Köln und Wuppertal. Zahlreiche Studien- und Arbeitsaufenthalte zogen sie danach ins Ausland, insbesondere nach Nord-West-Indien und mehrfach nach Afrika.

Für ihre Werke verwendet sie außergewöhnlich vielfältige und arbeitsintensive Techniken. Immer wieder hat sie sich im Rahmen ihres Wirkens neues, eingehendes Know-how im Umgang mit besonderen Materialien, wie beispielsweise Kautschuk, angeeignet. In ihren Werken, die von Installation, Skulptur und Kunst am Bau bis hin zur Malerei reichen, bezieht sie immer wieder Stellung für den Menschen und die Grundlagen menschlichen Lebens. Stets bleibt sie dabei offen für das Fremde, aufmerksam für neue Eindrücke.

Ihre Arbeiten sind in Museen, Galerien, im öffentlichen Raum und Privatsammlungen sowie regelmäßig in Ausstellungen und Messen national und international zu sehen. Im letzten Jahr widmete sie der lebenswichtigen Ressource Wasser eine umfangreiche Werkserie mit aufwändig gearbeiteten Fotografien, die im Rahmen einer Ausstellung in der Art68 zu sehen war. Wir freuen uns sehr, Eva Ohlow für ein Interview bei den Inspiration Lounge TALKS 2013 gewonnen zu haben, in dem sie u.a. von ihren Ideen, Beweggründen und Vorgehensweisen bezüglich dieser Werkserie erzählen wird.

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Adrian Lacour_Interview

07. März 2013 von Chris

adrian lacour(adrian lacour_typograph und graphik designer)

»Ich denke, ich sehe, also bin ich.«

Adrian Lacour studierte an der AGS Basel, u.a. bei Emil Ruder und Armin Hofmann. Ab 1968 arbeitete er als Art Director in namhaften Werbeagenturen bevor er sich 1976 mit dem eigenen Atelier selbstständig machte. Als Graphik-Designer und Konzeptioner arbeitete er für zahlreiche Unternehmen und Verlage bei zeitgleicher Lehrtätigkeit u.a. an der Merz Akademie Stuttgart und der staatl. Akademie der bildenden Künste Weissenhof. Neben eigenen Publikationen im Bereich Graphik/Text, u.a. TYPETOWN, sowie Fotobüchern ist er in vielen anderen Publikationen vertreten, u.a. in Kurt Weidemanns Buch »Wo der Buchstabe das Wort führt«. Seine Arbeiten in den Bereichen Graphik, Zeichnung, Malerei, und Fotografie werden seit 1962 in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen national und international ausgestellt. Adrian Lacour ist Mitglied im Stuttgarter Künstlerbund e.V., im Forum Typografie und jazzt als Bassist in verschiedenen Gruppen.

Sein kreatives Schaffen ist nach eigener Aussage geprägt von Unruhe, verursacht durch Phantasie, andererseits beeinflusst durch den Willen zur Form. Während die Phantasie ihn immer wieder in neue Bereiche und dort zu schnellem, assoziativen Arbeiten bringt, wurde ihm das Einhalten vom Form schon als Kind beim Skispringen und später im Rahmen der Ausbildung an der AGS BAsel gelehrt.

»Die Phantasie ist die brutalste Braut.«

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»Wenn du beim Skispingen nicht bestimmte Formen einhältst, haut es dich auf die Schnauze.«

Ausdruck fand der Wille zur Form dann besonders im Hinblick auf seine Arbeiten im Bereich Graphik/Typographie.

lacour-design.de

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PlanungsHoch

14. Februar 2013 von Chris

Die Planungen laufen auf Hochtouren. Die nächsten Inspiration Lounge TALKS 2013 werden am 27. April stattfinden. Als Location haben wir uns diesemal wieder die ART68 ausgesucht, die den TALKS schon beim letzten Mal einen Raum für angeregten Ideenaustausch gegeben hat.

Momentan sind wir viel unterwegs, um spannende Zeitgenossen und Themen für die TALKS zu versammeln. Coming soon.

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Inspiration Lounge TALKS 2012_die Dokumentation#4

29. November 2012 von Chris

(Felix Klemme in Aktion)

Vortrag von Felix Klemme_Gründer von OutdoorGym

Das Opening hatte es in sich. Zügig schritt Felix Klemme zum Tisch und leerte den Inhalt einer Flasche aus. »Um was handelt es sich,« fragte er in die erstaunte Runde? »Erde, Laub und Steine – Natur.« Die Antworten des Publikum erfreuten ihn. »Tja, für die meisten ist es nur Dreck, aber ja, es ist Natur.« Felix Klemme, der Gründer von OutdoorGym war mit diesem Intro schon mitten in seinem Thema.

(vor dem Vortrag)

Der moderne Mensch ist vernetzt, permanent in Projekten, eingespannt im engen zeitlichen Tagesrhythmus, gehetzt von Terminen und vergisst dabei ganz gerne eins: sich selbst. Auf Dauer führt dies unweigerlich  zu Unzufriedenheit und Ungleichgewicht. Genau dort setzt das Konzept von QutdoorGym an. Der Mensch soll wieder Teil der Natur werden, sich wieder natürlich verhalten. Laufen im Wald, Bewegung im Freien, oder eine überlegte Ernährung, die im wesentlichen auf Kohlehydrate und Zucker  verzichtet: all dies sind Komponenten, die in der Erfüllung ihrer Einfachheit die Voraussetzung einer zufriedenen Lebensgestaltung sind.

(Inspiration Lounge TALKS Plakat_Felix Klemme)

Zentral ist der Gedanke, dies in Gemeinschaft mit anderen zu tun. Körperkontakt, der zwischenmenschliche Austausch von Erfahrungen, Ideen und Emotionen stärken so den Einzelnen und die Gruppe.

Insgesamt gilt es, so Felix Klemme, eine Lebensart neu zu entdecken, die uns gut tut und die wir auf unseren Weg in den gedachten Fortschritt unterwegs vergessen haben.

Manchmal können Dinge so einfach sein.

Lesung von Wilhelm Schlote_Künstler und Zeichner

(vor der Lesung von Wilhelm Schlote)

Als Wilhelm Schlote zum Abschluss der Inspiration Lounge TALKS begann, aus seinem Buch »Mein Opa hat die Taschen voller Buntstifte« vorzulesen, wurde es im Publikum noch einmal ganz still. Volle Aufmerksamkeit für die Geschichte, in der Charlotte, die Enkelin eines Buntstiftzeichners, schildert, wie ihr Opa seinen Weg durchs Leben geht, indem er stets die eigenen Ideen verfolgt und sich durch Widrigkeiten nicht aufhalten lässt, vor allem mithilfe eines roten Zauberstifts. Denn stellt sich ihm beispielsweise ein Banker entgegen, der nichts vom Leben versteht und auch nichts von Phantasie und der Liebe zum Zeichnen, dann streicht er ihn mit seinem Zauberstift einfach durch, genau wie auch das Geldhaus.

(die Lesung)

Auch das zweite Buch, aus dem Wilhelm Schlote liest, »Krickel, Krakel und Andantino« handelt von Phantasie und dem Mut, den eigenen Vorstellungen nachzugehen, statt sich in die äußeren Rahmen zu fügen. »Wir sind heutzutage so bestimmt zur Anpassung an das, was »man von uns erwartet«, obwohl wir ständig von Individualismus sprechen. Wir können so vieles, aber wer traut sich noch, er selbst zu sein und dabei auch »über den Rand zu zeichnen«. Wir streben das Perfekte an und trauen den eigenen Ideen nicht, weil sie nie ganz perfekt sind, doch die wahre Entwicklung und Leben liegen im Unperfekten, im Menschlichen, eben in uns. Vor lauter Vernunft und der Liebe zu Messbarem, Sicherem haben wir fast vergessen, dass wir schon immer in unserer Geschichte durch Ideen weitergekommen sind, an die zuerst kaum jemand glaubte. Zeit also, sich endlich wieder zu erinnern.«

(Wilhelm Schlote im Gespräch)

Mit diesen Anregungen von Wilhelm Schlote endete die Lesung, und mit dem sich anschließenden, intensiven Austausch zwischen allen Teilnehmern und Besuchern klangen die TALKS schließlich in lockerer, gemeinsamer Runde aus. Es war ein Abend voller Blickwinkel und Impulse, der gute, neue Ideen und Kontakte auf den Weg gebracht hat.

(Inspiration Lounge TALKS Plakat_Wilhelm Schlote )

Wir danken nochmals allen Teilnehmern und Besuchern und freuen uns bereits auf die Inspiration Lounge TALKS 2013.

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