Tag: kreativer Prozess

… und dann hörte ich den Apfel vor mir

05. Februar 2012 von Chris

(florian zwißler, a-100 + apfel)

Manchmal hat man so Tage, da driften Gedanken ab. Irgendein komischer Impuls zwingt dich über Sachen nachzudenken und peng… hängt man in einem Diskurs über Grundsätzliches – mit sich selbst.

Mich erwischte es heute beim Thema HörGewohnheiten. Auslöser war die merkwürdig wunderbare Klangwelt von Florian Zwissler und dem Trio Cel, Leonhard Huhn – Sax; Elisabeth Fügemann – Violoncello, Constantin Herzog – Kontrabass. Eine Improvisationsnummer neuer Musik, Jazz und konzeptionellem Ausprobierens.

(Elisabeth Fügemann – Violoncello, Florian Zwißler – Elektronik)

Die 4 trafen sich erst vor ein paar Tagen und hatten die Idee, sich strukturell musikalisch auszutauschen und daraus einen Auftritt zu generieren. Gesagt, getan, und das Ergebnis war äußerst fein. Ein Konzert letzten Freitag im Loft. Elektronisch fröschelnde Klangfetzen aus dem Hause Zwissler in Kombination mit einem virtuos malträtierten Cello, einem Kontrabass, der sich väterlich im Hintergrund aufhielt, und einem Saxophon, das schon mal mit Alufolie bespannt wurde.

(Constantin Herzog, Elisabeth Fügemann, Florian Zwißler)

(Leonhard Huhn – Sax)

(warmingUp)

Am Anfang dachte ich kurz: hurz.

Nach einigen Minuten war ich gefangen. Gefangen in einer sehr spannenden und ungewöhlichen Klangwelt, die mich faszinierte. Minuten wurden zu Sekunden und plötzlich war das Konzert aus, und ich war immer noch auf meinem inneren Trip. Kommt bei mir selten vor, da ich bei heutigen akkustischen Auswürfen normalerweise recht schnell auf meine skip Intro Taste drücke.

Ich spare mir jetzt die ganze Diskussion über Toleranz, unvoreingenommen sein, Dinge auszuprobieren und mal den Blickwinkel zu ändern. Das muss jeder für sich selbst herausfinden. Wir machen es hier.

Es lohnt sich.

kick your apps and your mind will follow

14. Dezember 2011 von Chris

(2.8 hours later)

Die Frau reißt ihre Augen auf – panisch. Blickt verzweifelt über den dunklen, schmutzigen Platz, rennt los. Dann kommen sie. Blutverschmierte Gestalten wanken auf sie zu, kreisen sie ein, machen die Flucht unmöglich. Der Kreis wird enger – aussichtslos.

Tja, was hier wie eine billige Zombie-Nummer anmutet, ist auch eine – bloß nicht als Film, sondern in Wirklichkeit. Das Ganze spielt in Leeds Ende November und ist ein Highlight des britischen Künstlerduos Simon Johnsons und Simon Evans. Virtuality goes Reality. Das Herz jeden Gamers schlägt höher. Die Jungs hatten eine simple Idee: Hol die Story aus dem Netz, transportiere sie in die Wirklichkeit. Ergebnis: 2.8 hours later. Das Szenario: Die Stadt ist von einem unbekannten Virus infiziert, die Menschen verwandeln sich in blutgierige Zombies, fressen alles, was ihnen in die Quere kommt. Eine kleine Gruppe von Nicht-Infizierten (hier kann man als Teilnehmer mitspielen), muss sich durch Horden von Untoten schlagen, auf der Suche nach einem geheimen Ort, an dem sich die letzte Bastion der noch nicht infizierten Menschen befindet.

Was ist daran so interessant? Viele begeisterte User lassen ihre Rechner Rechner sein und gehen nach draußen. Genauer gesagt: Sie bewegen sich in eine Situation, die sie nicht beherrschen. Die »Treibjagd« findet im öffentlichen Raum statt. Bahnhöfe, leere Fußgängerzonen, unübersichtliche Parkhäuser. Die Gamer müssen dabei während des Spiels live anwenden, was sie sonst nur via Mouse oder Stick erledigen. Sie finden sich in einer geistigen und physischen Interaktion wieder, die sie tatsächlich an ihre Grenzen bringt. Sie müssen rennen, fliehen, schnell agieren und reagieren. Auch können die Teilnehmer viel aus ihren Reaktionen ablesen. Verhalten sie sich teamorientiert oder egoistisch? Wollen sie als Gruppe überleben, oder geht es nur um den Vorteil des Einzelnen? Wie wichtig ist ihnen die Gemeinschaft?

Das britische Künstlerduo Simon Johnsons und Simon Evans hat das Live-Spiel 2.8 hours later erfunden. Gedanklicher Hintergrund: starkes soziales Auseinanderdriften in England führt aus ihrer Sicht langsam aber sicher in den völligen Kollaps. Ob Zombies Bürger jagen oder randalierende Banden anderen die Häuser ausrauben oder iPhones klauen, macht für die Simons keinen großen Unterschied. Schuld ist für sie der Giervirus.

Außerdem bemerkenswert: Gewohnheiten werden aufgebrochen, Neues entsteht und diesmal kommt die Inspiration aus dem Netz. Was ursprünglich als virtual game entwickelt wurde, findet sich auf einmal in der tatsächlichen Welt wieder. Die Menschen haben das Bedürfnis, sich aktiv und persönlich mit anderen Menschen auseinanderzusetzen. Und das in Zeiten, in denen uns Apps alles doch vermeintlich abnehmen.

Übringens: auch die Inspiration Lounge wird künftig immer mehr aus den Tiefen der virtuellen Welt in den realen Raum dringen. Live und in echt. Gut, bei uns werdet ihr nicht von Zombies gejagt, aber …

…aber davon an anderer Stelle mehr.

Berlin, Berlin_1

25. November 2011 von Chris

(Berlin is calling)

Ich schloss die Augen. Da saßen wir also endlich im Flieger nach Berlin. Der Pilot ratterte seine Begrüßungsformel runter  – brach dann aber, da wir schon einiges über der Zeit waren, abrupt ab und meinte nur: »Ok, wir fliegen dann mal los.« Stilles Einvernehmen. Schnell glitten die Finger der Leute wieder über die Pads und iPhones, checkten noch die letzten Mails – Willkommen im Flying Office.

Wir waren auf dem Weg zum Entrepreneurship Summit 2011, dem Treffen von Unternehmern und Gründern, die eines verbindet: Sie kennen klassisches Business, unsere heutige Form von einer Ökonomie mit ihrem Mantra des ewigen Wachstums und einer Profitmaximierung, die längst zum Selbstzweck geworden ist. Sie kennen auch die dadurch entstandenen und immer deutlicher zutage tretenden gesellschaftlichen und ökologischen Sackgassen. Wie also können wir Kurskorrekturen vornehmen und auf der Basis veränderter Blickwinkel und Werte eine Ökonomie entwickeln, die über das rein Wirtschaftliche hinausgeht? Wege des Wirtschaftens gehen, die auf unsere heutigen Bedürfnisse bessere Antworten geben und große Herausforderungen bewältigen, wie beispielsweise den Umgang mit schwindenden Ressourcen oder die Tatsache eines letztlich begrenzten Wachstums in einer begrenzten Welt? Ohne Ideologie, ohne Utopie, sondern ganz pragmatisch mit intelligenten, nachhaltigen Handlungsweisen, besseren Konzepten und Realisierungen  – wie kann das aussehen? Ich war gespannt.

(Eröffnung Entrepreneur Summit 2011)

Günter Faltin, der Gründer der Teekampagne und Initiator des Entrepreneur Summit hatte zur FU Berlin gerufen, und so kamen sie. Die Bandbreite war enorm. Hacker neben Biologen, Juristen neben Kunststudenten, Volkswirte neben Historikern  – und alle wollten dabei sein. Heraus kam ein echter HotSpot – jeder konnte es spüren, war ein Teil davon.

Was vor Jahren als kleine Bewegung startete, eint inzwischen deutlich mehr Menschen: der Gedanke einer wirtschaftlichen, technologischen und ökologischen Kurskorrektur, das Schaffen eines neuen Wertebewusstseins, Wirtschaften und Profit machen nicht um jeden Preis, sondern in Einklang mit Mensch und Umwelt. Der Entrepreneur Summit ist keine Veranstaltung für die Daniel Düsentriebe, die mit abgespaceten Ideen die Menschheit beglücken wollen. Dies machte Günter Faltin schon in seiner Keynote sehr deutlich: »Gründen mit abgehobenen Anfangsideen, nicht mit ausgereiften Konzepten – das ist Gründen à la Roulette. Der Entrepreneurship Summit drehte sich deshalb auch dieses Mal um kreative Aspekte wie Ideengewinnung durch Diversität genauso wie um Themen der intelligenten Gründungsfinanzierung oder das Finden von Kooperationspartnern.

(Austausch zwischen den Impulsveranstaltungen)

Es war faszinierend zu beobachten, wie die einzelnen Komponenten des Summits aufgenommen wurden. Schnell fanden sich Gruppen untereinander und tauschten sich über konkrete Konzeptaufstellungen oder einzelne Vorgehensweisen aus. Erfolgreiche Gründer berichteten über ihre Wege und Erfahrungen. Neben vielen Gesprächen, Inspirationen und Diskursen, gab es darüber hinaus reichlich Input durch spannende Zeitgenossen wie Holm Friebe, Journalist (Wir nennen es Arbeit) und Gründer der ZIA (Zentrale Intelligenz Agentur), Klaus Wiegandt oder Sascha Lobo, der mit einem Vortrag über seine eigenen Gründungserfahrungen dabei war war. Polarisierendes Highlight war Bernd Kolb, Ex-Punk, Ex-Vorstand des Bereichs Innovation bei der Deutschen Telekom und jetziger Gründer des Club of Marrakesh.

(Fortsetzung folgt)

schöner, erhaltend, erweiternd – das Finanzierungsmodell_I

16. November 2011 von Kerstin

(Kerstin Döweler im Gespräch mit Thomas Fuhlrott | Entrepreneurship Summit 2011, Berlin)

Beim Entrepreneurship Summit in Berlin trafen sich auch in diesem Jahr wieder viele kreative Unternehmer zu einem Austausch über Ideen und Vorgehensweisen bei der Realisierung ihrer Unternehmensgründungen. Kernfrage der über 1500 interessierten Besucher: eine gute Unternehmensidee finden, ein Unternehmen erfolgreich aufbauen und damit gleichzeitig zum nachhaltigen Wandel in Richtung einer Ökonomie beitragen, die über das rein Wirtschaftliche hinausgeht – wie kann das konkret aussehen?

Unser Projektpartner Thomas Fuhlrott gab darauf im Rahmen gleich mehrerer Veranstaltungen Antworten aus seinem eigenen Erfahrungsschatz. Auf ganz besondere Aufmerksamkeit traf dabei die Darstellung über sein Finanzierungsmodell, das er vor zehn Jahren für die Gründung seines Unternehmens Zait entwickelte.

(workshop mit Thomas Fuhlrott)

Da auch wir immer wieder großes Interesse bemerken, sobald wir hier in unserem Umfeld über das Finanzierungsmodell von Zait sprechen, stellten wir fest: höchste Zeit, ein Interview mit Thomas Fuhlrott darüber zu machen. Gesagt, getan.

Kerstin: Thomas, warum brauchte es bei der Gründung von Zait eine besondere Finanzierungsidee?

Thomas: Bei den meisten Unternehmensgründungen gibt es ja einen Kapitalbedarf, um die Idee, das Unternehmenskonzept realisieren zu können und an den Markt zu gehen. Unsere Idee bei Zait war, erstklassiges, streng kontrolliertes Olivenöl hier in Deutschland auf eine andere als bis dahin für Olivenöl übliche Art zu handeln – nämlich basierend auf der Idee des Jahresvorrats. Direkt nach der Olivenernte und der Ölerzeugung durch unsere Produzenten in Italien, Spanien, Griechenland und Portugal holen wir das Öl hierher. Unsere Kunden bestellen ihren Jahresvorrat Olivenöl vorwiegend genau zu diesem Zeitpunkt, d.h., eine große Menge des Öls verkaufen wir direkt nachdem es hier eingetroffen ist. Dadurch brauchen wir nicht das ganze Jahr größere Lager- oder Verkaufsflächen. Für uns ein Kostenvorteil, den wir als Preisvorteil an unsere Kunden weitergeben.

Da ich damals auch schon als Gründungsberater tätig war, wusste ich, dass die Chancen für eine Gründungsfinanzierung des Unternehmens durch eine Bank gleich Null standen – obwohl das Geschäftskonzept absolut rund war. Ich habe es aus Neugier trotzdem versucht, natürlich mit ausgearbeitetem Business-Plan. Das Ergebnis entsprach komplett meinen Erwartungen. Bereich Einzelhandel, Olivenöl mit einem dafür neuen Handelskonzept – viel zu risikoreich aus Sicht der Banken. Wir brauchten aber das Startkapital, um die erste Menge Olivenöl ankaufen und hierher bringen zu lassen.

Kerstin: Wie bist Du also vorgegangen, um das Startkapital zu bekommen?

Thomas: Wir haben uns auf etwas besonnen, was eigentlich ganz logisch erscheint: wir haben das Geschäftskonzept Freunden und Bekannten im Detail vorgestellt, unsere Situation erklärt und gefragt, wer bereit ist, uns Geld für den ersten Ankauf von Olivenöl zu leihen. Ich sage »eigentlich logisch«, weil es tatsächlich nahe liegen müsste. Wenn ich darüber erzähle, stelle ich aber immer wieder fest, dass viele Menschen offensichtlich weniger Probleme damit haben, einen Banker um Geld zu bitten als den eigenen Freundeskreis. Das liegt wahrscheinlich auch daran, dass wir hier so sehr auf Individualismus und Autarkie eingeschworen sind, dass es uns schwer fällt, unser soziales Umfeld um Hilfe zu bitten. Eventuell noch den engsten Familienkreis, aber Freunde? Und dann auch noch um Geld, wo doch gerade da sprichwörtlich die Freundschaft aufhört. Das gibt vielen offensichtlich ein ungutes Gefühl.

(Zwischen den Impulsvorträgen)

Kerstin: Und Ihr habt es trotz aller gegenteiligen Redensarten gewagt. Fiel es denn schwer?

Thomas: Nein, und zwar deshalb, weil wir unser Unternehmenskonzept bis zu Ende gedacht hatten. Es war rund, wir waren und sind komplett davon überzeugt. Dadurch konnten wir auch andere davon überzeugen, dass wir eine gute Idee am Start haben. Noch dazu: Erstklassiges Olivenöl nach Deutschland zu holen und es unter strengen Qualitätskontrollen zu handeln – gerade das Lebensmittel, das innerhalb der EU am häufigsten gepanscht und verfälscht angeboten wird – das haben auch vor zehn Jahren viele zügig als gutes Konzept und Ziel begriffen. Damals gab es ja auch schon jede Menge Lebensmittelskandale, Ernährung war auch da ein Thema. Die Menschen, die wir um Geld fragten, haben unser Engagement gespürt, im Bereich Olivenölhandel einen neuen, nachhaltigen und qualitativ besseren Weg zu gehen, der auf den Grundwerten schöner, erhaltend und erweiternd fußt. Und natürlich hatten wir uns auch das Finanzierungsmodell genau überlegt und bis ins Detail durchkalkuliert, welche Zinsen wir vernünftigerweise an die Geldgeber aufgrund unserer Olivenölverkaufserlöse auszahlen können.

Kerstin: Haben dann von Anfang an viele mitgemacht?

Thomas: Wie das zu Anfang so ist, einige Freunde, besonders diejenigen, die uns lange gut kannten, waren schneller dabei. Andere blieben erst mal skeptisch, waren aber dann überzeugt, als sie nach einiger Zeit klar gesehen haben, dass unser Geschäftskonzept mitsamt unserem Finanzierungsmodell gut funktioniert. Heute sind zahlreiche Geldgeber bereits langjährig dabei. Teilweise bieten uns heute pro Jahr sogar so viele Menschen Geld für den Ölankauf an, dass wir Absagen erteilen müssen, weil wir gar nicht so viel Geld brauchen. Wir nehmen kein Geld an, dass wir nicht für den Ölankauf bei unseren Produzenten benötigen. Und Geld nur anzunehmen, um es für andere anzulegen, ohne es in unsere notwendigen Unternehmensabläufe einzubinden – das ergibt für uns keinen Sinn.

Kerstin: Das klingt alles sehr gut. Jetzt will ich natürlich auch wissen, wie das Finanzierungsmodell konkret aussieht.

Thomas: In all den Jahren funktioniert es nach dem gleichen Konzept: Du leihst uns Geld für den Ölankauf, eine Summe ab 5000,- Euro. Nach einem Jahr erhältst Du den Betrag zurück, plus 6 % Zinsen und einem Geschenk aus dem Hause Zait. Geregelt sind diese Konditionen alle übersichtlich und schwarz auf weiß in einem Darlehensvertrag, den Du mit Zait abschließt. Wie schon gesagt, innerhalb von zehn Jahren haben wir alle Darlehensverträge stets erfüllt. Für den Fall, dass Zait einmal die Vertragsverpflichtung tatsächlich nicht einhalten könnte, beispielsweise weil mir etwas Unvorhergesehenes passiert und ich nicht wie gewohnt arbeiten kann, haften laut Vertrag ich und meine Geschäftspartnerin auch persönlich für die Vertragseinhaltung.

(Fortsetzung folgt)

Interview mit Thomas Fuhlrott

Inspiration Lounge Interview mit Peter Kowalsky

08. November 2011 von Chris

(interview: scroll down) »Weißt Du, wann Du eine gute Idee hast? Wenn alle das Lachen anfangen.«

Falls es tatsächlich noch jemanden geben sollte, der BIONADE nicht kennt oder noch nicht probiert hat:

»Die BIONADE GmbH ist ein junges, innovatives Familienunternehmen, das biologisch hergestellte, alkoholfreie Erfrischungsgetränke unter der Marke BIONADE vertreibt. BIONADE ist das weltweit einzigartige alkoholfreie Erfrischungsgetränk, das durch Fermentation nach dem Brauprinzip rein biologisch hergestellt wird.« (Auszug Homepage Bionade)

»In aller Munde« ist eine Bezeichnung, die seit Jahren gut zu BIONADE passt. Die Geschichte dahinter, die, wie könnte es anders sein, bereits aus so manchem Blickwinkel beleuchtet wurde, erzählt sich fast wie ein Märchen. Fast. Und genau deshalb finden wir, dass sie geradezu als Parabel für kreatives Entwickeln stehen kann. Sie beinhaltet sozusagen »plastisch« die Höhen und Tiefen kreativen Schaffens, die einfach jeder kennt, der sich mit Überzeugung an die Verwirklichung einer Idee macht.

Da ist die meist unumgängliche Tatsache, dass man mit seiner Idee anfangs alleine da steht und einem andere in dieser Situation nicht unbedingt Mut machen. Oder die Energie, die es kostet, trotzdem weiter zu arbeiten – die Durststrecken und handfesten Probleme, die zu überwinden sind. Wer kennt außerdem nicht die Frage, wo und wann nach dauernden Entwicklungsphasen endlich das Geld herkommt? Und überhaupt: was passiert, wenn sich tatsächlich der große Erfolg einstellt? Wie geht man damit um, wenn dich auf einmal jeder kennt und eigentlich schon immer an dich geglaubt hat?

Teil 1 des Interviews startet, logisch, mit den Anfängen von BIONADE. Peter Kowalsky erzählt über die Gründe für die Entwicklung, über die ersten Schritte, die Reaktionen des Umfelds und wie das ist, wenn man glaubt, man sei nach zehn Jahren am glücklichen Ende einer Entwicklung – die in Wahrheit gerade erst richtig begonnen hatte…

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In Teil 2 des Interviews folgt, wieso man den Weg meist gerade dann findet, wenn man vermeintlich gar keine Möglichkeit hat und warum es ganz gut ist, dass anhaltender Erfolg nicht über Nacht kommt.

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Wir haben uns in der Inspiration Lounge zur Aufgabe gemacht, die vielen Facetten kreativen Denkens und Handelns zu ergründen. Weil es uns außerdem wichtig ist, diese unmittelbar aus persönlichen Blickwinkeln darzustellen, haben wir Peter Kowalsky, den Mitbegründer von BIONADE, nach seinen Erfahrungen gefragt. Für die Inspiration Lounge hat er uns die Geschichte von BIONADE aus seiner Sicht geschildert:

Wie das war, mit einer guten Idee in der Rhön, mitten in den 80er Jahren – ohne Internet und virtuelle Social Networks, warum ein Laser eine besondere Rolle spielte und woran man überhaupt erkennt, dass man auf dem richtigen Weg ist.

Unser Inspiration Lounge Interview trägt dann auch den Titel: »Weißt Du, wann Du eine gute Idee hast? Wenn alle das Lachen anfangen.«