Tag: Know-how

Unsere neuen Projektpartner.

06. November 2010 von Kerstin

Wir freuen uns, Euch heute drei neue Projektpartner der Inspiration Lounge zu präsentieren : das Weingut Sander in Mettenheim, Weingut Karl May in Osthofen und das Weingut Becker-Landgraf in Gau-Odernheim. Alle drei Weingüter liegen in Rheinhessen und lohnen mehr als nur einen Ausflug in die Region.

Mehr Informationen über die Weingüter und jede Menge persönliches Know-how der Winzer über ökologischen Weinbau gibt es in den Inspiration Lounge Interviews mit Stefan Sander, mit Julia und Johannes Landgraf sowie mit Fritz und Peter May. Oder hier:

Weingut_Becker-Landgraf
Weingut_Karl May
Weingut_Sander

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Ab morgen: die erste Inspiration Lounge Serie

06. Oktober 2010 von Kerstin

Nach einer Woche »in eigener Sache« ist es nun an der Zeit für die erste Inspiration Lounge Interviewserie. Sie erweitert die von uns bisher beleuchteten Fachbereiche um ein neues Gebiet: Weinbau und Weinherstellung.

Wir wurden bereits häufiger gefragt, wie wir auf dieses Thema gekommen sind. Ganz einfach: es liegt uns schon deshalb nah, weil wir beide in Weinregionen aufgewachsen sind. Wer diese Erfahrung hat, der weiß, dass Wein, sein Anbau und seine Herstellung Aspekte sind, die ganze Regionen und ihre Kultur wesentlich mitprägen. Vor allem aber weiß man dann, dass Wein aus deutschen Regionen gerade innerhalb der letzten Jahre eine immense Entwicklung genommen hat. Wurde insbesondere bis in die späten 70er Jahre häufig auf die Erzeugung von Quantität gesetzt, gibt es heute deutlich mehr Weingüter, die sich bewusst einer ausgezeichneten Qualität und vor allem auch ökologischen Anbaumethoden verschreiben.

Da wir diese Entwicklung erkunden, dokumentieren und auch außerhalb der Weinregionen näher bringen möchten, begannen wir zu recherchieren. Es dauerte nicht lange, und wir stießen auf einen Zusammenschluss junger Winzer in Rheinhessen: Message in a Bottle. Schnell wurde uns klar, dass wir damit auf Menschen getroffen sind, die mit ihren Ideen, ihren Zielen und Vorgehensweisen wunderbar zur Inspiration Lounge passen.

Durch die Kombination aus Bewusstsein für die eigene Weinkultur und -tradition mit eingehender Ausbildung, umfassendem Know-how und viel internationaler Erfahung ist in Rheinhessen, besonders auch durch die Umstellung auf ökologische Anbaumethoden, richtiggehend eine Bewegung entstanden. Diese wird durch Message in a Bottle bestens repräsentiert.

Hohe Qualität wird in bewusster Hinwendung zu den individuellen Fähigkeiten und Positionen, zur eigenen Kreativität und den Besonderheiten der jeweiligen Lagen und Rebsorten hergestellt – eine ganz klare Abwendung vom Gedanken »one size fits all« früherer Zeiten.

Stetiger Austausch untereinander hilft, Wissen und Erfahrung zu teilen und dadurch dafür zu sorgen, dass neue Entwicklungen und Verbesserungen zu Qualitätsstandards werden können. Mit vielen Ideen, Begeisterung für ihren Beruf und Perfektionsstreben arbeiten die Winzerinnen und Winzer daran, das Ansehen Rheinhessens als Weinrgion national und international weiter zu steigern. Typisch für Winzer, wird dabei nicht nur an die einzelnen Jahrgänge, sondern übergreifend für heute und die nächsten Generationen gedacht.

Insgesamt eine Entwicklung, von der in den kommenden Jahren noch viel zu hören, zu sehen und zu schmecken sein wird. Für uns daher logisch, jetzt darüber in einer Serie zu berichten. Natürlich stellen alle bei Message in a Bottle vereinten Winzerinnen und Winzer Weine von hoher Qualität her. Die Auswahl der Interviewpartner für diese Serie war daher nicht einfach. Wir haben uns für vier Weingüter entschieden, die aus unserer Sicht einen guten Einblick in die vorhandenen Weinbauentwicklungen geben und gleichzeitig für die anzutreffende Vielfalt an individueller Weinkultur, Weingutgeschichte und damit verbundenen Haltungen stehen.

Im Rahmen unserer Serie versammeln diese Winzerinnen und Winzer die gemeinsamen Ziele und den Anspruch von Message in a Bottle sowie jede Menge (mit)geteiltes persönliches Wissen und besondere Vorgehensweisen im Detail.

Die Serie mit vier Interviews startet morgen.

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Mehr Alexis Korner

20. August 2010 von Kerstin

Gestern sah ich eine Dokumentation über die »British Blues Explosion«. Besonders aufgefallen ist mir dabei eine Stelle, an der berichtet wird, welche wichtige Rolle der Blues-Musiker Alexis Korner spielte, weil er sein Haus zu einem Dreh- und Angelpunkt für Nachwuchsmusiker machte.  In der Ansicht, junge Musker unterstützen zu müssen, half er immer wieder durch die Vermittlung von Auftrittmöglichkeiten und durch das Herstellen vieler Kontakte. So verdanken beispielsweise Brian Jones, Keith Richards und Mick Jagger Alexis Korner ihr Zusammentreffen sowie das Kennenlernen zahlreicher Musikclub-Besitzer. Bekannter Weise waren das Grundsteine einer erstaunlichen Karriere.

Warum ist mir gerade dieser Filmausschnitt aufgefallen? Ich denke, weil ich erst neulich mit Martin Haußmann darüber gesprochen hatte, dass es meist nicht ausreicht, eine Sache mit Leidenschaft, Ausdauer und Talent zu betreiben. Es braucht auch das Geschick, andere davon wissen zu lassen und vielleicht ein bisschen Glück. Vor allem aber sind ebenfalls Menschen wie Alexis Korner wichtig. Leute, die ein gutes Ohr, Auge und Gespür für das Können und die Qualität anderer haben und bereit sind, ihr Know-how, ihre Kontakte oder auch ihre Motivationskraft hilfreich einzusetzen.

Dann fuhren wir letztes Wochenende nach Weimer und lernten Konstantin Bayer kennen. Als Initiator der Galerie Eigenheim lässt er durchaus gedankliche Parallelen zu Alexis Korner erkennen. So vergibt die Galerie Eigenheim beispielsweise seit einigen Jahren Stipendien an Nachwuchskünstler, damit diese neben der eigenen künstlerischen Arbeit frühzeitig lernen können, ihre Werke im Galerienumfeld zu präsentieren, in Kontakt mit dem Publikum zu sein und sich so aktiv und kontinuierlich einen Namen zu machen. (Interessant ist dabei auch, dass Konstantin Bayer und seine Mitstreiter zumeist selbst gerade erst die Uni absolviert haben.)

Und noch eine Form von Einsatz für die Kunst haben wir an diesem Wochenende erlebt. Der Künstler und Fotograf Thomas Rusch entdeckte seine Begeisterung für die Arbeiten von Maxim Lichtenwald (Stipendiat der Galerie Eigenheim 2009) und erwarb zwei Werke. Das wieder führte zu Begeisterung bei Maxim, und nicht nur das. Da ich dabei war, kann ich sagen: der Motivationsschub war geradezu greifbar.

Was daraus folgt? Erst einmal, wie wichtig es ist, miteinander vernetzt zu sein und die Energie aufzubringen, sich auch persönlich zu treffen. Und natürlich, dass es absolut Sinn ergibt, sich untereinander auszutauschen, zu unterstützen und neue Verbindungen auf den Weg zu bringen – gerade auch über Fachbereiche und Generationen hinweg.

Denn wer weiß, wo Mick Jagger heute wäre – ohne Alexis Korner?

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