Tag: Internet

Keine Atempause

23. Mai 2013 von Chris

superblitz(unser support)

Wir sind wieder für euch unterwegs.

Viele Gespräche, viele spannende Menschen, unerwartete Wandlungen. Gerade dies macht die Inspiration Lounge für uns so spannend, da wir tatsächlich nicht wissen, was sich hinter der nächsten Geschichte versteckt. Wir kratzen aber dran. Und wenn es sich lohnt, werdet ihr davon erfahren.

Versprochen.

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Haltung – oder warum Twitter, fb & Co manchmal doof sind.

19. Mai 2013 von Chris

twitter

Nein. Keine Angst. Nicht schon wieder der tausendste Post über Co-Worx, Netzwerke Pro und Kontra. Dafür gibt es ja den Herrn Lobo beim spon. Der macht das gut. Manchmal mehr, manchmal weniger.

Ich habe heute mal wieder über Haltung nachgedacht. Mir  ging irgendwie die Sache mit der SPEX-Neuerscheinung (das Buch), der daraus resultierenden Diskussion mit den Beteiligten, u.a Dirk Scheuring, heise online, einem älteren Journalisten und der dazugehörenden  (aktiv/passiv) Entourage durch den Kopf. >mehr_telepolis

Der Druck aller Beteiligten, nennen wir sie Medien einerseits und die (gut-)informierte Crowd andererseits, wer auch immer die so genau ist, davon habe ich sowieso keinen Plan, ballern sich gut recherchierte Infos in EchtzeitTaktung um die Ohren. Das kann nicht gut gehen.

Klar ist Vernetzung sinnvoll, sie ist in gewisser Weise auch unsere Zukunft  >ägyptischer Frühling etc.  – anderseits sehen wir durch Halbwahrheiten, Echtzeit, unausgegorene News, shitstürme und Zynismus nur ein Teil vom Ganzen. Was auch immer das Ganze ist.

Btw – wir nehmen  40 Informationen gleichzeitig bewußt wahr – 11.ooo 000 unbewußt. Also ganz doof oder langsam sind wir somit nicht. Jetzt kommt die Haltung ins Spiel. Mir ist das manchmal einfach zuviel. Dann ziehe ich meinen virtuellen Stecker raus und laß den Account und den Browser zu – lasse Ideen, Gedanken oder Informationen einfach auf mich wirken. 24 Stunden zwischen einer Entscheidung oder Statement können manchmal sehr sinnvoll sein.

Und ich habe mit Sicherheit nichts dagegen, wenn Journalisten bei der Sache bleiben, die ihr eigentlicher Job ist: Zu sehen und zu beschreiben. Ob es mir passt oder nicht.

In meiner Meinung.

dirk(dirk scheuring)

Hier für ein paar Interessierte Dirk Scheuring im Interview mit der Inspiration Lounge. Ist schon ein paar Tage älter, aber ich denke, das kann man vernachlässigen.

zum Interview_Part I | II | III – V

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Inspiration Lounge TALKS_In eigener Sache | gefällt mir

13. Mai 2013 von Chris

in eigener sache2

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Inspiration Lounge TALKS 2013_klirrlicht

11. Mai 2013 von Chris

klirrlicht(klirrlicht_mit Licht)

Mit ihrer einzigartigen Verbindung von Geige und analogen Synthesizern, der Kombination
von klanglichen, melodischen und rhythmischen Formen sowie einer ungemeinen Variationsfreude, gaben Florian Zwissler und der Violinist Axel Lindner den Inspiration Lounge TALKS_Besuchern jede Menge besondere Möglichkeiten, Neue Musikwelten zu entdecken.

klirrlicht 2(klirrlicht_ohne Licht)

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Inspiration Lounge TALKS 2013_Christian Feike

09. Mai 2013 von Chris

christian feike(Christian Feike_investinlife // Wasser)

Nach diesen persönlichen und künstlerischen Perspektiven auf die lebenswichtige Ressource Wasser schloss sich das Interview mit Christian Feike von investinlife an, der als Finanz- und Versicherungsmakler bewusst und ausschließlich über grüne Anlage- und Absicherungsmöglichkeiten berät. Da das Interesse und das Engagement für den nachhaltigen Umgang mit unseren wichtigen Lebensgrundlagen Christian Feike sowohl beruflich als auch privat vorantreiben, lag es nah, ihn im Rahmen seines Interviews um seine Blickwinkel und Haltungen zu den aktuellen, weltweiten Entwicklungen zum Thema Trinkwasser zu bitten. Was also geht vor und warum sollten wir aufmerksamer werden und handeln?

Gleich zu Beginn lenkte Christian Feike die Aufmerksamkeit der TALKS-Besucher auf Aussagen des ehemaligen Vorstandsvorsitzenden des Nestlé-Konzerns, Peter Brabeck-Letmathe, zum Thema Trinkwasser. In einem Interview hatte Peter Brabeck-Letmathe geäußert, es gebe zwei Auffassungen über Wasser. Die eine, vertreten von vielen NGOs und sehr extrem: Wasser ist ein lebenswichtiges Gut und müsse daher auch ein öffentliches Recht sein. Er persönlich ist dagegen der Meinung, Wasser sei ein Lebensmittel wie jedes andere auch, und daher müsse man ihm einen bestimmten Wert und Preis geben, damit jeder weiß, dass es auch etwas kostet. Für diejenigen, die es sich dann nicht leisten könnten oder die keinen Zugang dazu hätten, könnte man ja irgendwelche speziellen Lösungen finden. (Welche, sagt Peter Brabeck-Letmathe nicht.)

christian feike_wasser(Interviewpartner Christian Feike bei die Inspiration Lounge TALKS 2013)

Warum ist es Christian Feike so wichtig, diese Äußerungen weiterzugeben? »Weil ich darauf hinweisen möchte, dass der Nestlé-Konzern, der größte Abfüller von Trinkwasser weltweit, sich schon seit vielen Jahren insbesondere in bis dahin öffentliche, kommunale Wassernetze einkauft, um Trinkwasser abzuziehen, abzufüllen und es danach unter verschiedenen Markennamen in den Handel zu bringen.« (Beispielsweise Pure Life, inzwischen auch bei uns in vielen Supermärkten erhältlich.)

Was ist daran zu kritisieren, fragen wir und die Besucher der Inspiration Lounge TALKS. »Es beginnt damit, dass der Nestlé-Konzern ein Vermögen damit verdient, den Menschen Trinkwasser, abgefüllt vor allem in Plastikflaschen, teuer zu verkaufen, während der Konzern beim Zapfen von öffentlichen bzw. ehedem öffentlichen Wasserquellen gemessen daran einen sehr kleinen Preis zahlt. Aber das ist natürlich nur der Anfang. Das große Problem liegt darin, dass durch die Wasserentnahme von Nestlé vielen Anwohnern, die auf eine Versorgung mit ausreichendem Wasser angewiesen sind, genau dieses ausgeht. Das trifft insbesondere Menschen in armen Gegenden der Welt besonders hart und lebensbedrohlich. In südafrikanischen Townships haben die Menschen keinen öffentlichen Wasserzugang mehr, während Fabriken des Nestlé-Konzerns in der Nachbarschaft das Brunnenwasser abziehen und abfüllen. Die Anwohner werden auf die Möglichkeit verwiesen, das Flaschenwasser zu kaufen, das allerdings für die meisten Menschen dort in den benötigten Mengen unerschwinglich ist. In indischen oder südamerikanischen Gemeinden genau das Gleiche, oft verschärft dadurch, dass den ansässigen Bauern auch kein Wasser mehr für ihre Felder zur Verfügung steht. So können sie nichts mehr anbauen, verlieren ihre Arbeit und ihre Lebensgrundlagen, während Nestlé das dort billig eingekaufte Trinkwasser teuer an diejenigen Menschen verkauft, die es sich leisten können. Es ist wichtig, dass mehr und mehr Leute das wissen und es auch wieder in ihrem eigenen Umfeld weiterverbreiten. Es geht darum, diese Entwicklung aufmerksam zu beobachten und entsprechend zu agieren, wenn wir diese Vorgehensweise nicht weiter unterstützen wollen.

christian feike, kerstin döweler(Christian Feike im Gespräch mit Kerstin Döweler_Thema Nestlé)

Was schägt Christian Feike vor? »Da ist erst einmal die Tatsache, dass wir alle diese Entwicklung mit unserem Konsumverhalten unterstützen, solange wir die entsprechenden, abgefüllten Wasser kaufen. Das eben nicht weiter zu tun, ist ein einfacher, für jeden hier machbarer Schritt. Dann geht es darum, davon auch andere Menschen zu überzeugen, jeder in seinem eigenen Umfeld. Nur dadurch können wir etwas in Gang setzen.«

Wie ist es mit den aktuellen Entwicklungen zum Thema Trinkwasser innerhalb der EU, wollten wir weiter wissen. Christian Feike berichtet dem Publikum daraufhin von den EU-Bestrebungen, den Trinkwasserbereich immer weiter zu privatisieren. »Auch hier geht es wieder darum, dass die Infrastrukturen rund um die Trinkwasserversorgung nach und nach in Privathand gebracht werden sollen, weil das angeblich kostengünstiger und besser für uns alle sein soll. Nur: in Gegenden, in denen sich große Privatunternehmen bereits in die Wasserversorgung eingekauft haben, ist die Wasserqualität oft deutlich schlechter geworden, während die Preise steigen. Längst sind einige Kommunen daher dazu übergegangen, ihre Wasserinfrastruktur in aufwändigen Verfahren wieder zurückzuerwerben. Paris und Stuttgart sind solche Beispiele. Noch dazu sind die Gutachten, die innerhalb der EU als Entscheidungsgrundlage für eine Privatisierung dienten, durch ein Gremium erstellt, das ganz überwiegend aus genau den Großunternehmen besteht, die von einer Privatisierung deutlich profitieren. Es geht darum, über diese Vorgänge informiert zu sein und genau zu betrachten, was hier passieren wird, falls es so weitergeht. Die bisher öffentliche Wasserversorgung und damit verbundene Infrastrukturen sind über viele Jahre von uns Bürgern finanziert und sie haben in öffentlicher Hand für uns alle funktioniert. Unsere Wasserqualität ist gut. Nun erzählt man uns, dass Privatunternehmen all das besser organisieren können, weil der Markt es angeblich stets besser richtet. Das müssen wir viel mehr hinterfragen, diesen Konsens des Gewohnten, der uns immer wieder begegnet. Und wir müssen die eigene Bequemlichkeit ablegen und uns aktiv einmischen. Das ist unerlässlich, wenn wir an Entwicklungen etwas ändern wollen, die auf Druck von Konzernen erfolgen, die im Bereich Trinkwasser einfach ein Riesengeschäft sehen. Was wollen wir heute und in Zukunft: Trinkwasser für alle Menschen, weil es unsere wichtigste Lebensgrundlage ist. Oder Wasser als Produkt wie alle anderen, in den Händen von Unternehmen, die ausschließlich mit Profitmaximierungsausrichtung arbeiten und dafür viele Menschen von einem für sie erschwinglichen Zugang zu Wasser abschneiden?«

klare worte_christian feike(»Wir müssen handeln_lasst Nestlé Produkte in den Regalen.«)

Es liegt auch an uns, die wir uns hier alle treffen. Informieren Sie sich, beispielsweise über die Initiative right2water.de. Geben Sie ihr Wissen und ihre Meinungen in ihrem Umfeld weiter. Schauen Sie auf die Entwicklungen in ihrer eigenen Kommune und lassen Sie uns alle legalen Wege nutzen, die möglich sind, damit Wasser eben kein Produkt wird wie jedes andere wird. Es bringt nichts, den Entwicklungen nur zuzuschauen.

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