Tag: Inspiration

In eigener Sache (5)

03. Oktober 2010 von Chris

Konkret – was ist neu und wo geht es hin.

Unser Schwerpunkt war bisher die Arbeit für den virtuellen Bereich der Inspiration Lounge, das Erstellen und Veröffentlichen der Interviews sowie der permanente Ausbau eines vielseitigen, kreativen Netzwerks. Nach einem erfolgreichen Jahr Inspiration Lounge Blog ist es nun an der Zeit, das Projekt aus dem Virtuellen heraus noch mehr in die »reale Welt« zu führen. Wir werden das künftig mit speziellen Inspiration Lounge Treffen, mit gemeinsamen Projekten und Workshops tun, damit Verbindungen cross Genre auch persönlich stattfinden können.

So entsteht eine Petrischale aus unterschiedlichen Blickwinkeln, Denkansätzen und Haltungen – ein Nährboden für neue Ideen, Vorgehensweisen und Konstellationen. Wir nennen es einfach »Change The Game«.

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In eigener Sache (4)

01. Oktober 2010 von Chris

Konkret – was ist neu und wo geht es hin.

Wir zeigen mehr Details und Einzelthemen. Bisher waren vor allem die Einblicke in gesamte Schaffensentwicklungen und Positionen unserer Interviewees ein fester Bestandteil der Inspiration Lounge.

Künftig werden wir unsere Interviewpartner mehr über besondere Details und spezielle Einzelthemen ihrer Arbeit und Projekte befragen. Die Facette ist eben oft genug ein Spiegel des Ganzen und lässt besonders gut die feinen Unterschiede erkennen.

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In eigener Sache (3)

30. September 2010 von Chris

Konkret – was ist neu und wo geht es hin.

Wir machen auch Serien.

Das heißt, wir bringen mehrere Interviews aus einem Spezialgebiet in Folge. Warum? Weil das mehr Fach- und Hintergrundwissen im Überblick bündelt und gleichzeitig die Unterschiede in den Details, in den persönlichen Vorgehensweisen verdeutlicht.

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In eigener Sache (2)

29. September 2010 von Chris

Konkret – was ist neu und wo geht es hin.

Wir erweitern um neue Fachbereiche. Das heißt: Themen und Know-how aus Geistes- und Naturwissenschaften, verschiedenen Wirtschaftsbranchen und Ökologie werden dazukommen. Natürlich bleibt auch der Kunst- und Kultursektor weiterhin ein Schwerpunkt der Inspiration Lounge.

Diese Erweiterung sowie die Übermittlung von mehr konkretem Know-how, individuellen Standpunkten und Vorgehensweisen führen zu größerer Vielfalt und abwechslungsreichen Einblicken. Sie sind der Weg zu mehr fachübergreifenden Informations-, Austausch- und Vernetzungsmöglichkeiten, zu neuen Projekten, die Wissen und Erfahrung cross Genre zusammenbringen.

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Can’t you see that I’m…

08. August 2010 von Kerstin

Gestern sprach ich mit einer Freundin, die seit langer Zeit Kurzgeschichten schreibt. Sie erzählte mir, wie sehr es sie immer wieder erstaune, wenn andere sie fragen, ob sie denn nicht davor Angst habe, dass ihr auf einmal keine gute Idee mehr einfallen könnte.

»Oft kommen diese Fragen gerade dann, nachdem ich eine meiner Geschichten erfolgreich verkauft habe. Ich weiß also, dass mehr als eine Hand voll Menschen diese Geschichte gut fanden. Kurz darauf bin ich natürlich schon bei den nächsten Geschichten und just da kommt dann die Frage nach meiner Angst vor dem Ausbleiben guter Ideen. Das ist, offen gesagt, nicht unbedingt förderlich. Ich finde es auch nicht ganz nachvollziehbar, und zwar aus folgenden Gründen:

1. Ich habe den Eindruck, dass nur Leuten aus per se kreativen Berufen diese Frage gestellt wird. Würde man einen Konditor, der gerade einen guten Kuchen gebacken hat fragen, ob er nicht fürchtet, dass ihm schon morgen die Ideen für guten Kuchen ausgehen könnten?

2. Die Frage geht gedanklich davon aus, dass ich mir alle Ideen zu meinen Geschichten ausdenke, dass sie aus mir allein »herauskommen«, praktisch einfach so. Ich muss nur meinen Kopf genug bemühen, um auch noch in den letzten Winkeln meines Hirns eine Geschichte zu erfinden. Und wenn mir das nicht mehr gelingt, ist alles zu Ende. Leute, diese Sichtweise übt einen enormen Druck aus, weshalb ich mir schon vor einiger Zeit eine andere Auffassung zugelegt habe.

Diese basiert auf einer Gewohnheit der alten Römer. Brachte damals jemand etwas besonderes zustande, sprach man davon, er habe einen Genius gehabt. Der Genius half einem dabei, aus der täglichen Arbeit und dem eigenen Engagement etwas wirklich Beeindruckendes zu schaffen. Interessant ist übrigens, wie sich die Redensart im Laufe der Jahrtausende verschoben hat, denn heute sprechen wir nicht mehr von einen »Genius haben«, sondern von selbst ein »Genius sein«. Gingen die Römer also selbstverständlich davon aus, man brauche zur ganz besonderen Leistung auch noch Hilfe von außen oder von oben (je nachdem, wie man es sehen will), verlagerte sich die Verantwortung danach auf den Schaffenden allein. Kein Wunder, dass damit erheblicher Druck und Versagensangst verbunden sein kann. Kein Wunder auch, wie viele Künstler, Schriftsteller oder auch Wissenschaftler sich schon damit gequält haben.

Sieht man es mehr so wie die Römer, erhält die ganz Angelegenheit ein freundlicheres Gesicht. Statt immensem Druck, alles aus sich selbst heraus entstehen lassen zu müssen und dabei völlig allein zu sein, muss ich nur mit meinem ganzen Engagement weiter an meinen Dingen arbeiten. Ich schaue also, dass ich »meinen Teil« der Arbeit stetig und immer so gut wie möglich mache. Ich kann zwar nicht dafür garantieren, dass ein Genius jeden Tag genauso konzentriert bei der Sache ist und »seinen Teil« dazu liefert. Aber ich gehe doch davon aus, dass er zumindest ab und zu reinschaut, solange ich mich weiter über und dranbleibe. Bis heute klappt das gut so.

Es gibt dazu auch eine schöne Geschichte von bzw. über Tom Waits. Wir alle kennen wüste Stories über ihn und es heißt vor allem, er habe sich lange Jahre immer wieder in unglaublicher Tag- und Nachtarbeit unter zahlreichen »Hilfsmitteln« abgearbeitet, um die vielen Songs entstehen zu lassen. Eines Tages aber »passierte« ihm Folgendes.

Er fuhr gerade mit dem Wagen durch L.A., als ihm eine Idee, eine Melodie durch den Kopf schoss. Normalerweise ging er in solchen Momenten sofort an’s Klavier und zu Stift und Papier, um die Melodie festzuhalten. Das ging jetzt aber nicht, und er geriet fast in Stress vor Angst, die Melodie zu verlieren. Doch stattdessen fuhr er an den Straßenrand, hielt an, sprang aus dem Auto, schaute leicht erzürnt nach oben und rief laut: »Can’t you see that I’m driving?«

Er selbst sagte darüber, er wisse nicht genau, was ihn bewegte, das zu tun. Aber er wisse genau, dass er seine Arbeit ab diesem Zeitpunkt anders begriffen habe – ohne den ganzen nervenden Druck – mit mehr Freude und Selbstverständlichkeit.«

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