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	<title>inspiration lounge by le tapir &#187; Inspiration</title>
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		<title>… und dann hörte ich den Apfel vor mir</title>
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		<pubDate>Sun, 05 Feb 2012 15:38:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Chris</dc:creator>
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		<description><![CDATA[(florian zwißler, a-100 + apfel)
Manchmal hat man so Tage, da driften Gedanken ab. Irgendein komischer Impuls zwingt dich über Sachen nachzudenken und peng… hängt man in einem Diskurs über Grundsätzliches – mit sich selbst.
Mich erwischte es heute beim Thema HörGewohnheiten. Auslöser war die merkwürdig wunderbare Klangwelt von Florian Zwissler und dem Trio Cel, Leonhard Huhn [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://inspirationlounge.de/wp-content/uploads/florian-zwissler3.jpg" rel="lightbox[8314]"><img class="alignnone size-medium wp-image-8305" title="florian zwissler3" src="http://inspirationlounge.de/wp-content/uploads/florian-zwissler3-586x440.jpg" alt="" width="586" height="440" /></a><em>(florian zwißler, a-100 + apfel)</em></p>
<p>Manchmal hat man so Tage, da driften Gedanken ab. Irgendein komischer Impuls zwingt dich über Sachen nachzudenken und peng… hängt man in einem Diskurs über Grundsätzliches – mit sich selbst.</p>
<p>Mich erwischte es heute beim Thema HörGewohnheiten. Auslöser war die merkwürdig wunderbare Klangwelt von <a title="florian zwißler" href="http://inspirationlounge.de/fragen/" target="_blank">Florian Zwissler</a> und dem Trio Cel, <em>Leonhard Huhn</em> &#8211; Sax; <em>Elisabeth Fügemann</em> &#8211; Violoncello, <em>Constantin Herzog</em> &#8211; Kontrabass. Eine Improvisationsnummer neuer Musik, Jazz und konzeptionellem Ausprobierens.</p>
<p><a href="http://inspirationlounge.de/wp-content/uploads/lisabeth-fuegemann-florian-zwissler.jpg" rel="lightbox[8314]"><img class="alignnone size-medium wp-image-8308" title="lisabeth fuegemann florian zwissler" src="http://inspirationlounge.de/wp-content/uploads/lisabeth-fuegemann-florian-zwissler-586x440.jpg" alt="" width="586" height="440" /></a><em>(Elisabeth Fügemann &#8211; Violoncello, Florian Zwißler – Elektronik</em><em>)</em></p>
<p>Die 4 trafen sich erst vor ein paar Tagen und hatten die Idee, sich strukturell musikalisch auszutauschen und daraus einen Auftritt zu generieren. Gesagt, getan, und das Ergebnis war äußerst fein. Ein Konzert letzten Freitag im <a title="www.loftkoeln.de" href="http://www.loftkoeln.de/" target="_blank">Loft</a>. Elektronisch fröschelnde Klangfetzen aus dem Hause Zwissler in Kombination mit einem virtuos malträtierten Cello, einem Kontrabass, der sich väterlich im Hintergrund aufhielt, und einem Saxophon, das schon mal mit Alufolie bespannt wurde.</p>
<p><a href="http://inspirationlounge.de/wp-content/uploads/trio-cel-florian-zwissler.jpg" rel="lightbox[8314]"><img class="alignnone size-medium wp-image-8309" title="trio cel florian zwissler" src="http://inspirationlounge.de/wp-content/uploads/trio-cel-florian-zwissler-586x440.jpg" alt="" width="586" height="440" /></a><em>(Constantin Herzog, <em>Elisabeth Fügemann, Florian Zwißler</em></em><em>)</em></p>
<p><em><a href="http://inspirationlounge.de/wp-content/uploads/leonhard-huhn.jpg" rel="lightbox[8314]"><img class="alignnone size-medium wp-image-8307" title="leonhard huhn" src="http://inspirationlounge.de/wp-content/uploads/leonhard-huhn-586x440.jpg" alt="" width="586" height="440" /></a></em><em>(Leonhard Huhn &#8211; Sax</em><em>)</em></p>
<p><em><a href="http://inspirationlounge.de/wp-content/uploads/florian-zwissler2.jpg" rel="lightbox[8314]"><img class="alignnone size-medium wp-image-8304" title="florian zwissler2" src="http://inspirationlounge.de/wp-content/uploads/florian-zwissler2-586x440.jpg" alt="" width="586" height="440" /></a></em><em>(warmingUp)</em></p>
<p>Am Anfang dachte ich kurz: hurz.</p>
<p>Nach einigen Minuten war ich gefangen. Gefangen in einer sehr spannenden und ungewöhlichen Klangwelt, die mich faszinierte. Minuten wurden zu Sekunden und plötzlich war das Konzert aus, und ich war immer noch auf meinem inneren Trip. Kommt bei mir selten vor, da ich bei heutigen akkustischen Auswürfen normalerweise recht schnell auf meine skip Intro Taste drücke.</p>
<p>Ich spare mir jetzt die ganze Diskussion über Toleranz, unvoreingenommen sein, Dinge auszuprobieren und mal den Blickwinkel zu ändern. Das muss jeder für sich selbst herausfinden. Wir machen es hier.</p>
<p>Es lohnt sich.</p>
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		<title>Aufbruch</title>
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		<pubDate>Sun, 22 Jan 2012 15:57:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Chris</dc:creator>
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		<description><![CDATA[(Gemeinschaft)
98 % sind Imitatoren – 2 % Initiatoren.

Wir haben uns die Zeit genommen unsere Haltung, unsere Arbeit, ja, auch den Weg, wo es hingeht zu formulieren. Jetzt setzen sich die letzten Jahre Arbeit einfach wie ein Mosaik zusammen. Alle Aspekte verzahnen sich. Menschen, ihre Ideen und Unternehmungen.
Und es werden immer mehr.
christian
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://inspirationlounge.de/wp-content/uploads/test1.jpg" rel="lightbox[8190]"><img class="alignleft size-medium wp-image-8188" title="gemeinschaft" src="http://inspirationlounge.de/wp-content/uploads/test1-586x440.jpg" alt="" width="586" height="440" /></a><em>(Gemeinschaft)</em></p>
<p><em>98 % sind Imitatoren – 2 % Initiatoren.<br />
</em></p>
<p>Wir haben uns die Zeit genommen unsere <a title="haltung" href="http://inspirationlounge.de/darum-geht-es/" target="_blank">Haltung</a>, unsere Arbeit, ja, auch den <a title="talks" href="http://inspirationlounge.de/inspiration-lounge-live-talks/" target="_blank">Weg,</a> wo es hingeht zu formulieren. Jetzt setzen sich die letzten Jahre Arbeit einfach wie ein Mosaik zusammen. Alle Aspekte verzahnen sich. Menschen, ihre Ideen und <a title="entrepreneure" href="http://inspirationlounge.de/fuer-entrepreneure-2/" target="_blank">Unternehmungen</a>.</p>
<p>Und es werden immer mehr.</p>
<p>christian</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Berlin, Berlin_2</title>
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		<pubDate>Tue, 29 Nov 2011 09:05:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Chris</dc:creator>
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		<description><![CDATA[ 
(ein Stern am Himmel)
Entrepreneure, die neue Konzepte im Sinne von Produkten und Leistungen umsetzen und dabei beispielsweise mit weniger Ressourcen auskommen, sind wesentliche Impulsgeber für den dringenden Kurswechsel zu einer Ökonomie, die über das rein Wirtschaftliche hinausgeht. Doch besseres, erfolgreiches Wirtschaften heutiger Entrepreneure auf neuen Wegen und in Balance mit der Umwelt allein wird [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://inspirationlounge.de/wp-content/uploads/funky.jpg" rel="lightbox[7882]"><img class="alignleft size-medium wp-image-7842" title="funky" src="http://inspirationlounge.de/wp-content/uploads/funky-586x440.jpg" alt="" width="586" height="440" /></a><em> </em></p>
<p><em>(ein Stern am Himmel)</em></p>
<p>Entrepreneure, die neue Konzepte im Sinne von Produkten und Leistungen umsetzen und dabei beispielsweise mit weniger Ressourcen auskommen, sind wesentliche Impulsgeber für den dringenden Kurswechsel zu einer Ökonomie, die über das rein Wirtschaftliche hinausgeht. Doch besseres, erfolgreiches Wirtschaften heutiger Entrepreneure auf neuen Wegen und in Balance mit der Umwelt allein wird nicht ausreichen. Macht und Verharrungsvermögen konventioneller Strukturen sind immens. Es braucht daher deutlich mehr Unternehmen mit wegweisenden Ideen, die ihre Denk- und Handlungsweisen inspirierend mitteilen, wir brauchen mehr Impulsgeber. Es braucht gerade in Deutschland wesentlich mehr Menschen, die bewusst den Weg zum Entrepreneurship einschlagen. Und, wie ein Workshop-Teilnehmer beim Summit so schön anmerkte: es reicht eben nicht, etwas zu unternehmen und darüber irgendetwas zu sagen. Konzept, Realisierung, Impulse nach außen – es muss funky sein.</p>
<p>Wie das gehen soll? Ein Beispiel:</p>
<p>Was macht man, wenn man an Tag Eins in Wacken so richtig beim Headbangen ist, zwischen der Crowd die Freundin beim Moshen mit seinem iPhone filmen will und das Teil sagt: »Akku leer?«</p>
<p><a href="http://inspirationlounge.de/wp-content/uploads/sebastian-fleiter.jpg" rel="lightbox[7882]"><img class="alignleft size-medium wp-image-7848" title="sebastian fleiter" src="http://inspirationlounge.de/wp-content/uploads/sebastian-fleiter-586x440.jpg" alt="" width="586" height="440" /></a><em>(Sebastian Fleiter)</em></p>
<p>Dieses Ausgangsszenario ließ <em>Sebastian Fleiter</em> nicht ruhen. Seine Fragestellung war einfach: Wie kann ich an unsagbaren Orten Strom erzeugen, mit dem ich dann die Akkus meines Pads, iPhones oder Notebooks einfach aufladen kann. Der Künstler kam auf eine geniale Idee. Er konstruierte das Electric Hotel. Ein silbernes Mobil im Stil von 50ties und Rock&#8217;n&#8217; Roll, das sich, gepimpt mit Solar Panels, mobilem Windgenerator und Energy Bikes, einem Grundgedanken verschrieben hat: <em>der Lieferung nachhaltig erzeugter Energie für die Besucher von Großveranstaltungen, Musikfestivals, Messen und sonstiger Orte, an denen dringende Aufladebedürfnisse vorliegen.<br />
</em></p>
<p><em><a href="http://inspirationlounge.de/wp-content/uploads/electric-hotel2.jpg" rel="lightbox[7882]"><img class="alignleft size-medium wp-image-7841" title="electric hotel2" src="http://inspirationlounge.de/wp-content/uploads/electric-hotel2-586x440.jpg" alt="" width="586" height="440" /></a>(Electric Hotel</em><em>)<br />
</em></p>
<p>Am Anfang von Banken, Großsponsoren und den zuständigen Ministerien für Wirtschafts- und Kulturförderung verlacht, heute mit Innovationspreisen von besagten Ministerien bedacht, ist das <a title="www_the-electric-hotel" href="http://www.the-electric-hotel.com/" target="_blank">Electric Hotel </a>eine innovative Nische und wird von Festivalveranstaltern mit wachsender Begeisterung gebucht. Stichwort Begeisterung: Wer erleben will, welchen Spaß die Umsetzung eines Konzept wie das Electric Hotel neben aller Arbeit macht, sollte Sebastian Fleiter mal live erleben.</p>
<p>Querdenken – unternehmerisches Engagement, das auf Dauer mehr Bewusstsein und Handeln etabliert, welche unsere Ökonomie in ihrer jetzigen Form aus der Sackgasse bringen: eine große Aufgabe.</p>
<p>Aber wie sagte eine Dame aus Kalifornien am Ende des Summits so treffend zu mir: <em>I&#8217;ve been here several times and every Summit was very inspiring, but this year I feel that there&#8217;s happening something really great.</em></p>
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		<title>Berlin, Berlin_1</title>
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		<pubDate>Fri, 25 Nov 2011 17:13:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Chris</dc:creator>
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		<description><![CDATA[
(Berlin is calling)
Ich schloss die Augen. Da saßen wir also endlich im Flieger nach Berlin. Der Pilot ratterte seine Begrüßungsformel runter  – brach dann aber, da wir schon einiges über der Zeit waren, abrupt ab und meinte nur: »Ok, wir fliegen dann mal los.« Stilles Einvernehmen. Schnell glitten die Finger der Leute wieder über die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://inspirationlounge.de/wp-content/uploads/galerie.jpg" rel="lightbox[7853]"><img class="alignleft size-medium wp-image-7843" title="galerie" src="http://inspirationlounge.de/wp-content/uploads/galerie-586x440.jpg" alt="" width="586" height="440" /></a></p>
<p><em>(Berlin is calling)</em></p>
<p>Ich schloss die Augen. Da saßen wir also endlich im Flieger nach Berlin. Der Pilot ratterte seine Begrüßungsformel runter  – brach dann aber, da wir schon einiges über der Zeit waren, abrupt ab und meinte nur: »Ok, wir fliegen dann mal los.« Stilles Einvernehmen. Schnell glitten die Finger der Leute wieder über die Pads und iPhones, checkten noch die letzten Mails – Willkommen im Flying Office.</p>
<p>Wir waren auf dem Weg zum <a title="entrepreneurship" href="http://www.entrepreneurship.de/summit/" target="_blank">Entrepreneurship Summit 2011</a>, dem Treffen von Unternehmern und Gründern, die eines verbindet: Sie kennen klassisches Business, unsere heutige Form von einer Ökonomie mit ihrem Mantra des ewigen Wachstums und einer Profitmaximierung, die längst zum Selbstzweck geworden ist. Sie kennen auch die dadurch entstandenen und immer deutlicher zutage tretenden gesellschaftlichen und ökologischen Sackgassen. Wie also können wir Kurskorrekturen vornehmen und auf der Basis veränderter Blickwinkel und Werte eine Ökonomie entwickeln, die über das rein Wirtschaftliche hinausgeht? Wege des Wirtschaftens gehen, die auf unsere heutigen Bedürfnisse bessere Antworten geben und große Herausforderungen bewältigen, wie beispielsweise den Umgang mit schwindenden Ressourcen oder die Tatsache eines letztlich begrenzten Wachstums in einer begrenzten Welt? Ohne Ideologie, ohne Utopie, sondern ganz pragmatisch mit intelligenten, nachhaltigen Handlungsweisen, besseren Konzepten und Realisierungen  – wie kann das aussehen? Ich war gespannt.</p>
<p><a href="http://inspirationlounge.de/wp-content/uploads/opening-keynote.jpg" rel="lightbox[7853]"><img class="alignleft size-medium wp-image-7847" title="opening keynote" src="http://inspirationlounge.de/wp-content/uploads/opening-keynote-586x440.jpg" alt="" width="586" height="440" /></a></p>
<p><em>(Eröffnung Entrepreneur Summit 2011)</em></p>
<p>Günter Faltin, der Gründer der Teekampagne und Initiator des Entrepreneur Summit hatte zur FU Berlin gerufen, und so kamen sie. Die Bandbreite war enorm. Hacker neben Biologen, Juristen neben Kunststudenten, Volkswirte neben Historikern  – und alle wollten dabei sein. Heraus kam ein echter HotSpot – jeder konnte es spüren, war ein Teil davon.</p>
<p>Was vor Jahren als kleine Bewegung startete, eint inzwischen deutlich mehr Menschen: der Gedanke einer wirtschaftlichen, technologischen und ökologischen Kurskorrektur, das Schaffen eines neuen Wertebewusstseins, Wirtschaften und Profit machen nicht um jeden Preis, sondern in Einklang mit Mensch und Umwelt. Der Entrepreneur Summit ist keine Veranstaltung für die Daniel Düsentriebe, die mit abgespaceten Ideen die Menschheit beglücken wollen. Dies machte Günter Faltin schon in seiner Keynote sehr deutlich: »Gründen mit abgehobenen Anfangsideen, nicht mit ausgereiften Konzepten – das ist Gründen à la Roulette. Der Entrepreneurship Summit drehte sich deshalb auch dieses Mal um kreative Aspekte wie Ideengewinnung durch Diversität genauso wie um Themen der intelligenten Gründungsfinanzierung oder das Finden von Kooperationspartnern.</p>
<p><a href="http://inspirationlounge.de/wp-content/uploads/summit-2011.jpg" rel="lightbox[7853]"><img class="alignleft size-medium wp-image-7852" title="summit 2011" src="http://inspirationlounge.de/wp-content/uploads/summit-2011-586x440.jpg" alt="" width="586" height="440" /></a></p>
<p><em>(Austausch zwischen den Impulsveranstaltungen)</em></p>
<p>Es war faszinierend zu beobachten, wie die einzelnen Komponenten des Summits aufgenommen wurden. Schnell fanden sich Gruppen untereinander und tauschten sich über konkrete Konzeptaufstellungen oder einzelne Vorgehensweisen aus. Erfolgreiche Gründer berichteten über ihre Wege und Erfahrungen. Neben vielen Gesprächen, Inspirationen und Diskursen, gab es darüber hinaus reichlich Input durch spannende Zeitgenossen wie <a title="holm friebe" href="http://www.entrepreneurship.de/artikel/new-work-impuls-beim-entrepreneurship-summit-2011/" target="_blank">Holm Friebe</a>, Journalist (<em>Wir nennen es Arbeit</em>) und Gründer der ZIA (<em>Zentrale Intelligenz Agentur</em>), <a title="Vortrag KlLaus Wiegandt" href="http://www.entrepreneurship.de/artikel/uber-die-notwendigkeit-der-de-materialisierung-unseres-konsums-klaus-wiegandt/" target="_blank">Klaus Wiegandt</a> oder <a title="über das scheitern_sascha lobo" href="http://www.entrepreneurship.de/artikel/ueber-das-scheitern-sascha-lobo/" target="_blank">Sascha Lobo</a>, der mit einem Vortrag über seine eigenen Gründungserfahrungen dabei war war. Polarisierendes Highlight war <a title="7 tugenden_bernd kolb" href="http://www.entrepreneurship.de/artikel/neuer-geist-fur-entrepreneure-die-7-tugenden-wie-wir-unsere-welt-neu-erfinden-konnen-impuls-beim-entrepreneurship-summit-2011/" target="_blank">Bernd Kolb</a>, Ex-Punk, Ex-Vorstand des Bereichs Innovation bei der Deutschen Telekom und jetziger Gründer des Club of Marrakesh.</p>
<p><em>(Fortsetzung folgt)</em></p>
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		<title>Inspiration Lounge Interview mit Peter Kowalsky</title>
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		<pubDate>Tue, 08 Nov 2011 10:10:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Chris</dc:creator>
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		<description><![CDATA[peter kowalsky (mitbegründer von bionade)]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://inspirationlounge.de/wp-content/uploads/peter-kowalski_450-x-338_sw.jpg" rel="lightbox[4067]"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-4069" title="peter kowalsky_bionade" src="http://inspirationlounge.de/wp-content/uploads/peter-kowalski_450-x-338_sw-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a><em>(interview: </em><em>scroll down</em><em>)</em> <strong>»Weißt Du, wann Du eine gute Idee hast? Wenn alle das Lachen  anfangen.« </strong></p>
<p>Falls es tatsächlich noch jemanden geben sollte, der BIONADE nicht kennt oder noch nicht probiert hat:</p>
<p>»Die <strong>BIONADE</strong> GmbH ist ein junges, innovatives Familienunternehmen, das biologisch hergestellte, alkoholfreie Erfrischungsgetränke unter der Marke BIONADE vertreibt. BIONADE ist das weltweit einzigartige alkoholfreie Erfrischungsgetränk, das durch Fermentation nach dem Brauprinzip rein biologisch hergestellt wird.« <em>(Auszug Homepage Bionade)</em></p>
<p><em>»In aller Munde«</em> ist eine Bezeichnung, die seit Jahren gut zu <a title="bionade home" href="http://bionade.de/bionade.php" target="_blank">BIONADE</a> passt. Die Geschichte dahinter, die, wie könnte es anders sein, bereits aus so manchem Blickwinkel beleuchtet wurde, erzählt sich fast wie ein Märchen. Fast. Und genau deshalb finden wir, dass sie geradezu als Parabel für kreatives Entwickeln stehen kann. Sie beinhaltet sozusagen <em>»plastisch«</em> die Höhen und Tiefen kreativen Schaffens, die einfach jeder kennt, der sich mit Überzeugung an die Verwirklichung einer Idee macht.</p>
<p>Da ist die meist unumgängliche Tatsache, dass man mit seiner Idee anfangs alleine da steht und einem andere in dieser Situation nicht unbedingt Mut machen. Oder die Energie, die es kostet, trotzdem weiter zu arbeiten – die Durststrecken und handfesten Probleme, die zu überwinden sind. Wer kennt außerdem nicht die Frage, wo und wann nach dauernden Entwicklungsphasen endlich das Geld herkommt? Und überhaupt: was passiert, wenn sich tatsächlich der große Erfolg einstellt? Wie geht man damit um, wenn dich auf einmal jeder kennt und eigentlich schon immer an dich geglaubt hat?</p>
<p><strong>Teil 1</strong> des Interviews startet, logisch, mit den Anfängen von  BIONADE. Peter Kowalsky erzählt über die Gründe für die Entwicklung,  über die ersten Schritte, die Reaktionen des Umfelds und wie das ist,  wenn man glaubt, man sei nach zehn Jahren am glücklichen Ende einer  Entwicklung – die in Wahrheit gerade erst richtig begonnen hatte…</p>
<p><a href="http://inspirationlounge.de/inspiration-lounge-interview-mit-peter-kowalsky/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p>
<p>In <strong>Teil 2</strong> des Interviews folgt, wieso man den Weg meist gerade  dann findet, wenn man vermeintlich gar keine Möglichkeit hat und warum  es ganz gut ist, dass anhaltender Erfolg nicht über Nacht kommt.</p>
<p><a href="http://inspirationlounge.de/inspiration-lounge-interview-mit-peter-kowalsky/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p>
<p>Wir haben uns in der <strong>Inspiration Lounge</strong> zur Aufgabe gemacht, die vielen Facetten kreativen Denkens und Handelns zu ergründen. Weil es uns außerdem wichtig ist, diese unmittelbar aus persönlichen Blickwinkeln darzustellen, haben wir Peter Kowalsky, den Mitbegründer von BIONADE, nach seinen Erfahrungen gefragt. Für die Inspiration Lounge hat er uns die Geschichte von BIONADE aus seiner Sicht geschildert:</p>
<p>Wie das war, mit einer guten Idee in der Rhön, mitten in den 80er Jahren – ohne Internet und virtuelle Social Networks, warum ein Laser eine besondere Rolle spielte und woran man überhaupt erkennt, dass man auf dem richtigen Weg ist.</p>
<p>Unser Inspiration Lounge Interview trägt dann auch den Titel:<em> </em><strong>»Weißt Du, wann Du eine gute Idee hast? Wenn alle das Lachen anfangen.«</strong></p>
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		<title>Eine andere Art, Olivenöl zu handeln</title>
		<link>http://inspirationlounge.de/interviews-mit-thomas-fuhlrott/</link>
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		<pubDate>Sun, 06 Nov 2011 09:29:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Chris</dc:creator>
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		<description><![CDATA[thomas fuhlrott (gründer von zait)]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://inspirationlounge.de/wp-content/uploads/thomas-fuhlrott.jpg" rel="lightbox[7158]"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-7128" title="thomas fuhlrott" src="http://inspirationlounge.de/wp-content/uploads/thomas-fuhlrott-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a><strong>Thomas Fuhlrott</strong>, <em>Gründer von zait</em><a title="www_zait.de" href="http://www.zait.de/" target="_blank"><br />
zait</a> |</p>
<p><strong>schöner, erhaltend, erweiternd_Entscheidungen (Teil 1)</strong></p>
<p>Mit <em>Thomas Fuhlrott</em>, einem der kompetentesten Olivenölexperten weltweit, sprachen wir bereits über die Auffassungen des Sozialreformers <em>John Ruskin</em> bezüglich der Qualität von Produkten. Ruskins Ansicht, dass ein Produkt  nicht allein deshalb gut sei, weil es sich gut verkauft, sondern den  Ausschlag gebe, dass es das Leben erhält und erweitert, ist ein Leitsatz  des von Thomas Fuhlrott gegründeten Unternehmens <a title="www_zait.de" href="http://zait.de/" target="_blank">zait</a>.  Dementsprechend hat man sich bei zait dafür entschieden, sich dem  Handel mit ausschließlich sortenreinem Olivenöl in bester Qualität zu  verschreiben</p>
<p>Nun lasen wir vor kurzem Berichte über verfälschtes Olivenöl aus  Italien und haben in unserem Umfeld wahrgenommen, dass zahlreiche  Olivenölfans irritiert über die Meldungen sind. Das haben wir zum Anlass  genommen, mit Thomas Fuhlrott darüber zu sprechen, warum und durch  welche Maßnahmen er bei zait kontinuierlich hohe Qualität sicherstellt.</p>
<p><a href="../wp-content/uploads/thomas-zait2.jpg" rel="lightbox[7158]"><img title="thomas fulrott_zait" src="../wp-content/uploads/thomas-zait2-586x440.jpg" alt="" width="586" height="440" /></a><em>(interview mit thomas fuhlrott_grünstadt)</em></p>
<p><strong>K:</strong> <em>Thomas, wie kommt Ihr bei zait Eurem besonderen  Qualitätsanspruch nach und warum arbeiten viele andere offensichtlich  nicht so wie Ihr? </em></p>
<p><strong>T:</strong> In Bezug auf die Veröffentlichungen über verfälschtes  Olivenöl aus Italien möchte ich zunächst etwas Grundsätzliches sagen:  viele Menschen wissen bis heute nicht, dass die Bezeichnung <em>nativ extra</em> in Deutschland nur ein Mindeststandard für Olivenöle ist. Nach wie vor kaufen Verbraucher <em>nativ extra</em>-Öle  in dem Glauben, sie hätten allein damit eine hohe Qualität, und dem ist  eben in den meisten Fällen nicht so. Olivenöl ist innerhalb der EU nach  wie vor das meist gepanschte und verfälschte Lebensmittel, und die  Politik unternimmt nichts dagegen. Im Gegenteil: allgemeine  Qualitätsanforderungen werden weiter gelockert. Das spielt natürlich  insbesondere den Profitinteressen der Importeure und Händler in die  Hände, die ihre Geschäfte mit großen Mengen billig angebotener Olivenöle  machen. Wer beispielsweise im Discounter ein Olivenöl für weniger als  drei Euro kauft, bekommt dafür <em>nativ extra,</em> kann aber keine hohe  Qualität verlangen. Viele angeblich italienischen Olivenöle sind auch  mit billig produzierten Ölen aus Spanien verschnitten. Genau diese meist  politisch legitimierten Irreführungen der Verbraucher waren ja für uns  ausschlaggebend, zait zu gründen und konsequent einen anderen Weg zu  gehen.</p>
<p><em><strong>K:</strong> Jetzt musst Du natürlich erzählen, was Ihr bezüglich der Qualität konkret anders macht. </em></p>
<p><strong>T:</strong> Erst einmal ist es so: wenn Du die entscheidest, die Dinge  bewusst anders und besser zu machen, musst Du das konsequent tun. Der  Entschluss hat Auswirkungen auf das gesamte Unternehmenskonzept und  sämtliche Arbeitsschritte. Bei uns beginnt die Qualitätssicherung damit,  dass wir alle unsere Produzenten im Mittelmeerraum persönlich  ausgesucht haben und inzwischen seit Jahren persönlich kennen. Ich bin  jedes Jahr wieder bei all unseren Produzenten vor Ort, kenne ihre  Betriebe genau und weiß, wie dort produziert wird. Jedes Jahr zur  Olivenernte bzw. kurz danach fahre ich nach Italien, Spanien,  Griechenland und Portugal, um Proben der frisch produzierten Öle zu  ziehen und mich mit den Produzenten auszutauschen. Wieder zuhause, teste  ich die Öle ein zweites Mal. Anschließend folgt der Test durch das <a title="olivenöl panel" href="http://www.zait.de/inhalt18.html" target="_blank">Olivenöl-Panel </a>(Prüfgruppe  von professionellen Olivenölexperten), bei dem die einzelnen Öle  natürlich anonymisiert sind. Wird auch dort die Qualität bestätigt,  folgt als nächster Schritt die Kontrolle durch ein unabhängiges Labor,  die wir für alle unsere Öle durchführen lassen. Nur wenn auch dort  sämtliche Werte beste Qualität bestätigen, ordern wir die von uns  benötigten Mengen bei den Produzenten. Um zu kontrollieren, dass das  gelieferte Öl auch tatsächlich der getesteten Probe und Qualität  entspricht, ziehe ich stets mehrere Proben, die von mir versiegelt  werden. So können wir hier untersuchen, ob Übereinstimmung vorliegt, was  übrigens in all den Jahren immer der Fall gewesen ist.</p>
<p><a href="../wp-content/uploads/kerstin-zait3.jpg" rel="lightbox[7158]"><img title="kerstin döweler_le tapir" src="../wp-content/uploads/kerstin-zait3-586x440.jpg" alt="" width="586" height="440" /></a><em>(kerstin döweler_inspiration lounge)</em></p>
<p><strong>K:</strong><em> Das heißt aber, dass Du jedes Jahr sehr viel reisen  musst, um Eurem eigenen Anspruch gerecht zu werden. Wäre es nicht auch  möglich, dass Ihr Euch von den Produzenten die verschiedenen Proben nach  Deutschland schicken lasst? </em></p>
<p><strong>T:</strong> Das wäre der konventionelle Weg. Wir sind aber davon  überzeugt, dass das nicht reicht. Wenn du hervorragende Qualität haben  willst, musst du dich intensiv darum kümmern. Der persönliche Kontakt zu  den Produzenten ist dafür äußerst wichtig, auch wenn das wesentlich  mehr Aufwand bedeutet. Übrigens gibt es dazu eine schöne Geschichte: Vor  einigen Jahren besuchte ich die Cooperative Cabacés, unsere Produzenten  in Katalonien. Ich zog Ölproben aus den Tanks und stellte schnell fest,  dass das Öl aus einem der Tanks ganz klar die beste Qualität von allen  Ölen aufwies. Natürlich wollte ich genau dieses Öl ordern, doch man  sagte mir, es sei gar nicht zu verkaufen, da es für einen Wettbewerb  bestimmt war. Nun sind wir seit Jahren gute Kunden der Cooperative, und  deshalb beschloss der Geschäftsführer dann beim gemeinsamen Mittagessen  spontan, dass wir dieses Öl doch bekommen. Wäre ich aber nicht dort  gewesen und hätte mit ihm gesprochen, ich hätte von diesem Öl niemals  erfahren. Sie hätten mir keine Probe davon geschickt, und das zeigt: du  musst selbst vor Ort sein und mit den Menschen reden.</p>
<p><strong>K:</strong> <em>Gab es eigentlich auch schon den Fall, dass das Öl von  einem Eurer Produzenten mal nicht Euren hohen Anforderung entsprochen  und eine Kontrolle nicht bestanden hat? </em></p>
<p><strong>T:</strong> Den Fall hatten wir leider unlängst. In dem sonst  ausgezeichneten Öl unserer Produzentin aus Sizilien fanden wir eine zu  hohe Konzentration an Weichmachern. Wir haben das Öl dieser Jahresernte  daher nicht in unser Programm genommen und unseren Kunden auch gesagt,  warum wir das tun. Wenn man sich hoher Qualität verpflichtet, ist diese  bewusste Form der Transparenz aus unserer Sicht unerlässlich. Besonders  schwierig an der zu hohen Konzentration von Weichmachern war die  Tatsache, dass keiner genau sagen konnte, woher sie rührt. Die  Produzentin hatte alles so wie in den Jahren zuvor gemacht, und wir  fürchteten, dass die Weichmacherbelastung schlicht durch eine  Luftverschmutzung aus unbekannter Quelle entstanden sein könnte. Dann  hätte die Gefahr bestanden, dass sich die Weichmacherbelastung auch  künftig fortsetzt und man nichts dagegen unternehmen kann.</p>
<p>Bei der neuen Ernte war ich jetzt vor Ort. Wir haben die Oliven  gemeinsam zur Mühle gebracht, um die gesamten Herstellungsprozesse genau  zu überwachen. Nach den ersten Proben zu urteilen, sind nun wieder  sämtliche Werte in Ordnung, und wir haben alle aufgeatmet. Aber man  sieht, wie wichtig eine gute Zusammenarbeit ist, um auch solche  Herausforderungen gemeinsam zu meistern. Und es ist manchmal nicht ganz  einfach, wenn man bedenkt, dass dabei Menschen mit unterschiedlichen  Sprachen und aus unterschiedlichen Kulturen zusammentreffen.</p>
<p><strong>schöner, erhaltend, erweiternd_Entscheidungen (Teil 2)</strong></p>
<p><a href="../wp-content/uploads/thomas-zait1.jpg" rel="lightbox[7158]"><img title="thomas fuhlrott_zait" src="../wp-content/uploads/thomas-zait1-586x440.jpg" alt="" width="586" height="440" /></a><em>(thomas fuhlrott im interview mit kerstin döweler)</em></p>
<p><strong>K:</strong> <em>Wie sehen Eure Produzenten denn generell Eure hohen Qualitätsanforderungen?</em></p>
<p><strong>T:</strong> Unsere Produzenten haben sich, genau wie wir, ganz bewusst  hoher  Qualität verschrieben. Und es gibt für sie noch einen weiteren,   entscheidenden Faktor: über die Jahre unserer Zusammenarbeit haben wir   ihnen kontinuierlich bewiesen, dass sie mit zait einen sicheren   Absatzmarkt haben. Ihre Olivenöle werden hier geschätzt und nachgefragt.   Das ist natürlich ein großer Ansporn, auch künftig beste Qualität zu   liefern. Ein Beispiel: Von unseren Produzenten der Cooperative Cabacés   ordern wir seit Jahren neben ihrem sowieso ausgezeichneten Öl auch   solches in Bio-Qualität und haben dafür einen festen Kundenkreis   aufgebaut. Als ich die Cooperative Cabacés kürzlich besuchte, teilten   sie mir mit, aufgrund unserer Nachfrage nach Bio-Öl hätten sie   beschlossen, wesentlich größere Teile ihrer Anbauflächen auf komplett   biologischen Anbau umzustellen. Es freut uns natürlich, dass wir durch   unsere Tätigkeit den wesentlichen Impuls für diese Umstellung gegeben   haben.</p>
<p>Jetzt stellt sich die Frage: werden sich künftig  auch mehr unserer  Kunden entschließen, das Öl in Bio-Qualität zu kaufen?  Nur dann sind  wir nämlich in der Lage, dauerhaft größere Mengen dieses  Öls zu ordern  und anzubieten. Man muss dazu wissen, dass die Produktion  von  Bio-Qualität allein aufgrund der noch aufwändigeren Anbaumethoden  dazu  führt, dass wir das Öl zwei Euro teurer anbieten müssen als das  andere  Öl der Cooperative Cabacés.</p>
<p>Wir werden unseren  Kunden also detailliert erklären, welche Vorteile  die Umstellung auf  Bio-Anbau mit sich bringt und inwiefern die Anbau-  und  Produktionsmethoden mehr Aufwand bedeuten. Wahrschlich werden wir  sogar  eine Umfrage darüber machen, wie groß das Interesse an  Bio-Qualität ist.  Und dann liegt es an den Verbrauchern. Wir haben  durch unser Handeln  den Produzenten aufgezeigt, dass es Sinn hat, hohe  Qualität in Einklang  mit der Natur zu erzeugen und dies weiter  auszubauen. Jetzt müssen die  Kunden entscheiden, wie weit sie den Weg  mitgehen.</p>
<p><strong>K:</strong> <em> Ich bin sehr gespannt, wie sich diese Geschichte  weiterentwickelt, denn  das ist ja eine sich heute permanent stellende  Frage: sind wir wirklich  bereit, für natürliche Produktionsmethoden und  nachhaltige  Vorgehensweisen mehr Kosten zu tragen, um dadurch zur  Erhaltung der  Umwelt beizutragen? Bitte halte uns auf jeden Fall auf  dem Laufenden und  vielen Dank für das Interview.</em></p>
<p><em>Rezept  <strong>PAPPA COL POMODORO </strong>( Tomaten-Brot-Suppe)</em></p>
<p>Für<em> </em>4 Personen</p>
<p><em>200g Weißbrot | 6 EL Olivenöl</em><em> | 2 Knoblauchzehen | 400 g  geschälte Tomaten | 300 &#8211; 400 ml Wasser | 1/2 El Tomatenmark | 1 EL  gehackter Majoran | Salz, Pfeffer | 100 gr geriebener Pecorino |</em></p>
<p><em><a href="../wp-content/uploads/pappa-col-pomodoro-1.jpg" rel="lightbox[7158]"><img title="pappa col pomodoro 1" src="../wp-content/uploads/pappa-col-pomodoro-1-586x440.jpg" alt="" width="586" height="440" /></a>(Brot, Tomaten, Knoblauch schneiden)</em></p>
<p><em><a href="../wp-content/uploads/pappa-col-pomodoro-3.jpg" rel="lightbox[7158]"><img title="pappa col pomodoro 3" src="../wp-content/uploads/pappa-col-pomodoro-3-586x440.jpg" alt="" width="586" height="440" /></a>(2  Esslöffel Öl in Topf geben, Knoblauch bei mittlerer Hitze goldgelb  anbraten, danach aus dem Öl nehmen | Tomaten in kleine Würfel schneiden +  zusammen mit etwa 3/4 des Wassers, dem Tomatenmark, dem gehackten  Majoran und dem Salz im gleichen Topf aufkochen)</em></p>
<p><em><a href="../wp-content/uploads/pappa-col-pomodoro-4.jpg" rel="lightbox[7158]"><img title="pappa col pomodoro 4" src="../wp-content/uploads/pappa-col-pomodoro-4-586x440.jpg" alt="" width="586" height="440" /></a><br />
</em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em>(Brotwürfel dazugeben, Suppe unter häufigen Rühren weiterkochen,  bis das Brot aufgeweicht ist. Mit Gabel etwas zerpflücken. Die Suppe  soll recht dickflüssig sein.)</em></p>
<p><em><a href="../wp-content/uploads/pappa-col-pomodoro-6.jpg" rel="lightbox[7158]"><img title="pappa col pomodoro 6" src="../wp-content/uploads/pappa-col-pomodoro-6-586x440.jpg" alt="" width="586" height="440" /></a>(Suppe in die Teller geben, mit schwarzem Pfeffer, Olivenöl und Pecorino bei Tisch servieren)</em></p>
<p><em><a href="../wp-content/uploads/pappa-col-pomodoro-5.jpg" rel="lightbox[7158]"><img title="pappa col pomodoro 8" src="../wp-content/uploads/pappa-col-pomodoro-5-586x440.jpg" alt="" width="586" height="440" /></a>(fertig.)</em></p>
<p><strong>schöner, erhaltend, erweiternd – das Finanzierungsmodell_I</strong></p>
<p><a href="../wp-content/uploads/austausch.jpg" rel="lightbox[7158]"><img title="austausch" src="../wp-content/uploads/austausch-586x440.jpg" alt="" width="586" height="440" /></a><em>(Kerstin Döweler im Gespräch mit Thomas Fuhlrott | Entrepreneurship Summit 2011, Berlin)</em></p>
<p>Beim <a title="www_entrepreneurship.de" href="http://www.entrepreneurship.de/summit/" target="_blank">Entrepreneurship Summit</a> in Berlin trafen sich auch in diesem Jahr wieder viele kreative  Unternehmer zu einem Austausch über Ideen und Vorgehensweisen bei der  Realisierung ihrer Unternehmensgründungen. Kernfrage der über 1500  interessierten Besucher: eine gute Unternehmensidee finden, ein  Unternehmen erfolgreich aufbauen und damit gleichzeitig zum nachhaltigen  Wandel in Richtung einer Ökonomie beitragen, die über das rein  Wirtschaftliche hinausgeht – wie kann das konkret aussehen?</p>
<p>Unser Projektpartner<em> Thomas Fuhlrott</em> gab darauf im Rahmen gleich mehrerer Veranstaltungen Antworten aus  seinem eigenen Erfahrungsschatz. Auf ganz besondere Aufmerksamkeit traf  dabei die Darstellung über sein Finanzierungsmodell, das er vor zehn  Jahren für die Gründung seines Unternehmens <a title="zait" href="http://zait.de/" target="_blank">Zait</a> entwickelte.</p>
<p><a href="../wp-content/uploads/workshop.jpg" rel="lightbox[7158]"><img title="workshop" src="../wp-content/uploads/workshop-586x440.jpg" alt="" width="586" height="440" /></a><em>(workshop mit Thomas Fuhlrott)</em></p>
<p>Da auch wir immer wieder großes Interesse bemerken, sobald wir hier in unserem Umfeld über das <strong>Finanzierungsmodell</strong> von Zait sprechen, stellten wir fest: höchste Zeit, ein Interview mit Thomas Fuhlrott darüber zu machen. Gesagt, getan.</p>
<p><em>Kerstin: Thomas, warum brauchte es bei der Gründung von Zait eine besondere Finanzierungsidee?</em></p>
<p><strong>Thomas:</strong> Bei den meisten Unternehmensgründungen gibt es ja  einen Kapitalbedarf, um die Idee, das Unternehmenskonzept realisieren zu  können und an den Markt zu gehen. Unsere Idee bei Zait war,  erstklassiges, streng kontrolliertes Olivenöl hier in Deutschland auf  eine andere als bis dahin für Olivenöl übliche Art zu handeln – nämlich  basierend auf der Idee des Jahresvorrats. Direkt nach der Olivenernte  und der Ölerzeugung durch unsere Produzenten in Italien, Spanien,  Griechenland und Portugal holen wir das Öl hierher. Unsere Kunden  bestellen ihren Jahresvorrat Olivenöl vorwiegend genau zu diesem  Zeitpunkt, d.h., eine große Menge des Öls verkaufen wir direkt nachdem  es hier eingetroffen ist. Dadurch brauchen wir nicht das ganze Jahr  größere Lager- oder Verkaufsflächen. Für uns ein Kostenvorteil, den wir  als Preisvorteil an unsere Kunden weitergeben.</p>
<p>Da ich damals auch schon als Gründungsberater tätig war, wusste ich,  dass die Chancen für eine Gründungsfinanzierung des Unternehmens durch  eine Bank gleich Null standen – obwohl das Geschäftskonzept absolut rund  war. Ich habe es aus Neugier trotzdem versucht, natürlich mit  ausgearbeitetem Business-Plan. Das Ergebnis entsprach komplett meinen  Erwartungen. Bereich Einzelhandel, Olivenöl mit einem dafür neuen  Handelskonzept – viel zu risikoreich aus Sicht der Banken. Wir brauchten  aber das Startkapital, um die erste Menge Olivenöl ankaufen und hierher  bringen zu lassen.</p>
<p><em>Kerstin: Wie bist Du also vorgegangen, um das Startkapital zu bekommen?</em></p>
<p><strong>Thomas:</strong> Wir haben uns auf etwas besonnen, was eigentlich ganz  logisch erscheint: wir haben das Geschäftskonzept Freunden und Bekannten  im Detail vorgestellt, unsere Situation erklärt und gefragt, wer bereit  ist, uns Geld für den ersten Ankauf von Olivenöl zu leihen. Ich sage <em>»eigentlich logisch«</em>,  weil es tatsächlich nahe liegen müsste. Wenn ich darüber erzähle,  stelle ich aber immer wieder fest, dass viele Menschen offensichtlich  weniger Probleme damit haben, einen Banker um Geld zu bitten als den  eigenen Freundeskreis. Das liegt wahrscheinlich auch daran, dass wir  hier so sehr auf Individualismus und Autarkie eingeschworen sind, dass  es uns schwer fällt, unser soziales Umfeld um Hilfe zu bitten. Eventuell  noch den engsten Familienkreis, aber Freunde? Und dann auch noch um  Geld, wo doch gerade da sprichwörtlich die Freundschaft aufhört. Das  gibt vielen offensichtlich ein ungutes Gefühl.</p>
<p><a href="../wp-content/uploads/entrepreneurship-summit-berlin-2011.jpg" rel="lightbox[7158]"><img title="entrepreneurship summit berlin 2011" src="../wp-content/uploads/entrepreneurship-summit-berlin-2011-586x440.jpg" alt="" width="586" height="440" /></a></p>
<p><em>(Zwischen den Impulsvorträgen)</em></p>
<p><em>Kerstin: Und Ihr habt es trotz aller gegenteiligen Redensarten gewagt. Fiel es denn schwer?</em></p>
<p><strong>Thomas:</strong> Nein, und zwar deshalb, weil wir unser  Unternehmenskonzept bis zu Ende gedacht hatten. Es war rund, wir waren  und sind komplett davon überzeugt. Dadurch konnten wir auch andere davon  überzeugen, dass wir eine gute Idee am Start haben. Noch dazu:  Erstklassiges Olivenöl nach Deutschland zu holen und es unter strengen  Qualitätskontrollen zu handeln – gerade das Lebensmittel, das innerhalb  der EU am häufigsten gepanscht und verfälscht angeboten wird – das haben  auch vor zehn Jahren viele zügig als gutes Konzept und Ziel begriffen.  Damals gab es ja auch schon jede Menge Lebensmittelskandale, Ernährung  war auch da ein Thema. Die Menschen, die wir um Geld fragten, haben  unser Engagement gespürt, im Bereich Olivenölhandel einen neuen,  nachhaltigen und qualitativ besseren Weg zu gehen, der auf den  Grundwerten <a title="schöner, erhaltend, erweiternd" href="../eine-ander-art-olivenol-zu-handeln/" target="_blank"><em>schöner, erhaltend und erweiternd</em></a> fußt. Und natürlich hatten wir uns auch das Finanzierungsmodell genau  überlegt und bis ins Detail durchkalkuliert, welche Zinsen wir  vernünftigerweise an die Geldgeber aufgrund unserer  Olivenölverkaufserlöse auszahlen können.</p>
<p><em>Kerstin: Haben dann von Anfang an viele mitgemacht?</em></p>
<p><strong>Thomas:</strong> Wie das zu Anfang so ist, einige Freunde, besonders  diejenigen, die uns lange gut kannten, waren schneller dabei. Andere  blieben erst mal skeptisch, waren aber dann überzeugt, als sie nach  einiger Zeit klar gesehen haben, dass unser Geschäftskonzept mitsamt  unserem Finanzierungsmodell gut funktioniert. Heute sind zahlreiche  Geldgeber bereits langjährig dabei. Teilweise bieten uns heute pro Jahr  sogar so viele Menschen Geld für den Ölankauf an, dass wir Absagen  erteilen müssen, weil wir gar nicht so viel Geld brauchen. Wir nehmen  kein Geld an, dass wir nicht für den Ölankauf bei unseren Produzenten  benötigen. Und Geld nur anzunehmen, um es für andere anzulegen, ohne es  in unsere notwendigen Unternehmensabläufe einzubinden – das ergibt für  uns keinen Sinn.</p>
<p><em>Kerstin: Das klingt alles sehr gut. Jetzt will ich natürlich auch wissen, wie das Finanzierungsmodell <strong>konkret</strong> aussieht.</em></p>
<p><strong>Thomas:</strong> In all den Jahren funktioniert es nach dem gleichen  Konzept: Du leihst uns Geld für den Ölankauf, eine Summe ab 5000,- Euro.  Nach einem Jahr erhältst Du den Betrag zurück, plus 6 % Zinsen und  einem Geschenk aus dem Hause Zait. Geregelt sind diese Konditionen alle  übersichtlich und schwarz auf weiß in einem Darlehensvertrag, den Du mit  Zait abschließt. Wie schon gesagt, innerhalb von zehn Jahren haben wir  alle Darlehensverträge stets erfüllt. Für den Fall, dass Zait einmal die  Vertragsverpflichtung tatsächlich nicht einhalten könnte,  beispielsweise weil mir etwas Unvorhergesehenes passiert und ich nicht  wie gewohnt arbeiten kann, haften laut Vertrag ich und meine  Geschäftspartnerin auch persönlich für die Vertragseinhaltung.</p>
<p><a title="Inspiration Lounge Interview mit Thomas Fuhlrott" href="../interview-mit-thomas-fuhlrott-2/" target="_blank">Interview</a> mit Thomas Fuhlrott</p>
<p><strong>schöner, erhaltend, erweiternd – das Finanzierungsmodell_II</strong></p>
<p><a href="../wp-content/uploads/interview-thema-finanzierung.jpg" rel="lightbox[7158]"><img title="interview thema finanzierung" src="../wp-content/uploads/interview-thema-finanzierung-586x440.jpg" alt="" width="586" height="440" /></a></p>
<p><em>(Das Finanzierungs-Interview_Kerstin Döweler | Thomas Fuhlrott)</em></p>
<p><em>Kerstin: Ihr blickt ja heute auf über zehn erfolgreiche Jahre  zurück. Aber wie war das denn im ersten Jahr? Ihr brauchtet Startkapital  für das Öl, hattet Zinsen und Ölpreise kalkuliert, aber wusstet ja  nicht, ob auch wirklich viele Kunden Öl bei Euch kaufen werden. Wie seid  Ihr denn mit diesem Risiko umgegangen bzw. was wäre passiert, wenn Ihr  zu wenig Öl verkauft hättet?</em></p>
<p><strong>Thomas:</strong> Auch das hatten wir natürlich mitbedacht. Die von uns  angekaufte Ölmenge war damals noch nicht so groß. Hätten wir zu wenig  davon verkauft, hätten wir das geliehene Geld aus der eigenen Tasche  aufbringen müssen. Weil die Geldbeträge nicht so hoch waren, hätte das  auch funktioniert. Allerdings wären wir damit wahrscheinlich damals  länger als ein Jahr beschäftigt gewesen. Darüber waren unsere Geldgeber  genau informiert. Der Fall ist aber nicht eingetreten, weil wir die zu  verkaufenden Ölmengen von Anfang an gut, d.h. realistisch kalkuliert  haben. Es ist eben auch wichtig, sich nicht zu überschätzen.</p>
<p><em>Kerstin: Du sagtest vorhin, Freunde, denen Du das Zait-Konzept  vorgestellt hast, hätten Dein Engagement gespürt, dem Olivenölhandel  neue, positive Impulse zu geben. Inwieweit war und ist denn Euer Ansatz,  neue Impulse für die Ökonomie und speziell den Olivenölhandel zu geben,  grundlegend für das gute Funktionieren des Finanzierungsmodells  gewesen?</em></p>
<p><strong>Thomas:</strong> Unsere Ausrichtung von Zait war und ist ganz  wesentlich für den Erfolg. Unsere Ideen und unser gesamtes Konzept  beruhen eben nicht auf einem üblichen Marketingkalkül nach dem Motto:  wie machen alles wie andere auch, müssen dabei aber irgendwie auffallen.  Es ging uns im Gegenteil von Anfang an darum, die Art, in der  konventionell Olivenöl gehandelt wird, kritisch zu hinterfragen,  Missstände zu erkennen sowie die Dinge, die schlecht sind und einen  selbst ärgern, anders und gut zu machen. Im Olivenölhandel gab und gibt  es eine Notwendigkeit für mehr Qualitätskontrollen, mehr Transparenz für  die Verbraucher und überhaupt für bessere Qualität. Nativ Extra ist auf  dem deutschen Markt nur ein Mindestqualitätsstandard. Das wissen die  meisten Verbraucher gar nicht und kaufen solches Öl oft viel zu teuer  ein. Daher war unser Ziel, hochwertiges und streng kontrolliertes  Olivenöl zu vernünftigen Preisen auf den deutschen Markt zu bringen.  Vernünftig heißt dabei vor allem, die Produzenten für ihre hochwertige  Arbeit angemessen bezahlen zu können, so dass sie auch weiterhin  besondere Qualität auf ökologisch sinnvolle Weise produzieren werden. Es  heißt auch, strenge Qualitätskontrollen von unabhängigen Laboren  durchführen lassen zu können, auch wenn wir dazu nicht gesetzlich  verpflichtet sind. Wir wollen das so, weil dadurch beste Qualität  gewährleistet wird.</p>
<p>Die Leute, und damit meine ich auch unsere Geldgeber, haben das  verstanden und finden gut, dass wir diesen Weg gehen. Sie merken, dass  es uns wichtig ist. Dass es uns um mehr geht als den Profit, das rein  Wirtschaftliche, nämlich um sinnvolle, nachhaltige Vorgehensweisen mit  dem Blick auf alle Aspekte des Handels, der Qualität, der Zusammenarbeit  mit unseren Produzenten, des Umgangs mit Ressourcen und des Miteinander  leben und arbeiten an sich. Es geht uns darum, neue Potenziale  aufzuzeigen, wie wir heute und in Zukunft vernünftig wirtschaften  können, d.h. in Einklang mit Mensch und Umwelt qualitativ Ökonomie  betreiben. Ohne Ökonomie wird es nämlich nicht gehen, aber die Art, in  der wir Ökonomie betreiben, muss sich angesichts der heutigen sozialen  und ökologischen Verwerfungen dringend ändern. Es wird uns nichts  bringen, dabei auf andere zu warten. Wir müssen selbst aktiv werden, und  genau das ist für uns bei Zait wesentlicher Antrieb.</p>
<p>Hätte ich dagegen ein Konzept präsentiert, dass mich einfach so  schnell wie möglich reich macht, völlig egal mit was, es ginge mir nur  um Geld – keiner meiner Freunde oder Bekannten hätte mir Geld geliehen,  da bin ich absolut sicher. Die hätten gedacht: warum soll ich Thomas  unterstützen? Damit er schnell reich wird? Ich glaube, der spinnt.</p>
<p><em>Kerstin: Zum Abschluss noch die Frage, zu welchem Zeitpunkt im Jahr Ihr das Geld von den Geldgebern braucht.</em></p>
<p><strong>Thomas:</strong> Das ist regelmäßig zu Anfang eines Jahres, damit wir  dann das von unseren Produzenten aus der aktuellen Ernte hergestellte  Olivenöl frisch einkaufen und hier anbieten können. Für alle, die für  uns Geldgeber sein wollen, heißt das: bald ist es wieder soweit. Wer  Interesse hat, sollte sich  bei uns melden.</p>
<p><em>Kerstin: Gut, dann haben wir jetzt alle wichtigen Fakten besprochen, oder fehlt noch was?</em></p>
<p><strong>Thomas:</strong> Ja, eine Sache möchte ich zum Abschluss gerne noch  sagen. Ich kann Gründern nur raten, bei Bedarf ebenfalls eine solche Art  von Finanzierungsmodell für sich zu erarbeiten, schon weil es eine  bestimmte Unabhängigkeit von Banken mit sich bringt. Überhaupt ist es  hilfreich, das eigene Unternehmenskonzept den Freunden und der eigenen  Familie vorzustellen. Die Erfahrung zeigt: Wenn du diese Menschen  überzeugst, dann helfen sie dir auch. Es ist außerdem ein wunderbarer  Test. Wenn du nämlich nicht einmal diese dir nahe stehenden, zugewandten  Menschen von deinem Konzept überzeugen kannst, wie willst du erst  andere Menschen für das Vorhaben gewinnen?</p>
<p><em>Kerstin: Thomas, vielen Dank für das Interview.</em></p>
<p>Zum krönenden Abschluss des Artikels haben wir auch dieses Mal natürlich ein <strong>Rezept</strong> für einen einfach herzustellenden Leckerbissen mit Zait-Olivenöl.</p>
<p><a href="../wp-content/uploads/kreta-rezept1.jpg" rel="lightbox[7158]"><img title="kreta rezept 1" src="../wp-content/uploads/kreta-rezept1-586x440.jpg" alt="" width="586" height="440" /></a></p>
<p><em>Weichen Ziegen- oder Schafskäse, Majoran, Kräuter der Provence  oder nach Belieben andere Kräuter und Pfeffer mit der Gabel musen </em></p>
<p><a href="../wp-content/uploads/kreta-rezept2.jpg" rel="lightbox[7158]"><img title="kreta rezept 2" src="../wp-content/uploads/kreta-rezept2-586x440.jpg" alt="" width="586" height="440" /></a></p>
<p><em>und so viel Öl hinzugeben, bis eine cremige Masse entsteht. </em></p>
<p><a href="../wp-content/uploads/kreta-rezep3.jpg" rel="lightbox[7158]"><img title="kreta rezept 3" src="../wp-content/uploads/kreta-rezep3-586x440.jpg" alt="" width="586" height="440" /></a></p>
<p><em>Sehr lecker auf Weißbrot.</em></p>
<p><a title="interview_thomas fuhlrott" href="../interview-mit-thomas-fuhlrott-2/" target="_blank">Interview</a> | <a title="Part I" href="../schoner-erhaltend-erweiternd-%E2%80%93-das-finanzierungsmodell_i/" target="_blank">Part I</a><em><a title="Part I" href="../schoner-erhaltend-erweiternd-%E2%80%93-das-finanzierungsmodell_i/" target="_blank"> </a>|</em> <a title="thomas fuhlrott" href="../eine-ander-art-olivenol-zu-handeln/" target="_blank">ProjektPartner</a><em><br />
</em></p>
<p><strong>schöner, erhaltend, erweiternd_ teil 1.</strong></p>
<p>Als wir im April <a title="Inspiration Lounge Interview mit Thomas Fuhlrott" href="../interview-mit-thomas-fuhlrott-2/" target="_blank">Thomas Fuhlrott</a>, den Gründer des Unternehmens <a title="zait" href="http://www.zait.de/" target="_blank">zait</a> interviewten, stellten wir fest, dass wir mit ihm in vielen Punkten  unserer Haltung über notwendigen ökonomischen und kulturellen Wandel  übereinstimmen. Wir trafen auf einen Menschen, der dem Bereich Ökonomie,  speziell dem Handel, mit seinen Ideen, Konzepten und Wegen zahlreiche  neue Impulse gibt. Wir sind der Auffassung, dass diese Impulse  wesentliche Grundlagen für positive Entwicklungen und Veränderungen  unternehmerischer Denk- und Vorgehensweisen sind und noch mehr  wahrgenommen werden müssen. Im Rahmen der Inspiration Lounge werden wir  sie daher ab heute unter dem Aspekt <em>schöner, erhaltend, erweiternd</em> eingehender beleuchten.</p>
<p><a href="../wp-content/uploads/interview-thomas-fuhlrott5.jpg" rel="lightbox[7158]"><img title="interview thomas fuhlrott_kerstin döweler" src="../wp-content/uploads/interview-thomas-fuhlrott5-586x440.jpg" alt="" width="586" height="440" /></a><em>(thomas Fuhlrott_ zait | kerstin döweler _inspiration lounge)</em></p>
<p>In unserem ersten Gespräch sprach <em>Thomas Fuhlrott</em> davon, dass ihn Gedanken und Äußerungen von <a title="john ruskin" href="http://de.wikipedia.org/wiki/John_Ruskin" target="_blank">John Ruskin</a> bei der Gründung von zait wesentlich beeinflussten. Darüber wollen wir heute mehr erfahren:</p>
<p><strong>K:</strong> <em>Thomas, erzähl doch mal genauer über John Ruskin und wodurch er Euch bei zait beeinflusst hat.</em></p>
<p><strong>T:</strong> John Ruskin war ein englischer Schriftsteller,  Kunsthistoriker und Sozialreformer. Er wurde 1819 geboren und hat damit  die Industrialisierung in England als Zeitgenosse erlebt. Durch seine  Beobachtungen kam er schon früh dazu, Fehlentwicklungen aufzuzeigen, mit  denen wir uns heute nicht nur immer noch beschäftigen, sondern teils  auch denken, es handele sich vorwiegend um zeitgenössische Probleme.  Dazu gehört die zunehmende Zerstörung von Natur durch den Menschen. Auch  die rein utilitaristische Ausrichtung einer Wirtschaftspolitik, die  fördert, was dem Profit dient, während sie immer größere soziale  Ungleichheiten entstehen lässt.</p>
<p>Ruskin hat sich genauso auch Gedanken über einzelne Aspekte von  Wirtschaft und unternehmerischem Handeln gemacht. Bei der Gründung von  zait hat uns beispielsweise beeinflusst, was er über die Qualität von  Produkten dachte: »Ein Produkt ist nur dann gut, wenn es die Welt  schöner macht, wenn es sie erhält und erweitert. Es ist nicht allein  deshalb gut, weil es sich gut verkauft.«</p>
<p><strong>K:</strong> <em>Man merkt, wie aktuell das ist. Heute wird ja sehr oft  »gut« mit »verkauft sich gut« gleichgesetzt. Und wenn doch Zweifel an  der Qualität einer Sache vorliegen, kommt gerne einer meiner  Lieblingssätze: »aber der Erfolg gibt ihr/ihm recht.« </em></p>
<p><a href="../wp-content/uploads/interview-thomas-fuhlrott3.jpg" rel="lightbox[7158]"><img title="interview thomas fuhlrott" src="../wp-content/uploads/interview-thomas-fuhlrott3-586x440.jpg" alt="" width="586" height="440" /></a><em>(thomas fuhlrott)</em></p>
<p><strong>K: </strong><em>Wie habt Ihr denn diese Werte »schöner, erhaltend und erweiternd« bei zait umgesetzt? </em></p>
<p><strong>T:</strong> Das beginnt mit der Qualität der Olivenöle, die wir permanent kontrollieren lassen. Die Bezeichnung <em>nativ extra </em>ist  zunächst mal nur ein Mindeststandard, den Olivenöle bei uns auf dem  deutschen Markt erfüllen müssen. Das wissen viele Menschen nicht. Wir  dagegen arbeiten nur mit erstklassigen Olivenölproduzenten aus Italien,  Spanien, Griechenland und Portugal. Jedes Jahr sind wir dort vor Ort.  Wir lassen die für uns produzierten Öle permanent von unabhängigen  Laboren analysieren. Sollte die Qualität einmal nicht unseren hohen  Anforderungen entsprechen, nehmen wir das Öl dieser Ernte aus dem  Programm. Und: wir machen die Analysen transparent. Jeder Kunde bei zait  weiß daher genau, was er kauft. So machen wir hier gesunde Olivenöle in  Qualität und Geschmack zugänglich, wie sie in Deutschland und auch in  anderen europäischen Ländern sehr selten sind. Damit setzen wir uns  gleichzeitig dafür ein, dass unsere Produzenten ihre besondere Qualität  weiter herstellen können. Dass sie auch künftig ökologisch sinnvoll  anbauen können und dass solche Olivenhaine in ihren Ursprungsländern  erhalten bleiben. Im Rahmen unserer Olivenölfeste bringen wir unsere  Produzenten außerdem mit unseren Kunden und vielen interessierten  Menschen hier vor Ort zusammen. So stellen wir Austausch her, der auch  wieder Transparenz schafft und den wir bei unseren Festen immer auch mit  Kunst, Musik und gemeinsamen Essen verbinden. Es geht schließlich um  Kreativität, Qualität und Lebensfreude insgesamt. »Schöner, erhaltend  und erweiternd« gilt für uns darüber hinaus in Bezug auf sämtliche  unternehmerische Aspekte. Wir wollen auf allen Ebenen andere Wege zeigen  als diejenigen, in denen Wirtschaft heute gemeinhin gedacht wird.</p>
<p><em>(Ende Teil 1. Fortsetzung folgt)</em></p>
<p><em>thomas fuhlrott_</em><a title="interview_thomas fuhlrott" href="../interview-mit-thomas-fuhlrott-2/" target="_blank">interview</a> | <a title="zait" href="http://www.zait.de/inhalt13.html" target="_blank">zait.de</a> |</p>
<p><strong>schöner, erhaltend, erweiternd_teil 2.<br />
</strong></p>
<p><a href="../wp-content/uploads/interview-thomas-fuhlrott4.jpg" rel="lightbox[7158]"><img title="interview thomas fuhlrott | zait_kerstin döweler | inspiration lounge" src="../wp-content/uploads/interview-thomas-fuhlrott4-586x440.jpg" alt="" width="586" height="440" /></a><em>(interview mit thomas fuhlrott_zait | kerstin döweler_inspiration lounge, teil 2)</em></p>
<p><strong>K:</strong><em> Erfordert Eure Vorgehensweise bei den Verbrauchern nicht  auch ein besonderes Bewusstsein? Es herrscht ja doch eben die  Auffassung über gute Produkte, die Ruskin gerade ablehnte. Dazu kommt,  dass am Markt ja oft gerade Produkte Erfolg haben, die billig sind, weil  wir zu unglaublichen Schnäppchenjägern getrimmt wurden. Qualität ist  da, denke ich, zweitrangig.</em></p>
<p><strong>T:</strong> Es ist schon so, dass für die Auffassung von guten Produkten und die Grundwerte <em>schöner, erhaltend, erweiternd</em> ein Bewusstsein vorhanden sein muss. Genau das steckt ja auch in dem aktuellen Begriff <em>strategischer Konsum</em>,  bei dem durch die Kaufentscheidung gute Produkte und ihre Produzenten  unterstützt werden und so Beiträge zu einer nachhaltigen Entwicklung der  Wirtschaft geleistet werden. Das Bewusstsein ist dadurch auch eine  Hürde, weil der Verbraucher von diesen Produkten zuerst einmal wissen  muss, sich mit der gesamten Situation beschäftigen und sich entscheiden  muss, dass es ihm wichtig ist, zu einer positiven Entwicklung der  entsprechenden Unternehmen beizutragen.</p>
<p>Für Unternehmen wie zait stellen sich so mehrere Herausforderungen.  Die Menschen müssen diese Unternehmen kennen lernen. Doch gerade zu  Anfang sind die Budgets für Marketingmaßnahmen sehr klein. Das führt oft  dazu, dass die Unternehmen länger brauchen, um einen größeren  Bekanntheitsgrad aufzubauen. Man findet sie natürlich, gerade auch im  Internet, aber man muss oft etwas länger danach forschen. Die Menschen  sind aber überwiegend gewöhnt, Dinge des täglichen Lebens schnell und im  Supermarkt um die Ecke zu kaufen.</p>
<p><strong>K:</strong> <em>Stimmt, wir sind bequem und glauben oft, dort eigentlich  alles in großer Auswahl zu finden. Dabei findet man Unternehmen wie  zait dort gerade nicht.</em></p>
<p><strong>T:</strong> Es geht weiter mit der Frage: habe ich mich damit  beschäftigt, warum ein Produkt gut im Sinne von Ruskin ist und  entscheide ich mich dafür? Ich denke, die meisten wissen heute Bescheid  über Produkte, die unter schlechten Arbeitsbedingungen und Schädigungen  der Umwelt hergestellt werden. Sie wissen, wie wichtig es ist, sich  darum zu kümmern und dass sich nichts ändern wird, wenn nicht wir unser  Verhalten ändern. Allerdings: ist das dann auch beim Einkauf immer  präsent oder greift man da nicht lieber doch zu etwas, was gerade  herumsteht?</p>
<p><a href="../wp-content/uploads/kerstin-thomas.jpg" rel="lightbox[7158]"><img title="kerstin döweler_inspiration lounge | thomas fuhlrott_zait" src="../wp-content/uploads/kerstin-thomas-586x440.jpg" alt="" width="586" height="440" /></a><br />
<em>(kerstin döweler im gespräch mit thomas fuhlrott)</em></p>
<p><strong>K:</strong> <em>In dem Zusammenhang habe ich übrigens auch schon oft den  Satz gehört: »Nachhaltige, gute Produkte muss man sich erst mal leisten  können.«</em></p>
<p><strong>T:</strong> Das kenne ich. Ich denke aber, dass es gerade hier bei uns  für viele kein Problem wäre. Es hat nur mit Umdenken und einfachen  Verhaltensänderungen zu tun. Warum eigentlich nicht lieber gesünder,  besser und besser ausgewählt statt den Drang zu großen Mengen billig  produzierter Ware in oft fragwürdiger Qualität? »Billig produziert« ja  auch zu hinterfragen. Oft bedeutet es, dass dadurch soziale und  ökologische Schäden verursacht werden, die sich nicht direkt im Preis  der Ware niederschlagen. Die Eindämmung dieser Schäden kostet aber  mittel-bis langfristig enorme Summen, die auf die Allgemeinheit umgelegt  werden. D.h., wir tragen sie alle. Damit stellt sich doch die Frage des  »das muss man sich erst mal leisten können« in einem ganz anderen  Kontext.</p>
<p><strong>K:</strong> <em>In diesem Zusammenhang, ich mache bei unserem Projekt  »kreativ bewegen« gerade selbst die Erfahrung einer Umstellung auf  andere, gesündere und bessere Lebensmittel. Man bemerkt tatsächlich  schnell, dass man anders einkaufen muss. Wenn man den Einkauf aber  richtig zusammenstellt und überlegt, was man sonst immer gekauft hat,  aber eigentlich gar nicht braucht, muss es nicht unbedingt teurer  werden. Und wenn es etwas teurer ist, hat man bei richtiger Auswahl auch  den besseren Geschmack. Das ist ja auch wichtig.</em></p>
<p><em>(Ende Teil 2. Fortsetzung folgt.)</em></p>
<p><em><a title="schöner, erhaltend, erweiternd, teil 1" href="../schoner-erhaltend-erweiternd_teil-1/" target="_blank">zu Teil 1 </a><br />
</em></p>
<p><em>thomas fuhlrott_</em><a title="interview_thomas fuhlrott" href="../interview-mit-thomas-fuhlrott-2/" target="_blank">interview</a> | <a title="www_zait.de" href="http://www.zait.de/" target="_blank">zait.de</a> |</p>
<p><strong>schöner, erhaltend, erweiternd_teil 3.</strong></p>
<p><a href="../wp-content/uploads/7.jpg" rel="lightbox[7158]"><img title="rezept_spanien | katalonien" src="../wp-content/uploads/7-586x439.jpg" alt="" width="586" height="439" /></a><em>(interview mit thomas fuhlrott_zait | kerstin döweler_inspiration lounge, teil 3)</em></p>
<p><strong>K:</strong><em> Zur nächsten Frage: Ist es denn vorstellbar, dass sich  an dieser von Dir erwähnten Hürde etwas ändert? Dass Menschen einfach  gute Produkte im Sinne von Ruskin bevorzugen, auch ohne ausgeprägtes  Bewusstsein dafür?</em></p>
<p><strong>T:</strong> Wir haben bei zait natürlich Kunden, die unsere Öle kaufen,  weil sie ihnen einfach gut schmecken und gesund sind. Auch insgesamt  betrachtet wäre eine niedrigere Hürde ein wichtiger Schritt, um die  Nachfrage zu verbreitern und die Weiterentwicklung entsprechender  Unternehmen zu ermöglichen. Das würde auch heißen, diese Art  ökonomischen Handelns auch für diejenigen interessanter zu machen, die  heute beispielsweise noch auf Produktionen unter Verursachung sozialer  und ökologischer Missstände setzen. Allerdings müssen dorthin noch Wege  entwickelt werden, die bisher in größerem Umfang nicht zu sehen sind.</p>
<p><strong>K:</strong> <em>Aber auch in den Personenkreisen, die schon ein  Bewusstsein für die Notwendigkeit der Grundwerte »schöner, erhaltend und  erweiternd« haben, könnten doch sicher noch mehr Menschen erreicht  werden? </em></p>
<p><strong>T:</strong> Ja, stimmt. Dann muss aber mehr dafür getan werden, dass  man die Unternehmen schneller finden kann, die nach diesen Wertmaßgaben  arbeiten und neue, andere Impulse innerhalb ökonomischer Strukturen  setzen. Hinzu kommen andere Fragen der Erreichbarkeit. Ein Beispiel:  Sicher ist es gut, wenn jetzt bei Euch in Köln mehr Bio-Höfe am Rande  der Stadt ihre Produkte auf dem eigenen Hof verkaufen. Das ist ein neues  Angebot, gute Produkte dort zu bekomen, wo es auch Transparenz und den  Kontakt zum Produzenten gibt. Doch es ist klar, dass nicht jeder  Stadtbewohner raus auf die Bio-Höfe fahren kann. Viele werden das auch  in Zukunft nicht tun, schon weil sie daran gewöhnt sind, zum Einkaufen  in die Stadt oder nur um die nächste Ecke zu gehen. Die Frage ist daher,  wie auch innerhalb der Städte Standorte aufgebaut werden können, die es  leichter machen, gute Produkte kennen zu lernen, auszuprobieren und  auch im Alltag einfach zu erreichen und einzukaufen. Eines ist doch  sicher: es wird diese Produkte nicht mal schnell in den herkömmlichen  Supermärkten geben. Dort dominiert die Lebensmittelindustrie.</p>
<p><strong>K:</strong> <em>Weil wir gerade bei Weiterentwicklungsmöglichkeiten  sind: wie sieht es denn für Unternehmen aus, die sich wie zait den  Grundwerten »schöner, erhaltend und erweiternd« verpflichten? Der  Begriff der Grenzen des Wachstums ist ja heute einerseits aktuell,  während Politik und Wirtschaft immer noch das permanente Wachstum  beschwören. </em></p>
<p><strong>T:</strong> Bei uns und auch anderen Unternehmen, die ich kenne, sind  die Möglichkeiten zu wachsen klar begrenzt. Auch das hängt wieder mit  den Grundwerten »schöner, erhaltend und erweiternd« zusammen. Wir können  nicht immer größere Mengen Olivenöl handeln, schon weil es Zeit und  Aufwand bedeutet, Olivenöl in ausgezeichneter Qualität zu produzieren.  Wollten wir innerhalb kurzer Zeit viel größere Mengen verkaufen, würde  die Qualität leiden. Vieles, was wir heute tun, wofür wir uns  engagieren, könnten wir so nicht mehr machen. Und das wollen wir nicht.</p>
<p><strong>K:</strong> <em>Ich merke deutlich, wir Verbraucher sollten uns auf  folgende Dinge einstellen: wenn wir gute Produkte haben wollen, müssen  wir, jedenfalls noch momentan, eingehender danach forschen, wer diese  Produkte anbietet. Es kann ja auch richtig Spaß machen, solche Menschen  und Produkte zu entdecken und die Entdeckungen mit anderen  auszutauschen, statt immer auf denselben Wegen in dieselben Supermärkte  zu gehen. </em></p>
<p><em>Und was die Definition von »erfolgreich« am Markt angeht, wäre  wohl ebenfalls ein Perspektivenwechsel fällig. Neue Impulse, die  Einhaltung wichtiger Grundwerte und daran orientiertes Wachstum statt  immer nur mehr verkaufen und immer größer werden um jeden Preis. Es wird  ja immer deutlicher, wohin uns diese altbekannte Auffassung von Erfolg  gebracht hat und bringen kann. </em></p>
<p><strong>T:</strong> Das sehe ich auch so.</p>
<p>K: Thomas, vielen Dank für das Interview.</p>
<p>Zum Interview, wie versprochen, hier das von uns erprobte Rezept für  einen wunderbaren, einfach herzustellenden Appetizer oder gleich eine  ganze Mahlzeit.</p>
<p><a href="../wp-content/uploads/1.jpg" rel="lightbox[7158]"><img title="rezept spanien | katalonien_gesamt" src="../wp-content/uploads/1-586x439.jpg" alt="" width="586" height="439" /></a></p>
<p>REZEPT</p>
<p><a href="../wp-content/uploads/61.jpg" rel="lightbox[7158]"><img title="rezept_spanien | katalonien_geröstetes weißbrot" src="../wp-content/uploads/61-586x439.jpg" alt="" width="586" height="439" /></a><em>Sehr lecker auf geröstetem Weissbrot ist diese Tomatenpaste mit Knoblauch. </em></p>
<p><a href="../wp-content/uploads/2.jpg" rel="lightbox[7158]"><img title="rezept_spanien | katalonien_tomaten würfeln" src="../wp-content/uploads/2-586x439.jpg" alt="" width="586" height="439" /></a><br />
<em> </em><em>Dazu reibt man frische Tomaten mit einer Handreibe </em><em> </em></p>
<p><a href="../wp-content/uploads/31.jpg" rel="lightbox[7158]"><img title="rezept_spanien | katelonien_mixen" src="../wp-content/uploads/31-586x439.jpg" alt="" width="586" height="439" /></a><br />
<em>oder  entsprechenden Einsatz im Mixer oder verwendet wie wir einen Pürierstab.</em></p>
<p><a href="../wp-content/uploads/4.jpg" rel="lightbox[7158]"><img title="rezept_spanien | katalonien_tomatenpaste mit olivenöl" src="../wp-content/uploads/4-586x439.jpg" alt="" width="586" height="439" /><br />
</a><em>Dem Tomatenbrei gibt man ein Drittel zait-Olivenöl aus Katalonien  zu und   würzt das Ganze nach Belieben mit Knoblauch aus der Presse,  Salz und   Pfeffer.</em><a href="../wp-content/uploads/8.jpg" rel="lightbox[7158]"><img title="rezept_spanien | katalonien_geröstetets weißbrot | olivenöl | tomaten" src="../wp-content/uploads/8-586x439.jpg" alt="" width="586" height="439" /></a></p>
<p>Guten Appetit!<em> </em></p>
<p><em>thomas fuhlrott_</em><a title="interview_thomas fuhlrott" href="../interview-mit-thomas-fuhlrott-2/" target="_blank">interview</a> | <a title="www_zait.de" href="http://www.zait.de/" target="_blank">zait.de</a> |</p>
<p><strong>Das Restreale</strong></p>
<p>Es beginnt harmlos. Eine Prozession irgendwo in einer ländlichen  asiatischen Region. Geschmückte Wagen werden gezogen, Menschenmassen  schieben sich langsam aneinander vorbei. Auffallend viele Motorradfahrer  scheinen unterwegs zu sein. Dicht vermummt stehen sie am Straßenrand.  Ruhig fängt die Kamera die Situation ein. Plötzlich ändert sich alles.  Die ersten Explosionen. Feuerstrahlen schießen aus den gezogenen Wagen.  Erst vereinzelt, dann mit einer unglaublichen Intensität. Dann herrscht  Chaos. Flammen und Geschosse, ähnlich einer Stalinorgel, prasseln auf  die Menschen ein. Sie drängen sich aneinander, stieben teils wieder  auseinander, werden getroffen, straucheln, stehen wieder auf, sind  eingehüllt in einer Wand aus Feuer und Rauch.</p>
<p><a href="../wp-content/uploads/ausschnitt_die-urbanisten.jpg" rel="lightbox[7158]"><img title="filmausschnitt_die urbanisten" src="../wp-content/uploads/ausschnitt_die-urbanisten-586x440.jpg" alt="" width="586" height="440" /></a><em>(Filmausschnitt Maix Mayer: Die Urbanisten, 2009)</em></p>
<p>Was sich wie ein Attentat- oder Untergangsszenario anhört, ist in  Wirklichkeit das traditionelle Neujahrsfest in Taiwan. Die mit  Motorradhelmen und jeglicher Art von Schutzkleidung umhüllte Menschen  lassen sich mit Absicht von den Feuerwerkskörpern treffen, laufen  bewusst in diese hinein, da dieses Ritual Glück und Reichtum verspricht.  Nach ein paar Minuten ist der Spuk vorbei, das Licht geht an. Die Leute  um mich herum kommen aus dem Staunen nicht heraus. <a title="interview_thomas fuhlrott" href="../interview-mit-thomas-fuhlrott-2/" target="_blank">Thomas Fuhlrott</a> lächelt zufrieden. Wir befinden uns nicht irgendwo in einer hippen  Aktionsgalerie in Berlin, sondern mitten in einem Gewerbegebiet in  Grünstadt an der Deutschen Weinstraße. Was wir gerade sahen, war die  Videoinstallation <em>»Das Restreale«</em> des Leipziger Künstlers <a title="maix mayer" href="http://www.goethe.de/ins/gb/lp/prj/mtg/men/kun/mai/de3282382.htm" target="_blank">Maix Mayer</a>.</p>
<p><a rel="lightbox[7018]" href="../wp-content/uploads/didier_logo.jpg" rel="lightbox[7158]"><img title="didier_logo" src="../wp-content/uploads/didier_logo-586x440.jpg" alt="" width="586" height="440" /></a></p>
<p>Später unterhalten wir uns mit Thomas Fuhlrott, Hauptinitiator dieser Ausstellung bzw. Film- und Video Lounge im Didier-Gebäude.</p>
<p>Was hat uns an der Ausstellung fasziniert? Natürlich die gezeigten  Filminstallationen von Maix Mayer, der momentan auch im Arp Museum  ausstellt.</p>
<p>Ebenfalls besonders erwähnenswert: Thomas Fuhlrott ist kein Galerist oder Künstler. Er ist Gründer des Unternehmens <em>zait</em> und handelt mit<a title="www_zait.de" href="http://www.zait.de/" target="_blank"> Olivenöl</a>.  Zu diesem Zweck hat er nicht nur ein besonderes Konzept entwickelt. Er  legt Wert darauf, wirtschaftliches Handeln stetig mit kultureller  Tätigkeit zu verknüpfen, um konsequent über das Wirtschaftliche  hinauszudenken. Dabei geht es darum, Ideen auf die eigene Weise zu  verwirklichen, weil einem viel daran liegt. Zum Beispiel weil man, wie  in diesem Fall, von der Arbeit eines Künstlers persönlich begeistert  ist, diese Begeisterung mit den Menschen im eigenen Umfeld teilen will  und daher den Künstler an einen Ort holt, welcher mit Ausstellungen  dieser Art nicht verwöhnt ist. Es geht auch darum, dafür Aufwand und  eigene Mittel zu leisten, auch wenn man kein Großunternehmen mit gut  ausgestatteter Kulturstiftung ist. <em>»Wenn es mir wichtig ist, dann  muss ich eine Sache doch realisieren und muss mir eben auch überlegen,  wie ich das mit meinen Mitteln schaffe. Nichts ist blöder, als der Satz:  man müsste mal…, und dann passiert nichts, weil alle warten, bis jemand  mit viel Geld kommt und das Ganze in die Hand nimmt. Wie oft passiert  das? Und offen gesagt: viele von uns hätten doch einige Möglichkeiten,  gute Ideen zu realisieren. Man ist oft zu sehr daran gewöhnt, sich  irgendwie auf andere zu verlassen oder zu sagen: das schaffe ich nicht.  Aber so hätte ich Maix Mayer niemals nach Grünstadt gekriegt.«</em></p>
<p>Da bleibt bis auf zwei Fragen nichts hinzuzufügen: Da Grünstadt  eigentlich überall ist, wer ist für uns, wer ist für euch Maix Mayer?  Welche Idee ist unsere, welche ist eure Ausstellung?</p>
<p><strong>Interview mit Thomas Fuhlrott<br />
</strong></p>
<p><a href="http://inspirationlounge.de/interviews-mit-thomas-fuhlrott/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p>
<p><strong>»Wir wollen Denkgewohnheiten hinterfragen, wir wollen andere Impulse geben.«</strong></p>
<p>Immer wieder stellen wir in der Inspiration Lounge Menschen vor, die   interessante Ideen entwickeln und umsetzen. Immer wieder freuen wir uns   daher, wenn wir bei unserer Recherche Leuten begegnen, die neue Denk-   und Vorgehensweisen auf den Weg bringen.</p>
<p>Ende der neunziger Jahre war <em>Thomas Fuhlrott</em>, gelernter   Graphik-Designer, verantwortlich für die Öffentlichkeitsarbeit zu einer   Studie über Olivenöl in allen europäischen Ländern. Wichtiges Ergebnis   der Studie: es gibt nur äußerst wenig gute Qualität. Die Europäische   Union veröffentlichte dementsprechend einen Zeitungsartikel darüber,   dass Olivenöl das am meisten verfälschte, gepanschte und falsch   deklarierte Lebensmittel im gesamten EU-Bereich sei.</p>
<p>Dies war für Thomas Fuhlrott ausschlaggebend: gemeinsam mit Tina  Ottmann gründete er vor zehn Jahren das Unternehmen <a title="Zait" href="http://zait.de/" target="_blank">zait</a>,   um in Deutschland hochwertiges Olivenöl zu handeln. Von Anfang an   wollten sie dafür nicht die Richtung einschlagen, an die man schnell   denkt: der gestylte Feinkostladen mit einem Sortiment Olivenöl,   abgefüllt in üblichen, kleinen Designflaschen. <a title="Portraits" href="http://web.mac.com/zait/KulturZait/Portraits.html" target="_blank">Thomas Fuhlrott und Tina  Ottmann</a> wollten die Dinge anders machen und damit  Potenziale des Möglichen  aufzeigen. So begann das Hinterfragen bisher  existenter Formen des  Handels mit Olivenöl. Ausgangspunkt war dabei,  logisch, das Produkt  selbst.</p>
<p>Thomas Fuhlrott machte sich auf die Suche nach<a title="die Produzenten" href="http://www.zait.de/inhalt13.html" target="_blank"> Produzenten</a> im Mittelmeerraum, die sich der Produktion von Olivenöl in  kontinuierlich hoher Qualität verschrieben haben. Doch wie  sollte das  Olivenöl von dort an die Endverbraucher gebracht werden? Wo  waren  sinnvoll Kosten einzusparen, um ein vernünftiges   Preis-Leistungsverhältnis bieten zu können. Und nicht nur das.  »Denkgewohnheiten hinterfragen, andere Impulse geben – das gilt für uns  hinsichtlich unserem Handel mit Olivenöl genau wie für zahlreiche <a title="Kulturzait" href="http://web.mac.com/zait/KulturZait/K_u_l_t_u_r_Z_a_i_t.html" target="_blank">kulturelle Aspekte</a>.  Wir  wollen diese Dinge miteinander verknüpfen. Es  war uns daher  wichtig, neben dem Produkt Olivenöl auch die Kultur des   Mittelmeerraumes und der Mittelmeerküche zu vermitteln sowie generell   Fragen danach aufzuwerfen, wie wir in unserer Kultur eigentlich mit   unserem Essen, unseren Lebensmitteln, mit uns selbst und miteinander   umgehen.«</p>
<p>Entstanden ist ein Konzept, das sich bis heute bewährt. Im   Mittelpunkt das Olivenöl: eigens entwickelte Qualitätsstandards,   ständige,<a title="Olivenöl-Analysen" href="http://www.zait.de/inhalt13.html" target="_blank"> transparente Kontrollen</a> und persönlicher Kontakt zu allen  Produzenten sorgen bei zait für  kontinuierliche Qualität. Auf  durchgestylte Geschäftsräume wird bewusst  verzichtet. Da Oliven nur ein  Mal im Jahr geerntet und zu Öl  verarbeitet werden, entwickelten Thomas  Fuhlrott und Tina Ottmann die  Idee des <a title="Jahresvorrat" href="http://www.zait.de/inhalt13.html" target="_blank">Olivenöl-Jahresvorrats,</a> Grundlage für ein dauerhaft gutes Preis-Leistungsvehältnis.</p>
<p>Auch die bereits genannten kulturellen Aspekte wurden von Beginn an  verknüpft. So veranstaltet  zait beispielsweise jedes Jahr ein  Olivenölfest. Dort wird das Öl nicht  nur verkostet, es wird auch  exquisit damit gekocht. Es gibt eine von  zait organisierte Ausstellung.  Die Olivenölproduzenten kommen, und auch  zahlreiche andere Leute  werden eingeladen, um sich und ihre Arbeit im  Rahmen des Festes  vorzustellen. »Wir finden es wichtig, all diese Leute zusammen-  und in  Austausch zu bringen – überhaupt dazu anzuregen, andere kennen zu   lernen, Neues zu sehen, Ideen zu entwickeln und Dinge auszuprobieren.«   Viele folgen dieser Anregung mit Begeisterung. Auch in diesem   Jubiläumsjahr von zait werden beim Olivenölfest wieder um die 10.000   Besucher erwartet.</p>
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		<title>kreativ bewegen_Kettenreaktion_2</title>
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		<pubDate>Wed, 19 Oct 2011 13:37:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kerstin</dc:creator>
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Doch mal an euch: ihr esst jetzt anders und macht dabei keinen angestrengten Eindruck. Oder täusche ich mich?
K: Nein, wir waren zu keiner Zeit angestrengt. Im  Gegenteil: ich habe die Essensumstellung ein bisschen wie ein Experiment  betrachtet. Etwas Neues auszuprobieren ist spannend und nicht in erster  Linie anstrengend, finde ich.
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://inspirationlounge.de/wp-content/uploads/felix1.jpg" rel="lightbox[7620]"><img class="alignnone size-medium wp-image-7597" title="felix" src="http://inspirationlounge.de/wp-content/uploads/felix1-586x440.jpg" alt="" width="586" height="440" /></a></p>
<p>Doch mal an euch: ihr esst jetzt anders und macht dabei keinen angestrengten Eindruck. Oder täusche ich mich?</p>
<p><strong>K:</strong> <em>Nein, wir waren zu keiner Zeit angestrengt. Im  Gegenteil: ich habe die Essensumstellung ein bisschen wie ein Experiment  betrachtet. Etwas Neues auszuprobieren ist spannend und nicht in erster  Linie anstrengend, finde ich.</em></p>
<p><strong>F:</strong> Was die zeitliche Organisation angeht, denke ich noch dazu:  schaut man sich den eigenen Tag genau an, werden viele feststellen,  dass sie für besseres Essen und die Zubereitung eigentlich Zeit haben.  Gesundes Essen nährt uns ja, d.h. es hält unsere Körperfunktionen  dauerhaft aufrecht und sollte uns daher wichtig sein. Es ist aber üblich  geworden, sich für das Thema Essen so wenig Zeit wie möglich zu nehmen,  weil alles andere wichtiger scheint – bis hin zum Fernsehen.</p>
<p><strong>K:</strong> <em>Beim Stichwort </em><strong>Zeit für besseres Essen</strong><em> bin  ich voll auf deiner Seite. Wir sind heute alle schnell bei der Aussage,  dass wir überhaupt keine Zeit haben. Angefangen vom Thema »gesundes  Frühstück/Essen zubereiten« kann man das für sich genauer beleuchten.  Man schaut sich seinen Tag an und findet natürlich auch Gewohnheiten,  die keine Pflicht sind. Also stellt sich die Frage: ist mir dies  wirklich so viel wert, dass ich nichts an meinem Tagesablauf ändere, um  das andere ausprobieren zu können? Auch diesen Prozess finde ich  spannend und erhellend. Er zeigt, was einem wirklich wichtig ist.</em></p>
<p><em><a href="http://inspirationlounge.de/wp-content/uploads/frucht.jpg" rel="lightbox[7620]"><img class="alignnone size-medium wp-image-7598" title="frucht" src="http://inspirationlounge.de/wp-content/uploads/frucht-586x440.jpg" alt="" width="586" height="440" /></a><br />
</em></p>
<p><strong>F:</strong> Gibt es denn außer der Zeitbetrachtung und der Umstellung  auf andere Lebensmittel noch weitere Aspekte, die sich durch euren  Frühstücks- bzw. Essens-Veränderungsprozess bewegt haben?</p>
<p><strong>K:</strong> <em>Ja, jede Menge. Um mit einer der augenfälligsten  Bewegungen zu starten: wir haben schnell bemerkt, dass es sehr viel Spaß  machen kann, anders einzukaufen als wir es bisher gewöhnt waren. Allein  durch das andere Frühstück brauchen wir heute deutlich mehr Obst.  Dadurch fiel mir beim Einkauf im Supermarkt an der Ecke immer mehr auf,  dass die Obsttheke keinen guten Eindruck macht. Ich meine nicht die  Auswahl, sondern Frische und Qualität. Die Sachen sahen ok aus,  schmeckten aber oft irgendwie fad.</em></p>
<p>Also fingen wir an, nach Alternativen zu suchen, und davon gibt es ja  zunächst vermeintlich viele. Wie das aber so ist, wenn man sich mit  einer Sache beschäftigt, hat sich dann eine weitere selektive  Wahrnehmung eingestellt. Angeregt durch den Film Taste the Waste achten  wir jetzt mehr darauf, Obst und Gemüse mehr von regionalen Erzeugern einzukaufen statt im herkömmlichen Supermarkt. Um es kurz zu machen: wir haben  schon einige gute Möglichkeiten aufgetan und sind dabei auf den  Geschmack weiterer Entdeckungstouren gekommen.</p>
<p>Mehr von unterwegs gibt’s demnächst hier in diesem Lokal.</p>
<p><em><br />
</em></p>
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		<title>kreativ bewegen_Kettenreaktion_1</title>
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		<pubDate>Tue, 18 Oct 2011 09:53:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kerstin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[(Kerstin Döweler im Interview mit Felix Klemme)
Vor einiger Zeit berichteten wir, wie wir von Toast- zum Obstfrühstückern wurden. Seitdem haben uns so viele Fragen und Statements dazu erreicht, dass wir das Thema hier in einem Gespräch mit Felix Klemme vertiefen. Schließlich hat er uns zu unserem gemeinsamen Projekt »kreativ bewegen« inspiriert und uns inzwischen auch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><a href="http://inspirationlounge.de/wp-content/uploads/gespräch.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-7599" title="gespräch" src="http://inspirationlounge.de/wp-content/uploads/gespräch-586x440.jpg" alt="" width="586" height="440" /></a>(Kerstin Döweler im Interview mit Felix Klemme)</em></p>
<p>Vor einiger Zeit berichteten wir, wie wir von Toast- zum Obstfrühstückern wurden. Seitdem haben uns so viele Fragen und Statements dazu erreicht, dass wir das Thema hier in einem Gespräch mit <a title="Felix Klemme" href="http://inspirationlounge.de/kreativ-bewegen/" target="_blank">Felix Klemme</a> vertiefen. Schließlich hat er uns zu unserem gemeinsamen Projekt »kreativ bewegen« inspiriert und uns inzwischen auch reichhaltige Fakten aus seinem Wissensfundus über Ernährung mitgeteilt.</p>
<p><strong>K:</strong> <em>Felix, Du hast Chris vor einiger Zeit den Tipp gegeben, auf Produkte mit höherem Anteil an raffiniertem Zucker zu verzichten und stattdessen insbesondere natürliche Lebensmittel zu essen. Daher kam dann auch Deine Anregung, statt dem üblichen Brot oder Toast am Morgen mal über einen längeren Zeitraum gemischtes Obst mit Nüssen zu frühstücken. Tatsächlich haben wir nach kurzer Zeit des Eingewöhnens festgestellt: es schmeckt nicht nur sehr gut, es hält auch länger vor.</em></p>
<p><strong>F:</strong> Das ist kein Wunder, denn ein Frühstück mit Toast, Butter und beispielsweise Marmelade kommt vom kalorischen Energiegehalt zwar auf ungefähr das gleiche Ergebnis wie das von mir empfohlene Obstfrühstück mit Nüssen und etwas Joghurt. Allerdings liegen große Unterschiede im Gehalt an Vitaminen und Mineralien. Das ist der Grund, warum Ihr jetzt sagt, mit Eurem neuen Frühstück fühlt Ihr Euch noch am Mittag gut und konzentriert, während Euch zuvor oft schon vormittags der Magen durchhing. Um es mal plakativ zu sagen: Wir haben in unserem Körper »Antennen«, die kontrollieren, ob wir ausreichend Vitamine und Mineralien zu uns nehmen. Sind es zu wenig, wird das an unser Hirn gemeldet. Das wiederum gibt uns den Impuls: iss was, damit dein Körper die Nährstoffe bekommt, die er braucht, d.h., man bekommt schnell wieder Hunger. Leider ist es so, dass man aus diesem akuten Gefühl und aus Gewohnheit heraus gerade in Arbeitssituationen leicht wieder zu energiereichen und nährstoffarmen Lebensmitteln greift. Der Keks isst sich vor dem Computer für viele schneller als ein Obstsalat. Nur ändert er nichts an dem Vitamin- und Mineralienmangel, weshalb das Hungergefühl kurze Zeit später schon wieder eintritt.</p>
<p><strong>K:</strong> <em>Das klingt nach einem ungesunden Kreislauf, der einen dazu bringt, am Ende vor allem zu viel zu essen.</em></p>
<p><strong>F:</strong> Klar ist das so. Aber das Gute ist ja, dass man das für sich ganz einfach ändern kann. Wenn man sich der Tatsachen bewusst ist und seine Essgewohnheiten hinterfragt, kann man auch, wie Ihr, die eigenen Verhaltensweisen ändern – ohne großen Aufwand.</p>
<p><strong>K:</strong> <em>Du sagtest gerade: ohne großen Aufwand. Es ist schon so, dass wir jetzt morgens länger brauchen, um das Frühstück mit Obst zuzubereiten. Und einige unserer Freunde haben schon darauf verwiesen, dass Sie morgens gar keine Zeit haben, Obst zu schneiden.</em></p>
<p><strong>F:</strong> Da kann ich nur sagen: das ist eine Sache des Wollens. Wenn ich ausprobieren will, wie mir ein gesundes Frühstück besser durch den Tag hilft, dann nehme ich mir die Zeit. Ich stehe eine Viertelstunde früher auf, oder besser noch eine halbe Stunde, damit ich in Ruhe essen kann. Ich bereite mir bewusst ein Frühstück zu, das mir gut tut, statt in aller Eile einen Kaffee hinunterzuschütten und ein <em>Brötchen to go</em> reinzustopfen, das ich kaum wahrnehme. Das <em>Brötchen to go</em> ist natürlich für viele eine Gewohnheit. Nicht wenige Menschen denken, dass es sehr anstrengend ist, Gewohnheiten zu hinterfragen, weil das mit bewusstem, aktiven Umdenken und Handeln zu tun hat. Uns wird ja heute allerorten das Gegenteil angepriesen: mach es dir bequem, spar dir Zeit, wir erledigen alles für dich, lehn dich zurück und lass dich unterhalten. Das dient natürlich weniger unserem Vorteil als vielmehr den Verkaufsinteressen der Bequemlichkeitsbeschwörer. Gerade in diesem Zusammenhang ist es gut, sich zu fragen, wieviel Aufwand man sich selbst wert ist. Möchte ich mein Leben und meine Gesundheit anderen überlassen, denen es tatsächlich nicht um mich, sondern um ihren Profit geht?</p>
<p><em>(Fortsetzung folgt)</em></p>
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		<title>kreativ bewegen_folge 2</title>
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		<pubDate>Thu, 22 Sep 2011 09:39:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kerstin</dc:creator>
				<category><![CDATA[ALLE INTERVIEWS]]></category>
		<category><![CDATA[Artikel]]></category>
		<category><![CDATA[Bewegung]]></category>
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		<description><![CDATA[»raus geht&#8217;s.«
Keinen Aufwand haben wir gescheut, um euch heute Folge 2 unserer kreativ bewegen-Videoreihe zu präsentieren.
Nach den »Aufbruch vom Schreibtisch-Übungen« aus Folge 1 hat es Felix tatsächlich geschafft, uns dieses Mal nach draußen zu bringen. Da wir den Atem vor allem für die einzelnen Übungen brauchen, haben wir zunächst eine Tour in unsere nähere Umgebung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://inspirationlounge.de/kreativ-bewegen_folge-2/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p>
<p><strong>»raus geht&#8217;s.«</strong></p>
<p>Keinen Aufwand haben wir gescheut, um euch heute <em>Folge 2</em> unserer <a title="kreativ bewegen_folge 1" href="http://inspirationlounge.de/kreativ-bewegen_folge-1/" target="_blank">kreativ bewegen-Videoreihe</a> zu präsentieren.</p>
<p>Nach den »Aufbruch vom Schreibtisch-Übungen« aus Folge 1 hat es <a title="mehr zu felix klemme und outdoor gym" href="http://inspirationlounge.de/kreativ-bewegen/" target="_blank">Felix</a> tatsächlich geschafft, uns dieses Mal nach draußen zu bringen. Da wir den Atem vor allem für die einzelnen Übungen brauchen, haben wir zunächst eine Tour in unsere nähere Umgebung gemacht. Bei den Uniwiesen und am <a title="Aachener Weiher" href="http://tourismus.meinestadt.de/koeln/sehenswuerdigkeiten-koeln/aachener_weiher?id=198312" target="_blank">Aachener Weiher</a> stießen wir auf genügend »Übungsgeräte«, die Felix direkt in unser Bewegungsprogramm eingebaut hat. Und damit alles ganz gerecht zugeht, war dieses Mal Chris vor der Kamera im Einsatz.</p>
<p>Wer die Übungen selbst ausprobieren und sich damit mehr Bewegung an der frischen Luft gönnen will: beim <em>E-Raum</em> (das abgekürzte Wort »Erfrischungsraum« erheitert mich angesichts der real existierenden Innenarchitektur bis heute) an der Kölner Uniwiese steht reichlich Trainingsmaterial herum, das sich wunderbar für die im Video gezeigten Übungen 1-4 verwenden lässt.</p>
<p>Wer dann, wie wir, schon mal in Bewegung ist, kann sich rund um das ganze Gebiet noch zu jeder Menge Freestyle-Übungen inspirieren lassen. Hervorragend ist dafür übrigens ein Blick auf den auch dort gelegenen Spielplatz, denn es ist wirklich unglaublich, wie sich Kinder ideenreich, spielerisch und selbstverständlich mit Spaß bewegen. Wenn ich uns und viele andere dagegen so anschaue: lange Jahre in Betonung insbesondere rationaler Produktivität (im Sitzen) zu verbringen, lässt in so mancher Hinsicht einrosten. Könnte es sein, dass wir, persönlich und kulturell gesehen, gerne eine gewisse Einseitigkeit pflegen? Tun wir das, weil es uns so weit gebracht hat?</p>
<p>Und hat nicht Picasso mal gesagt: <em>»Als Kind ist jeder ein Künstler. Die Schwierigkeit liegt darin, als Erwachsener einer zu bleiben.«</em></p>
<p>Also, auf geht’s, raus geht&#8217;s.</p>
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		<title>Entdecken</title>
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		<pubDate>Tue, 17 May 2011 12:03:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kerstin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Artikel]]></category>
		<category><![CDATA[Ausprobieren]]></category>
		<category><![CDATA[Blickwinkel]]></category>
		<category><![CDATA[Ideen]]></category>
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		<description><![CDATA[
Als wir vor einigen Tagen an der Nordküste Hollands entlang fuhren, fiel uns immer wieder auf, wie sehr sich die Umgebung doch von derjenigen unterscheidet, die für uns hier in Köln alltäglich geworden ist.
Kommt man an einen neuen Ort, macht man sich gerne auf den Weg, um alles möglichst genau zu erkunden. Wir durchforsteten Läden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://inspirationlounge.de/wp-content/uploads/koek.jpg" rel="lightbox[6651]"><img class="alignnone size-medium wp-image-6660" title="billigstes Product Placement: Ontbijtkoek von Peijnenburg" src="http://inspirationlounge.de/wp-content/uploads/koek-586x440.jpg" alt="" width="586" height="440" /></a></p>
<p>Als wir vor einigen Tagen an der Nordküste Hollands entlang fuhren, fiel uns immer wieder auf, wie sehr sich die Umgebung doch von derjenigen unterscheidet, die für uns hier in Köln alltäglich geworden ist.</p>
<p>Kommt man an einen neuen Ort, macht man sich gerne auf den Weg, um alles möglichst genau zu erkunden. Wir durchforsteten Läden und freuten uns, wenn wir Dinge fanden, die wir bisher nicht kannten. Wir kauften beispielsweise jede Menge Lebensmittel, die uns hier fremd sind und waren begeistert, wenn wir einen tollen, neuen Geschmack entdeckten (unbedingt erwähnenswert: Ontbeijtkoek). Wir stießen an zahlreichen Orten auf vermeintliche Kleinigkeiten, wie die hier äußerst selten zu erlebende Kombination von durchdachter Gestaltung bis in die Details, Praktikabilität, Aufmerksamkeit füreinander und gleichzeitig gut gelaunter, relaxter Stimmung. Wir beschäftigten uns mit der Frage: Wenn das dort geht, warum importieren wir es nicht?</p>
<p>Warum macht man solche Dinge unterwegs und klinkt sich oft so zügig wieder in die übliche Routine ein, kaum ist man wieder zuhause. Von vielen unserer Freunde, wie auch von mir, kenne ich die Beschwerde, hier in der Stadt finde man leider nur noch die üblichen Läden, langweilige große Kaufhäuser und Marken. Die Sache ist: je mehr wir dabei unsere Routinen aufrecht erhalten, je weniger wir auf Entdeckungstouren gehen und stattdessen lieber die herkömmlichen Wege mit den gleichen Blickwinkeln laufen, weil sie bekannt und bequem sind, desto schwerer wird es uns fallen, Besonderes wahrzunehmen. Weil das aber so oft das Salz in der Suppe guter, neuer Ideen und besserer Laune ist, schreibe ich hier jetzt einfach mal auf: <em>Entdeckergeist bewahren, unterwegs bleiben, Routinen erkennen und überdenken, den Blick für anderes haben, Neues ausprobieren – nicht nur aufschreiben oder hier lesen – machen.</em></p>
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