Tag: Inspiration Lounge

schöner, erhaltend, erweiternd – das Finanzierungsmodell_I

16. November 2011 von Kerstin

(Kerstin Döweler im Gespräch mit Thomas Fuhlrott | Entrepreneurship Summit 2011, Berlin)

Beim Entrepreneurship Summit in Berlin trafen sich auch in diesem Jahr wieder viele kreative Unternehmer zu einem Austausch über Ideen und Vorgehensweisen bei der Realisierung ihrer Unternehmensgründungen. Kernfrage der über 1500 interessierten Besucher: eine gute Unternehmensidee finden, ein Unternehmen erfolgreich aufbauen und damit gleichzeitig zum nachhaltigen Wandel in Richtung einer Ökonomie beitragen, die über das rein Wirtschaftliche hinausgeht – wie kann das konkret aussehen?

Unser Projektpartner Thomas Fuhlrott gab darauf im Rahmen gleich mehrerer Veranstaltungen Antworten aus seinem eigenen Erfahrungsschatz. Auf ganz besondere Aufmerksamkeit traf dabei die Darstellung über sein Finanzierungsmodell, das er vor zehn Jahren für die Gründung seines Unternehmens Zait entwickelte.

(workshop mit Thomas Fuhlrott)

Da auch wir immer wieder großes Interesse bemerken, sobald wir hier in unserem Umfeld über das Finanzierungsmodell von Zait sprechen, stellten wir fest: höchste Zeit, ein Interview mit Thomas Fuhlrott darüber zu machen. Gesagt, getan.

Kerstin: Thomas, warum brauchte es bei der Gründung von Zait eine besondere Finanzierungsidee?

Thomas: Bei den meisten Unternehmensgründungen gibt es ja einen Kapitalbedarf, um die Idee, das Unternehmenskonzept realisieren zu können und an den Markt zu gehen. Unsere Idee bei Zait war, erstklassiges, streng kontrolliertes Olivenöl hier in Deutschland auf eine andere als bis dahin für Olivenöl übliche Art zu handeln – nämlich basierend auf der Idee des Jahresvorrats. Direkt nach der Olivenernte und der Ölerzeugung durch unsere Produzenten in Italien, Spanien, Griechenland und Portugal holen wir das Öl hierher. Unsere Kunden bestellen ihren Jahresvorrat Olivenöl vorwiegend genau zu diesem Zeitpunkt, d.h., eine große Menge des Öls verkaufen wir direkt nachdem es hier eingetroffen ist. Dadurch brauchen wir nicht das ganze Jahr größere Lager- oder Verkaufsflächen. Für uns ein Kostenvorteil, den wir als Preisvorteil an unsere Kunden weitergeben.

Da ich damals auch schon als Gründungsberater tätig war, wusste ich, dass die Chancen für eine Gründungsfinanzierung des Unternehmens durch eine Bank gleich Null standen – obwohl das Geschäftskonzept absolut rund war. Ich habe es aus Neugier trotzdem versucht, natürlich mit ausgearbeitetem Business-Plan. Das Ergebnis entsprach komplett meinen Erwartungen. Bereich Einzelhandel, Olivenöl mit einem dafür neuen Handelskonzept – viel zu risikoreich aus Sicht der Banken. Wir brauchten aber das Startkapital, um die erste Menge Olivenöl ankaufen und hierher bringen zu lassen.

Kerstin: Wie bist Du also vorgegangen, um das Startkapital zu bekommen?

Thomas: Wir haben uns auf etwas besonnen, was eigentlich ganz logisch erscheint: wir haben das Geschäftskonzept Freunden und Bekannten im Detail vorgestellt, unsere Situation erklärt und gefragt, wer bereit ist, uns Geld für den ersten Ankauf von Olivenöl zu leihen. Ich sage »eigentlich logisch«, weil es tatsächlich nahe liegen müsste. Wenn ich darüber erzähle, stelle ich aber immer wieder fest, dass viele Menschen offensichtlich weniger Probleme damit haben, einen Banker um Geld zu bitten als den eigenen Freundeskreis. Das liegt wahrscheinlich auch daran, dass wir hier so sehr auf Individualismus und Autarkie eingeschworen sind, dass es uns schwer fällt, unser soziales Umfeld um Hilfe zu bitten. Eventuell noch den engsten Familienkreis, aber Freunde? Und dann auch noch um Geld, wo doch gerade da sprichwörtlich die Freundschaft aufhört. Das gibt vielen offensichtlich ein ungutes Gefühl.

(Zwischen den Impulsvorträgen)

Kerstin: Und Ihr habt es trotz aller gegenteiligen Redensarten gewagt. Fiel es denn schwer?

Thomas: Nein, und zwar deshalb, weil wir unser Unternehmenskonzept bis zu Ende gedacht hatten. Es war rund, wir waren und sind komplett davon überzeugt. Dadurch konnten wir auch andere davon überzeugen, dass wir eine gute Idee am Start haben. Noch dazu: Erstklassiges Olivenöl nach Deutschland zu holen und es unter strengen Qualitätskontrollen zu handeln – gerade das Lebensmittel, das innerhalb der EU am häufigsten gepanscht und verfälscht angeboten wird – das haben auch vor zehn Jahren viele zügig als gutes Konzept und Ziel begriffen. Damals gab es ja auch schon jede Menge Lebensmittelskandale, Ernährung war auch da ein Thema. Die Menschen, die wir um Geld fragten, haben unser Engagement gespürt, im Bereich Olivenölhandel einen neuen, nachhaltigen und qualitativ besseren Weg zu gehen, der auf den Grundwerten schöner, erhaltend und erweiternd fußt. Und natürlich hatten wir uns auch das Finanzierungsmodell genau überlegt und bis ins Detail durchkalkuliert, welche Zinsen wir vernünftigerweise an die Geldgeber aufgrund unserer Olivenölverkaufserlöse auszahlen können.

Kerstin: Haben dann von Anfang an viele mitgemacht?

Thomas: Wie das zu Anfang so ist, einige Freunde, besonders diejenigen, die uns lange gut kannten, waren schneller dabei. Andere blieben erst mal skeptisch, waren aber dann überzeugt, als sie nach einiger Zeit klar gesehen haben, dass unser Geschäftskonzept mitsamt unserem Finanzierungsmodell gut funktioniert. Heute sind zahlreiche Geldgeber bereits langjährig dabei. Teilweise bieten uns heute pro Jahr sogar so viele Menschen Geld für den Ölankauf an, dass wir Absagen erteilen müssen, weil wir gar nicht so viel Geld brauchen. Wir nehmen kein Geld an, dass wir nicht für den Ölankauf bei unseren Produzenten benötigen. Und Geld nur anzunehmen, um es für andere anzulegen, ohne es in unsere notwendigen Unternehmensabläufe einzubinden – das ergibt für uns keinen Sinn.

Kerstin: Das klingt alles sehr gut. Jetzt will ich natürlich auch wissen, wie das Finanzierungsmodell konkret aussieht.

Thomas: In all den Jahren funktioniert es nach dem gleichen Konzept: Du leihst uns Geld für den Ölankauf, eine Summe ab 5000,- Euro. Nach einem Jahr erhältst Du den Betrag zurück, plus 6 % Zinsen und einem Geschenk aus dem Hause Zait. Geregelt sind diese Konditionen alle übersichtlich und schwarz auf weiß in einem Darlehensvertrag, den Du mit Zait abschließt. Wie schon gesagt, innerhalb von zehn Jahren haben wir alle Darlehensverträge stets erfüllt. Für den Fall, dass Zait einmal die Vertragsverpflichtung tatsächlich nicht einhalten könnte, beispielsweise weil mir etwas Unvorhergesehenes passiert und ich nicht wie gewohnt arbeiten kann, haften laut Vertrag ich und meine Geschäftspartnerin auch persönlich für die Vertragseinhaltung.

(Fortsetzung folgt)

Interview mit Thomas Fuhlrott

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schöner, erhaltend, erweiternd_teil 3

11. Oktober 2011 von Kerstin

(interview mit thomas fuhlrott_zait | kerstin döweler_inspiration lounge, teil 3)

K: Zur nächsten Frage: Ist es denn vorstellbar, dass sich an dieser von Dir erwähnten Hürde etwas ändert? Dass Menschen einfach gute Produkte im Sinne von Ruskin bevorzugen, auch ohne ausgeprägtes Bewusstsein dafür?

T: Wir haben bei zait natürlich Kunden, die unsere Öle kaufen, weil sie ihnen einfach gut schmecken und gesund sind. Auch insgesamt betrachtet wäre eine niedrigere Hürde ein wichtiger Schritt, um die Nachfrage zu verbreitern und die Weiterentwicklung entsprechender Unternehmen zu ermöglichen. Das würde auch heißen, diese Art ökonomischen Handelns auch für diejenigen interessanter zu machen, die heute beispielsweise noch auf Produktionen unter Verursachung sozialer und ökologischer Missstände setzen. Allerdings müssen dorthin noch Wege entwickelt werden, die bisher in größerem Umfang nicht zu sehen sind.

K: Aber auch in den Personenkreisen, die schon ein Bewusstsein für die Notwendigkeit der Grundwerte »schöner, erhaltend und erweiternd« haben, könnten doch sicher noch mehr Menschen erreicht werden?

T: Ja, stimmt. Dann muss aber mehr dafür getan werden, dass man die Unternehmen schneller finden kann, die nach diesen Wertmaßgaben arbeiten und neue, andere Impulse innerhalb ökonomischer Strukturen setzen. Hinzu kommen andere Fragen der Erreichbarkeit. Ein Beispiel: Sicher ist es gut, wenn jetzt bei Euch in Köln mehr Bio-Höfe am Rande der Stadt ihre Produkte auf dem eigenen Hof verkaufen. Das ist ein neues Angebot, gute Produkte dort zu bekomen, wo es auch Transparenz und den Kontakt zum Produzenten gibt. Doch es ist klar, dass nicht jeder Stadtbewohner raus auf die Bio-Höfe fahren kann. Viele werden das auch in Zukunft nicht tun, schon weil sie daran gewöhnt sind, zum Einkaufen in die Stadt oder nur um die nächste Ecke zu gehen. Die Frage ist daher, wie auch innerhalb der Städte Standorte aufgebaut werden können, die es leichter machen, gute Produkte kennen zu lernen, auszuprobieren und auch im Alltag einfach zu erreichen und einzukaufen. Eines ist doch sicher: es wird diese Produkte nicht mal schnell in den herkömmlichen Supermärkten geben. Dort dominiert die Lebensmittelindustrie.

K: Weil wir gerade bei Weiterentwicklungsmöglichkeiten sind: wie sieht es denn für Unternehmen aus, die sich wie zait den Grundwerten »schöner, erhaltend und erweiternd« verpflichten? Der Begriff der Grenzen des Wachstums ist ja heute einerseits aktuell, während Politik und Wirtschaft immer noch das permanente Wachstum beschwören.

T: Bei uns und auch anderen Unternehmen, die ich kenne, sind die Möglichkeiten zu wachsen klar begrenzt. Auch das hängt wieder mit den Grundwerten »schöner, erhaltend und erweiternd« zusammen. Wir können nicht immer größere Mengen Olivenöl handeln, schon weil es Zeit und Aufwand bedeutet, Olivenöl in ausgezeichneter Qualität zu produzieren. Wollten wir innerhalb kurzer Zeit viel größere Mengen verkaufen, würde die Qualität leiden. Vieles, was wir heute tun, wofür wir uns engagieren, könnten wir so nicht mehr machen. Und das wollen wir nicht.

K: Ich merke deutlich, wir Verbraucher sollten uns auf folgende Dinge einstellen: wenn wir gute Produkte haben wollen, müssen wir, jedenfalls noch momentan, eingehender danach forschen, wer diese Produkte anbietet. Es kann ja auch richtig Spaß machen, solche Menschen und Produkte zu entdecken und die Entdeckungen mit anderen auszutauschen, statt immer auf denselben Wegen in dieselben Supermärkte zu gehen.

Und was die Definition von »erfolgreich« am Markt angeht, wäre wohl ebenfalls ein Perspektivenwechsel fällig. Neue Impulse, die Einhaltung wichtiger Grundwerte und daran orientiertes Wachstum statt immer nur mehr verkaufen und immer größer werden um jeden Preis. Es wird ja immer deutlicher, wohin uns diese altbekannte Auffassung von Erfolg gebracht hat und bringen kann.

T: Das sehe ich auch so.

K: Thomas, vielen Dank für das Interview.

Zum Interview, wie versprochen, hier das von uns erprobte Rezept für einen wunderbaren, einfach herzustellenden Appetizer oder gleich eine ganze Mahlzeit.

REZEPT

Sehr lecker auf geröstetem Weissbrot ist diese Tomatenpaste mit Knoblauch.


Dazu reibt man frische Tomaten mit einer Handreibe


oder entsprechenden Einsatz im Mixer oder verwendet wie wir einen Pürierstab.


Dem Tomatenbrei gibt man ein Drittel zait-Olivenöl aus Katalonien zu und würzt das Ganze nach Belieben mit Knoblauch aus der Presse, Salz und Pfeffer.

Guten Appetit!

Interview Teil 1

Interview Teil 2

thomas fuhlrott_interview | zait.de | mehr

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schöner, erhaltend, erweiternd_teil 2

09. Oktober 2011 von Chris

(interview mit thomas fuhlrott_zait | kerstin döweler_inspiration lounge, teil 2)

K: Erfordert Eure Vorgehensweise bei den Verbrauchern nicht auch ein besonderes Bewusstsein? Es herrscht ja doch eben die Auffassung über gute Produkte, die Ruskin gerade ablehnte. Dazu kommt, dass am Markt ja oft gerade Produkte Erfolg haben, die billig sind, weil wir zu unglaublichen Schnäppchenjägern getrimmt wurden. Qualität ist da, denke ich, zweitrangig.

T: Es ist schon so, dass für die Auffassung von guten Produkten und die Grundwerte schöner, erhaltend, erweiternd ein Bewusstsein vorhanden sein muss. Genau das steckt ja auch in dem aktuellen Begriff strategischer Konsum, bei dem durch die Kaufentscheidung gute Produkte und ihre Produzenten unterstützt werden und so Beiträge zu einer nachhaltigen Entwicklung der Wirtschaft geleistet werden. Das Bewusstsein ist dadurch auch eine Hürde, weil der Verbraucher von diesen Produkten zuerst einmal wissen muss, sich mit der gesamten Situation beschäftigen und sich entscheiden muss, dass es ihm wichtig ist, zu einer positiven Entwicklung der entsprechenden Unternehmen beizutragen.

Für Unternehmen wie zait stellen sich so mehrere Herausforderungen. Die Menschen müssen diese Unternehmen kennen lernen. Doch gerade zu Anfang sind die Budgets für Marketingmaßnahmen sehr klein. Das führt oft dazu, dass die Unternehmen länger brauchen, um einen größeren Bekanntheitsgrad aufzubauen. Man findet sie natürlich, gerade auch im Internet, aber man muss oft etwas länger danach forschen. Die Menschen sind aber überwiegend gewöhnt, Dinge des täglichen Lebens schnell und im Supermarkt um die Ecke zu kaufen.

K: Stimmt, wir sind bequem und glauben oft, dort eigentlich alles in großer Auswahl zu finden. Dabei findet man Unternehmen wie zait dort gerade nicht.

T: Es geht weiter mit der Frage: habe ich mich damit beschäftigt, warum ein Produkt gut im Sinne von Ruskin ist und entscheide ich mich dafür? Ich denke, die meisten wissen heute Bescheid über Produkte, die unter schlechten Arbeitsbedingungen und Schädigungen der Umwelt hergestellt werden. Sie wissen, wie wichtig es ist, sich darum zu kümmern und dass sich nichts ändern wird, wenn nicht wir unser Verhalten ändern. Allerdings: ist das dann auch beim Einkauf immer präsent oder greift man da nicht lieber doch zu etwas, was gerade herumsteht?


(kerstin döweler im gespräch mit thomas fuhlrott)

K: In dem Zusammenhang habe ich übrigens auch schon oft den Satz gehört: »Nachhaltige, gute Produkte muss man sich erst mal leisten können.«

T: Das kenne ich. Ich denke aber, dass es gerade hier bei uns für viele kein Problem wäre. Es hat nur mit Umdenken und einfachen Verhaltensänderungen zu tun. Warum eigentlich nicht lieber gesünder, besser und besser ausgewählt statt den Drang zu großen Mengen billig produzierter Ware in oft fragwürdiger Qualität? »Billig produziert« ja auch zu hinterfragen. Oft bedeutet es, dass dadurch soziale und ökologische Schäden verursacht werden, die sich nicht direkt im Preis der Ware niederschlagen. Die Eindämmung dieser Schäden kostet aber mittel-bis langfristig enorme Summen, die auf die Allgemeinheit umgelegt werden. D.h., wir tragen sie alle. Damit stellt sich doch die Frage des »das muss man sich erst mal leisten können« in einem ganz anderen Kontext.

K: In diesem Zusammenhang, ich mache bei unserem Projekt »kreativ bewegen« gerade selbst die Erfahrung einer Umstellung auf andere, gesündere und bessere Lebensmittel. Man bemerkt tatsächlich schnell, dass man anders einkaufen muss. Wenn man den Einkauf aber richtig zusammenstellt und überlegt, was man sonst immer gekauft hat, aber eigentlich gar nicht braucht, muss es nicht unbedingt teurer werden. Und wenn es etwas teurer ist, hat man bei richtiger Auswahl auch den besseren Geschmack. Das ist ja auch wichtig.

(Ende Teil 2. Fortsetzung folgt.)

zu Teil 1

thomas fuhlrott_interview | zait.de | mehr

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Interview mit Jochen Distelmeyer

25. November 2010 von Chris
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»Für mich gibt es keine Welt ohne Musik.«

Der Termin hat uns sehr gefreut. Das Interview auch. Danke noch mal an das gesamte Distelmeyer-Team.

Auch wenn alles etwas kritisch aussah, bis es dann endlich in der Kiste war. Autopanne der Crew bei Frankfurt, dadurch Verspätung zum Soundcheck, nasskaltes Kölnwetter und dann noch zwei Interviews. Aber alle haben es professionell gelöst. Selbst einen Ort für den Dreh haben wir noch kurzfristig gefunden. Danke Nane und Werner, puplik.org für’s gewärmte Atelier. Sonst hätten wir das Interview doch im Treppenhaus vom Gebäude 9 machen müssen. Wäre etwas schattig gewesen.

Zu Jochen Distelmeyer braucht man eigentlich nichts zu sagen. Die einen wissen so einiges über ihn, die anderen drücken jetzt diesen link.

Ich habe ihn damals 1992 in seinem ersten Konzert in Stuttgart gesehen. Es waren knapp 30 Leute da. Da dachte ich mir: »bingo, der Sound und die Texte, genau auf die Zwölf. Bin mal gespannt, was der zukünftig macht. Der funktioniert«. Ich sollte recht behalten.

Ich finde, auch wenn Texte, Sound und Mensch sich in knapp 20 Jahren »geringfügig« verändert haben – es wäre schlecht, wenn nicht – ist Jochen Distelmeyer musikalisch und textlich heute mehr denn je auf den Punkt.

PS.
Passend zum Interviewtermin sind die Filmdaten der zweiten Kamera dann bei der Datenübertragung für die Postproduction auf Grund eines Systemfehlers gelöscht worden. Thanxxx digitalisiertes Zeitalter. Ich konnte dann aber wieder auf die Hauptkamera zugreifen, ganz oldschoolmäßig mit Band. Danke.

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Drei gute Gründe

23. November 2010 von Chris

Heute wollen wir einmal über unsere Serien sprechen.
Auf der Inspiration Lounge wird es zukünftig Serien geben. Immer nur drei Interviews zu einem Themenbereich am Stück.

Warum? Aufgrund der großen, positiven Resonanz auf unsere Winzerserie (Sander | Becker-Landgraf | Karl May | Bäder) haben wir beschlossen, dass eine Mini-Serie einen enormen Vorteil hat: der bessere Vergleich von Gemeinsamkeiten und den feinen Unterschieden. Wir suchen uns Interviewpartner heraus, die alle in einem Bereich arbeiten, sich aber in Details, Haltungen, Vorgehensweisen, speziellem Hintergrundwissen und Erfahrungen unterscheiden.

Uns ist wichtig, dass sie mitunter auch konträre Positionen haben. Danach wählen wir aus. Qualität ist das oberste Gebot, eine gute Story ist genauso wichtig. Und wenn die Leidenschaft der Interviewpartner zu ihrer Sache spürbar ist, dann sind sie bei uns genau richtig. Egal wie groß, klein, berühmt oder noch unbekannt. Wir sind wählerisch.

So einfach ist das.

PS. Manche fragen jetzt: Moment, dass sind vier Winzer. Stimmt. Ganz selten machen wir halt auch Ausnahmen. Wenn sie sich lohnen.

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