Tag: Inspiration Lounge

Inspiration Lounge TALKS 2013_Weingut Sander

04. Mai 2013 von Chris

stefan sander(Stefan Sander im Gespräch mit Kerstin Döweler_le tapir)

Schon im Rahmen der letzten Inspiration Lounge TALKS waren die Weine vom Weingut Sander aus Mettenheim/Rheinhessen ein großer Erfolg. Umso schöner, dass bei diesen TALKS 2013 der Winzer Stefan Sander zugesagt hatte, uns in einem Interview Rede und Antwort über seine Sicht- und Vorgehensweisen zu stehen.

Das Weingut Sander ist das erste ökologisch arbeitende Weingut in Deutschland, denn die Winzerfamilie blickt nicht nur auf eine Weinbautradition seit 1726, schon in den 1950er Jahren entschloss sich Ottoheinrich Sander, der Großvater von Stefan Sander, angesichts damaliger Probleme, wie beispielsweise der Bodenerosion, etwas Neues zu wagen und auf naturgemäßen Weinbau zu setzen.

Angesichts der Tatsache, dass wir in Köln und damit urban lebend, meist nur noch sehr wenig direkten Bezug zur Natur empfinden, wollten wir von Stefan Sander natürlich nähere Informationen darüber, wie es ist, so nah mit der Natur zu leben und zu arbeiten. Anhand mehrerer direkter Beispiele aus dem Weinbau, beispielsweise der Pflege der Weinbergböden mithilfe spezieller Begrünung, erläuterte Stefan Sander, wie wichtig eine gute Beobachtungsgabe und umfassendes Know-how sind, um die natürlichen Vorgänge im Weinberg immer wieder aufmerksam zu verfolgen und mit den richtigen, stets ökologischen Mitteln darauf zu reagieren. So wird stets mit der Natur, nicht gegen sie gearbeitet, was nicht zuletzt daran zu erkennen ist, dass man sich im Weingut Sander auch auf die Mitarbeit freundlicher Fauna-Helfer im Weinberg, wie z.B. Marienkäfern zur Schädlingsbekämpfung verlässt. Als Dank für die Hilfe ziert der Marienkäfer übrigens seit langer Zeit schon jedes Weinetikett des Weinguts Sander.

der winzer stefan sander(Stefan Sander_Weingut Sander)

Wie macht sich eine solch stärkere Beziehung zur Natur und ihren Abläufen bemerkbar, wollten wir wissen. Die Antwort von Stefan Sander: es macht viel Freude, so zu leben und zu arbeiten, auch wenn der Winzerberuf natürlich viele sehr anstrengende, arbeitsintensive Tätigkeiten umfasst. »Der Erfolg eines gelungenen Weines mit ausgefeilter Lagencharakteristik, der demjenigen, der den Wein genießt wie auch mir selbst einfach Spaß macht, das macht viele Mühe natürlich wieder wett. Außerdem ist es jedes Jahr wieder eine Herausforderung, mit den klimatischen Änderungen gut klar zu kommen und jeden Jahrgang besonders sowie gleichzeitig in unserer langen Weintradition zu gestalten.«

Kann es sein, dass man in Bewusstsein für die eigenen ökologischen Einbindungen in die Welt und dafür, ein einzelner Part in einer langen Generationenabfolge zu sein, zufriedener lebt, war unsere nächste Frage an Stefan Sander? Da er schon immer im Weingut gearbeitet habe, sei das schwer zu beantworten, war seine Antwort. Allerdings, wenn man in jedem Jahr und Tag etwas Individuelles sehen kann, viel draußen in und mit der Natur arbeitet und gleichzeitig begreift, dass man ein solches Weingut übernimmt, um es weiter zu entwickeln und eben nicht bei den schon erreichten Erfolgen stehen zu bleiben, dann ist das insgesamt einfach eine großartige Aufgabe. Eine tolle Sache, zu der du, wie übrigens auch zu den Endprodukten selbst, immer einen unmittelbaren Bezug hast.«

Bei aller Vielseitigkeit des Winzerberufes: was ist seine liebste Aufgabe im Weingut, wollten wir zum Abschluss in Erfahrung bringen. »Ich lege gerade einen neuen Weinberg an und das ist eine unglaublich spannende, schöne Aufgabe, denn es geht dabei um Entscheidungen, die für die nächsten 30 Jahre getroffen werden. So ist das eben, wenn man wie wir in Wingert- und Weingutsgenerationen denkt. Und natürlich gibt es noch etwas, das ich sehr schätze: den eigenen Wein probieren«, schloss Stefan Sander seine Erläuterungen.

weinverkostung(Weinverkostung bei den Inspiration Lounge TALKS 2013_Weingut Sander/Mettenheim)

Gleich danach gingen wir über zur Verkostung zweier besonderer Weine, die Stefan Sander zusätzlich zu einem Grauburgunder 2011 und dem Cuvée GS trocken 2009 für die Besucher der Inspiration Lounge TALKS 2013 ausgesucht und mitgebracht hatte. Darunter einen Riesling 2009 vom Mettenheimer Michelsberg, der ausgesprochen gut ankam. So waren die Inspiration Lounge TALKS 2013 nicht nur für Augen und Ohren, sondern auch für den Gaumen ein besonderes Erlebnis und eine Anregung, Neues zu entdecken.

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Inspiration Lounge TALKS 2013_StadtwaldHolz

02. Mai 2013 von Chris

Die Inspiration Lounge TALKS brachten auch dieses Mal wieder zahlreiche, kreative Vorausdenker und –macher aus unterschiedlichen Fachbereichen zusammen, um den Besuchern vielfältige Impulse zu geben.

kerstin döweler(Kerstin Döweler_Inspiration Lounge TALKS 2013)

Kerstin Döweler zitierte in ihrem TALKS-Intro u.a. Albert Einstein, um allen Anwesenden in Erinnerung zu bringen, wie sehr es an uns allen liegt, unsere jeweils individuellen Ideen und Fähigkeiten dafür einzusetzen, neue Denk- und Vorgehensweisen in Einklang mit Mensch und Welt zu finden. Da eben schon Einstein erkannte, dass es der absolute Wahnsinn ist, alles beim Alten belassen zu wollen und dann darauf zu hoffen, dass sich etwas ändert, ist es heute mehr als Zeit, die Welt mit wachen Sinnen zu betrachten und die eigenen Gewohnheiten, den Konsens des Bekannten, ganz bewusst herauszufordern, zu hinterfragen und aufzubrechen.

Blickwinkel ändern, neugierig sein, Neues wahrnehmen, in Bewegung kommen und dabei selbst etwas bewegen und gute Ideen voranbringen – mit diesem Impuls und Leitfaden starteten die Inspiration Lounge TALKS 2013 direkt mit dem ersten Beitrag: dem Interview mit der Architektin Sabine Röser und dem Schreiner Wilfried Nißing von StadtwaldHolz.

wilfried nißing(StadtwaldHolz_Wilfried Nißing)

Bei unseren Treffen mit den beiden stellten wir begeistert fest, dass sowohl das Konzept von StadtwaldHolz als auch jedes Möbelstück und Accessoire auf besondere, schöne und durchdachte Weise zur Erhaltung unserer Welt beitragen. Davon müssen viel mehr Menschen erfahren, beschlossen wir und freuten uns sehr, dass Sabine Röser und Wilfried Nißing die Teilnahme bei den Inspiration Lounge TALKS 2013 zusagten.

im Gespräch mit StadtwaldHolz(Kerstin Döweler_le tapir | Sabine Röser, Wilfried Nißing_StadtwaldHolz)

Gleich zu Beginn ihres Interviews erzählten sie Näheres über das Konzept von StadtwaldHolz. Das Holz für alle StadtwaldHolz-Produkte stammt ausschließlich aus dem Kölner Forst und hat damit für jeden Kölner und alle in und um Köln »Verwurzelten« einen ganz speziellen Bezug. Das wurde den Besuchern besonders deutlich, da Sabine Röser u.a. einige StadtwaldHolz-Frühstücksbrettchen mitgebracht hatte, die aus einer Platane gefertigt wurden, die im Rahmen dringender Renovierungsmaßnahmen an der Kölner Oper gefällt werden musste. Denn das Holz fand durch seine neue Verwendung nicht nur eine neue, bleibende und praktische Bestimmung, statt entsorgt zu werden. Es besteht so auch die Möglichkeit, sich ein Stück der in Köln bekannten »Opernplatane« in die eigenen vier Wände zu holen. Noch dazu erspart die Verwendung von Kölner Holz obendrein lange Holz-Transportwege und schont so wertvolle Ressourcen.

interviews(Interviews)

Natürlich wollten wir von Sabine Röser und Wilfried Nißing genauer wissen, wie man auf eine solch in sich stimmige Idee wie StadtwaldHolz kommt, für die es bereits den Umweltpreis der Stadt Köln gab. Grundlegend, so Wilfried Nißing, war sein Gedanke, durch den Sturm Wiebke zerstörte Bäume im Kölner Wald nicht dem Schredder des Forstbetriebs zu überlassen, sondern anzufragen, ob das Holz nicht auch angekauft und zu Möbeln verarbeitet werden könne. Von dieser ersten Idee angefangen, entwickelten Sabine Röser und Wilfried Nißing StadtwaldHolz über die Jahre konsequent zu einer einzigartigen Marke, deren Logo auf jedem einzelnen Produkt die gesicherte ökologische Herkunft und Verarbeitung auszeichnet.

Sollte man für die Entwicklung eines Konzept wie das von StadtwaldHolz ein besonderes Umweltinteresse mitbringen, wollten wir weiter wissen? Es hilft ganz sicher, sagte uns Sabine Röser, die sich, wie Wilfried Nißing, schon seit vielen Jahren für zahlreiche gesellschaftliche und ökologische Themen engagiert. »Man muss einfach in Bewegung sein und aufmerksam für das eigene Umfeld, denn gute Ideen liegen oft ganz nah. Natürlich gilt es dann auch, etwas Gutes daraus zu machen. Doch jeder kann in seinem eigenen Bereich schauen, was er tun kann, und auch kleine Ideen und Schritte helfen und bringen uns alle weiter. Wenn wir es schaffen, eine bewusstere Beziehung zu unserer Welt, zu unserem Umfeld aufzubauen, dann wird auch ein Leben und Arbeiten in Einklang mit Mensch und Umwelt für uns den Stellenwert erlangen, den es dringend braucht.

Bewusstes Wahrnehmen von Alternativen zu vielen unserer heutigen Gewohnheiten und eben, in Bewegung zu kommen und zu bleiben, sind dabei wichtige Voraussetzungen.«

TALKS2me(Kerstin Döweler_Sabine Röser)

Geradezu als Sinnbild dafür lenkten wir die Blicke der TALKS-Besucher dann zum Abschluss auf die »Stubenhocker« von StadtwaldHolz, die uns während der gesamten TALKS als Sitzgelegenheit dienten und mit ihrem Design jedem gedanklich ein Bein stellen, der allzu eingefahrene Vorstellungen von dem Begriff Hocker hat.

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Smells Like Oxymothum Spirit

21. April 2013 von Chris

florian zwissler(florian zwissler)

axel lindner(axel lindner)

florian zwissler, nicola hein(florian zwissler, nicola hein)axel lindner, florian zwissler, nicola hein(oxymothum |axel lindner, florian zwissler, nicola hein)

klirrlicht_do(klirrlicht_lindner, zwissler)

florian, nicola(florian zwissler aka fichtelmaster, nicola hein)

Klangcollagen mit Oxymothum. live. experimentell bis krass. psycho war gestern. Oxymothum_Axel Lindner | Florian Zwissler | Nicola Hein.

Theorie zur analogen Klangsynthese (Live-Interview | Florian Zwissler) und Performance mit klirrlicht (Axel Lindner, Florian Zwissler)

Samstag_27.4.2013 | Inspiration Lounge TALKS 2013 | Beginn 18:00 Uhr |ART68

 

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Inspiration Lounge TALKS 2013_Eva Ohlow

20. April 2013 von Chris

eva ohlow(Eva Ohlow_Künstlerin)

Die Künstlerin Eva Ohlow, Tochter des Kölner Künstlers Hubert Berke, studierte an den Werkschulen in Köln und Wuppertal. Zahlreiche Studien- und Arbeitsaufenthalte zogen sie danach ins Ausland, insbesondere nach Nord-West-Indien und mehrfach nach Afrika.

Für ihre Werke verwendet sie außergewöhnlich vielfältige und arbeitsintensive Techniken. Immer wieder hat sie sich im Rahmen ihres Wirkens neues, eingehendes Know-how im Umgang mit besonderen Materialien, wie beispielsweise Kautschuk, angeeignet. In ihren Werken, die von Installation, Skulptur und Kunst am Bau bis hin zur Malerei reichen, bezieht sie immer wieder Stellung für den Menschen und die wesentlichen Grundlagen menschlichen Lebens. Stets bleibt sie dabei offen für das Fremde, aufmerksam für neue Eindrücke. Ihre vielfältigen Arbeiten sind in Museen, Galerien, im öffentlichen Raum und Privatsammlungen sowie regelmäßig in Ausstellungen und Messen national und international zu sehen.

Eine ganze Werkserie mit aufwändig gearbeiteten Fotografien hat Eva Ohlow der lebenswichtigen Ressource Wasser gewidmet. Die Grundidee dazu entstand während mehrerer Afrikareisen und längerer Studienaufenthalte, u.a. in Mali und Burkina Faso. Dort sammelte Eva Ohlow immer wieder Eindrücke, wie kostbar Wasser für den Menschen und alles Leben ist und wieviel Mühe es in anderen Regionen der Welt bereit, den täglichen Wasserbedarf überhaupt decken zu können. Ihre fotografischen Werke und Ihre Objekte zum Thema Wasser spiegeln diese Eindrücke und werfen gleichzeitig einen Blick darauf, wie selbstverständlich und oft unhinterfragt wir hier mit dieser Ressource umgehen.

Wir freuen uns sehr, Eva Ohlow für ein Interview bei den Inspiration Lounge TALKS 2013 gewonnen zu haben. Sie erzählt uns Näheres über ihre Afrikareisen und ihre Erfahrungen dort – konkrete Anregungen, die »Selbstverständlichkeit« unserer Lebensgrundlage Wasser anders zu betrachten. Außerdem wollen wir natürlich erfahren, wie sie die in Afrika entstandene Idee zur Werkserie Wasser umgesetzt hat und was ihr dabei besonders wichtig ist.

 

Live-Interview mit Eva Ohlow, Künstlerin

Inspiration Lounge TALKS 2013  | 27. April 2013

Öffnung 17.30 Uhr | Beginn 18.00 Uhr
Art68 | Thürmchenswall 68, 50668 Köln_Anfahrt

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Inspiration Lounge TALKS 2013_Klirrlicht

18. April 2013 von Chris

klirrlicht(Axel Lindner, Florian Zwißler_Klirrlicht)

Bei unseren Inspiration Lounge TALKS 2013 wird Klirrlicht mit einer einzigartigen Verbindung von Geige und elektronischen Klängen den musikalischen Höhepunkt setzen.

Klirrlicht, das sind der Violinist Axel Lindner und Florian Zwißler, Komponist, Musiker und Spezialist für analoge Synthesizer. Ihre Kombinationen von klanglichen, melodischen und rhythmischen Mittel und Formen sowie ihre Variationsfreude geben immer wieder besondere Möglichkeiten, die eigenen Hörgewohnheiten zu erweitern, zu bereichern und Neue Musikwelten zu entdecken.

Letztes Jahr waren Florian Zwißler und Axel Lindner u.a. im Rahmen der Kölner Musiknacht sowie in einer außergewöhnlichen Kooperation mit Gwen Kyrg&Oxy Casio im Kölner Arttheater zu erleben. Wir freuen uns sehr, dass Klirrlicht exklusiv im Rahmen der Inspiration Lounge TALKS 2013 für viele Besucher neue musikalische Eindrücke entstehen lassen wird.

Axel Lindner absolvierte sein Musikstudium in Arnheim und anschließend an der Hochschule für Musik und Tanz Köln. Seit 2006 arbeitet er in der Kölner Musikszene, ist Mitglied der Formationen Superstrings und Sunship String Quartet. Er spielte u. a. mit Jens Düppe, Frank Köllges, in Norbert Steins Pata-Ensemble und in verschiedenen Formationen des Gitarristen Scott Fields. Axel Lindner ist ferner als Theatermusiker u. a. im Schauspielhaus Bochum, bei der Jungen Kammeroper Köln sowie als Studiomusiker bei verschiedenen Film- und Fernsehproduktionen tätig.

 

LIVE-Performance mit klirrlicht

Inspiration Lounge TALKS 2013  | 27. April 2013

Öffnung 17.30 Uhr | Beginn 18.00 Uhr
Art68 | Thürmchenswall 68, 50668 Köln_Anfahrt

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