Tag: Inspiration Lounge TALKS 2013

Inspiration Lounge TALKS 2013_Interview mit Boris Becker und Christoph Gottwald

16. Dezember 2013 von Chris

talks(Boris Becker, Kerstin Döweler, Christoph Gottwald))

Nachdem die TALKS_Entdeckungsreise zu wichtigen Aspekten rund um (Ideen-)Entwicklung und die Gestaltung von Gegenwart und Zukunft bereits Stationen wie Erwartungshaltungen hinterfragen, Alternativen erkennen und Ideen großziehen umfasst hatte, war es an der Zeit für einen Punkt, der bei aller Inspiration nicht fehlen darf: Starten statt Warten, was bedeutet, dass Ideen, so gut sie auch sein mögen,  Ideen bleiben, solange man sie nicht in die Tat umsetzt. Also, besser beginnen statt so lange hin und her zu überlegen, bis hundert andere Dinge dazwischen kommen.

christoph gottwald(About baddoginapark)

Wie es gelingen kann, selbst eine umfangreiche, gute Idee ohne langes Warten in überschaubarer Zeit zu realisieren, schilderten uns der Künstler und Fotograf Boris Becker sowie der freie Autor Christoph Gottwald im Inspiration Lounge Interview. Im Rahmen ihres ersten gemeinsamen Projekts realisierten sie den abendfüllenden Spielfilm baddoginapark.com,die (vermutlich?) weltweit erste Talk Story – eine fiktive, im Dokumentarstil von 33 interviewten Personen erzählte Geschichte. »Der Moment, der die Erzählstränge auslöst, ist der Biss des bösen Bronco, dem Hund der 17-jährigen Jessica Esser, in den Oberschenkel des joggenden Bankers Peter Wichmann. Aus dieser Ausgangssituation entwickelt sich die Story peu à peu zu einem hanebüchenen Splatter, wie eine Lawine, die immer neue Wege sucht, auf denen sie sich ins finstere Tal hinabstürzen kann… «

interview

Nicht nur das besondere Talk Story-Format des Films erlaubte eine Realisierung ohne jegliche, übliche Filmförderung. Als Darsteller für baddoginapark.com wurden Verwandte und Bekannte gewonnen, die allesamt ihre Rolle hervorragend spielten. »Wie habt ihr das hingekriegt,« war dann auch eine Frage im Laufe des Interviews, »viele Laiendarsteller und ein sehr überzeugendes Ergebnis in so kurzer Drehzeit?« Die Antwort: Christoph Gottwald hatte sich von Anfang an gedacht, dass gerade Laiendarsteller durch lange, zu lernende Texten eher irritiert wären und gab daher stets nur kurze Regieanweisungen zur Orientierung. Die Darsteller erhielten so einen Rahmen, den sie auf ihre eigene Erzählweise füllen konnten. Ein gutes Beispiel dafür, dass außergewöhnliche Ergebnisse selten unter kompletter Kontrolle entstehen, sondern dann, wenn Menschen gerne bei etwas dabei sind und eigenen Gestaltungsfreiraum erhalten.

Der Verzicht auf Filmfördermittel, um das Drehbuch ohne langes Warten realisieren zu können, bedeutete natürlich, improvisieren zu müssen. So wurden Kamerafahrten beispielsweise von einem Fahrradanhänger aus gemacht, das Catering für Filmcrew und Darsteller wurde schnell im Supermarkt um die Ecke besorgt etc. »Wir haben immer sehr gut organisiert, vor allem auch zeitlich,« berichtete Christoph Gottwald, »daher konnten wir das gesamte Projekt in nur 4 Monaten auf die Beine stellen.«

warmup(WarmUp)

»Warum gehen nicht deutlich mehr Leute im Filmbereich einen solchen Weg,« war die abschließende Frage. Wäre das nicht empfehlenswert? Die Antwort von Boris Becker: »Eine Umsetzung auf diese Art muss zur Idee und zum Drehbuch passen. Wenn das so ist, dann ist es gut zu starten statt zu warten und dabei durchaus zu außergewöhnlichen Mitteln zu greifen. Doch man darf nicht vergessen: bei aller großen Freiheit, die man bei dieser Vorgehensweise hat, gibt es immer auch Risiken, dass es am Ende nicht klappt. Den eigenen Weg mit den eigenen Mitteln zu gehen, mag oft genau das Richtige sein, aber es gibt bei der Realisierung von Ideen und Projekten keine Erfolgsgarantie. Bei uns hat es mit baddoginapark.com gut funktioniert und darüber freuen wir uns natürlich sehr.«

Ein schöner Abschluss für unsere diesmalige TALKS_Entdeckungsreise. Es war ein inspirierender Abend.

Wir freuen uns auf die Inspiration Lounge TALKS 2014.

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Inspiration Lounge TALKS 2013_Interview mit Peter Kowalsky

12. Dezember 2013 von Chris

peter kowalsky(Peter Kowalsky)

Die 5. Station unserer TALKS-Entdeckungsreise zu wichtigen Aspekten der (Ideen-)Entwicklung und Gestaltung von Gegenwart und Zukunft haben wir dem Thema Ideen großziehen und loslassen können gewidmet.

Der Bionade-Mitbegründer und Unternehmer Peter Kowalsky war da natürlich genau der richtige Interviewpartner. Auf der Basis seiner über viele Jahre gewonnenen Erfahrung im Entwickeln eines erfolgreichen Produkts, das nicht nur die Softdrink-Branche nachhaltig beeinflusst hat, schilderte er den TALKS_Besuchern, warum es beim Großziehen von Ideen den sogenannten »Erfolg über Nacht« nicht gibt. »Es mag für viele, von außen betrachtet, auch bei uns damals ganz schnell geklappt haben. Aber das war eben nicht so, sondern es hat über zwanzig Jahre gedauert, und während dieser Zeit war das Durchhalten alles andere als leicht. Es ist allerdings auch gut so, dass es den Erfolg über Nacht gar nicht gibt, denn sonst wäre ja am Ende auch ganz schön viel Unsinniges, nicht Durchdachtes erfolgreich. Wenn du eine lange Entwicklungszeit hast, bis du gezwungen, dich mit deiner Materie ganz im Detail auseinanderzusetzen. Das macht dich immer mehr zum Experten in deinem eigenen Gebiet, verschafft dir spezielles Wissen und Erfahrung und setzt vor allem auch Ideen frei, die du sonst nicht haben könntest. All diese Dinge sind letztlich die Voraussetzungen für den Erfolg, doch sie verlangen Zeit und Aufwand.«

kerstin, döweler, peter kowalsky(Kerstin Döweler, Peter Kowalsky)

Auf die Frage, was er denn nun im Jahr 1 nach seinem Ausstieg bei Bionade macht und wie es war, eine gute Idee und ein erfolgreiches Produkt nach langer Zeit loszulassen, antwortete Peter Kowalsky: »Wenn das eigene Leben so eng mit einer Idee bzw. einem Produkt verbunden ist wie bei mir, fällt das Loslassen natürlich sehr schwer, doch es war notwendig. Inzwischen sehe ich es auf folgende Weise: ich habe mit Bionade Vieles gelernt, und jetzt ist es an der Zeit, all das auf eine neue Art und Weise wieder anzuwenden und bewusst einzubringen. Das tue ich heute u.a., indem ich anderen, nachhaltig ausgerichteten Unternehmen als Business Angel zur Seite stehe und indem ich darüber hinaus an neuen Ideen arbeite.«

talks

Im Rahmen des Interviews kam natürlich auch die Frage nach besonderen Tipps für das Entwickeln und Großziehen von guten Ideen auf. »Ich kann dazu nur weitergeben, was ich auch selbst anwende, und das ist vor allem, das zu tun, was dir wirklich Freude macht, weil es dich interessiert und antreibt. Wenn du nicht weißt, was das ist, dann beginne, danach zu forschen, denn in dem, was du halbherzig tust, wirst du niemals wirklich gut sein und deine eigenen Fähigkeiten ausleben können. Auch ganz wichtig: arbeite mit den richtigen Menschen zusammen. Das sind diejenigen, mit denen es Freude macht, ein gemeinsames Projekt voranzubringen, weil man dabei von den verschiedenen persönlichen Kompetenzen und Blickwinkeln lernen kann und sich gegenseitig ergänzt. Viele Menschen denken über die Möglichkeit eines besseren Lebens nach und entschließen sich deshalb heutzutage z.B.  zu einer gesünderen Ernährungsweise. Das ist ein Schritt in die richtige Richtung, doch da kann und sollte noch viel mehr folgen, z.B. die Fragen nach dem eigenen Umfeld und den eigenen Ideen, beispielsweise: Welche meiner Ideen ist es mir wirklich wert, sie umzusetzen und womit beginne ich? Wie kann ich Menschen finden, die für mein Denken und Handeln offene Augen und Ohren haben, weil sie ebenfalls mit guten Ideen vorausgehen und die damit verbundenen Höhen und Tiefen kennen? Das sind wichtige Aspekte für das eigene Leben und ebenso des Wandels und der Gestaltung von Gegenwart und Zukunft.

peter(Wann gibt’s was Neues?)

Am Ende des Interviews wollten die TALKS_Besucher dann ganz genau wissen, wie es bei Peter Kowalsky weitergeht: »Wann werden wir wieder Neues von Dir hören?« wurde gefragt. Antwort: »Wartet es ab. Ihr werdet es ganz bestimmt erfahren.«

(Fotos: Kay Bach)

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Inspiration Lounge TALKS 2013_Projekt der Freunde

11. Dezember 2013 von Kerstin

Freunde der Inspiration Lounge(FreundeProjekt)

Die nächste Station der diesmaligen TALKS-Entdeckungsreise war das Projekt der Freunde der Inspiration Lounge.

Die Freunde der Inspiration Lounge helfen uns dabei, die Inspiration Lounge Gemeinschaft weiter wachsen zu lassen und inspirierendes Denken und Handeln noch stärker ins Blickfeld zu bringen. Sie selbst, die Freunde der Inspiration Lounge, haben wir ausgewählt, weil sie ebenfalls schon mit guten Ideen und Unternehmungen vorausgehen und damit auf ihre Weise konkrete, zukunftsweisende Wege für Mensch und Gesellschaft aufzeigen.

Im Rahmen des Projekts der Freunde haben wir dieses Mal die Inspiration als wichtigen Aspekt von (Ideen-)Entwicklung und der Gestaltung von Gegenwart und Zukunft in den Mittelpunkt gestellt. Gute Ideen und neue Wege entstehen nun einmal nicht im luftleeren Raum. Sie brauchen Anregungen von außen und sind darüber stets auch mit ihrem Umfeld, mit anderen Menschen, mit deren Gedanken und Handeln verbunden. So haben wir also die Freunde der Inspiration Lounge gebeten, den TALKS_Besuchern Einblicke in das zu gewähren, was sie zu ihren persönlichen sowie unternehmerischen Sicht- und Vorgehensweisen inspiriert.

Freunde der Inspiration Lounge_Wilfried Nißing, Sabine Röser(Wilfried Nißing, Sabine Röser_StadtwaldHolz)

Sabine Röser und Wilfried Nißing von StadtwaldHolz brachten einen von der Biologin Maria Rossbauer für die taz verfassten Artikel mit. Unter der Überschrift »Du bist nicht allein« schreibt die Autorin darin über die noch recht am Anfang stehende Erforschung sowie über die Bedeutung des Mikrobioms. »Uns hat daran besonders beeindruckt, wie sehr wir Menschen als soziale Wesen nicht nur eine äußere Gemeinschaft um uns herum brauchen, so Sabine Röser. Der Artikel von Maria Rossbauer macht deutlich, wie sehr jeder von uns auch bezüglich des eigenen Körpers auf eine gut funktionierende Gemeinschaft sowie auf ein positiv wirkendes Umfeld angewiesen ist.« Für diese beiden Gemeinschaften, ihre Funktionsweisen und sogar Zusammenhänge müssen wir heutzutage richtiggehend ein neues Bewusstsein entwickeln.

Freunde der Inspiration Lounge_Thomas Fuhlrott(Thomas Fuhlrott_zait)

Thomas Fuhlrott von zait stellte den TALKS-Besuchern den englischen Kunsthistoriker und Sozialreformer John Ruskin als Inspirationsquelle vor. »John Ruskin hat bereits im 19. Jahrhundert in Frage gestellt, woran heute leider immer noch viele glauben, nämlich dass ein Produkt schon deshalb gut sei, weil es sich gut verkauft. John Ruskin forderte, dass ein Produkt nur dann gut sein könne, wenn es das Leben erhält, verbessert und schöner macht. Diesem Anspruch, der von Unternehmern, vergleichbar künstlerischer Tätigkeit, viel Kreativität und das Durchbrechen von Denk- und Handlungsgewohnheiten fordert, folgen wir mit zait und haben so durch die Kombination von ökologischen, ökonomischen, kulturellen und sozialen Parametern eine andere Art entwickelt, Olivenöl zu handeln. Für die Zukunft wünschen wir uns, ganz in Ruskins Sinne, viele Ideen und Unternehmungen mehr, von denen man eines Tages sagen kann: Ihre Tätigkeit war Kunst und Ihre Spur ist Schönheit.

Freunde der Inspiration Lounge_Stefan Feike(Stefan Feike_investinlife)

Stefan Feike von investinlife brachte ein Plakat mit, das die Erdkugel zeigt, gesehen vom All aus. Sein Beitrag dazu: »Ich habe mich, wie ich finde, für das Grundlegendste entschieden, das wir alle teilen: unsere Erde, mit der wir leider noch immer umgehen, als hätten wir mindestens vier, fünf andere davon als Ersatz. Der Blick auf die abgebildete Erdkugel erinnert mich immer wieder daran, dass wir ganz viele unserer Denk- und Verhaltensweisen ändern müssen, wenn wir für die Welt und damit für uns alle etwas verbessern wollen. Es gibt dieses Zitat von Robert de Niro: Du bist entweder Teil der Lösung, Teil des Problems oder Teil der Landschaft. Viele entscheiden sich leider für »Teil der Landschaft«, und ich kann  nur anregen, sich, wie wir es von investinlife auch tun, beruflich und privat zu engagieren, um so ein »Teil der Lösung« zu werden.«

Freunde der Inspiration Lounge_Claudia Warda(Claudia Warda_zweiTnuTz)

Claudia Warda, die Gründerin von zweiTnuTz, las aus dem Buch Die Wand von Marlen Haushofer. Der erste Abschnitt, den sie für die TALKS_Besucher ausgewählt hatte, handelte davon, wie die Protagonistin des Romans, in der Natur auf sich alleine gestellt, nach einiger Zeit beginnt, ihre Bekleidung notwendigerweise zu flicken und aus Stoffresten zusammenzustellen. Der zweite gelesene Abschnitt beschrieb, wie ein großer Mercedes, einst Fortbewegungsmittel und Statussymbol, langsam aber stetig von der Natur – von Pflanzen und Kleintieren als Lebensraum erobert wird. »Dieses Buch von Marlen Haushofer ist 50 Jahre alt«, so Claudia Warda, » und doch hochaktuell. Es hat mein Denken und Handeln sehr geprägt. Ich kann es Ihnen nur empfehlen, weil es so eindringlich beschreibt, wie sehr wir alle ein Teil der Natur sind und damit nur mit ihr und nicht ohne sie leben können.«

Nach den einzelnen Beiträgen gab es natürlich reichlich Gesprächsstoff und Gelegenheit zum Austausch. Denn sicher waren bei diesem Projekt der Freunde jede Menge Inspirationen für die TALKS_Besucher mit dabei.

(Fotos: Kay Bach)

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Inspiration Lounge TALKS 2013_Interview mit Bojan Radojkovic

09. Dezember 2013 von Chris

bojan interview(Kerstin Döweler im Gespräch mit Bojan Radojkovic und Sabine Röser)

Die 3. Station der TALKS_Entdeckungsreise zu wichtigen Aspekten von (Ideen-)Entwicklung und der Gestaltung von Gegenwart und Zukunft war der Punkt Alternativen erkennen und schaffen.

Die TALKS-Besucher lernten dazu zwei unterschiedliche Geschichten kennen, die beide ihren Anfang im Kölner Stadtwald bzw. im Kölner Forst nehmen. Die erste Geschichte ist kurz: das bei der Durchforstung anfallende Holz wird heute herkömmlicherweise auf dem Schiffsweg nach China transportiert, dort zersägt bzw. bearbeitet und dann wieder hierher zurückgebracht. »Warum?«, fragen sich da viele TALKS-Besucher. Weil diese Bearbeitungen des Holzes dort billiger sind, ist die heute wie üblich auf der Hand liegende Antwort. Dabei wird, wie ebenfalls üblich, übersehen, dass allein durch die langen Transportwege Unmengen nicht erneuerbarer Ressourcen verbraucht werden und Emissionen entstehen, die das Argument »billiger« dieser Geschichte äußerst fragwürdig machen.

Genau deshalb ist es ein wichtiger Schritt, den Blick endlich auf längst existierende, bessere, schönere und sinnvolle Alternativen zu lenken. Die zweite Geschichte rund um das Holz aus dem Kölner Forst verbindet nämlich Menschen, die hier leben und arbeiten, mit ihren Ideen, ihrem Know-how sowie ihrem Handeln und lässt dabei gleichzeitig einen besonderen Bezug zwischen der hier gewachsenen Ressource Holz und uns in Köln Lebenden entstehen:

Mit StadtwaldHolz haben Sabine Röser und Wilfried Nißing schon vor Jahren ihre Idee in die Tat umgesetzt, ausschließlich Holz aus dem Kölner Forst als wertvolle Ressource vor Ort mehr und mehr nutzbar zu machen. Sie selbst lassen daraus hochwertige Möbel und Accessoires entstehen und arbeiten darüber hinaus zusammen mit anderen Menschen, die ebenfalls gute Ideen rund um das Holz aus dem Kölner Forst haben.

bojan_werkstatt(Die Werkstattgröße)

Bojan Radojkovic verbindet eine solche Kooperation mit StadtwaldHolz. Durch den Gedanken, hochwertige Rahmen für seine eigenen Fotografien haben zu wollen, entwickelte er die Idee für naturrahmen – besondere, qualitative und in Handarbeit gefertigte Bilderrahmen ausschließlich aus Kölner Stadtwaldholz. Natürlich bekamen wir im Interview mit Bojan Radojkovic nicht nur Einblicke in sein Know-how und seine Arbeitsweisen als ausgebildeter Fine Art Trade Guild Commended Framer. Vor allem erfuhren die TALKS_Besucher, wie sehr die Idee zu naturrahmen mit Bojan Radojkovics persönlicher Geschichte und auch seiner bewussten Entscheidung verbunden ist, in Köln zu leben.

eva ohlow_werk(Die Künstlerin Eva Ohlow, Kerstin Döweler)

Zum Abschluss dieser Station der TALKS_Entdeckungsreise stellte die Künstlerin Eva Ohlow dann ihr eigens für diese Inspiration Lounge TALKS gefertigtes Werk vor, das natürlich von Bojan Radojkovic gerahmt wurde und die Verbindung von Menschen und der Ressource Holz auf seine Weise verdeutlicht. Es zeigt keltische Schriftsymbole, die zu damaliger Zeit meist aus Ästen und Zweigen gefertigt wurden und so die unmittelbare Verbindung zwischen Natur und Kultur wiedergeben. Eva Ohlow hat für ihr Werk die Zeichen für Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft gewählt. Genau wie die Ideen und Menschen verbindende Geschichte über Kölner Stadtwaldholz zeigen diese auf, dass von der Vergangenheit bis heute Gewachsenes seine Verbindungen mit uns ebenso hat wie all das, was künftig aus unseren Denk- und Handlungsweisen entstehen wird. Es liegt daher an uns, welche der beiden erzählten Geschichten wir heute und künftig fördern, um unsere Gegenwart und Zukunft mitzugestalten.

bojan, eva(Zeit für TALKS)

(Fotos: Kay Bach)

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Inspiration Lounge TALKS 2013_Interview mit Antonius Werhahn-Mees und Philipp Pongratz

06. Dezember 2013 von Chris

interview(Christian Eisner, Philipp Pongratz, Kerstin Döweler und Antonius Werhahn-Mees)

Die 2. Station der diesmaligen Inspiration Lounge TALKS_Entdeckungsreise zu wichtigen Aspekten von (Ideen-)Entwicklung und der Gestaltung von Gegenwart und Zukunft: das Interview mit Antonius Werhahn-Mees und Philip Pongratz, in dem es u.a. um Vorgehensweisen ging, die heute weit verbreitetes Handeln durchbrechen.

Die beiden Gründer des jungen Unternehmens Leck mich, Eis mit Stil erzählten, wie sie auf den Gedanken kamen, Fruchteis am Stiel aus frischen, natürlichen Zutaten und ohne künstliche Zusätze zu machen. Eigentlich erstaunlich, dachte sich da so mancher TALKS_Besucher, dass bisher keiner die Idee hatte, den seit Jahrzehnten auf dem Markt befindlichen Stieleis-Produkten endlich mal echte Qualität entgegenzusetzen. Doch jede gute Idee braucht eben auch die Menschen, die bereit sind, ihren eigenen Vorstellungen reale Taten folgen zu lassen.

im gespräch(Leck mich, Eis mit Stil – das Interview)

Antonius Werhahn-Mees und Philipp Pongratz sind es, und nicht nur das. Sie gehen dabei ganz bewusst ihren eigenen Weg, und der hat, entgegen üblicher Vorgehensweisen gerade im Lebensmittelbereich, sehr mit Transparenz zu tun. So erfuhren die TALKS-Besucher nicht nur Vieles über den derzeitigen Stand der Unternehmung Leck mich, Eis mit Stil und die bisherige Entwicklungsgeschichte, sie bekamen auch reichlich Eis zum Probieren sowie genaue Informationen über die Zutaten der einzelnen Sorten – von klassischer Himbeere bis hin zum experimentelleren Gurke/Limone/Ingwer-Eis.

antonius werhahn-mees(Beim WarmUp)

»Wir wollen es einfach anders machen als viele andere es tun, die keine Auskunft darüber geben, wie sie ihre Produkte herstellen oder ihr Unternehmen führen, so Antonius Werhahn-Mees. Sicher haben diese Menschen ihre Gründe. Unsere Produkte haben jedenfalls beste Qualität und deshalb können und wollen wir darüber auch ganz offen reden.«

philipp pongratz(Philipp Pongratz)

Das von Antonius und Philipp mitgebrachte Eis erfreute sich nach dem Interview schnell wachsender Nachfrage. Gute Nachricht daher, nicht nur für die TALKS_Besucher: es wird schon bald einen Leck mich, Eis mit Stil-Laden in Köln geben.

(Fotos: Kay Bach)

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