Tag: Good Work

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05. Mai 2014 von Kerstin

good work

Wie im letzten Artikel angekündigt: zwei weitere gute Gründe, warum die Inspiration Lounge Good Work in den Mittelpunkt bringt:

Der erste liegt auf der Hand: es gibt zahlreiche Medien, die uns täglich mit »neuen« Nachrichten aus Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur überschütten. Es gibt aber nur sehr wenige Informationen, von denen man sagen kann, dass sie den Unterschied machen, weil sie wirklich neue, andere Perspektiven auf Mensch und Welt geben. Erst recht ist von Good Work, von ihren Bedingungen und Wirkungen sowie von denjenigen, die Good Work machen und damit zukunftsweisende Blickwinkel eröffnen, so selten die Rede, dass man glatt meinen könnte, es wäre unwichtig.

Tatsächlich ist gerade das Gegenteil der Fall. Wenn wir die notwendigen Denk- und Handlungsweisen entwickeln wollen, die verantwortungsvoll gegenüber Menschen, Ressourcen und (Um-)Welt sind und damit auch unser eigenes Umfeld erhalten und verbessern, brauchen wir deutlich mehr Menschen, die ihre Ideen und Fähigkeiten für Good Work einsetzen. Was wir dagegen schon mehr als genug haben, sind Leute, die ihre Interessen für Geld, Macht, Ruhm und Profite über alles andere stellen und damit auch noch medial ständig vertreten sind.

Daher: höchste Zeit für mehr Informationen über Good Work und über diejenigen, die Good Work tun und auch andere dazu inspirieren.

Der zweite Grund: in den letzten Jahren sind viele der gewohnten, täglichen Tätigkeiten ins Blickfeld gerückt. Aktuelle Beispiele: die Debatte um den Kauf von Bio-Lebensmitteln als gesündere Ernährung oder um Vegetarismus mit Blick auf das bisher übliche Einkaufs- und Essverhalten.

Viele dieser Debatten und zahlreiche (Informations-)angebote, die mehr Bewusstsein für Lebensweisen in Einklang mit Mensch, Ressourcen und Umwelt auf den Weg bringen möchten, beschränken sich dabei vorwiegend auf Anleitungen zu »strategischem Konsum«.

Wir sind jedoch überzeugt: so richtig interessant und inspirierend wird es gerade erst dort, wo es über den strategischen Konsum hinaus darum geht, denjenigen Lebensbereich bewusst zu betrachten, der einen oft mit am meisten beschäftigt: den der eigenen beruflichen Tätigkeit, der persönlichen Ideen, Skills und Handlungsweisen.

Hier liegen unzählige, gute Möglichkeiten, selbst mit Good Work- mit Wissen, Fertigkeiten, Engagement, Freude und Verantwortung aufzubrechen, um endlich eigene Ideen umzusetzen oder bisherige Wege neu anzugehen. Ideen und Wege, die Leben und Welt ein Stück besser machen, erhalten und erweitern sowie insbesondere dazu führen, dass man die eigenen Fähigkeiten (neu) entdeckt, einsetzt und entfaltet. Genau dazu wollen wir mit der Inspiration Lounge anregen.

Wir alle sind nicht lediglich Konsumenten, wir sind Menschen. Wir können nicht nur kaufen, wir können lernen, entwickeln, gestalten, erfinden, umdenken, uns mit anderen austauschen, freuen und zusammenschließen, Dinge verändern, persönlich wachsen…es liegt an jedem von uns selbst, in Richtung Good Work aufzubrechen und damit die Gegenwart und Zukunft positiv mitzugestalten.

Wer loslegen will, Inspiration und Austausch sucht oder schon auf dem Weg ist, der ist hier genau richtig. Also auf geht’s. Seien Sie dabei.

 

 

 

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Introducing:

30. April 2014 von Kerstin

gw

Nach viel Arbeit backstage geht es jetzt auch hier im Inspiration Lounge Blog wieder weiter – mit Good Work im Mittelpunkt.

Für alle, die sich jetzt fragen, warum wir das tun bzw. was wir mit Good Work meinen:

Good Work hat eine lange Tradition. Während es schon immer Menschen gegeben hat, die mit viel Können, aber nur wenig Verantwortung arbeiten, gab es glücklicherweise stets auch das Gegenteil. Menschen, die mit Exzellenz – mit Talent, Wissen, Fertigkeiten, Engagement, Freude und dem Bewusstsein agieren, dass ihr Denken und Handeln immer auch Auswirkungen auf das Umfeld hat. Sie beschreiten deshalb nicht lediglich den Weg von Geld und Status oder denjenigen, der vor allem größtmögliche Bequemlichkeit verspricht. Vielmehr suchen, entwickeln und wählen sie Wege, auf denen sie ihre Ideen und persönlichen Fähigkeiten einsetzen und gleichzeitig verantwortlich gegenüber ihrer engeren und weiteren Umgebung handeln. Das ist beispielsweise die eigene Familie, der eigene Freundeskreis, die Kollegen und Kunden, die Nachbarschaft, aber natürlich auch Menschen weiter entfernt, die man selbst gar nicht kennt und sogar künftige Generationen. Es ist der Ort vor der eigenen Haustür, das eigene Viertel, die eigene Region genauso wie im allerweitesten Sinne natürlich die komplette Welt.

Zwei Aussagen beschreiben den Charakter von Good Work besonders gut: da ist einmal der englische Sozialreformer John Ruskin, der bereits in der Mitte des 19. Jahrhunderts zu dem Schluss gelangte, eine Tätigkeit könne niemals nur deshalb gut sein, weil sie am Markt erfolgreich ist, sondern alles Handeln müsse letztlich am Leben selbst gemessen werden. Demnach ist eine Tätigkeit nur dann gut, wenn sie Leben und Welt erhält, sie ein Stück besser sowie schöner macht und erweitert. Der Wirtschaftswissenschaftler E.F. Schumacher stellte angesichts der Entwicklungen im 20. Jahrhundert präzise fest: »Jeder halbwegs intelligente Narr kann Dinge größer, komplexer und rabiater machen. Es braucht Mut und einen Hauch von Genius, in die andere Richtung zu gehen.«

Das gilt heute, angesichts der Ökonomisierung aller Lebensbereiche, sicherlich noch mehr. So liegt es nah, Kulturveranstaltungen zu gängigen Megaevents aufzublasen, wenn Sponsoren auf Millionen Menschen Reichweite drängen. Auch neue technische Features sind oft schneller entwickelt als die Frage, wozu und wem sie dienen. Neue Produkte fluten den Markt, künstliche Bedürfnisse werden geweckt. Bigger is beautiful = Business a usual. Wer arbeitet dagegen mit wirklich guten Ideen daran, die echten, grundlegenden Bedürfnisse zu stillen. Intelligent, zukunftsweisend, weil in Einklang mit Mensch und Umwelt, erschwinglich für Viele statt nur für Wenige. Wer gibt neue Perspektiven statt immer wieder das Übliche in neue Verpackungen zu stecken?

Auch heute gibt es sie – Menschen mit Entdecker und -Entwicklergeist, Mut und dem »Hauch von Genius«, die über die Grenzen einzelner Fachgebiete hinweg neue Wege und gute Beispiele von Good Work geben. Wir bringen sie und ihre Ideen, ihr Denken und Handeln, Ihr Wissen und die Möglichkeiten, die sie aufzeigen, inspirierend ins Blickfeld. Ganz nach dem Motto: Ist das Bewusstsein erst geweckt, liegt auch der Aufbruch nah. Clean out a corner of your mind and creativity will instantly fill in.

Es gibt weitere, gute Gründe, warum Good Work in den Mittelpunkt gehört. Im nächsten Artikel geht´s weiter.

 

 

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