Tag: Gemeinschaft

Inspiration Lounge_going public # 2 | Bärbel Kohler

24. Oktober 2014 von Kerstin

bärbel kohler, kerstin döweler(bärbel kohler, kerstin döweler_le tapir)

Im 3. Interview unserer Inspiration Lounge_going public #2 begrüßten wir Bärbel Kohler, Personalcoach. Das Interview startete mit der Frage, wie und in welchen Bereichen sie durch ihre berufliche Tätigkeit und Erfahrung andere Menschen konkret weiterbringt. Ihre Antwort: »Ich helfe Menschen, in ihrem Leben und ihre Arbeit betreffend eigene und neue Wege zu finden, zu entwickeln und zu gehen. Ich begleite sie Schritt für Schritt dabei und tue das durchaus mit einer gewissen, notwendigen Hartnäckigkeit.

bärbel kohler(bärbel kohler über ihre tätigkeit als coach.)

Wie wir gerade in den anderen beiden Interviews des Abends gehört haben, handelt es sich bei der Entwicklung und Umsetzung neuer Ideen und Wege nämlich nicht um eine Aufgabe, die von heute auf morgen abgeschlossen ist. Vielmehr erfordert sie Zeit, Aufwand und die Bereitsschaft zur Änderung von Denk- und Handlungsgewohnheiten. Wir sind allerdings oft ungeduldig und auch gerne bequem, was viele Menschen hemmt, neue Ideen und Wege umzusetzen. Daher sind professionelle Hilfestellungen sinnvoll, die zur Selbstreflexion anregen, Lösungsoptionen aufzeigen sowie auf eingefahrene Verhaltensmuster aufmerksam machen, um dadurch die Befreiung von diesen zu ermöglichen.«

gäste(das publikum)

Warum, möchte ich gerne von Bärbel Kohler wissen, ist es denn überhaupt wichtig und positiv, gerade auch beruflich den eigenen, persönlichen Weg zu gehen? »Es gibt viele Menschen,« antwortet sie darauf, »die arbeiten jahrelang an einem Arbeitsplatz und sind beispielsweise unzufrieden mit der Tatsache, dass immer wieder andere an ihnen vorbeiziehen. Gleichzeitig haben sie kein Bewusstsein für die eigenen Fähigkeiten und Stärken, für ihre Interessen, d.h. für das, was ihnen wirklich wichtig ist. Im Gegenteil sind sie insbesondere damit befasst, gegen empfundene Schwächen anzukämpfen und sich so gut wie möglich einzupassen, was sie aber auf Dauer demotiviert. Wer selbstbewusst ist, eigene Stärken und Interessen kennt, der findet die Tätigkeitsfelder und Aufgaben, die ihm liegen, ihn zufriedener und mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit auch erfolgreicher machen.«

team stilbude(das stilbudenteam im einsatz)

»Was sind denn Ihrer langjährigen Erfahrung nach wichtige Grundlagen für den eigenen Weg und die Realisierung eigener Ideen«, ist meine nächste Frage. Bärbel Kohlers Anregung an das Publikum lautet: »Selbstvertrauen und das Überwinden von Angst. Beides gelingt, wenn Sie sich bezüglich Ihrer bisherigen Verhaltensmuster, ihrer Interessen und besonderen Stärken die richtigen Fragen zu stellen. Und ich bin davon überzeugt: je mehr Menschen den eigenen Weg gehen werden, umso besser wird auch das menschliche Miteinander und Klima im Alltag. Das ist für mich eine große Motivation.«

Ein guter Abschluss für diesen Abend.  Vielen Dank nochmals an alle Interviewgäste, Besucher, Mitwirkende, die Männer von der Technik und das Team der stilbude.

Wir freuen uns auf die nächste Inspiration Lounge_going public.

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Inspiration Lounge_going public # 2 | René Tinner

22. Oktober 2014 von Kerstin

kerstin döweler, rené tinner(rené tinner, musikproduzent, kerstin döweler_le tapir)

Im zweiten Interview des Abends erzählte der Musikproduzent und Sound-Engineer René Tinner im Rahmen unserer Inspiration Lounge_going public #2 davon, wie er in den 1970er Jahren nach Köln kam, mit den Musikern von Can zusammenarbeitete und ab 1978 das Can Studio leitete.

interview rené tinner(rené spricht …)

»Den einzelnen Bandmitgliedern von Can war es sehr wichtig, ihre eigene Art von Musik zu machen und nicht zu klingen wie beispielsweise die Rolling Stones, die zur damaligen Zeit für viele Bands ein Vorbild waren. Und auch für mich ist das immer die große Herausforderung gewesen, die mich bewegt: neue, eigene Ideen einzubringen und zu realisieren, nicht einfach irgendetwas nachzumachen, weil es momentan vielleicht am Markt gut funktioniert. Nur so entsteht mit der Zeit der eigene Stil, das eigene Ding, das auch nicht austauschbar ist. Betrachtet man die Musikgrößen, die viele Jahre absolut prägend waren und sind, lässt sich feststellen: sie gehen diesen Weg.«

sound engineer(… über die zeit mit can )

Gefragt, inwieweit sich die Arbeit mit Sound im Laufe der Jahre und mit der Umstellung auf digitale Technik verändert hat, antwortete René Tinner: » Mit der Umstellung auf die Musikproduktion am Computer ist eine neue Wahrnehmungsebene hinzugekommen: das Betrachten von Musik in Form von Amplituden auf dem Bildschirm. Insbesondere bei vielen Studenten, die ich unterrichte, beobachte ich inzwischen eine solch starke Fixierung auf dieses Betrachten von Musik, dass darüber offensichtlich die Fähigkeit verschwindet, zuhören zu können. Doch das ist es eben, worum es in der Musik, und nicht nur in der Musik geht: Hören – Zuhören.«

gespräch Inspiration Lounge_going public #2(zum abschluss: ein wunsch an die besucher)

In diesem Zusammenhang war dann auch die Anregung zu sehen, die René Tinner zum Abschluss seines Interviews an das Publikum richtete: »Es gibt heute so unglaublich viele Musik, sie ist ständig um uns herum. Gleichzeitig und vielleicht gerade deshalb wird Musik nur noch sehr selten wirklich wertgeschätzt. Ich würde mir wünschen, dass Sie mal wieder einer Musik ihrer Wahl komplette Aufmerksamkeit schenken und ihr tatsächlich zuhören – ohne Ablenkung. Ich bin davon überzeugt, Sie werden auf diese Weise Neues, vielleicht sogar Faszinierendes entdecken.«

Mehr Inspiration und Details aus dem Interview mit René Tinner gibt es demnächst hier im Inspiration Lounge Video. Wir halten Euch auf dem Laufenden.

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Inspiration Lounge_going public #2: Wege statt Gründe

06. Oktober 2014 von Kerstin

bärbel kohler(bärbel kohler)

Im Rahmen unserer Inspiration Lounge_going public am 10. Oktober 2014 wollen wir quer durch Lebens- und Fachbereiche in Erfahrung bringen, was Menschen eint, die Ideen jenseits gewohnter Wege umsetzen. Was verbindet kreative Vorausdenker und Macher, Old School | New School?  Wir freuen uns sehr, mit Bärbel E. Kohler, Personalcoach, eine Expertin für dieses Thema gewonnen zu haben.

Auf der Basis langjähriger Erfahrung berät und begleitet Bärbel Kohler Menschen unterschiedlichen Alters und vielfältiger fachlicher Ausrichtungen in ihrer privaten und beruflichen Weiterentwicklung. Sie kennt daher nicht nur die wichtigen Voraussetzungen, die es braucht, um mitsamt den eigenen Ideen, Talenten und Skills den persönlichen Weg zu gehen. Sie weiß auch sehr wohl um die vielen kleinen und größeren Hürden sowie inneren Schweinehunde, die einem dabei gerne mal im Weg stehen: beispielsweise das Festhalten an vermeintlich sicheren, ausgetretenen Pfaden oder das fehlende Bewusstsein für die eigenen Fähigkeiten und Stärken.

»Wie schaffen es Menschen, im Gegensatz zu vielen anderen, die Hürden hinter sich zu lassen und Dinge aus der eigenen Vorstellung in die Tat zu bringen? Wie gelingt ihnen eine auf den eigenen Ideen aufbauende Entwicklung, wie finden sie die ihnen entsprechenden, persönlichen Aufgaben?«, frage ich Bärbel Kohler. Ihre Antwort beginnt mit einer Feststellung, die jeder nachvollziehen kann, der die Situation zwischen Aufbruch und Schweinehund aus eigener Erfahrung kennt: »Wer wirklich will, sucht nach Wegen und Lösungen, wer nicht will, sucht nach Gründen, warum etwas nicht geht. Denk- und Handlungsgewohnheiten zu hinterfragen und aufzubrechen, ist immer mit Veränderung verbunden, und Veränderungen sind Aufwand.« Wie man beides positiv angeht und damit auch selbst kreativer Vorausdenker und Macher sein kann, darüber sprechen wir mit Bärbel Kohler im Live-Interview.

 

Inspiration Lounge_going public #2
Freitag, 10. Oktober 2014  ||  ab 19.00 Uhr  ||  stilbude, Bonner Str. 69, Köln

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Inspiration Lounge_going public #2

15. September 2014 von Kerstin

Inspiration Lounge_going public #2(Inspiration Lounge_going public #2)

Am 10. Oktober 2014 startet unsere 2. Inspiration Lounge_going public, erneut in Kooperation mit dem Team von Leck mich, Eis mit Stil und ihrer stilbude in der Bonner Straße 69 in Köln. Natürlich haben wir wieder interessante Interviewgäste ausgewählt, und auch an leckere Inspirationen für den Gaumen ist selbstverständlich gedacht.

Beim diesmaligen Thema haben wir durch die Gäste der letzten Inspiration Lounge_going public #1 Anregung gewonnen. Da das Publikum nämlich gleich drei Generationen umfasste und diese Tatsache zu so lebhaftem Austausch führte, haben wir beschlossen: machen wir das doch gleich zum Hauptanliegen der Inspiration Lounge_going public #2. So heißt das diesmalige Motto »Old School | New School«. Wir freuen uns darauf.

Also, Termin schon mal vormerken. Mehr zur Veranstaltung und den Interviewgästen gibt es demnächst hier.


Inspiration Lounge_going public #2

Freitag, 10. Oktober 2014  ||  ab 19.00 Uhr  ||  stilbude, Bonner Str. 69, Köln

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Warum um Himmels willen macht ihr das?

31. August 2014 von Chris

faltkarte(faltkarte à la le tapir)

Wir bekommen immer  die zwei gleichen Fragen gestellt – die beliebteste Dritte erwähne ich heute mal nicht. Erste Frage: Warum macht ihr das, was ihr da macht? Und zweitens:
Wie genau geht das, was ihr da macht und warum so? Die erste kann ich ganz einfach beantworten: Weil es UNS! wichtig ist. Der detaillierte Rest steht in der BLOGbeschreibung und in den jeweiligen Posts.

Somit erzähle ich heute kurz über die zweite Frage. Ich fange rückwärts an: Warum so? Ganz einfach. Der wichtigste Aspekt unseres Denken und Handelns, neben unserem Gedanken der Verbundenheit mit allen Menschen, ist das Grundbedürfnis der Autarkie.

> siehe Wikipedia: Autarkie, (altgr. αὐτάρκεια autárkeia ‚ »Selbstgenügsamkeit«, »Selbst-
ständigkeit‘«) im allgemeinen Sinne bedeutet, dass Organisationseinheiten oder Ökosysteme alles, was sie ver- oder gebrauchen, aus eigenen Ressourcen selbst erzeugen oder herstellen.

Wir gehen die Grundidee/Situation aus unserem Kontext und unserer Sichtweise an, betrachten dann die Beteiligten und deren Kontext und bilden einen Konsens: Sozusagen die Schnittmenge aus unserer Sicht der Dinge.

Da Bilder und Beispiele mehr sagen als 1000 Worte, hier also ein paar Bilder.


Bsp 1._Geburtstagskarte

workflow(schnittplatz)

detail(detail)

zusammengeklappt(karte gefaltet)

 

Bsp 2._Interview mit Jochen Distelmeyer // Blumfeld

Bei unserem Interview mit Jochen Distelmeyer/blumfeld haben wir es vor vier Jahren genauso gemacht. Heißt ganz platt: Manager anrufen, warten, Termin ausmachen, warten, dann mit dem ganzen Filmkram

sound und bild(sony 4.1, cyber-shot)

in die Straßenbahn und zum Gebäude 9, dort spontan ein Set finden, da der Jochen friert und wegen seiner vorausgegangenen Fahrzeugpanne etwas grantelig ist (an dieser Stelle nochmals Danke an die Spontanhilfsaktion/Atelier-Ausleihe von Nane Müller und Werner Magar_puplik.org). Interview führen, Ton improvisieren, Licht improvisieren, 2 Kameras aufbauen, filmen,

flip(sony 4.1, cyber-shot + flip + canon hv30)

interviewen und wieder weg, dann Daten übertragen, dabei die Hauptdaten wegen eines technischen Fehlers komplett verlieren und mit dem übrigen Rest ein ganzes Interview generieren. Technisch schwerst improvisiert – aber es war eine prima Geschichte und Blumfeld ist immer noch einer meiner favourites.

jochen distelmeyer(jochen distelmeyer)

 

Fazit_An unserem Grundprinzip hat sich bis heute nichts geändert. Und das ist auch gut so.

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