17. März 2010 von Kerstin
»Es gibt keine Fehler, es gibt nur unerwartete Ergebnisse.«
Eriko Kopp-Makinose startete nach dem Abitur eine Tanzausbildung in Amsterdam, war jahrelang als Tänzerin tätig und gründete die Tanzkompanie UnterwegsTheater, deren Mitglieder aus vielen unterschiedlichen Ländern kamen.
Nach dieser Zeit wechselte Eriko Kopp-Makinose hinter die Kamera, wurde Videoeditorin und arbeitete ca. sechs Jahre in diesem Bereich. Mit 30 Jahren startete sie eine Ausbildung als Trainerin für Persönlichkeitsentwicklung. Sie arbeitet seitdem mit großer Leidenschaft in diesem Beruf und unterstützt Menschen in Unternehmen und Organisationen sowie Privat-personen, ihr persönliches Potential, ihre Gestaltungsmöglichkeiten zu entdecken, zu nutzen und zu erweitern.
Zusammen mit anderen Eltern und einer Pädagogin gründete sie 2004 die Freie Aktive Montessori-Schule in Neckargemünd und leitete deren Trägerverein Lernwerk e.V. jahrelang als Vorstandvorsitzende. Das Konzept der Schule beruht darauf, die Individualität von Kindern, ihre damit verbundenen persönlichen Schwerpunkte sowie verschiedene Lern- und Entwicklungsprozesse anzuerkennen und zu fördern. Wichtige Grundlage dafür ist eine Lernumgebung, in der Kinder aktiv und aus eigener Motivation heraus, ohne Angst vor Fehlern entdecken, probieren und lernen können. »Es war mir immer wichtig, Räume zu schaffen, in denen Kreativität auftauchen kann.« Die staatlich genehmigte Freie Aktive Montessori-Schule des Lernwerk e.V. ist daher sowohl im Hinblick auf das Konzept als auch den Schulalltag eine Alternative zum herkömmlichen Schultypus in Deutschland.
»Wir sind für Vielfalt. Das Spektrum der Schulen und Schulkonzepte machen wir ein bisschen bunter.«
Wurde die Schule 2004 von den Gründern vor allem für die eigenen Kinder initiiert, besuchen sie heute auch viel andere Kinder. Das Interesse für die Schule und ihr Lernkonzept ist groß und wächst weiter. Inzwischen ist auch der Umzug in neue Räumlichkeiten geschafft.
In unserem Interview ist noch die alte Schule in Neckargemünd zu sehen. Und tatsächlich haben wir uns zu Beginn des Interviewtermins an einige Dinge aus unserer eigenen Schulzeit erinnert gefühlt, um dann schnell festzustellen, wie anders und positiv eine Atmosphäre in Schulräumen auch sein kann.
Tags: Entwicklung, Erforschen, Freiheit, Ideen, Interview, Kreativität, Motivation
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27. Dezember 2009 von Kerstin
Vor einigen Tagen berichteten wir über den Künstler Steve Kurtz, dem in den USA eine Verurteilung zu bis zu 20 Jahren Haft droht und dessen Geschichte in dem beeindruckenden Film »Strange Culture« geschildert wird. Mit dem Fall befasste Behörden streben offensichtlich danach, einen Präzedenzfall zur entscheidenden Einschränkung von Kunstfreiheit und Meinungsfreiheit zu schaffen.
Am 24.12. wurde nun der chinesische Schriftsteller und Philosoph Liu Xiaobo zu 11 Jahren Haft verurteilt, weil er die Charta 08 mitentworfen und unterzeichnet hat. Wir verweisen deshalb heute auf die genauen Inhalte der Charta 08, um transparenter zu machen, welche Ideen und Forderungen nach Veränderung für so gefährlich und staatszersetzend gehalten werden, dass man Verfasser und Unterzeichner staatlich verfolgt.
In diesem Zusammenhang abschließend ein Zitat, das dieses Mal nicht aus einem Inspiration Lounge Interview stammt: »Menschen kann man einsperren, Ideen nicht.»
Tags: Freiheit, Ideen, Veränderung
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16. Dezember 2009 von Kerstin
(click the pix) Momentan findet in Köln das Filmfestival »ueber Macht« statt, das davor schon in vielen anderen Städten zu Gast war und weiter durch Deutschland touren wird.
Einer der im Festival vertretenen Filme ist »Strange Culture« von Lynn Hershman Leeson, den wir Euch besonders empfehlen. Er schildert sehr eindrücklich, wie der Künstler Steve Kurtz in die Mühlen von Polizei, Justiz und USA Patriot Act gerät und bis heute mit aller Kraft dagegen ankämpft.
Strange Culture zeigt die immer wieder zutage tretenden Bestrebungen von Machtzentren, die Meinungfreiheit, Kunstfreiheit sowie das Recht auf informationelle Selbstbestimmung mithilfe des Arguments der Gefahrenabwehr und der Wahrung von Sicherheit beschränken zu wollen. Die Geschichte von Steve Kurtz in den USA steht daher nicht alleine, ist aber ein sehr gutes Beispiel dafür, wie fragil Freiheitsrechte auch heutzutage sind.
Zahlreiche Menschen aus unterschiedlichen Bereichen – Schauspieler, Künstler, Menschenrechtsaktivisten, Wissenschaftler – setzen sich aktuell für Steve Kurtz ein, dem eine Freiheitsstrafe von bis zu 20 Jahren droht.
Die Tatsache, dass es den Film überhaupt gibt, ist sicher auch ein Beweis dafür, wie Kreativität und entschlossenes Engagement immer wieder in der Lage sind, sich gegen ein Klima der Angst und auch gegen große Widerstände zu behaupten.
Mehr Informationen zum Film Strange Cultures
Tags: Engagement, Film, Freiheit, Kunst
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18. August 2009 von Chris
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»Ich möchte wissen, wie die Welt funktioniert – so wie ich sie sehe.«
Ellen Bornkessel studierte visuelle Kommunikation, bevor sie an die Hochschule in Leipzig wechselte und sich schwerpunktmäßig mit Fotografie und Medienkunst befasste. Erkenntnistrieb bringt sie in ihrer Arbeit stetig voran und lässt sie vieles ausprobieren, was ihrer künstlerischen sowie ihren Auftragsarbeiten zugute kommt.
Ellen Bornkessel arbeitet als freie Fotografin für Unternehmen und verschiedene Zeitungen und Magazine, u.a. brand eins und Chrismon. Sie ist spezialisiert auf Portraitfotografie.
Im Februar 2007 gründete sie mit sieben anderen Künstlerinnen und Künstlern die Galerie Loris in Berlin. Loris ist spezialisiert auf künstlerische Arbeiten aus den Bereichen Fotografie, Video und Installation.
»Bei der Arbeit muss man offen sein und bereit zu suchen. Je offener man ist, desto konzentrierter ist man auch – und man lässt mehr Dinge zu.«
»Ich schätze an meiner Arbeit die Freiheit. Auch wenn ich mal wenig Geld habe, kann ich trotzdem immer arbeiten, etwas tun. Ich weiß einfach, dass ich genau das machen will.«
ellen-bornkessel.de
Tags: Ausprobieren, Fotografie, Freiheit, Geld, Interview, Konzentration, Kunst, Offenheit, Video
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18. August 2009 von Chris
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»Irgendwann macht man das, weil man es machen muss.«
Timothy Shearer studierte Kunst, speziell Bildhauerei und Malerei an der Virginia Commonwealth University und schloss danach ein Postgraduierten-Studium in Medienkunst an der KHM in Köln an. Seine Arbeiten werden in zahlreichen Ausstellungen national und international gezeigt.
2006 gründete er gemeinsam mit sieben anderen Künstlerinnen und Künstlern Blast e.V., Verein zur Förderung junger Kunst in Köln. Im Oktober desselben Jahres wurde der Kunstraum Blast in Köln eröffnet.
Timothy Shearer war schon früh begeistert von Kunst und verbrachte bereits in der Schule viel Zeit in der Bibliothek, um über Künstler und ihre Werke zu lesen.
»Mein Antrieb ist die Lust an Auseinandersetzung…ich liebe die Freiheit, Dinge auszuprobieren und mich nicht nur in einem Stil einzurichten. Ich mag es, einfach so aus Spaß zu kreieren. Allerdings wird von außen leider immer gefordert, dass man genau diese eine spezielle Handschrift haben muss.«
Tags: Ausprobieren, Freiheit, Interview, Kunst, Spaß
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