Tag: Forschung

Noam Chomsky in Köln

07. Juni 2011 von Kerstin

Im Rahmen seiner Albertus-Magnus-Professur 2011 wird Noam Chomsky heute Abend in der Universität zu Köln eine öffentliche Vorlesung halten, die auch online übertragen wird.

Noam Chomsky wurde in den 1960er Jahren mit seinen Forschungen und Beiträgen zur Sprachwissenschaft bekannt, insbesondere durch die von ihm vorangetriebene Verbindung von Linguistik, Kognitionswissenschaften und Informatik. Seine bis heute nicht unumstrittenen Arbeiten und Standpunkte lösten wissenschaftliche Diskussionen, wie beispielsweise die Linguistic Wars, aus und beeinflussten zahlreiche andere Fachbereiche – neben der Kognitionswissenschaft und Informatik auch die Neurowissenschaften und die Philosophie.

In den 1960er Jahren begann Noam Chomsky, sich stärker politisch zu artikulieren und zu engagieren. In diesem Rahmen wendete er seine in der Linguistik gewonnenen Erkenntnisse auch in der analytischen Betrachtung politisch eingesetzter Sprache an. Als kritischer Betrachter politischer Systeme ist er weit über den Bereich der Linguistik hinaus bekannt. Auch in seiner Vorlesung heute Abend wird er sich insbesondere politischen Perspektiven widmen. Wer die Standpunkte und Impulse des als »meist zitierten Außenseiters der Welt« Bezeichneten bei dieser seltenen Gelegenheit live erleben möchte:

Noam Chomsky, The Evolving Global Order: Prospects an Opportunities, 7. Juni, 19.30, Uni Köln, Aula im Hauptgebäude am Albertus-Maguns-Platz (Es lohnt sich früher hinzugehen – seine Vorlesung gestern war äußerst gut besucht.)

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Fight or Flight

09. Dezember 2010 von Chris

Die Sache mit dem Stress

In einer Serie über Stressfaktoren und Wege zur Stressregulierung erklärt unser Kommunikationspartner, der Psychiater und Hirnforscher Dr. George Berbari, die Funktionen von Cortisol und warum es dabei, wie immer, auf die richtige Menge ankommt.

Dr. Berbari wird hier in lockeren Abständen weitere Empfehlungen und Anwendungen zur Stressminimierung publizieren.

Interview Dr. Gerorge Berbari

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Dr. George Berbari_Psychiater + Hirnforschung

02. November 2010 von Chris


(Dr. George Berbari)

(Film Interview >) Dr. George Berbari (Psychiater und Hirnforschung).

In der Inspiration Lounge gebe ich seit einiger Zeit Empfehlungen an kreative Köpfe und Macher weiter. In diesem mehrteiligen Beitrag geht es mir besonders darum, zur alltäglichen Reduzierung von Stress und damit zur Vermeidung von negativen Stressfolgen beizutragen. Ich beginne mit Informationen über Cortisol.

Das Hormon Cortisol hat wichtige Funktionen in unserem Körper. Es ist beispielsweise notwendig zur Regulierung des Bluddrucks, des Stoffwechsels und der Insulinausschüttung. Es unterstützt wesentlich die Abwehrreaktionen des Körpers gegenüber entzündlichen Prozessen.

Morgens ist der Cortisonlevel in unserem Körper am höchsten, nachts am niedrigsten. Obwohl Cortisol nicht nur in Stresssituationen ausgeschüttet wird, ist es als Stresshormon bekannt geworden. Das beruht darauf, dass Cortisol in höheren Dosierungen in den Blutkreisluf gelangt, sobald sich der Körper in einer sogenannten Fight or Flight-Situation befindet. Cortisol ist hier zuständig, um den Körper schnell auf einen erhöhten Energielevel zu bringen, die Schmerzempfindlichkeit zu senken und unsere Hirn/Gedächtnisfunktionen auf Hochtouren zu bringen.

Wichtig ist dabei, den Körper nach der Stresssituation mit hoher Cortisolausschüttung wieder in einer ruhigere Phase zu bringen. Genau hier liegt meist das Problem: Unsere Kultur, unser Lifestyle erzeugen mit Vorliebe hohe Stresspegel. Zahlreiche Menschen sind dadurch regelmäßig zu vielen und zu langen Stressphasen ausgesetzt. Die Stressbewältigungsfunktionen des Körpers werden zu oft und zu dauerhaft aktiviert. Der Cortisolpegel im Blut hat keine Möglichkeit mehr, auf ein normales Maß zurückzufahren. Es resultiert ein chronischer Stresszustand des Körpers, der Cortisolspiegel ist permanent erhöht.

Damit gehen viele negativen Folgen für den Körper einher. Hier nur eine Auswahl:
> eingeschränkte kognitive Fähigkeiten
> Störung der Schilddrüsenfunktionen
> Bluthochdruck
> Starke Schwankungen des Blutzuckerspiegel
> eingeschränkte Immunabwehr, schlechte Entzündungshemmung und Wundheilung
> vermehrte Anlagerung von Bauchfett, gesteigertes Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle

Stress gehört zum Leben. Angesichts der Risiken für unsere Gesundheit ist es jedoch notwendig, chronischen Stress zu vermeiden und den Körper nach Fight or Flight-Situationen auch wieder in Entspannungsphasen zu versetzen. Es gibt viele Wege und Maßnahmen, um Stress abzubauen. Regelmäßige Spaziergänge an frischer Luft und im Grünen, ein netter Abend mit Freunden sind bespielsweise einfache Mittel, um Stress auf ein Normalmaß zu bringen.

Dauerhaft betrachtet ist es allerdings wichtig, das eigene Leben, den eigenen Lifestyle generell auf Stressfaktoren zu überprüfen, diese Faktoren bewusst wahrzunehmen und so weit wie möglich auszuräumen. Wie gesagt, es geht nicht komplett ohne Stress. Es geht darum, überflüssigen Stress zu erkennen und zu vermeiden.

Dazu demnächst mehr.

In Teil 2 dieses Beitrags werde ich mich dem Thema Stressfaktor »Ungeschriebene soziale Gesetze« und Möglichkeiten zur Stressbewältigung widmen.

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Interview mit Prof. Dr. Harald Welzer

23. September 2010 von Chris

»Ich verspreche mir die größten Veränderungen durch Veränderungen.«

Prof. Dr. Harald Welzer ist Soziologe und Sozialpsychologe. Als Direktor des Center for Interdisciplinary Memory Research in Essen leitet er zudem Teilprojekte des Forschungsschwerpunkts KlimaKultur am Kulturwissenschaftlichen Institut Essen. Außerdem ist er Professor für Sozialpsychologie an der Universität Witten/Herdecke und Affiliated Member of Faculty am MARIAL-Center der Emory University (Atlanta/USA) und Mitglied zahlreicher wissenschaftlicher Beiräte und Akademien.

Die Schwerpunkte seiner Forschung und Lehre sind Erinnerung, Gruppengewalt und kulturwissenschaftliche Klimafolgenforschung.

Lange wurden der Klimawandel und seine Folgen lediglich unter naturwissenschaftlichen Blickwinkeln betrachtet. Ausgehend von seiner eingehenden Forschung über Gruppengewalt, begann Prof. Dr. Welzer vor einigen Jahren, die Folgen des Klimawandels unter kulturwissenschaftlichen Aspekten zu erforschen. Ein Schwerpunktthema ist dabei die Entstehung von Gewaltkonflikten aufgrund sich ändernder Klimabedingungen.

Die kulturwissenschftliche Klimafolgenforschung beschäftigt sich daher mit Bereichen, die durch die zuvor rein naturwissenschaftliche Betrachtung des Klimawandels keine Beachtung fanden: die Auswirkungen auf das Zusammenleben der Menschen, auf die kulturellen Strukturen.

Wie sehen diese Auswirkungen aus und wie kann der Einzelne agieren angesichts der bevorstehenden sowie bereits im Gange befindlichen Klimaverschiebungen und sozialen Umwälzungen? Wo liegen Möglichkeiten, positiv einzuwirken?

Das Interview führten wir in der Europäischen Akademie in Otzenhausen. Zeitgleich fand dort das von Klaus Wiegandt und Harald Welzer geleitete Kolloquium >Perspektiven einer nachhaltigen Entwicklung: Wie sieht die Welt von morgen aus? < statt, bei dem zahlreiche Experten aus unterschiedlichen Fachbereichen, u.a. Kulturwissenschaft, Sozialpsychologie, Wirtschaftswissenschaft, Biochemie und Astrophysik, zusammentrafen.

Auswahl der Veröffentlichungen von Prof. Dr. Harald Welzer:

· »Opa war kein Nazi!« Nationalsozialismus und Holocaust im Familiengedächtnis.
· Täter.
Wie aus ganz normalen Menschen Massenmörder werden.
· »Klimakriege. Wofür im 21. Jahrhundert getötet wird«

· Zusammen mit Claus Leggewie  »Das Ende der Welt, wie wir sie kannten«
· »Apo statt Kalypse«, Handeln in der Krise, (FAZ)

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Mach’ mal Pause

15. April 2010 von Chris

workUnser Kommunikationspartner Dr. George Berbari, Psychiater und Hirnforscher, setzt mit seinem heutigen Artikel seine Reihe über die Vermeidung von Stress fort. Schwerpunkt sind dieses Mal einfach umzusetzende Tipps, um Stress bei der Arbeit am Schreibtisch zu vermeiden und neuen Ideen die »Tür« zu öffnen.

Seht selbst…

Inspiration Lounge Interview mit Dr. George Berbari

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