02. September 2010 von Chris


(click the pix)
Hier wieder eine kleine Kostbarkeit, direkt aus Shanghai, von stageBack. Wer da ist, sollte sich dies nicht entgehen lassen. Wem dies zu weit ist, geht hier direkt zum Interview Susanne Junker.
»Xianglong zhaoi« – fliegender Drache nannten Forscher eine 2007 in China entdeckte Echse aus der Kreidezeit. Vor 125 Millionen Jahren glitt das kleine geflügelte Reptil auf der Jagd nach Insekten im Sinkflug von den Bäumen. Ungewöhnliche Wesen aus der Urzeit finden sich auch im Werk der europäischen Künstlerin Barbara Anna Husar (*1975, Austria): Riesige Echsen entstehen in ihrem Atelier. Mystisch, archaisch und gleichzeitig poppig-bunt sind ihre Urviecher kraftvolle Botschafter zwischen vergangenen Zeiten und der Gegenwart.
Einige ihrer Kreaturen sind Zwitterwesen zwischen Dinosaurier und Architektur. »Guggosauros Bilbao Titan« ist hierfür ein Beispiel, eine Mischung aus einem Reptil und dem Guggenheim Museum in Bilbao. Ob Knochen oder Stein, für Husar sind beide von Interesse als Rückgrat und Speichermedien unterschiedlicher Lebensformen, als Datenträger genetischer – biologischer wie kultureller – Codes, die sich ständig weiterentwickeln und sich im Kern doch gleichen. Gerade die explodierende Metropole Shanghai, deren Wandel durch die Expo 2010 nochmals an Geschwindigkeit gewann, bietet mit ihrer Gleichzeitigkeit von Hypermoderne und traditionellem Leben zahlreiche Anknüpfungspunkte.
Husar wählt für ihre »Archi saurus«-Transformationen im Rahmen des Artist in Residenz-Aufenthalts bei stageBACK als erstes Motiv das Shanghai Art Museum, ein historisches Gebäude ganz in der Nähe des Platzes des Volkes, in dem heute Chinas führendes Museum moderner Kunst untergebracht ist. (Textauszug: Susanne Laengle, Wien 2010)
Parallel zeigt stageBACK als Weltpremiere den neuen Film von Barbara Anna Husar »core of flock«, sowie Skulptur, Grafik und Fotografie der Künstlerin.
Ausstellungsbeginn: ab 6. September, 2010
Tags: Architektur, Ausstellung, Film, Kunst, Kunstraum, Skulptur
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05. August 2010 von Chris

Du musst es aufmachen und auf Vollfläche anschauen –Lautstärke auf Maximum.
Was dann passiert ist unglaublich. Nach kürzester Zeit hat es dich. Du weichst aus, rein in die Kurve, schreckst zurück. Dein Fuß zuckt. Du drückst ihn leicht durch…
Manchmal sind Dinge in ihrer radikalen Konsequenz einfach und genial. Eine Idee, ein Kurzfilm, kompromisslos umgesetzt. Vor 30 Jahren schon außergewöhnlich, heutzutage unfassbar.
PS. Das Ding ist nicht gefaked. Nicht die Geschwindigkeit manipuliert,nichts . Der Typ hat das einfach so durchgezogen.
Merci, Frank.
Tags: Film
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23. Februar 2010 von Chris
»Meine Motivation ist die Neugierde, mich mit verschiedenen Standpunkten auseinander zu setzen.«
Otto Dietrich studierte Graphik-Design, bevor er an das Chelsea College of Art & Design nach London und zum Fach Medienkunst wechselte. Sein Postgraduiertenstudium an der Kunst-hochschule für Medien in Köln schloss er mit der Arbeit »Der Sohn Gottes – The Son of God« ab, einem Dokumentarfilm über Jesusdarsteller und die Darstellung des Göttlichen im Passionsspiel. Ohne jemals zuvor ein Interview geführt zu haben, fuhr Otto Dietrich für diesen Film an Passionsspielorte in Bayern und den USA – Oberammergau, Engerazhofen, Spearfish und Colorado Springs – um Jesusdarsteller über ihre unterschiedlichen Eindrücke und Erfahrungen zu befragen. Die Idee zu »Der Sohn Gottes – The Son of God« entstand u.a. während der Arbeit bzw. auf der Reise für einen anderen Film: »Die Romantische Straße«.
Kennen gelernt haben wir Otto Dietrich im Rahmen der Präsentation seines Films »Toy Soldier«. Der Film dokumentiert das Leben schwuler Soldaten in der israelischen Armee und lässt die Protagonisten dabei ihre eigenen Blickwinkel und Erfahrungen schildern. Beeindruckt hat mich dabei ganz besonders, wie sich anhand verschiedener Sichtweisen die kulturelle Prägung Israels durch das Militär abzeichnet.
»Toy Soldier« entstand im Rahmen eines Projekts von drei Filmschulen, der Sam Spiegel Film & Television School Jerusalem, der Andrzej Wajda Master School of Film Directing in Warschau und der Internationalen Filmschule Köln. Otto Dietrich entschied sich, für das Projekt einen Film in und über Israel zu erstellen. Auf das Thema von »Toy Soldier« kam er u.a., als er bei der Recherche auf »Yossi und Jagger« stieß, einen in Israel sehr erfolgreichen Film.
Otto Dietrich arbeitet heute sowohl als Filmemacher/Regisseur als auch als Künstler und Graphik-Designer. Dabei kommen Know-how und Erfahrungen in jedem einzelnen Bereich seiner Arbeit in den anderen Gebieten zugute. Es resultieren eine enorme Vielseitigkeit und zahlreiche Projekte, die deutlich den zugrunde liegenden Antrieb erkennen lassen:
»Es geht mir darum, Dinge zu produzieren. Ich will visuell kommunizieren.«
Die im Interview enthaltenen Darstellungen von »Der Sohn Gottes – The Son of God« und »Toy Soldier« entstammen der Homepage von Otto Dietrich. Dort sind ebenfalls viele weitere Projektbeispiele sowie Informationen über die Filme zu sehen.
Tags: Design, Film, Interview, Kunst, Motivation, Neugierde
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26. Januar 2010 von Kerstin
Liebe Freunde der Inspiration Lounge,
es ist an der Zeit, Euch das nächste Inspiration Lounge Interview anzukündigen.
Mit dem Filmemacher, Künstler und Designer Otto Dietrich sprachen wir über die Vorteile vielseitigen kreativen Schaffens, über seine Filme Toy Soldier und Der Sohn Gottes/The Son of God sowie darüber, wie gut es ist, mit anderen Spezialisten zusammenzu-arbeiten – sei es, weil einen die Blickwinkel der anderen immer wieder überraschen oder weil man sowieso nicht alles alleine wissen und machen kann.
Demnächst mehr.
Tags: Design, Film, Interview
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16. Dezember 2009 von Kerstin
(click the pix) Momentan findet in Köln das Filmfestival »ueber Macht« statt, das davor schon in vielen anderen Städten zu Gast war und weiter durch Deutschland touren wird.
Einer der im Festival vertretenen Filme ist »Strange Culture« von Lynn Hershman Leeson, den wir Euch besonders empfehlen. Er schildert sehr eindrücklich, wie der Künstler Steve Kurtz in die Mühlen von Polizei, Justiz und USA Patriot Act gerät und bis heute mit aller Kraft dagegen ankämpft.
Strange Culture zeigt die immer wieder zutage tretenden Bestrebungen von Machtzentren, die Meinungfreiheit, Kunstfreiheit sowie das Recht auf informationelle Selbstbestimmung mithilfe des Arguments der Gefahrenabwehr und der Wahrung von Sicherheit beschränken zu wollen. Die Geschichte von Steve Kurtz in den USA steht daher nicht alleine, ist aber ein sehr gutes Beispiel dafür, wie fragil Freiheitsrechte auch heutzutage sind.
Zahlreiche Menschen aus unterschiedlichen Bereichen – Schauspieler, Künstler, Menschenrechtsaktivisten, Wissenschaftler – setzen sich aktuell für Steve Kurtz ein, dem eine Freiheitsstrafe von bis zu 20 Jahren droht.
Die Tatsache, dass es den Film überhaupt gibt, ist sicher auch ein Beweis dafür, wie Kreativität und entschlossenes Engagement immer wieder in der Lage sind, sich gegen ein Klima der Angst und auch gegen große Widerstände zu behaupten.
Mehr Informationen zum Film Strange Cultures
Tags: Engagement, Film, Freiheit, Kunst
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18. August 2009 von Chris
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»Ich möchte auf 20 Jahre zurückblicken, in denen ich genau das gemacht habe,
was ich wollte.«
Adrian Draschoff ist Mitbegründer der Filmproduktion rolandrock in Köln. Von der Konzeption, dem Drehbuch über die Arbeit mit der Kamera bis hin zum Schnitt – Adrian Draschoff ist ein Film-Allrounder. Er arbeitete schon früh für zahlreiche Fernsehproduktionen und verwirklicht zeitgleich eigene Filmprojekte.
Ursprünglich wollte er Autorenfilmer werden, kam dann aber schnell in den Dokumentarfilmbereich und schrieb nebenher weiter Geschichten und Drehbücher. Aufgrund seines Tatendrangs gelingt es ihm, sämtliche Bereiche nicht nur zusammenzubringen, seine unterschiedlichen Erfahrungen kommen jedem einzelnen Arbeitsbereiche zugute. Seine besondere Leidenschaft sind momentan Musikvideos, die er für junge Bands erstellt.
Videobeispiel
Adrian Draschoffs Antrieb ist die Faszination für das bewegte Bild. »Ich wollte immer schon die Welt, die Bilder, die ich im Kopf habe, beschreiben und meine Eindrücke vermitteln. Ich bin eher durch Zufall darauf gekommen, dass ich das mit einer Kamera tun kann. Ich hätte ja auch am Anfang gar nicht das Geld gehabt, mir einfach mal so eine Kamera zu kaufen.«
»Oft frage ich mich, wie meine Vorstellungen aus anderen Blickwinkeln aussehen könnten. Ich versuche, das mit der Kamera umzusetzen. Es klappt nicht immer…aber man muss Ausdauer haben und mit Konzentration an dem bleiben, was man machen möchte. Dann wird alles gut.«
Tags: Ausdauer, Film, Geld, Interview, Konzentration, Uebung, Video
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