Tag: Ernährung

Inspiration Lounge TALKS 2012_die Dokumentation#1

21. November 2012 von Kerstin

(rund um’s Buffet)

Am 17.11.2012 starteten die Inspiration Lounge TALKS direkt mit ihrem kulinarischen Highlight: Im Rahmen eines gemeinsamen Ess-Happenings konnten alles TALKS-Besucher und Teilnehmer 12 unterschiedliche Speisen erschmecken, darunter marinierte Kichererbsen mit getrockneten Tomaten und Petersilie, Spitzkohlsalat mit Ingwer und Mandeln sowie eine auch farblich sehr beeindruckende Kürbis-Apfelcreme zum Nachtisch.

(bunt gemischt)

Bevor der »Run« auf’s Buffet im Glas einsetzte, gewährte die BIOSpitzenköchin, Buffet-Urheberin und Gründerin des BioGourmetClub Mayoori Buchhalter in ihrem Inspiration Lounge Interview Einblicke in ihr reichhaltiges Wissen über natürliche Lebensmittel und deren gesunde, leckere Zubereitung.

(die print-vorstellung bei den inspiration lounge talks)

So mancher Besucher kam recht in’s Staunen, als sie erklärte, wie mit absolut alltagstauglichen Zutaten in wenigen Schritten ein raffiniertes Gericht entsteht, das sowohl den Gaumen freut als auch für den Erhalt unserer wichtigen Lebensgrundlagen und Ressourcen Gutes leistet. Es geht, wie Mayoori Buchhalter sagt, tatsächlich darum, »Türen« im Kopf zu öffnen sowie neue Eindrücke und Know-how zu sammeln, um schon durch kleine Änderungen viel zu bewegen. Dafür gab es dann reichlich Anregung, als Mayoori Buchhalter zu den Buffet-Speisen Stellung nahm, denn neben Stärkung und Gaumenspaß trat bei jedem einzelnen Gericht auch eine bestimmte, positive Wirkung auf unseren Organismus. Vegane Küche und TCM –Kochen und Essen, nicht nur um auf natürliche Weise satt zu werden, sondern auch um Körper und Geist gezielt zu unterstützen und in Einklang zu bringen – für viele bis dahin unbekanntes Terrain, das neugierig auf ausgiebige Erkundung machte.

Als Entdecker konnte deshalb schließlich jeder wählen, ob er mit Butternut-Kürbissalat mit Rosinen und Senf die nette Art wählt, etwas für die Leber zu tun, ob er mit Quinoasalat mit Ingwer, Sojasauce und Sesam für Klarheit im Inneren sorgt oder ihn der italienische Pennesalat mit Champignons, Zitrone und Rukola wirklich grinsen lässt (jawohl, er tut es). Am Ende war klar: Mayoori Buchhalter hat für zahlreiche, gesunde, leckere Aha-Erlebnisse gesorgt und ihre karamellisierten Seitanspieße schafften den ganzen Abend sprichwörtlich noch mehr Lust auf Neues.

(nach dem Buffet-Aufbau, die Ruhe vor dem Sturm)

(Lecker Essen mit Wirkung, auf zum BioGourmetClub)


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Lecker wird’s

20. September 2012 von Kerstin

(im BioGourmetClub)

Schon als wir das Konzept für die Inspiration Lounge TALKS 2012 erstellten, war uns klar, dass im Rahmen der Live-Interviews der Themenbereich »Essen und Kochen, lecker und gesund« eine wichtige Rolle spielen soll. Schließlich stellen wir in der Inspiration Lounge die Frage: wie wollen wir leben? Und wer darüber nachdenkt, der ist ganz schnell auch bei der Frage, die uns alle betrifft: wie wollen wir essen?

Wenn man dann, wie wir, in Köln loszieht, um dazu die passende Expertin mit langjährigem Know-how, außergewöhnlichen Ideen und spannenden Blickwinkeln für ein Live-Interview bei den TALKS zu finden, führt einen der Weg zu Mayoori Buchhalter, der Gründerin und Geschäftsführerin des BioGourmetClub.

Kaum saßen wir mit ihr beim Mittagessen, überraschte sie uns mit der Feststellung, dass es eigentlich nur eine halbe Sache sei, über Kochen, das Spaß macht und leckeres, gesundes Essen zu reden. Besser wäre es doch, man könnte das Essen auch probieren. Kein Zweifel – sie hat Recht, dachten wir uns.

Deshalb haben wir inzwischen eine passende Idee für die TALKS entwickelt und gemeinsam mit Mayoori Buchhalter einen besonderen Weg gefunden, ein Interview über Essen und Kochen, über unsere Essgewohnheiten und die enormen Potentiale schon einfacher Veränderungen mit wunderbarem Essen zu kombinieren.

Lasst Euch überraschen.

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kreativ bewegen_Kettenreaktion_2

19. Oktober 2011 von Kerstin

Doch mal an euch: ihr esst jetzt anders und macht dabei keinen angestrengten Eindruck. Oder täusche ich mich?

K: Nein, wir waren zu keiner Zeit angestrengt. Im Gegenteil: ich habe die Essensumstellung ein bisschen wie ein Experiment betrachtet. Etwas Neues auszuprobieren ist spannend und nicht in erster Linie anstrengend, finde ich.

F: Was die zeitliche Organisation angeht, denke ich noch dazu: schaut man sich den eigenen Tag genau an, werden viele feststellen, dass sie für besseres Essen und die Zubereitung eigentlich Zeit haben. Gesundes Essen nährt uns ja, d.h. es hält unsere Körperfunktionen dauerhaft aufrecht und sollte uns daher wichtig sein. Es ist aber üblich geworden, sich für das Thema Essen so wenig Zeit wie möglich zu nehmen, weil alles andere wichtiger scheint – bis hin zum Fernsehen.

K: Beim Stichwort Zeit für besseres Essen bin ich voll auf deiner Seite. Wir sind heute alle schnell bei der Aussage, dass wir überhaupt keine Zeit haben. Angefangen vom Thema »gesundes Frühstück/Essen zubereiten« kann man das für sich genauer beleuchten. Man schaut sich seinen Tag an und findet natürlich auch Gewohnheiten, die keine Pflicht sind. Also stellt sich die Frage: ist mir dies wirklich so viel wert, dass ich nichts an meinem Tagesablauf ändere, um das andere ausprobieren zu können? Auch diesen Prozess finde ich spannend und erhellend. Er zeigt, was einem wirklich wichtig ist.


F: Gibt es denn außer der Zeitbetrachtung und der Umstellung auf andere Lebensmittel noch weitere Aspekte, die sich durch euren Frühstücks- bzw. Essens-Veränderungsprozess bewegt haben?

K: Ja, jede Menge. Um mit einer der augenfälligsten Bewegungen zu starten: wir haben schnell bemerkt, dass es sehr viel Spaß machen kann, anders einzukaufen als wir es bisher gewöhnt waren. Allein durch das andere Frühstück brauchen wir heute deutlich mehr Obst. Dadurch fiel mir beim Einkauf im Supermarkt an der Ecke immer mehr auf, dass die Obsttheke keinen guten Eindruck macht. Ich meine nicht die Auswahl, sondern Frische und Qualität. Die Sachen sahen ok aus, schmeckten aber oft irgendwie fad.

Also fingen wir an, nach Alternativen zu suchen, und davon gibt es ja zunächst vermeintlich viele. Wie das aber so ist, wenn man sich mit einer Sache beschäftigt, hat sich dann eine weitere selektive Wahrnehmung eingestellt. Angeregt durch den Film Taste the Waste achten wir jetzt mehr darauf, Obst und Gemüse mehr von regionalen Erzeugern einzukaufen statt im herkömmlichen Supermarkt. Um es kurz zu machen: wir haben schon einige gute Möglichkeiten aufgetan und sind dabei auf den Geschmack weiterer Entdeckungstouren gekommen.

Mehr von unterwegs gibt’s demnächst hier in diesem Lokal.


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kreativ bewegen_Kettenreaktion_1

18. Oktober 2011 von Kerstin

(Kerstin Döweler im Interview mit Felix Klemme)

Vor einiger Zeit berichteten wir, wie wir von Toast- zum Obstfrühstückern wurden. Seitdem haben uns so viele Fragen und Statements dazu erreicht, dass wir das Thema hier in einem Gespräch mit Felix Klemme vertiefen. Schließlich hat er uns zu unserem gemeinsamen Projekt »kreativ bewegen« inspiriert und uns inzwischen auch reichhaltige Fakten aus seinem Wissensfundus über Ernährung mitgeteilt.

K: Felix, Du hast Chris vor einiger Zeit den Tipp gegeben, auf Produkte mit höherem Anteil an raffiniertem Zucker zu verzichten und stattdessen insbesondere natürliche Lebensmittel zu essen. Daher kam dann auch Deine Anregung, statt dem üblichen Brot oder Toast am Morgen mal über einen längeren Zeitraum gemischtes Obst mit Nüssen zu frühstücken. Tatsächlich haben wir nach kurzer Zeit des Eingewöhnens festgestellt: es schmeckt nicht nur sehr gut, es hält auch länger vor.

F: Das ist kein Wunder, denn ein Frühstück mit Toast, Butter und beispielsweise Marmelade kommt vom kalorischen Energiegehalt zwar auf ungefähr das gleiche Ergebnis wie das von mir empfohlene Obstfrühstück mit Nüssen und etwas Joghurt. Allerdings liegen große Unterschiede im Gehalt an Vitaminen und Mineralien. Das ist der Grund, warum Ihr jetzt sagt, mit Eurem neuen Frühstück fühlt Ihr Euch noch am Mittag gut und konzentriert, während Euch zuvor oft schon vormittags der Magen durchhing. Um es mal plakativ zu sagen: Wir haben in unserem Körper »Antennen«, die kontrollieren, ob wir ausreichend Vitamine und Mineralien zu uns nehmen. Sind es zu wenig, wird das an unser Hirn gemeldet. Das wiederum gibt uns den Impuls: iss was, damit dein Körper die Nährstoffe bekommt, die er braucht, d.h., man bekommt schnell wieder Hunger. Leider ist es so, dass man aus diesem akuten Gefühl und aus Gewohnheit heraus gerade in Arbeitssituationen leicht wieder zu energiereichen und nährstoffarmen Lebensmitteln greift. Der Keks isst sich vor dem Computer für viele schneller als ein Obstsalat. Nur ändert er nichts an dem Vitamin- und Mineralienmangel, weshalb das Hungergefühl kurze Zeit später schon wieder eintritt.

K: Das klingt nach einem ungesunden Kreislauf, der einen dazu bringt, am Ende vor allem zu viel zu essen.

F: Klar ist das so. Aber das Gute ist ja, dass man das für sich ganz einfach ändern kann. Wenn man sich der Tatsachen bewusst ist und seine Essgewohnheiten hinterfragt, kann man auch, wie Ihr, die eigenen Verhaltensweisen ändern – ohne großen Aufwand.

K: Du sagtest gerade: ohne großen Aufwand. Es ist schon so, dass wir jetzt morgens länger brauchen, um das Frühstück mit Obst zuzubereiten. Und einige unserer Freunde haben schon darauf verwiesen, dass Sie morgens gar keine Zeit haben, Obst zu schneiden.

F: Da kann ich nur sagen: das ist eine Sache des Wollens. Wenn ich ausprobieren will, wie mir ein gesundes Frühstück besser durch den Tag hilft, dann nehme ich mir die Zeit. Ich stehe eine Viertelstunde früher auf, oder besser noch eine halbe Stunde, damit ich in Ruhe essen kann. Ich bereite mir bewusst ein Frühstück zu, das mir gut tut, statt in aller Eile einen Kaffee hinunterzuschütten und ein Brötchen to go reinzustopfen, das ich kaum wahrnehme. Das Brötchen to go ist natürlich für viele eine Gewohnheit. Nicht wenige Menschen denken, dass es sehr anstrengend ist, Gewohnheiten zu hinterfragen, weil das mit bewusstem, aktiven Umdenken und Handeln zu tun hat. Uns wird ja heute allerorten das Gegenteil angepriesen: mach es dir bequem, spar dir Zeit, wir erledigen alles für dich, lehn dich zurück und lass dich unterhalten. Das dient natürlich weniger unserem Vorteil als vielmehr den Verkaufsinteressen der Bequemlichkeitsbeschwörer. Gerade in diesem Zusammenhang ist es gut, sich zu fragen, wieviel Aufwand man sich selbst wert ist. Möchte ich mein Leben und meine Gesundheit anderen überlassen, denen es tatsächlich nicht um mich, sondern um ihren Profit geht?

(Fortsetzung folgt)

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Alles bleibt anders

05. Oktober 2011 von Chris

»Lass doch einfach mal den Zucker weg.« Diese Mini-Formel hat bei mir, dem alten Toast-Gewohnheitsfrühstücker eine interessante Reaktion ausgelöst. Ich achtete genauer auf die versteckten Mengen Zucker, die ich mir so alltäglich zuführte. Bei einem 1,8 % Fruchtjoghurt kam es zu meinem »Aha-Erlebnis«. Man kennt sie ja, diese 250 g Becher. Ich las mir etwas deutlicher die Zusamensetzung und Kaloriengehalttabelle durch. Klar, dass ist ja immer nur auf 100 g ausgezeichnet. Dann habe ich schnell auf  250 g den tatsächlichen Zuckeranteil umgerechnet und kam auf 34,4 g. Diese Menge Zucker  habe ich spaßeshalber in einen Messbecher gefüllt. Mir fielen fast die Augen raus. Das ist verdammt viel. Und wohlgemerkt: in 250 g Fruchtjoghurt mit 1,8% Fett. Von da an überprüfte ich jede Nährwerttabelle von Produkten und trennte mich erst einmal von meinem seit 40 Jahren geliebten und bewährten Frühstückstoast (Hauptbestandteil: Zucker). Doch was sollte die Alternative sein? »Mach doch mal ein Obstfrühstück mit Nüssen und etwas Naturjoghurt«, hallten mir noch die Worte von unserem Sportwissenschaftler Felix Klemme im Ohr.

Und das mir.

Also testete ich an einem Morgen folgendes an: 1/2 Apfel, 1/2 Birne, 1/2 Aprikose etwas Mango, ein paar Heidelbeeren, kleingehackte Mandeln, etwas feingeschnittener Ingwer (genial frisch und herb), Zitronenmelisse und einen Klecks Naturjoghurt. Mürrisch betrachtete ich mein Werk – 15 min Kleinschnibbelei ist morgens nicht jedermanns Sache. Nachdem ich dann aber von diesem sehr farbenfrohen Teller gegessen habe, verflog meine Skepsis recht schnell. Das Zeug schmeckte krass. Normalerweise hielt mein 2-Toast-Frühstück max. 3 Std. an, bevor die mittägliche Hungerattacke mich plagte.  Diese nährstoff-und vitaminreiche Alternative schaffte es, mich mindestens 6 Std. hungerfrei durch den halben Tag zu bringen. Und der Witz: ich fühlte mich irgendwie besser und fitter.

(frühstück_birne)

(frühstück_birne_apfel_feige_aprikose_ingwer)

(frühstück_birne_apfel_feige_aprikose_ingwer_joghurt_mandeln)

Durch diese Erkenntnis des Experiments angefixt, durchforstete ich weitere meiner alten und beliebten Essgewohnheiten. Ich verabschiedete mich von einigen Kohlehydrat-Freunden wie Nudeln, Reis und Brot, die aufgrund ihres hohen Kohlehydratgehalts schnell in Zucker umgewandelt werden und so dem Körper nur kurzfristig Energie zuführen. Konkret hieß das: ich stellte meinen kompletten Wochen-Ernährungsplan um und machte mir zur Aufgabe, mal für einen Monat anders zu essen. Der Wochenplan enthielt das wie vorhin beschriebene Frühstück, wenig bis kein Brot, Reis oder Nudeln, dafür sehr viel regionales und saisonales Gemüse, abgerundet mit tierischem Eiweiß in Form von Rindersteak, Hühnerbrust oder Fisch. Fleisch und Fisch jeweils ein Mal pro Woche. Konsequent 3 x am Tag essen, keine zusätzlichen Zwischenmahlzeiten; keine Schokolade, Kuchen etc. Getränke: Tee und Wasser. Ich dachte: »Das hältst du nie durch, und wenn du zwischendurch nichts Süsses bekommst oder hungrig bist, dann wirst du grantig«. Nichts von alledem passierte. Weder war ich hungrig, noch grantig – gut, vielleicht die ersten 3 Tage.

Aber was anderes fiel mir auf. Mein Allgemeinbefinden änderte sich. Ich war weitaus konzentrierter und fühlte mich im Ganzen besser. Hinzu kam unser ergänzendes Sportprogramm von max. 4 Übungseinheiten à 2 min, also 8 min. Sport am Tag. Eigentlich kaum der Rede wert, aber sehr effektiv. Das Lustige an diesen Sportübungen ist, dass man sie komplett in den Alltag integrieren kann, im Office genauso wie auf dem Spaziergang mit dem Hund – eine Parkbank reicht aus um zu improvisieren. Bei mir hat dieser Prozess tatsächlich dazu geführt, alte Verhaltensmuster und Gewohnheiten zu überdenken und sie neu zu justieren. Nun wende ich dieses Ess- und Sportprogramm schon seit knapp 2 Monaten an. Ich muss schon gar nicht mehr groß darüber nachdenken, weil es zu einem festen Bestandteil meines Alltags geworden ist.

Übrigens, alles ohne Zwang. Ich fange nicht an, mich in irgendeiner Weise zu beschneiden. Wenn es mich doch mal überkommt, dann esse ich eben auch eine große Portion Spaghetti mit Tomatensauce oder zwischendurch ein Snickers. Für mich geht es vor allem darum, die Dinge bewusster zu machen. Was mich dabei insgesamt fasziniert ist, wie man selbst mit kleinen Änderungen beginnend, in meinem Fall das Weglassen des Zuckers, eine Menge gute Veränderungen in Gang bringen kann – und zwar ganz einfach.

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