Tag: Entwicklung

Ideen von heute – Städte für morgen?

13. April 2010 von Kerstin

Masdar City im EntwurfErst neulich waren wir zu Gast bei einem Kongress, der die Zukunft zum Thema hatte. Experten aus unterschiedlichen Bereichen – von Kulturwissenschaft bis hin zu Physik und Agrartechnologie, haben sich darüber Gedanken gemacht, wie wir künftig leben könnten. Die Frage, wie wir Wohnen, Arbeiten, Transport und Zusammenleben in größeren sozialen Strukturen künftig verbinden wollen und gleichzeitig Ressourcen schonen, spielte dabei eine große Rolle.

Ich habe das zum Anlass genommen, an dieser Stelle die Ideen und Antworten zwei verschiedener kreativer Köpfe und Macher vorzustellen. Interessant fand ich bereits die Entwürfe, die gleichzeitig Ideeparallelen und große Unterschiede erkennen lassen: Sir Norman Fosters Entwurf und Planung von Masdar City, einem gigantischen Projekt in Abu Dhabi, wurde bereits in Angriff genommen. Masdar City sollte ursprünglich bis 2016 fertig gestellt werden. Allerdings plagen den Bau seit geraumer Zeit äußerst zeitgenössische Probleme, so dass die Fertigstellung inzwischen auf 2020 verschoben ist.

Das Venus Project, in den 70er Jahren als Idee gestartet und also solche maßgeblich vorwärts getrieben von dem heute über 90 Jahre alten Autor und Industrie-Designer Jacque Fresco, geht noch wesentlich weiter in seinen Planungen und Überlegungen. Über Jahrzehnte hinweg hat Fresco mit seinem Team nicht nur unzählige architektonische Lösungen, sondern auch kulturelle Neuausrichtungen erdacht. Eine wesentliche Idee ist beispielsweise, auch das monetäre System abzuschaffen und durch eine ressourcenbasierte Ökonomie zu ersetzen.

Beide Projekte werden sehr unterschiedlich aufgenommen. Gibt es einerseits Lob als »Jahrhundert- oder gar Jahrtausendprojekte« oder »Inspiration für uns alle« hagelt es andererseits Kritik wie: Hirngespirnst, Entwürfe von Reichen und Mächtigen für Reiche und Mächtige, Big Brother Städte mit Versuchslaborcharkater etc..

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Avantgarde und Plastron

09. März 2010 von Kerstin

k show avantgarde(click the pix) Unser Interview- und Kommunikationspartner Joachim Kern wird nächsten Sonntag im Rahmen der K Show in Köln »Leisure Wear« aus der Kollektion seines Labels »Joah Kraus« präsentieren.

»Joah Kraus«-Kenner wissen: es wird dabei zahlreiche besondere Schnitte und Einzelteile zu sehen geben. Schließlich kombiniert Joachim Kern in jahrelanger Erfahrung sein umfangreiches Know-how über Material und Entwurf mit einem großen Ideenfundus. Anders gesagt: Wer Joachim Kern kennt, weiß auch: seine Leidenschaft für Handwerk und Detail ist in jedem Kleidungsstück so sicht- und spürbar wie seine Haltung, Mode als Teil kultureller Entwicklung aufzufassen. Ob all das dazu führte, dass »Joah Kraus« inmitten der schnelllebigen Modewelt die Zeit für sich entdeckt hat, wie Joachim Kern selbst sagt?

Die K Show gibt jetzt auch all denen, die Joachim Kern und »Joah Kraus noch nicht kennen, eine gute Gelegenheit, das herauszufinden. Und wer die Möglichkeit zu einem persönlichen Gespräch mit Joachim Kern hat, kann neben der aktuellen Kollektion gleich auch noch Modegeschichtliches in Erfahrung bringen. Beispielsweise: was ist ein Plastron?

Joah Kraus bei der K Show Avantgarde, Kölner Designer stellen ihre Kollektionen vor, studio dumont, 14.03.2010, Einlass ab 18.00 Uhr, Beginn ab 19.00 Uhr.

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Da kommt was

20. Januar 2010 von Kerstin

susanne junker_aufbau exhibition(click the pix) Schon vor einigen Wochen entstand die einzigartige allgäuer-schwäbisch-pfälzisch-shanghaische interkultur-Kooperative (aspsiK), die inzwischen ihre Arbeit aufgenommen hat. Mit Susanne Junker von stageBack gesprochen: »A creative explosive cocktail has been created. Das Vomentieren kann beginnen.«

Und so werfen große Projekte bereits lange Schatten: an gleich drei verschiedenen Orten, Shanghai – Köln – Allgäu, wird massiv geplant und entwickelt. Zielinie 2017.

Wie gesagt, da kommt was!

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Fleißig feiern

24. Dezember 2009 von Kerstin

tapirLiebe Freunde der Inspiration Lounge,

es weihnachtet und 20o9 ist in ein paar Tagen vorbei. Damit endet dann auch das europäische Jahr der Kreativität. Ja tatsächlich, die EU und damit auch die Bundesrepublik hatten das Jahr 2009 der Kreatvität als wichtige Grundlage für persönliche, gesellschaftliche und wirtschaftliche Enwicklung sowie Neuerung gewidmet. Gemerkt hat davon kaum einer etwas.

Mir scheint, in vielen Bereichen wurde 2009 eher mit aller Kraft daran gearbeitet, trotz vieler neuer Vorzeichen an alten Gewohnheiten und Denkmustern festzuhalten. Passend dazu hat es die »Abwrackprämie« 2009 dann auch zum Wort des Jahres gebracht.

Jahreswidmung hin oder her: Kreativität ist und bleibt offenkundig eine »Do-it-Yourself-Angelegenheit. Mit den Worten von Volker Bombien, unserem Internet-Affecionado und Trüffelsucher, gesprochen: »Ideen sind toll, aber auf die Theorie muss auch die Praxis folgen, sonst ist das Entwickeln schöner Ideen am Ende müßig.«

Doch, glücklicherweise, gibt es neben vielen Leuten mit guten Vorsätzen immer auch Menschen, die Ideen entwickeln und umsetzen. Da ist zum Beispiel Eriko Kopp-Makinose, einer unserer letzten Interviewpartnerinnen im Jahr 2009. Sie hat mit anderen zusammen eine Schule gegründet, um kreative Entwicklung und Ideen gedeihen zu lassen, statt ihnen umgehend mit dem Zwang zur Fehlervermeidung zu begegnen. Oder Yung Chin aus NYC, einer der weltbesten Bogenexperten, dessen Inspiration Lounge Interview ebenfalls 2010 zu sehen sein wird . Er lässt sich beim Bogenbau stets von der persönlichen  Spielweise des Geigen- oder Cellospielers inspirieren, für die er den Bogen fertigt. »So wird nicht nur jeder Bogen einzig-artig, ich habe in den Jahren sehr viel über die Geigen- und Cellospieler gelernt, aber auch über mich selbst und lerne immer weiter.«

Oder man sagt es kurz und bündig, wie der Künstler Thomas Palme: »Immer weiter fleißig sein, bis Dir stellt der Tod ein Bein.«

In diesem Sinne: feiert erst mal fleißig. le tapir wünscht Euch frohes Fest.

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Neues von der »Schnittstelle«

21. Dezember 2009 von Kerstin

schnittstelle(click the pix) Es geht auf Weihnachten zu, und nach vielen Interviewdrehs ist die Zeit gekommen, in der ich an den Schnittplatz zurückgekehrt bin. Viele verschiedene Interviewpartner aus unterschiedlichen Arbeitsbereichen haben sich in den letzten Wochen in der Inspiration Lounge eingefunden.  Kunst, Film/Regie, Hirnforschung, klassische Musik und Bogenbau – es geht auch 2010 cross Genre, cross Culture weiter.

Als nächstes und letztes Inspiration Lounge Video in diesem Jahr zeigen wir demnächst unser Interview mit dem Künstler Boris Becker. Die Ausstellung Boris Becker, Photographien 1984-2009, ist in der SK Stiftung Kultur in Köln noch bis zum 28.2.2010 zu sehen. Eine zweite Ausstellung, die Boris Beckers Werkreihe »Fakes« zeigen wird, beginnt am 16.1.2010 in der Herz Jesu Kirche Köln.

Weiter geht es schon jetzt und auch 2010 mit einem neuen Kommunikationspartner der Inspiration Lounge. Manuel Odendahl, Kopf und Macher von ruinwesen und bisher mit Interview sowie Gastautorenbeiträgen vertreten, wird uns künftig mehr von seinen neuen Entwicklungen und seinem Schaffen berichten.

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