Tag: Engagement

Introducing:

30. April 2014 von Kerstin

gw

Nach viel Arbeit backstage geht es jetzt auch hier im Inspiration Lounge Blog wieder weiter – mit Good Work im Mittelpunkt.

Für alle, die sich jetzt fragen, warum wir das tun bzw. was wir mit Good Work meinen:

Good Work hat eine lange Tradition. Während es schon immer Menschen gegeben hat, die mit viel Können, aber nur wenig Verantwortung arbeiten, gab es glücklicherweise stets auch das Gegenteil. Menschen, die mit Exzellenz – mit Talent, Wissen, Fertigkeiten, Engagement, Freude und dem Bewusstsein agieren, dass ihr Denken und Handeln immer auch Auswirkungen auf das Umfeld hat. Sie beschreiten deshalb nicht lediglich den Weg von Geld und Status oder denjenigen, der vor allem größtmögliche Bequemlichkeit verspricht. Vielmehr suchen, entwickeln und wählen sie Wege, auf denen sie ihre Ideen und persönlichen Fähigkeiten einsetzen und gleichzeitig verantwortlich gegenüber ihrer engeren und weiteren Umgebung handeln. Das ist beispielsweise die eigene Familie, der eigene Freundeskreis, die Kollegen und Kunden, die Nachbarschaft, aber natürlich auch Menschen weiter entfernt, die man selbst gar nicht kennt und sogar künftige Generationen. Es ist der Ort vor der eigenen Haustür, das eigene Viertel, die eigene Region genauso wie im allerweitesten Sinne natürlich die komplette Welt.

Zwei Aussagen beschreiben den Charakter von Good Work besonders gut: da ist einmal der englische Sozialreformer John Ruskin, der bereits in der Mitte des 19. Jahrhunderts zu dem Schluss gelangte, eine Tätigkeit könne niemals nur deshalb gut sein, weil sie am Markt erfolgreich ist, sondern alles Handeln müsse letztlich am Leben selbst gemessen werden. Demnach ist eine Tätigkeit nur dann gut, wenn sie Leben und Welt erhält, sie ein Stück besser sowie schöner macht und erweitert. Der Wirtschaftswissenschaftler E.F. Schumacher stellte angesichts der Entwicklungen im 20. Jahrhundert präzise fest: »Jeder halbwegs intelligente Narr kann Dinge größer, komplexer und rabiater machen. Es braucht Mut und einen Hauch von Genius, in die andere Richtung zu gehen.«

Das gilt heute, angesichts der Ökonomisierung aller Lebensbereiche, sicherlich noch mehr. So liegt es nah, Kulturveranstaltungen zu gängigen Megaevents aufzublasen, wenn Sponsoren auf Millionen Menschen Reichweite drängen. Auch neue technische Features sind oft schneller entwickelt als die Frage, wozu und wem sie dienen. Neue Produkte fluten den Markt, künstliche Bedürfnisse werden geweckt. Bigger is beautiful = Business a usual. Wer arbeitet dagegen mit wirklich guten Ideen daran, die echten, grundlegenden Bedürfnisse zu stillen. Intelligent, zukunftsweisend, weil in Einklang mit Mensch und Umwelt, erschwinglich für Viele statt nur für Wenige. Wer gibt neue Perspektiven statt immer wieder das Übliche in neue Verpackungen zu stecken?

Auch heute gibt es sie – Menschen mit Entdecker und -Entwicklergeist, Mut und dem »Hauch von Genius«, die über die Grenzen einzelner Fachgebiete hinweg neue Wege und gute Beispiele von Good Work geben. Wir bringen sie und ihre Ideen, ihr Denken und Handeln, Ihr Wissen und die Möglichkeiten, die sie aufzeigen, inspirierend ins Blickfeld. Ganz nach dem Motto: Ist das Bewusstsein erst geweckt, liegt auch der Aufbruch nah. Clean out a corner of your mind and creativity will instantly fill in.

Es gibt weitere, gute Gründe, warum Good Work in den Mittelpunkt gehört. Im nächsten Artikel geht´s weiter.

 

 

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Inspiration Lounge TALKS 2013_Interview mit Bojan Radojkovic

09. Dezember 2013 von Chris

bojan interview(Kerstin Döweler im Gespräch mit Bojan Radojkovic und Sabine Röser)

Die 3. Station der TALKS_Entdeckungsreise zu wichtigen Aspekten von (Ideen-)Entwicklung und der Gestaltung von Gegenwart und Zukunft war der Punkt Alternativen erkennen und schaffen.

Die TALKS-Besucher lernten dazu zwei unterschiedliche Geschichten kennen, die beide ihren Anfang im Kölner Stadtwald bzw. im Kölner Forst nehmen. Die erste Geschichte ist kurz: das bei der Durchforstung anfallende Holz wird heute herkömmlicherweise auf dem Schiffsweg nach China transportiert, dort zersägt bzw. bearbeitet und dann wieder hierher zurückgebracht. »Warum?«, fragen sich da viele TALKS-Besucher. Weil diese Bearbeitungen des Holzes dort billiger sind, ist die heute wie üblich auf der Hand liegende Antwort. Dabei wird, wie ebenfalls üblich, übersehen, dass allein durch die langen Transportwege Unmengen nicht erneuerbarer Ressourcen verbraucht werden und Emissionen entstehen, die das Argument »billiger« dieser Geschichte äußerst fragwürdig machen.

Genau deshalb ist es ein wichtiger Schritt, den Blick endlich auf längst existierende, bessere, schönere und sinnvolle Alternativen zu lenken. Die zweite Geschichte rund um das Holz aus dem Kölner Forst verbindet nämlich Menschen, die hier leben und arbeiten, mit ihren Ideen, ihrem Know-how sowie ihrem Handeln und lässt dabei gleichzeitig einen besonderen Bezug zwischen der hier gewachsenen Ressource Holz und uns in Köln Lebenden entstehen:

Mit StadtwaldHolz haben Sabine Röser und Wilfried Nißing schon vor Jahren ihre Idee in die Tat umgesetzt, ausschließlich Holz aus dem Kölner Forst als wertvolle Ressource vor Ort mehr und mehr nutzbar zu machen. Sie selbst lassen daraus hochwertige Möbel und Accessoires entstehen und arbeiten darüber hinaus zusammen mit anderen Menschen, die ebenfalls gute Ideen rund um das Holz aus dem Kölner Forst haben.

bojan_werkstatt(Die Werkstattgröße)

Bojan Radojkovic verbindet eine solche Kooperation mit StadtwaldHolz. Durch den Gedanken, hochwertige Rahmen für seine eigenen Fotografien haben zu wollen, entwickelte er die Idee für naturrahmen – besondere, qualitative und in Handarbeit gefertigte Bilderrahmen ausschließlich aus Kölner Stadtwaldholz. Natürlich bekamen wir im Interview mit Bojan Radojkovic nicht nur Einblicke in sein Know-how und seine Arbeitsweisen als ausgebildeter Fine Art Trade Guild Commended Framer. Vor allem erfuhren die TALKS_Besucher, wie sehr die Idee zu naturrahmen mit Bojan Radojkovics persönlicher Geschichte und auch seiner bewussten Entscheidung verbunden ist, in Köln zu leben.

eva ohlow_werk(Die Künstlerin Eva Ohlow, Kerstin Döweler)

Zum Abschluss dieser Station der TALKS_Entdeckungsreise stellte die Künstlerin Eva Ohlow dann ihr eigens für diese Inspiration Lounge TALKS gefertigtes Werk vor, das natürlich von Bojan Radojkovic gerahmt wurde und die Verbindung von Menschen und der Ressource Holz auf seine Weise verdeutlicht. Es zeigt keltische Schriftsymbole, die zu damaliger Zeit meist aus Ästen und Zweigen gefertigt wurden und so die unmittelbare Verbindung zwischen Natur und Kultur wiedergeben. Eva Ohlow hat für ihr Werk die Zeichen für Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft gewählt. Genau wie die Ideen und Menschen verbindende Geschichte über Kölner Stadtwaldholz zeigen diese auf, dass von der Vergangenheit bis heute Gewachsenes seine Verbindungen mit uns ebenso hat wie all das, was künftig aus unseren Denk- und Handlungsweisen entstehen wird. Es liegt daher an uns, welche der beiden erzählten Geschichten wir heute und künftig fördern, um unsere Gegenwart und Zukunft mitzugestalten.

bojan, eva(Zeit für TALKS)

(Fotos: Kay Bach)

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Inspiration Lounge TALKS 2013_Interview mit René Stessl

05. Dezember 2013 von Kerstin

rené stessl_vorbereitung(leckere Kostproben)

Nach einem kurzen Intro von uns starteten die 3. Inspiration Lounge TALKS mit dem Interview mit René Stessl. Der Künstler und Koch hatte es sich zuvor, ganz im Sinne seines Projekts 1hourrestaurant, nicht nehmen lassen, den TALKS_Besuchern bei ihrem Eintreffen in der Art68 kleine, leckere Kostproben zu servieren: Stutenbrottaler mit Gänseleberpaté, natürlich alles selbst zubereitet.

ren#e stessl_interview(im Interview mit Kerstin Döweler)

Im Interview schilderte René Stessl seine Erfahrungen, die er mit dem 1hourrestaurant an verschiedenen Orten der Welt – von Berlin bis New York – bereits gemacht hat. Insbesondere erzählte er davon, wie schön es jedes Mal ist, wenn die anfängliche Anspannung und oft vorhandenes Misstrauen der von ihm eingeladenen Gäste/Passanten beim Anblick und Genuß der ihnen servierten, österreichisch inspirierten Speisen in echte Lebensfreude umschlagen.

rené stessl_warmUp(René Stessl, volle Konzentration vor dem Interview)

Er selbst, so René Stessl, habe durch das 1hourrestaurant die Inspiration bekommen, über die eigenen Haltungen gegenüber Mitmenschen nachzudenken. »Wir lernen ja leider alle schon früh, anderen zu misstrauen und stets mit einer gewissen Ängstlichkeit durchs Leben zu gehen – und genau das habe ich ganz bewusst abgelegt. Für das Projekt 1hourrestaurant gebe ich beispielsweise alles und erwarte nichts. Seitdem geht es mir deutlich besser, ich gehe offen und positiv auf Menschen zu. Sicher, ich kann von ihnen enttäuscht werden, aber das kann jeder andere auch. Ich sehe in dem uns beigebrachten Misstrauen einfach viele Nachteile.«

rené stessl(im Austausch)

Mit dem 1hourrestaurant zeigt René Stessl, wie einfach es ist, anderen Menschen mithilfe der eigenen Fähigkeiten und Ideen etwas Gutes zu tun und dadurch ihren Alltagstrott positiv zu durchbrechen. Wir würden uns wünschen, dass dieses Projekt viele Menschen anregt, die eigenen Haltungen, Erwartungen und Handlungsweisen gegenüber anderen ebenfalls mal öfter zu hinterfragen.

rené stessl_TALKS(René Stessl und Petra Martinez, Galerie Teapot)

Die Inspiration Lounge TALKS hatten mit René Stessl auf alle Fälle eine sehr inspirierende 1. Station auf der diemaligen Entdeckungsreise zu wichtigen Aspekten von (Ideen-)Entwicklung und der Gestaltung von Gegenwart und Zukunft.

 

 

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Auf zu den Inspiration Lounge TALKS

22. November 2013 von Kerstin

flash(Auf zu den TALKS)

Nur noch wenige Tage sind es bis zum 29. November 2013 und damit bis zu unseren nächsten Inspiration Lounge TALKS in der Art68.

Zum dritten Mal versammeln wir in Köln wieder ausgewählte Vorausdenker und kreative Macher, kurz: zahlreiche interessierte und engagierte Menschen sowie gute Ideen und unterschiedliche Sicht- und Vorgehensweisen rund um unsere Möglichkeiten, Gegenwart und Zukunft (mit-)zugestalten.

Im Mittelpunkt der Inspiration Lounge TALKS stehen dabei verschiedene Live-Interviews, für die wir wieder ganz bewusst Interviewgäste aus unterschiedlichen Lebens- und Arbeitsbereichen gewinnen konnten. Näheres zu der diesmaligen TALKS_Entdeckungsreise und allen Beteiligten ist in den weiter unten stehenden Artikeln zu erfahren. Also einfach scrollen.

Neben vielen Denk- und Handlungsanregungen gibt es natürlich auch eine kulinarische Stärkung: leckere Häppchen und dazu ausgesuchte Weine vom Weingut Bäder aus Wendelsheim in Rheinhessen begleiten die Inspiration Lounge TALKS.

Es gibt, wie immer, viel zu entdecken. Wir freuen uns auf Ihr Kommen und einen gemeinsamen, inspirierenden Abend.

 

 

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Inspiration Lounge TALKS am 29.11.2013_ProgrammEinblicke

04. November 2013 von Chris

TALKS

Die Inspiration Lounge TALKS in der Art68 in Köln sind das einzigartige Forum für wegweisende Ideen, für Wissen sowie für Sicht- und Vorgehensweisen, die uns andere, neue »Fenster und Türen« öffnen, sprich: Perspektiven geben, wie wir Gegenwart und Zukunft (mit-)gestalten können.

Auch für die 3. Inspiration Lounge TALKS am 29. November 2013 versammeln wir wieder Vorausdenker und –macher aus verschiedenen Lebens- und Arbeitsbereichen mitsamt ihren außergewöhnlichen Ideen und Wegen. Anhand von Live-Interviews und Projekten lassen wir so ein Cross-over von Denk- und Handlungsanregungen entstehen. Wir erzeugen persönlichen Austausch zwischen interessierten Menschen, die für sich selbst, beruflich und/oder privat, sowie auch darüber hinaus etwas bewegen (wollen).

Dieses Mal nehmen wir die Besucher der TALKS mit auf eine Entdeckungsreise zu wichtigen Aspekten rund um (Ideen-)Entwicklung und die Gestaltung von Gegenwart und Zukunft. Die Inspiration Lounge TALKS machen damit erneut Lust darauf, Routinen aufzubrechen und Dinge anders zu sehen und zu machen. Man muss es einfach selbst erleben…

Die Entdeckungsreise am 29. November 2013 starten wir, le tapir, mit zwei Live-Interviews, in denen zuerst der Künstler René Stessl und danach Antonius Werhahn-Mees sowie Philip Pongratz von Leck mich, Eis mit Stil Einblicke in ihre besonderen Ideen, Projekte, Sicht- und Vorgehensweisen gewähren. Dabei geht es natürlich um Inspirationen aus verschiedenen Schaffensbereichen, doch verbindend auch um Lebensfreude und Spaß am Entwickeln, um gutes Essen und insbesondere: um das konsequente Hinterfragen üblicher Vorstellungen und Erwartungshaltungen als notwendige Voraussetzung dafür, neue Wege gehen zu können.

Nähere Informationen folgen…

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