Tag: Engagement

Interview mit Michael Maurissens

30. September 2009 von Chris
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»Man muss sein Ego aufmachen.«

Michael Maurissens begann seine Tanzausbildung, als er 14 Jahre alt war. Im Alter von 20 Jahren erhielt er ein Engagement am Ballett Nürnberg/Tanzwerk Nürnberg und war dann von 1997 bis 2004 Mitglied in Amanda Millers Ensemble Pretty Ugly am Ballett Freiburg. Von 2006 bis 2009 war er bei pretty ugly tanz köln.

Michael Maurissens Faszination und sein Engagement für das Tanzen als Kombination von Bewegung, Ausdruck, Musik und Emotionen ist offensichtlich: »Man muss inspiriert sein, um jeden Tag frisch in den Ballettsaal zu kommen. Es geht ja nicht allein um körperliche Arbeit, sondern um die Kunst – wir bauen etwas gemeinsam.«

Neben dem Tanzen choreografiert Michael Maurissens. 2008/2009 kuratierte er im Auftrag von pretty ugly tanz köln eine Reihe von vier Tanzproduktionen (day | evening | night | dawn) in Köln. Für den Part »night« erstellte unsere Interviewpartnerin Ellen Bornkessel in Zusammenarbeit mit pretty ugly eine Videoinstallation.

Ab Oktober wird nun das von Michael Maurissens choreografierte Werk »View with a Room« an der Hochschule für Musik und Tanz in Köln zu sehen sein. Er arbeitete dafür zusammen mit Studenten der Hochschule. Die Premiere ist am 10. Oktober, 19.30 Uhr.

»Bei dieser Choreografie habe ich meine ganze Erfahrung einfließen lassen, um den Studenten viele verschiedene Möglichkeiten in der Bewegung zu vermitteln. Das Stück heißt »View with a Room«, weil es, wie ich auch im Interview erkläre, um Offenheit, um verschiedene Blickwinkel und Wege des Ausdrucks durch Körpersprache geht.«

2009 gründet Michael Maurissens zusammen mit Douglas Bateman das MichaelDouglas Kollektiv. Als Ort der Kommunikation und projektbezogener Zusammenarbeit bietet es Choreografen, Tänzern, Schauspielern, Musikern, Designern, Filmemachern und Künstlern anderer Sparten eine Vielzahl künstlerischer Möglichkeiten. Das erste Projekt »approaching grace« wird ab dem 26. November in Köln zu sehen sein.

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Blickfang

14. September 2009 von Kerstin

roland tiangco, © 2009Es ist ja oft so, dass man die Dinge um sich herum unter dem Blickwinkel der Themen sieht, die einen im Moment beschäftigen. Selektive Wahrnehmung, denkt man sich dann. Und gerade dieser Effekt kann dazu führen, dass einem Sachen »ins Gesicht springen«, die man sonst vielleicht gar nicht bemerkt hätte.

Bei uns war das neulich so:

Seit wir uns mit diesem Projekt und dadurch mit Kreativität in zahlreichen Facetten beschäftigen, haben uns viele Leute von ihren Ideen und Arbeiten berichtet. Dabei fiel schon sehr früh auf, dass kreatives Schaffen, entgegen manch landläufiger Meinung, eben nicht nur aus einer schnell gefassten Idee besteht. Die Arbeit der Umsetzung und das Gewinnen von Qualität können nicht nur Jahre dauern, sie kosten Engagement, Mühe und manche Nerven. Das geht so weit, dass Kathrin Jurgenowski, eine unserer nächsten Interviewees, bereits anmerkte, dass eigentlich auch »Perspiration Lounge« ein passender Name für unser Projekt sei.

Unser Interviewpartner Volker Bombien erzählte mir außerdem, er habe in der letzten Zeit einige richtig toll gemachte Poster gesehen. Poster und viel Arbeit – das waren dann offensichtlich die beiden Punkte, die wir im Kopf hatten, als uns das folgende Projekt auffiel:

Dirt Po(or)ster von Roland Tiangco, © 2009

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