Tag: Design

I Care A Lot

07. September 2010 von Kerstin

Es gibt immer wieder Projekte, die auf besondere Weise verschiedene Themen und Blickwinkel kombinieren und dadurch Ideen und Arbeiten auf den Weg bringen, die sonst wohl nicht entstanden wären.

Ein solches inspirierendes Projekt ist »I Care A Lot – Middle East Portable Discussion«, von dem wir durch unsere Interviewpartnerin, die Schmuckkünstlerin Katja Prins, erfahren haben. Die Idee von »I Care A Lot« besteht darin, eine Diskussion, einen Austausch über aktuelle Themen und Standpunkte betreffend den Mittleren Ostens anzustoßen. Das kann man natürlich auf verschiedenen Wegen tun. Gängig wäre sicherlich gewesen, eine Konferenz einzuberufen, bei der die bekannten Experten aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft zu Wort kommen.

Die Projektinitiatoren, Dana Hakim und Yosef Bercovich, machten es anders. Sie luden international bekannte Schmuckkünstler ein und baten sie, ein prägnantes Thema des Mittleren Ostens in einem eigens entworfenen und gefertigten Schmuckstück umzusetzen. So ungewöhnlich das klingen mag, es sind dadurch zahlreiche Werke entstanden, die in Konzept und Gestalt die Auseinandersetzung ihrer Macher mit Themen wie Religion, Menschenrechte, soziale Konflikte, kulturelle Entwicklung und Koexistenz erkennen lassen.

In Stockholm hat inzwischen die Ausstellung der interessantesten eingereichten Werke begonnen. Natürlich ist auch Katja Prins mit einer Arbeit vertreten: Die Halskette »Bound by Blood« kombiniert und vereint in einem Schmuckstück mehrere, sich nur in Details unterscheidende Gebetsketten verschiedener Religionen.

Inspiration Lounge Interview mit Katja Prins

Gleich um die Ecke

05. Juni 2010 von Kerstin

(click the pix)

Der Gedanke »Unterstütze kreatives Schaffen in Deiner Nachbarschaft« breitet sich in den letzten Jahren vielerorts aus.

Passend dazu, treffen sich in Köln auch in diesem Jahr wieder zahlreiche ortsansässige Akteure aus den Bereichen Mode und Design, um bei le bloc am 12.06.2010 Einblicke in ihr Schaffen zu geben. Und nicht nur das: alle Veranstaltungen im Rahmen von le bloc finden an Orten im und rund um das Belgische Viertel statt. D.h., jedem, der Lust hat, bietet sich reichlich Gelegenheit, beim Flanieren das für ihn Passende zu entdecken. Das ist die Chance für alle, die endlich mal ernst machen wollen mit der Nachbarschaftshilfe, statt weiter in die großen Läden mit dem »&« im Namen zu rennen.

An’s Herz legen möchten wir Euch besonders die Veranstaltung von unserem Interview- und Kommunikationspartner Joachim Kern. Sein Modelabel Joah Kraus zeigt im Rahmen einer Modenschau Einzelteile aus der Kollektion. Also schon mal vormerken – es könnte sein, dass auch e.t. dabei sein wird.

Ort: Hof der Grundschule in der Antwerpener Straße
Zeit: 12.06.2010, 15.00 Uhr

Fashion-Weekend

14. März 2010 von Kerstin

Exactitudes© (click the pix) Wenn es an diesem Wochenende schon um Avantgarde und Plastron geht, empfehlen wir doch gleich noch ein paar andere Adressen zum Vorbeischauen, die sich alle mit den Themen Mode, Design und Fotografie beschäftigen, um dabei gleichzeitig die jeweils individuellen Ideen und Wege in der Umsetzung ihrer Macher erkennen zu lassen.

Der Ausgangspunkt unserer Rundreise ist der Blog anders-anziehen der Kostümbildnerin  Smilla Dankert, der seinen Dreh- und Angelpunkt in Köln hat. Von da aus geht es zu den rasterhaften Exactitudes-Arbeiten von Ari Versluis und Ellie Uyttenbroek nach Rotterdam und Paris, hoch in den Norden zu Hel Looks und dann, zum Abschluss, zu den illustrierten Inspirationen von What I Saw Today.

Interview mit Otto Dietrich

23. Februar 2010 von Chris
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»Meine Motivation ist die Neugierde, mich mit verschiedenen Standpunkten auseinander zu setzen.«

Otto Dietrich studierte Graphik-Design, bevor er an das Chelsea College of Art & Design nach London und zum Fach Medienkunst wechselte. Sein Postgraduiertenstudium an der Kunst-hochschule für Medien in Köln schloss er mit der Arbeit »Der Sohn Gottes – The Son of God« ab, einem Dokumentarfilm über Jesusdarsteller und die Darstellung des Göttlichen im Passionsspiel. Ohne jemals zuvor ein Interview geführt zu haben, fuhr Otto Dietrich für diesen Film an Passionsspielorte in Bayern und den USA – Oberammergau, Engerazhofen, Spearfish und Colorado Springs – um Jesusdarsteller über ihre unterschiedlichen Eindrücke und Erfahrungen zu befragen. Die Idee zu »Der Sohn Gottes – The Son of God« entstand u.a. während der Arbeit bzw. auf der Reise für einen anderen Film: »Die Romantische Straße«.

Kennen gelernt haben wir Otto Dietrich im Rahmen der Präsentation seines Films »Toy Soldier«. Der Film dokumentiert das Leben schwuler Soldaten in der israelischen Armee und lässt die Protagonisten dabei ihre eigenen Blickwinkel und Erfahrungen schildern. Beeindruckt hat mich dabei ganz besonders, wie sich anhand verschiedener Sichtweisen die kulturelle Prägung Israels durch das Militär abzeichnet.

»Toy Soldier« entstand im Rahmen eines Projekts von drei Filmschulen, der Sam Spiegel Film & Television School Jerusalem, der Andrzej Wajda Master School of Film Directing in Warschau und der Internationalen Filmschule Köln. Otto Dietrich entschied sich, für das Projekt einen Film in und über Israel zu erstellen. Auf das Thema von »Toy Soldier« kam er u.a., als er bei der Recherche auf »Yossi und Jagger« stieß, einen in Israel sehr erfolgreichen Film.

Otto Dietrich arbeitet heute sowohl als Filmemacher/Regisseur als auch als Künstler und Graphik-Designer. Dabei kommen Know-how und Erfahrungen in jedem einzelnen Bereich seiner Arbeit in den anderen Gebieten zugute. Es resultieren eine enorme Vielseitigkeit und zahlreiche Projekte, die deutlich den zugrunde liegenden Antrieb erkennen lassen:

»Es geht mir darum, Dinge zu produzieren. Ich will visuell kommunizieren.«

Die im Interview enthaltenen Darstellungen von »Der Sohn Gottes – The Son of God« und »Toy Soldier« entstammen der Homepage von Otto Dietrich. Dort sind ebenfalls viele weitere Projektbeispiele sowie Informationen über die Filme zu sehen.

Better Art, better Life

19. Februar 2010 von Kerstin

aspsikSusanne Junker, Künstlerin, Initiatorin von stageBack Shanghai sowie Gründungsmitglied von aspsiK (Allgäuer-schwäbisch-pfälzisch-shanghaische interkultur Kooperative) hat einen großartigen Informationstext über die Entstehung der Kooperative und ihre Ziele (Prestigeprojekt: Expo 2017) veröffentlicht. Reinschauen.

Neben Susanne Junker vertreten auch der Künstler Thomas Palme und le tapir die Allgäuer-schwäbisch-pfälzisch-shanghaische interkultur Kooperative.

Wir freuen uns auf die internationale Zusammenarbeit und senden beste Grüße nach Shanghai.

coming soon: Interview mit Otto Dietrich

26. Januar 2010 von Kerstin

otto dietrichLiebe Freunde der Inspiration Lounge,

es ist an der Zeit, Euch das nächste Inspiration Lounge Interview anzukündigen.

Mit dem Filmemacher, Künstler und Designer Otto Dietrich sprachen wir über die Vorteile vielseitigen kreativen Schaffens, über seine Filme Toy Soldier und Der Sohn Gottes/The Son of God sowie darüber, wie gut es ist, mit anderen Spezialisten zusammenzu-arbeiten – sei es, weil einen die Blickwinkel der anderen immer wieder überraschen oder weil man sowieso nicht alles alleine wissen und machen kann.

Demnächst mehr.

Pecha Kucha in Köln – Katja Prins in Nürnberg

04. November 2009 von Kerstin

pecha kuch_katja(click the pix) Liebe Freunde der Inspiration Lounge, zwei Termine möchten wir Euch heute besonders ans Herz legen.

Zum einen findet morgen die 5. Pecha Kucha Night in Köln statt. Mit dabei ist unser Interviewpartner Volker Bombien, Lektor bei O’Reilly und nach eigener Aussage absolut internetaffines »Trüffelschwein«. Im Rahmen der Pecha Kucha Night sucht er mal nicht nach Trüffeln. Nein, er spricht dort über ein wirklich heißes Thema, das er selbst seit einiger Zeit nach besten Kräften fördert: Arduino.

Übrigens: Über das Phänomen Arduino ist bei O’Reilly in Zusammenarbeit von Volker Bombien mit u.a. unserem Interviewpartner Manuel Odendahl unlängst ein Buch erschienen.

Ab Donnerstag, den 12.11.2009, beginnt im Neuen Museum in Nürnberg  die Ausstellung »Was bleibt ist Schmuck«, 10 Positionen zeitgenössischer Schmuckkunst. Im Rahmen der Ausstellungen werden Werke der niederländischen Schmuckkünstlerin Katja Prins zu sehen sein.

Ihre absolut sehenswerten Arbeiten und Ihre Themen haben meinen bisherigen Vorstellungsrahmen von Schmuck im besten Sinne »gesprengt«. Mehr über Katja Prins und Ihr Werk gibt es zu sehen und zu lesen in »The Uncanny Valley«, erschienen bei Darling Publications.

Katja Prins war in diesem Jahr bereits Interviewpartnerin der Inspiration Lounge.

Blickfang

14. September 2009 von Kerstin

roland tiangco, © 2009Es ist ja oft so, dass man die Dinge um sich herum unter dem Blickwinkel der Themen sieht, die einen im Moment beschäftigen. Selektive Wahrnehmung, denkt man sich dann. Und gerade dieser Effekt kann dazu führen, dass einem Sachen »ins Gesicht springen«, die man sonst vielleicht gar nicht bemerkt hätte.

Bei uns war das neulich so:

Seit wir uns mit diesem Projekt und dadurch mit Kreativität in zahlreichen Facetten beschäftigen, haben uns viele Leute von ihren Ideen und Arbeiten berichtet. Dabei fiel schon sehr früh auf, dass kreatives Schaffen, entgegen manch landläufiger Meinung, eben nicht nur aus einer schnell gefassten Idee besteht. Die Arbeit der Umsetzung und das Gewinnen von Qualität können nicht nur Jahre dauern, sie kosten Engagement, Mühe und manche Nerven. Das geht so weit, dass Kathrin Jurgenowski, eine unserer nächsten Interviewees, bereits anmerkte, dass eigentlich auch »Perspiration Lounge« ein passender Name für unser Projekt sei.

Unser Interviewpartner Volker Bombien erzählte mir außerdem, er habe in der letzten Zeit einige richtig toll gemachte Poster gesehen. Poster und viel Arbeit – das waren dann offensichtlich die beiden Punkte, die wir im Kopf hatten, als uns das folgende Projekt auffiel:

Dirt Po(or)ster von Roland Tiangco, © 2009

Mehr Licht

08. September 2009 von Kerstin

susanne rottenbacherLetzten Freitag haben wir die Ausstellung »my spectrum has nine pieces« der Künstlerin Susanne Rottenbacher im Wrede Haus in Köln besucht. Die gelernte Licht-Designerin entwirft und fertigt Lichtobjekte, die dieses Jahr u.a. noch im Rahmen einer Einzelausstellung bei der Max Planck Gesellschaft in Berlin gezeigt werden.

Im Rahmen der Ausstellung wurde auch das neue Buch »Volume 1 – Beginning to see the light«, erschienen bei Lim & Asmuth Publishers, präsentiert. Es ist der erste Band einer zweiteiligen Monografie.

Die einzelnen Arbeiten von Susanne Rottenbacher haben uns nicht nur aufgrund ihrer Erscheinungsform fasziniert, d.h. sie sind nicht nur einfach schön. Sie lassen vor allem auch die Ideenvielfalt, die unglaubliche Präzision und Arbeit erkennen, die ganz offensichtlich mit ihrer Fertigung einhergehen.

»Die technische Arbeitsweise ist die Handschrift, die ich gefunden habe, um mich adäquat zu äußern. Mit industriellen Materialien kann ich mich ausdrücken…«  (S. Rottenbacher in »Volume 1 – Beginning to see the light«)

Um dem weiter nachzugehen und mehr über die konkreten Sicht- und Arbeitsweisen von Susanne Rottenbacher zu erfahren, werden wir uns demnächst nach Berlin aufmachen und mit ihr ein Interview führen. Wir sind gespannt.

Interview mit Frauke Berg

18. August 2009 von Chris

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»
Man kann jeden Tag mit etwas anfangen – man muss es nur tun.«

Frauke Berg studierte Graphik-Design und machte ihr Diplom bei Prof. Wolf Erlbruch. Sie arbeitet seitdem langjährig erfolgreich als freiberufliche Illustratorin für große Verlage, unter anderem für das ZEITmagazin, und für die Modebranche.

Aktuell befindet sie sich nach eigenem Empfinden im »Umbruch«, da sie sich parallel zu den Auftragsarbeiten mehr den Sektor freier Projekte erschließen will. »Ich entwickle gerade den Ehrgeiz, Neues auszuprobieren und damit auch ein Risiko einzugehen. In den letzten zehn Jahren habe ich so gut trainiert, auch mit unsicheren Situationen klar zu kommen…es wäre total schade, wenn ich das jetzt nicht nutze.«

Der interdisziplinäre Austausch steht für sie bei ihren freien Projekten im Vordergrund. In ihren Ausstellungen gehen so beispielsweise ihre illustratorischen Arbeiten mit musikalischen Experimenten eine neue Kooperation ein. Weitere Infos unter fraukeberg.de und unter superlotti.de.