Tag: Demokratie

Aufbruch

22. Januar 2012 von Chris

(Gemeinschaft)

98 % sind Imitatoren – 2 % Initiatoren.

Wir haben uns die Zeit genommen unsere Haltung, unsere Arbeit, ja, auch den Weg, wo es hingeht zu formulieren. Jetzt setzen sich die letzten Jahre Arbeit einfach wie ein Mosaik zusammen. Alle Aspekte verzahnen sich. Menschen, ihre Ideen und Unternehmungen.

Und es werden immer mehr.

christian

Inspiration Lounge in Berlin

25. Oktober 2011 von Chris

Wir freuen uns über die Einladung zum Entrepreneurship Summit 2011 in Berlin, auf ein Treffen mit unserem ProjektPartner Thomas Fuhlrott und vielen anderen Entrepreneuren und Impulsgebern.

Dennächst mehr.

schöner, erhaltend, erweiternd_teil 3

11. Oktober 2011 von Kerstin

(interview mit thomas fuhlrott_zait | kerstin döweler_inspiration lounge, teil 3)

K: Zur nächsten Frage: Ist es denn vorstellbar, dass sich an dieser von Dir erwähnten Hürde etwas ändert? Dass Menschen einfach gute Produkte im Sinne von Ruskin bevorzugen, auch ohne ausgeprägtes Bewusstsein dafür?

T: Wir haben bei zait natürlich Kunden, die unsere Öle kaufen, weil sie ihnen einfach gut schmecken und gesund sind. Auch insgesamt betrachtet wäre eine niedrigere Hürde ein wichtiger Schritt, um die Nachfrage zu verbreitern und die Weiterentwicklung entsprechender Unternehmen zu ermöglichen. Das würde auch heißen, diese Art ökonomischen Handelns auch für diejenigen interessanter zu machen, die heute beispielsweise noch auf Produktionen unter Verursachung sozialer und ökologischer Missstände setzen. Allerdings müssen dorthin noch Wege entwickelt werden, die bisher in größerem Umfang nicht zu sehen sind.

K: Aber auch in den Personenkreisen, die schon ein Bewusstsein für die Notwendigkeit der Grundwerte »schöner, erhaltend und erweiternd« haben, könnten doch sicher noch mehr Menschen erreicht werden?

T: Ja, stimmt. Dann muss aber mehr dafür getan werden, dass man die Unternehmen schneller finden kann, die nach diesen Wertmaßgaben arbeiten und neue, andere Impulse innerhalb ökonomischer Strukturen setzen. Hinzu kommen andere Fragen der Erreichbarkeit. Ein Beispiel: Sicher ist es gut, wenn jetzt bei Euch in Köln mehr Bio-Höfe am Rande der Stadt ihre Produkte auf dem eigenen Hof verkaufen. Das ist ein neues Angebot, gute Produkte dort zu bekomen, wo es auch Transparenz und den Kontakt zum Produzenten gibt. Doch es ist klar, dass nicht jeder Stadtbewohner raus auf die Bio-Höfe fahren kann. Viele werden das auch in Zukunft nicht tun, schon weil sie daran gewöhnt sind, zum Einkaufen in die Stadt oder nur um die nächste Ecke zu gehen. Die Frage ist daher, wie auch innerhalb der Städte Standorte aufgebaut werden können, die es leichter machen, gute Produkte kennen zu lernen, auszuprobieren und auch im Alltag einfach zu erreichen und einzukaufen. Eines ist doch sicher: es wird diese Produkte nicht mal schnell in den herkömmlichen Supermärkten geben. Dort dominiert die Lebensmittelindustrie.

K: Weil wir gerade bei Weiterentwicklungsmöglichkeiten sind: wie sieht es denn für Unternehmen aus, die sich wie zait den Grundwerten »schöner, erhaltend und erweiternd« verpflichten? Der Begriff der Grenzen des Wachstums ist ja heute einerseits aktuell, während Politik und Wirtschaft immer noch das permanente Wachstum beschwören.

T: Bei uns und auch anderen Unternehmen, die ich kenne, sind die Möglichkeiten zu wachsen klar begrenzt. Auch das hängt wieder mit den Grundwerten »schöner, erhaltend und erweiternd« zusammen. Wir können nicht immer größere Mengen Olivenöl handeln, schon weil es Zeit und Aufwand bedeutet, Olivenöl in ausgezeichneter Qualität zu produzieren. Wollten wir innerhalb kurzer Zeit viel größere Mengen verkaufen, würde die Qualität leiden. Vieles, was wir heute tun, wofür wir uns engagieren, könnten wir so nicht mehr machen. Und das wollen wir nicht.

K: Ich merke deutlich, wir Verbraucher sollten uns auf folgende Dinge einstellen: wenn wir gute Produkte haben wollen, müssen wir, jedenfalls noch momentan, eingehender danach forschen, wer diese Produkte anbietet. Es kann ja auch richtig Spaß machen, solche Menschen und Produkte zu entdecken und die Entdeckungen mit anderen auszutauschen, statt immer auf denselben Wegen in dieselben Supermärkte zu gehen.

Und was die Definition von »erfolgreich« am Markt angeht, wäre wohl ebenfalls ein Perspektivenwechsel fällig. Neue Impulse, die Einhaltung wichtiger Grundwerte und daran orientiertes Wachstum statt immer nur mehr verkaufen und immer größer werden um jeden Preis. Es wird ja immer deutlicher, wohin uns diese altbekannte Auffassung von Erfolg gebracht hat und bringen kann.

T: Das sehe ich auch so.

K: Thomas, vielen Dank für das Interview.

Zum Interview, wie versprochen, hier das von uns erprobte Rezept für einen wunderbaren, einfach herzustellenden Appetizer oder gleich eine ganze Mahlzeit.

REZEPT

Sehr lecker auf geröstetem Weissbrot ist diese Tomatenpaste mit Knoblauch.


Dazu reibt man frische Tomaten mit einer Handreibe


oder entsprechenden Einsatz im Mixer oder verwendet wie wir einen Pürierstab.


Dem Tomatenbrei gibt man ein Drittel zait-Olivenöl aus Katalonien zu und würzt das Ganze nach Belieben mit Knoblauch aus der Presse, Salz und Pfeffer.

Guten Appetit!

Interview Teil 1

Interview Teil 2

thomas fuhlrott_interview | zait.de | mehr

Noam Chomsky in Köln

07. Juni 2011 von Kerstin

Im Rahmen seiner Albertus-Magnus-Professur 2011 wird Noam Chomsky heute Abend in der Universität zu Köln eine öffentliche Vorlesung halten, die auch online übertragen wird.

Noam Chomsky wurde in den 1960er Jahren mit seinen Forschungen und Beiträgen zur Sprachwissenschaft bekannt, insbesondere durch die von ihm vorangetriebene Verbindung von Linguistik, Kognitionswissenschaften und Informatik. Seine bis heute nicht unumstrittenen Arbeiten und Standpunkte lösten wissenschaftliche Diskussionen, wie beispielsweise die Linguistic Wars, aus und beeinflussten zahlreiche andere Fachbereiche – neben der Kognitionswissenschaft und Informatik auch die Neurowissenschaften und die Philosophie.

In den 1960er Jahren begann Noam Chomsky, sich stärker politisch zu artikulieren und zu engagieren. In diesem Rahmen wendete er seine in der Linguistik gewonnenen Erkenntnisse auch in der analytischen Betrachtung politisch eingesetzter Sprache an. Als kritischer Betrachter politischer Systeme ist er weit über den Bereich der Linguistik hinaus bekannt. Auch in seiner Vorlesung heute Abend wird er sich insbesondere politischen Perspektiven widmen. Wer die Standpunkte und Impulse des als »meist zitierten Außenseiters der Welt« Bezeichneten bei dieser seltenen Gelegenheit live erleben möchte:

Noam Chomsky, The Evolving Global Order: Prospects an Opportunities, 7. Juni, 19.30, Uni Köln, Aula im Hauptgebäude am Albertus-Maguns-Platz (Es lohnt sich früher hinzugehen – seine Vorlesung gestern war äußerst gut besucht.)

Neue Bewegung – fluegel.tv interviewt Wecker

25. Mai 2011 von Kerstin

Seit unserem ersten Interview mit Robert Schrem von fluegel.tv hat sich der Online-Sender kräftig weiterentwickelt – mal ganz davon abgesehen, dass sich auch in Stuttgart und in ganz Baden-Württemberg so einiges in zuvor kaum für möglich gehaltene Richtungen verändert hat.

Atomkraft-Diskussion, politischer Wechsel, Demokratiebewegung – das Spektrum von fluegel.tv hat sich erweitert. Nach wie vor sind auch die Entwicklungen um S21 (heute S21 plus) wichtiges Thema in Stuttgart und natürlich bei fluegel.tv. So fand bis gestern das Camp »Baustopp selber machen« statt, bei dem die Leute von fluegel.tv natürlich wieder unterwegs waren, um Stimmungen, Aktionen und Meinungen auch für diejenigen transparenter zu machen, die nicht live dabei sein konnten.

In diesem Rahmen entstand auch ein fluegel.tv Interview mit Konstantin Wecker (Link drücken, scrollen zum Interview), in dem Thorsten Puttentat (der Chef-Interviewer bei fluegel.tv) mit dem Musiker und Künstler über das neu entstandene, große Interesse an öffentlichen Themen, an mehr Bürgerbeteiligung, politischem Wandel und gesellschaftlicher Bewegung sprach. Stuttgart, Spanien, Ägypten…wie sieht ein seit vielen Jahren Engagierter die Proteste, den Widerstand und die Änderungen. Was passiert da und wie geht es weiter?