Tag: Bewegung

Inspiration Lounge_going public #2: Wege statt Gründe

06. Oktober 2014 von Kerstin

bärbel kohler(bärbel kohler)

Im Rahmen unserer Inspiration Lounge_going public am 10. Oktober 2014 wollen wir quer durch Lebens- und Fachbereiche in Erfahrung bringen, was Menschen eint, die Ideen jenseits gewohnter Wege umsetzen. Was verbindet kreative Vorausdenker und Macher, Old School | New School?  Wir freuen uns sehr, mit Bärbel E. Kohler, Personalcoach, eine Expertin für dieses Thema gewonnen zu haben.

Auf der Basis langjähriger Erfahrung berät und begleitet Bärbel Kohler Menschen unterschiedlichen Alters und vielfältiger fachlicher Ausrichtungen in ihrer privaten und beruflichen Weiterentwicklung. Sie kennt daher nicht nur die wichtigen Voraussetzungen, die es braucht, um mitsamt den eigenen Ideen, Talenten und Skills den persönlichen Weg zu gehen. Sie weiß auch sehr wohl um die vielen kleinen und größeren Hürden sowie inneren Schweinehunde, die einem dabei gerne mal im Weg stehen: beispielsweise das Festhalten an vermeintlich sicheren, ausgetretenen Pfaden oder das fehlende Bewusstsein für die eigenen Fähigkeiten und Stärken.

»Wie schaffen es Menschen, im Gegensatz zu vielen anderen, die Hürden hinter sich zu lassen und Dinge aus der eigenen Vorstellung in die Tat zu bringen? Wie gelingt ihnen eine auf den eigenen Ideen aufbauende Entwicklung, wie finden sie die ihnen entsprechenden, persönlichen Aufgaben?«, frage ich Bärbel Kohler. Ihre Antwort beginnt mit einer Feststellung, die jeder nachvollziehen kann, der die Situation zwischen Aufbruch und Schweinehund aus eigener Erfahrung kennt: »Wer wirklich will, sucht nach Wegen und Lösungen, wer nicht will, sucht nach Gründen, warum etwas nicht geht. Denk- und Handlungsgewohnheiten zu hinterfragen und aufzubrechen, ist immer mit Veränderung verbunden, und Veränderungen sind Aufwand.« Wie man beides positiv angeht und damit auch selbst kreativer Vorausdenker und Macher sein kann, darüber sprechen wir mit Bärbel Kohler im Live-Interview.

 

Inspiration Lounge_going public #2
Freitag, 10. Oktober 2014  ||  ab 19.00 Uhr  ||  stilbude, Bonner Str. 69, Köln

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Inspiration Lounge_going public #2

15. September 2014 von Kerstin

Inspiration Lounge_going public #2(Inspiration Lounge_going public #2)

Am 10. Oktober 2014 startet unsere 2. Inspiration Lounge_going public, erneut in Kooperation mit dem Team von Leck mich, Eis mit Stil und ihrer stilbude in der Bonner Straße 69 in Köln. Natürlich haben wir wieder interessante Interviewgäste ausgewählt, und auch an leckere Inspirationen für den Gaumen ist selbstverständlich gedacht.

Beim diesmaligen Thema haben wir durch die Gäste der letzten Inspiration Lounge_going public #1 Anregung gewonnen. Da das Publikum nämlich gleich drei Generationen umfasste und diese Tatsache zu so lebhaftem Austausch führte, haben wir beschlossen: machen wir das doch gleich zum Hauptanliegen der Inspiration Lounge_going public #2. So heißt das diesmalige Motto »Old School | New School«. Wir freuen uns darauf.

Also, Termin schon mal vormerken. Mehr zur Veranstaltung und den Interviewgästen gibt es demnächst hier.


Inspiration Lounge_going public #2

Freitag, 10. Oktober 2014  ||  ab 19.00 Uhr  ||  stilbude, Bonner Str. 69, Köln

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Warum um Himmels willen macht ihr das?

31. August 2014 von Chris

faltkarte(faltkarte à la le tapir)

Wir bekommen immer  die zwei gleichen Fragen gestellt – die beliebteste Dritte erwähne ich heute mal nicht. Erste Frage: Warum macht ihr das, was ihr da macht? Und zweitens:
Wie genau geht das, was ihr da macht und warum so? Die erste kann ich ganz einfach beantworten: Weil es UNS! wichtig ist. Der detaillierte Rest steht in der BLOGbeschreibung und in den jeweiligen Posts.

Somit erzähle ich heute kurz über die zweite Frage. Ich fange rückwärts an: Warum so? Ganz einfach. Der wichtigste Aspekt unseres Denken und Handelns, neben unserem Gedanken der Verbundenheit mit allen Menschen, ist das Grundbedürfnis der Autarkie.

> siehe Wikipedia: Autarkie, (altgr. αὐτάρκεια autárkeia ‚ »Selbstgenügsamkeit«, »Selbst-
ständigkeit‘«) im allgemeinen Sinne bedeutet, dass Organisationseinheiten oder Ökosysteme alles, was sie ver- oder gebrauchen, aus eigenen Ressourcen selbst erzeugen oder herstellen.

Wir gehen die Grundidee/Situation aus unserem Kontext und unserer Sichtweise an, betrachten dann die Beteiligten und deren Kontext und bilden einen Konsens: Sozusagen die Schnittmenge aus unserer Sicht der Dinge.

Da Bilder und Beispiele mehr sagen als 1000 Worte, hier also ein paar Bilder.


Bsp 1._Geburtstagskarte

workflow(schnittplatz)

detail(detail)

zusammengeklappt(karte gefaltet)

 

Bsp 2._Interview mit Jochen Distelmeyer // Blumfeld

Bei unserem Interview mit Jochen Distelmeyer/blumfeld haben wir es vor vier Jahren genauso gemacht. Heißt ganz platt: Manager anrufen, warten, Termin ausmachen, warten, dann mit dem ganzen Filmkram

sound und bild(sony 4.1, cyber-shot)

in die Straßenbahn und zum Gebäude 9, dort spontan ein Set finden, da der Jochen friert und wegen seiner vorausgegangenen Fahrzeugpanne etwas grantelig ist (an dieser Stelle nochmals Danke an die Spontanhilfsaktion/Atelier-Ausleihe von Nane Müller und Werner Magar_puplik.org). Interview führen, Ton improvisieren, Licht improvisieren, 2 Kameras aufbauen, filmen,

flip(sony 4.1, cyber-shot + flip + canon hv30)

interviewen und wieder weg, dann Daten übertragen, dabei die Hauptdaten wegen eines technischen Fehlers komplett verlieren und mit dem übrigen Rest ein ganzes Interview generieren. Technisch schwerst improvisiert – aber es war eine prima Geschichte und Blumfeld ist immer noch einer meiner favourites.

jochen distelmeyer(jochen distelmeyer)

 

Fazit_An unserem Grundprinzip hat sich bis heute nichts geändert. Und das ist auch gut so.

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Inspiration Lounge_going public #1 | Interview mit Wilhelm Schlote

17. August 2014 von Kerstin

wilhelm(wilhelm schlote_zeichner)

Last but not least stand bei unserer ersten Inspiration Lounge_going public der Zeichner und Künstler Wilhelm Schlote Rede und Antwort über die langjährige Liebesbeziehung zu seinem legendären Strichmädchen, die ihn nach wie vor in Bewegung hält.

warmup(kurze stärkung)

»Wilhelm, wann entbrannte denn Deine Liebe zum Strichmädchen?«, war meine erste Frage. »Das ist schon einige Jahre her, es begann in den 70er/80er Jahren. Nach einer langen persönlichen Entwicklung in den Bereichen Kunst, Philosophie und Literatur, nach vielen Zeichnungen und Büchern, die ich bis dahin herausgebracht hatte und natürlich nach meiner Erkenntnis, dass meine große Leidenschaft den Kinderzeichnungen gilt, da war es auf einmal da bzw. in meinem Kopf und in meinem Herzen, das erste meiner Strichmännchen. Ich musste es nur noch zu Papier bringen. Kurz darauf folgte dann natürlich das Strichmädchen.«

»Und beide sind dann gemeinsam und unmittelbar ein großer Erfolg geworden?«, will ich wissen.

»Nein, sind sie nicht. Im Gegenteil. Die Menschen waren meine Schlote-Karten gewöhnt und wollten nichts anderes von mir sehen. Nun hatte ich aber meine Familie zu ernähren und daher musste ich mich bewegen, d.h. mir einen Weg einfallen lassen, Strichmännchen und Strichmädchen doch zu etablieren. Es war nicht leicht, und schließlich habe ich die beiden in eine andere Idee, meine Stadtplakate, integriert und den Menschen immer wieder präsentiert. So lange, bis die Leute dann mit der Zeit richtig Gefallen daran fanden.«

intro(feyntuning)

Nächste Frage: »Du sprachst gerade von Bewegen, und ich weiß, dass auch Bewegung aktuell ein großes Thema in Deiner Arbeit ist. Kannst Du uns mehr davon berichten?«

»Also, es geht dabei einerseits darum, dass es immer Aufwand und, wenn Du so willst, Bewegung kostet, Deine eigene Idee zu realisieren und durchzusetzen. Das muss einfach mal gesagt werden. Viele scheuen aber den Aufwand und den Weg, auch, weil man ja heute oft gesagt bekommt, dass man es sich doch einfach machen soll. Nur: so bleibt man auf den ausgetretenen Wegen, statt für das zu kämpfen, was einem wirklich am Herzen liegt.

interview(lesung)

Dazu kommt: sich zu bewegen, mit Körper und Geist, hält uns fit. Das wissen wir schon lange. Trotzdem bewegen sich viele Menschen heute immer weniger. Neben dem sich Bewegen für die eigenen Ideen, das sich immer lohnt, wenn man sein eigenes Leben und nicht das anderer Leute leben will, habe ich noch ein anderes schönes Beispiel. Es passt zum Thema des heutigen Abends, der Liebe.

lesung(interview)

Ich sah neulich eine Dokumentation über Online-Partnervermittlungsportale. Darin saßen zahlreiche Menschen zuhause auf dem Sofa und verbrachten viel Zeit damit, eigene Online-Profile zu erstellen und diejenigen anderer zu lesen. Ich möchte damit nicht sagen, dass solche Dinge niemandem helfen. Doch ich denke, es wäre für viele Menschen schöner, mehr auf sich selbst zu vertrauen und sich die Mühe zu machen, mal raus aus der eigenen Wohnung, raus aus dem gewohnten Umfeld zu gehen. Sie träfen dort auf andere Leute, die sie mit der Zeit wieder mit anderen bekannt machen uns so weiter.

neugierde(faszination)

Deshalb hat mir auch der Schluss der Dokumentation gut gefallen. Da saß ein junger Mann, und neben ihm war eine schöne, junge Frau zu sehen. Er erzählte, dass er über zwei Jahre eine Partnerin über Online-Portale gesucht hatte, was sehr kostspielig war – ohne Erfolg. »Aber neben ihnen sitzt doch nun Ihre Frau?, fragte der Reporter. »Ja«, sagte der Mann, »sie ist meine große Liebe, und wir haben uns drei Straßen von meiner Wohnung entfernt kennen gelernt, als ich nach langer Zeit beschlossen hatte, einen Spaziergang im Viertel zu machen.«

Ich sage Euch: Bewegung ist es – für die eigenen Ideen, die Liebe und einfach das ganze Leben.

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Inspiration Lounge_going public #1 | Interview mit Antonius Werhahn-Mees

15. August 2014 von Kerstin

stilbude(die stilbude)

Antonius Werhahn-Mees, einer der Macher von Leck mich, Eis mit Stil, hatte im wahrsten Sinne des (W)ortes ein Interview-Heimspiel, denn auch die Stilbude in Köln, Austragungsort unserer ersten Inspiration Lounge_going public #1, hat er mitbegründet.

eis(feyne auswahl)

Passend zum großen Thema des Abends wollte ich als erstes von ihm wissen, warum auf den kleinen Beipackzettel zum Leck mich, Eis mit Stil der Hinweis »kann Spuren von Liebe enthalten« zu finden ist.

interview(antonius werhahn-mees im interview mit kerstin döweler)

gespannt sein(gespannt in die tiefe eintauchend)

gäste(neue blickwinkel)

»Auf vielen Lebensmittelverpackungen ist unter Zutaten »kann Spuren von Nüssen enthalten« aufgedruckt. Das wollten wir aufgreifen und ein bisschen ironisch damit spielen. Es kommt aber dazu, dass wir in unsere Eisherstellung tatsächlich viel Liebe zum Detail und Leidenschaft stecken, weil uns das Zubereiten von guten Produkten aus frischen, Lebens-mitteln einfach Spaß macht. Es begeistert uns, immer neue Kombinationen von Zutaten zusammenzustellen und dadurch besondere Eiskreationen zu erzeugen, die gut schmecken und vielleicht einige Menschen auch überraschen. Gurke-Limette ist beispielsweise so eine unserer Eissorten, bei der so mancher zuerst zögert und sich dann über das ungeahnt leckere Geschmackserlebnis freut. Ich denke auch, die Menschen merken, dass wir uns nicht nur Mühe machen, um ein Geschäft zu haben und Geld zu verdienen, sondern insbesondere auch, um anderen auf der Basis unseres Könnens etwas Gutes, sozusagen ein Stück unserer Leidenschaft mitzugeben.«

gäste2(freude)

philipp(philipp pongratz_ die stilbude)

Das ist ein ausgezeichnetes Stichwort für meine nächste Frage: »Du hast Betriebswirtschaft studiert und wirst heute manches Mal gefragt, warum Du das nicht weitermachst und stattdessen mit Philipp und Yvonne Eis herstellst bzw. die Stilbude eröffnet hast. Was sagst Du darauf?« »Ich sage, dass ich nach wie vor meine Kenntnisse in Betriebswirtschaft anwende. Doch ich sehe das nur als Basis, als Handwerkszeug, nicht als Endzweck. Was mir, Yvonne und Philipp am Herzen liegt ist, unser Eis und unsere Stilbude voranzubringen und dabei immer wieder auch neue Ideen zu entwickeln. Das ist unser Ding. Und ich bin überzeugt: würden mehr Menschen das von ihnen Gelernte als Handwerkszeug nutzen, um auf dieser Basis ihre wirklich eigenen Ideen zu realisieren, es gäbe eine unglaublich tolle Artenvielfalt am Markt statt der sich leider an vielen Orten ausbreitenden Monokultur immer gleicher Produkte und Leistungen großer Firmen und Konzerne.«

vielfalt(außergewöhnliche projekte)

snacks(besonders leckere kleinigkeiten)

»Du meinst also, mehr Leute sollten den Mut finden, den eigenen Weg mit den eigenen Ideen zu gehen?« frage ich weiter. Antonius’ Antwort: »Ja, denn heute nehmen viele Leute das von ihnen Gelernte und suchen sich dann irgendwo einen Job, der den üblichen Vorstellungen über ihren Fachbereich entspricht. Bei Betriebswirtschaft sind das ja in erster Linie Bürojobs. Und bei vielen Menschen, die solche Jobs machen, zählen in erster Linie nur die Bezahlung und die Karriereaussichten, einfach, weil das in unserer Gesellschaft »normal« ist und so nahe gelegt wird. Was dabei oft auf der Strecke bleibt, sind viele persönlichen Skills, die außerhalb des gelernten Fachwissens vorhanden sind sowie Themen und Dinge, die einem einfach am Herzen liegen und Freude machen. Das ist für den Einzelnen schade, und es ist für uns alle ein Beitrag zur Artenvielfalt, der leider unterbleibt. Gerade deshalb finde ich so wichtig, dass all diejenigen, denen bewusst ist, was sie wirklich umtreibt, auch dazu aufbrechen. Uns jedenfalls gibt es sehr viel, unseren eigenen Weg zu gehen.«

home(motherboard)

»Was antwortest Du all denen, die jetzt sagen, dass aber nicht jeder tun kann, was sein Herz bewegt?« »Ganz einfach, ich sage: umso wichtiger ist es, dass all jene es tun und dazu den Mut finden, die es eigentlich machen können und daran insbesondere durch den Gedanken gehindert werden, man könne aus dem heutigen Mainstream nicht ausbrechen und müsse sich an eine Sicherheit klammern, die in Wirklichkeit nur eine vermeintliche ist.«

gäste3(kurzes verschnaufen)

Ein guter Interviewabschluss und der Startpunkt für eine kurze Veranstaltungspause inklusive Eis und Getränken.

 

Wilhelm Schlote

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