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	<title>inspiration lounge by le tapir &#187; Austausch</title>
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		<title>Aufbruch</title>
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		<pubDate>Sun, 22 Jan 2012 15:57:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Chris</dc:creator>
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		<description><![CDATA[(Gemeinschaft)
98 % sind Imitatoren – 2 % Initiatoren.

Wir haben uns die Zeit genommen unsere Haltung, unsere Arbeit, ja, auch den Weg, wo es hingeht zu formulieren. Jetzt setzen sich die letzten Jahre Arbeit einfach wie ein Mosaik zusammen. Alle Aspekte verzahnen sich. Menschen, ihre Ideen und Unternehmungen.
Und es werden immer mehr.
christian
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://inspirationlounge.de/wp-content/uploads/test1.jpg" rel="lightbox[8190]"><img class="alignleft size-medium wp-image-8188" title="gemeinschaft" src="http://inspirationlounge.de/wp-content/uploads/test1-586x440.jpg" alt="" width="586" height="440" /></a><em>(Gemeinschaft)</em></p>
<p><em>98 % sind Imitatoren – 2 % Initiatoren.<br />
</em></p>
<p>Wir haben uns die Zeit genommen unsere <a title="haltung" href="http://inspirationlounge.de/darum-geht-es/" target="_blank">Haltung</a>, unsere Arbeit, ja, auch den <a title="talks" href="http://inspirationlounge.de/inspiration-lounge-live-talks/" target="_blank">Weg,</a> wo es hingeht zu formulieren. Jetzt setzen sich die letzten Jahre Arbeit einfach wie ein Mosaik zusammen. Alle Aspekte verzahnen sich. Menschen, ihre Ideen und <a title="entrepreneure" href="http://inspirationlounge.de/fuer-entrepreneure-2/" target="_blank">Unternehmungen</a>.</p>
<p>Und es werden immer mehr.</p>
<p>christian</p>
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		<title>Viva Community</title>
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		<pubDate>Wed, 21 Dec 2011 09:16:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kerstin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[(Community)
Es naht das Jahresende, zu dem bekanntlich viele gute Vorsätze gefasst werden. Dazu eine Anregung:
Ermöglichen uns Online-Kontakte noch so gut, auf dem Laufenden zu bleiben, sie nehmen mittlerweile gerne so viel Raum ein, dass der wirklich persönliche Kontakt mit anderen das eine um’s andere Mal auf der Strecke bleibt. Nichts gegen Facebook, Twitter und Co., [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://inspirationlounge.de/wp-content/uploads/gemeinschaft.jpg" rel="lightbox[8053]"><img class="alignleft size-medium wp-image-8054" title="gemeinschaft" src="http://inspirationlounge.de/wp-content/uploads/gemeinschaft-586x440.jpg" alt="" width="586" height="440" /></a><em>(Community)</em></p>
<p>Es naht das Jahresende, zu dem bekanntlich viele gute Vorsätze gefasst werden. Dazu eine Anregung:</p>
<p>Ermöglichen uns Online-Kontakte noch so gut, auf dem Laufenden zu bleiben, sie nehmen mittlerweile gerne so viel Raum ein, dass der wirklich persönliche Kontakt mit anderen das eine um’s andere Mal auf der Strecke bleibt. Nichts gegen Facebook, Twitter und Co., wenn es um zusätzliche Wege geht, sich miteinander zu verbinden. Am Ende ist Kontakt aber nicht gleich Kontakt, und es lohnt sich, wesentliche Unterschiede zwischen virtuellen und tatsächlich persönlichen Kontakten unter dem Blickwinkel unserer ursprünglichen Herkunft zu betrachten. Ich habe <a title="Outdoor Gym und Felix Klemme in der Inspiration Lounge" href="http://inspirationlounge.de/kreativ-bewegen/" target="_blank">Felix Klemme</a> gebeten, mir dabei zu helfen, denn als Gründer von <a title="Outdoor Gym" href="http://www.outdoorgym.de/" target="_blank">Outdoor Gym</a> befasst er sich seit langem mit den Zusammenhängen von ursprünglichem menschlichen Verhalten und gesunden Lebensweisen heute.</p>
<p><strong>K</strong>: <em>Felix, welche guten Gründe gibt es, Facebook und Rechner mal Facebook und Rechner sein zu lassen und mehr auf persönlichen Austausch zu setzen? Also mal abgesehen von den ganz offensichtlichen Gründen, wie beispielsweise: man geht mehr nach draußen, um zu einem Treffen zu gelangen und bekommt dabei mehr Bewegung, Licht und Sauerstoff.</em></p>
<p>F: Ein weiterer guter Grund ist Körperkontakt, und da reicht schon ein Händedruck oder eine Umarmung zur Begrüßung.</p>
<p><strong>K: </strong><em>Was passiert denn dadurch?</em></p>
<p>F: Körperkontakt führt zu einer Ausschüttung des Hormons Oxytozin, das unser Immunsystem stärkt und uns so hilft, gesund zu bleiben. Wenn wir uns anschauen, wie wir ursprünglich gelebt haben, dann ist vor allem interessant, dass wir schon immer Gemeinschaftswesen waren. Wir haben das Leben in Gruppen, in Miteinander und direktem Austausch bewältigt. Darauf ist unser Körper auch heute noch eingestellt, denn seit unseren menschlichen Ursprüngen haben wir uns genetisch und bezüglich unserer körperlichen Abläufe so gut wie nicht verändert. Wir sind für viel Bewegung im Freien gemacht, für natürliche Ernährung und eben auch für den persönlichen Austausch in Gemeinschaft – nicht für stundenlanges, vereinzeltes Dasein vor einem Rechner.</p>
<p>Natürlich sind Computer hilfreich bei der Arbeit, Online-Kontakte halten uns auf dem Laufenden, doch sie gehen einher mit zahlreichen Verhaltensweisen, die nicht in Einklang mit unseren menschlichen »Wurzeln« stehen. Deshalb wird durch den Austausch mit Facebook-Freunden auch kein Oxytozin ausgeschüttet. Im Gegenteil, je länger wir in unnatürlicher Haltung vor dem Computer sitzen, umso mehr Stress bauen wir körperlich auf. Und je mehr Stress, umso wahrscheinlicher werden wir irgendwann krank.</p>
<p>Dieser komplexe Zusammenhang ist einer der Gründe, warum wir bei Outdoor Gym immer in der Gruppe trainieren. Neben Spaß und Ansporn geht es darum, Übungen auch gemeinsam zu machen, wobei der Körperkontakt dann die Ausschüttung von Oxytozin fördert. Auch über das Training hinaus geht es uns darum, die Outdoor Gym Mitglieder möglichst viel an die frische Luft, in Bewegung und in Gemeinschaft zu bringen. Wir organisieren daher beispielsweise gemeinsame Wanderungen oder gehen zusammen klettern. Es ist uns wichtig, den Menschen ein Bewusstein für an sich einfache, natürliche Verhaltensweisen oder Dinge zurückzugeben, die wir inmitten unseres modernen Lebensstils oft vergessen.</p>
<p>Unsere heutige Gesellschaft setzt sehr auf Vereinzelung, auf die Vermeidung persönlichen Austauschs sowie oft jeglichen Körperkontakts. Warum treffen, wenn wir doch Mail und SMS haben? Warum gemeinsam etwas draußen unternehmen, wenn die Fernbedienung zuhause so nah liegt? Wir sind nicht dafür gemacht, passiv oder lediglich Anwender von Technik zu sein. Es ist deshalb wichtig, in Balance zu bleiben und sich immer wieder auch an unsere »Wurzeln« zu erinnern.</p>
<p><strong>K:</strong> Das heißt also: mehr raus gehen, Freunde treffen, offen sein und neue Leute kennen lernen, Gemeinschaft und <em>echten</em> Kontakt pflegen. Ich finde, das passt ganz wunderbar zum Fest der Liebe und einem spannenden neuen Jahr.</p>
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		<title>kick your apps and your mind will follow</title>
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		<pubDate>Wed, 14 Dec 2011 09:53:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Chris</dc:creator>
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		<description><![CDATA[
(2.8 hours later)
Die Frau reißt ihre Augen auf – panisch. Blickt verzweifelt über den dunklen, schmutzigen Platz, rennt los. Dann kommen sie. Blutverschmierte Gestalten wanken auf sie zu, kreisen sie ein, machen die Flucht unmöglich. Der Kreis wird enger – aussichtslos.
Tja, was hier wie eine billige Zombie-Nummer anmutet, ist auch eine – bloß nicht als [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://inspirationlounge.de/wp-content/uploads/2.8-hours-later.jpg" rel="lightbox[7995]"><img class="alignleft size-medium wp-image-8025" title="2.8 hours later" src="http://inspirationlounge.de/wp-content/uploads/2.8-hours-later-586x440.jpg" alt="" width="586" height="440" /></a></p>
<p><em>(2.8 hours later)</em></p>
<p>Die Frau reißt ihre Augen auf – panisch. Blickt verzweifelt über den dunklen, schmutzigen Platz, rennt los. Dann kommen sie. Blutverschmierte Gestalten wanken auf sie zu, kreisen sie ein, machen die Flucht unmöglich. Der Kreis wird enger – aussichtslos.</p>
<p>Tja, was hier wie eine billige Zombie-Nummer anmutet, ist auch eine – bloß nicht als Film, sondern in Wirklichkeit. Das Ganze spielt in Leeds Ende November und ist ein Highlight des britischen Künstlerduos <em>Simon Johnsons und Simon Evans</em>. Virtuality goes Reality. Das Herz jeden Gamers schlägt höher. Die Jungs hatten eine simple Idee: Hol die Story aus dem Netz, transportiere sie in die Wirklichkeit. Ergebnis: <a title="2.8 hours later" href="http://vimeo.com/29391756" target="_blank">2.8 hours later</a>. Das Szenario: Die Stadt ist von einem unbekannten Virus infiziert, die Menschen verwandeln sich in blutgierige Zombies, fressen alles, was ihnen in die Quere kommt. Eine kleine Gruppe von Nicht-Infizierten <em>(hier kann man als <a title="www_2.8hourslater.com" href="http://2.8hourslater.com/" target="_blank">Teilnehmer</a> mitspielen)</em>, muss sich durch Horden von Untoten schlagen, auf der Suche nach einem geheimen Ort, an dem sich die letzte Bastion der noch nicht infizierten Menschen befindet.</p>
<p>Was ist daran so interessant? Viele begeisterte User lassen ihre Rechner Rechner sein und gehen nach draußen. Genauer gesagt: Sie bewegen sich in eine Situation, die sie nicht beherrschen. Die »Treibjagd« findet im öffentlichen Raum statt. Bahnhöfe, leere Fußgängerzonen, unübersichtliche Parkhäuser. Die Gamer müssen dabei während des Spiels live anwenden, was sie sonst nur via Mouse oder Stick erledigen. Sie finden sich in einer geistigen und physischen Interaktion wieder, die sie tatsächlich an ihre Grenzen bringt. Sie müssen rennen, fliehen, schnell agieren und reagieren. Auch können die Teilnehmer viel aus ihren Reaktionen ablesen. Verhalten sie sich teamorientiert oder egoistisch? Wollen sie als Gruppe überleben, oder geht es nur um den Vorteil des Einzelnen? Wie wichtig ist ihnen die Gemeinschaft?</p>
<p><em>Das britische Künstlerduo <a title="trailer_tracks" href="http://www.arte.tv/de/Videos-auf-ARTE-TV/2151166,CmC=4314602.html" target="_blank">Simon Johnsons und Simon Evans</a> hat das  Live-Spiel<a title="game" href="http://slingshoteffect.co.uk/ourgames/28-28hourslater" target="_blank"> </a></em><a title="game" href="http://slingshoteffect.co.uk/ourgames/28-28hourslater" target="_blank"><em>2.8 hours later</em></a><em> erfunden. Gedanklicher Hintergrund: starkes soziales Auseinanderdriften in England führt aus ihrer Sicht langsam aber sicher in den völligen Kollaps. Ob Zombies Bürger jagen  oder randalierende Banden anderen die Häuser ausrauben oder iPhones  klauen, macht für die  Simons keinen großen Unterschied. Schuld ist für  sie der Giervirus. </em></p>
<p>Außerdem bemerkenswert: Gewohnheiten werden aufgebrochen, Neues entsteht und diesmal kommt die Inspiration aus dem Netz. Was ursprünglich als <em>virtual game</em> entwickelt wurde, findet sich auf einmal in der tatsächlichen Welt wieder. Die Menschen haben das Bedürfnis, sich aktiv und persönlich mit anderen Menschen auseinanderzusetzen. Und das in Zeiten, in denen uns Apps alles doch vermeintlich abnehmen.</p>
<p>Übringens: auch die Inspiration Lounge wird künftig immer mehr aus den Tiefen der virtuellen Welt in den realen Raum dringen. Live und in echt. Gut, bei uns werdet ihr nicht von Zombies gejagt, aber …</p>
<p>…aber davon an anderer Stelle mehr.</p>
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		<title>Warten auf…?</title>
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		<pubDate>Tue, 06 Dec 2011 14:01:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kerstin</dc:creator>
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(Nachtrag) 
Zu unserem letzten Artikel und auf die darauf folgende Resonanz an dieser Stelle noch einige Gedanken:
Ein genauer Plan scheint in unserer als rational, zeitoptimiert und durchökonomisiert geltenden Gegenwart äußerst wichtig zu sein. Wie viele wünschen sich einen Plan für das eigene Leben, für die Karriere, für Ernährung und Gesundheit, für die allgemeine Bewältigung von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://inspirationlounge.de/wp-content/uploads/k.jpg" rel="lightbox[7935]"><img class="alignleft size-medium wp-image-7977" title="k" src="http://inspirationlounge.de/wp-content/uploads/k-586x440.jpg" alt="" width="586" height="440" /></a></p>
<p><em>(Nachtrag) </em></p>
<p>Zu unserem letzten Artikel und auf die darauf folgende Resonanz an dieser Stelle noch einige Gedanken:</p>
<p>Ein genauer Plan scheint in unserer als rational, zeitoptimiert und durchökonomisiert geltenden Gegenwart äußerst wichtig zu sein. Wie viele wünschen sich einen Plan für das eigene Leben, für die Karriere, für Ernährung und Gesundheit, für die allgemeine Bewältigung von Klima-, Ressourcen- und Finanzkrisen, für den Weg zu dauerndem Wohlstand und persönlichem Glück?</p>
<p><em>Warum sollten wir uns wünschen, dass man uns einen genauen Plan gibt?</em> Weil ein konkreter Plan seine Einhaltung fordert und uns Disziplin beibringt? Sind wir nicht imstande, eigenen Willen und Beharrlichkeit für etwas aufzubringen, das wir anstreben, weil wir es für wichtig und richtig halten, oder wünschen wir uns Zwang zu einer Sache, die wir eigentlich gar nicht wollen? Doch wenn wir nicht wollen, warum sollten wir uns zwingen lassen?</p>
<p>Glauben wir, dass wir es nicht schaffen, wichtige Ziele zu erreichen ohne eine konkreten  Plan, verabreicht von irgendwem, der sagt, er wisse ganz sicher, was gut für uns alle ist? <em>Vertrauen wir so wenig in uns selbst und die Tatsache, dass wir auf der Basis eines wacheren Bewusstseins für Zusammenhänge allein und gemeinam gute Ideen und Antworten auf die sich uns stellenden Herausforderungen finden?</em> Oder geht es darum, wenigstens etwas Konkretes zu erhalten, das man wie einen Plan <em>»hat«</em>, da wir doch bei Richtungsänderungen auch etwas verlieren, das wir <em>haben</em> – nämlich Gewohnheiten? Dann hängen wir wohl mehr am Haben und bringen nur wenig auf für die Frage: »wie könnte es für mich und andere besser und sinnvoller <em>sein</em>?«</p>
<p>Vielleicht ist Bequemlichkeit die Antwort, denn statt selbst zu forschen, zu überlegen, ein tieferes Verständnis für Zusammenhänge zu erarbeiten, ist es einfacher, fertige Lösung zu übernehmen. Das spart Mühe und Zeit, entledigt der Verantortung, lästiger eigener Zweifel oder Kritik von außen. Und ist es nicht effizient, Zeit und Aufwand zu sparen – <em>it&#8217;s so simple, it&#8217;s so easy?</em> Ist das am Ende nicht auch der Grund, warum Fertigpizza Deutschlands liebstes Konsumprodukt ist? Problem ist nur: wer weiß eigentlich noch, was er da isst? <em>Bequemlichkeit bringt weitgehenden Kontrollverlust</em> – egal mit wessen und welchem Plan.</p>
<p>Ich finde, statt all dem brauchen wir vor allem tieferes Verständnis für Zusammenhänge, nicht nur flüchtige Blicke hinter die Kulissen. <em>Nicht mehr, sondern bessere Informationen, ob es um <a title="act-if healthblog/ alles ist planbar?" href="http://actiftraining.wordpress.com/2011/12/04/alles-ist-planbar/" target="_blank">Bewegung, Ernährung und Gesundheit</a>, um Bildung, Energiefragen, Ressourcenverbrauch, Klima-, Wirtschafts- oder Europapolitik geht.</em> Es muss darum gehen, Abläufe besser nachzuvollziehen, um zu verstehen, welche Wege für den Einzelnen und für uns gemeinsam interessanter, intelligenter, gesünder, mehr in Balance und gangbar sind. Und dann – müssen wir über den eigenen Schatten springen, um die Wege für uns selbst voranzugehen und zu verantworten. Es hat keinen Sinn, auf <em>den</em> großen Plan zu warten, wenn es uns nicht gehen soll wie <a title="Wladimir und Estragon" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Warten_auf_Godot" target="_blank">Wladimir und Estragon</a>.</p>
<p><em>Wie lange schon hören wir auf einflussreiche Menschen, die uns sagen, sie wüssten Bescheid, hätten alles im Griff, und ständiges Wirtschaftswachstum löse an Ende alle Probleme – die des Einzelnen und die der kompletten Welt. </em>Was davon hat sich wirklich als wahr erwiesen? Nichts, im Gegenteil, die Probleme häufen sich. Wir werden immer dicker während andere hungern, wir veranstalten einen nach dem anderen Klimagipfel, während der C02-Ausstoß noch nie so hoch war wie 2011. Jahre vergehen, Veränderungen im ökonomischen System zu diskutieren, und täglich wird fröhlich weiter gewettet.</p>
<p>Keine Zeit mehr für diese Menschen mit ihren »sicheren« Plänen.<em> Zeit, selbst aktiv zu werden. </em>Doch wie in so vielen Bereichen das tiefere Verständnis für Zusammenhänge erarbeiten, das uns als Grundlage für eigene oder gemeinsame Veränderungen dient? <em>Wie schaffen wir es, wacher zu sein?</em></p>
<p>Schauen wir uns um. Antworten werden wir wohl nicht dort finden, wo altbekannte, glatt gefönte Medien am Werk sind. Wir werden sicher fündig bei Menschen, die in ihren Themenbereichen tatsächlich engagiert sind und bereit, ihr Wissen und ihre Erfahrung mit uns zu teilen – ohne zu behaupten, sie hätten <em>den Plan</em>. <em>Setzen wir nach langer Zeit doch mal auf uns selbst, auf unsere Ideen, unser Know-how, auf unsere Entscheidungskraft und die Wege, die wir finden.</em> Die Möglichkeiten zu Austausch und Vernetzung waren nie besser.</p>
<p>Worauf warten wir noch?</p>
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		<title>Berlin, Berlin_2</title>
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		<pubDate>Tue, 29 Nov 2011 09:05:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Chris</dc:creator>
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(ein Stern am Himmel)
Entrepreneure, die neue Konzepte im Sinne von Produkten und Leistungen umsetzen und dabei beispielsweise mit weniger Ressourcen auskommen, sind wesentliche Impulsgeber für den dringenden Kurswechsel zu einer Ökonomie, die über das rein Wirtschaftliche hinausgeht. Doch besseres, erfolgreiches Wirtschaften heutiger Entrepreneure auf neuen Wegen und in Balance mit der Umwelt allein wird [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://inspirationlounge.de/wp-content/uploads/funky.jpg" rel="lightbox[7882]"><img class="alignleft size-medium wp-image-7842" title="funky" src="http://inspirationlounge.de/wp-content/uploads/funky-586x440.jpg" alt="" width="586" height="440" /></a><em> </em></p>
<p><em>(ein Stern am Himmel)</em></p>
<p>Entrepreneure, die neue Konzepte im Sinne von Produkten und Leistungen umsetzen und dabei beispielsweise mit weniger Ressourcen auskommen, sind wesentliche Impulsgeber für den dringenden Kurswechsel zu einer Ökonomie, die über das rein Wirtschaftliche hinausgeht. Doch besseres, erfolgreiches Wirtschaften heutiger Entrepreneure auf neuen Wegen und in Balance mit der Umwelt allein wird nicht ausreichen. Macht und Verharrungsvermögen konventioneller Strukturen sind immens. Es braucht daher deutlich mehr Unternehmen mit wegweisenden Ideen, die ihre Denk- und Handlungsweisen inspirierend mitteilen, wir brauchen mehr Impulsgeber. Es braucht gerade in Deutschland wesentlich mehr Menschen, die bewusst den Weg zum Entrepreneurship einschlagen. Und, wie ein Workshop-Teilnehmer beim Summit so schön anmerkte: es reicht eben nicht, etwas zu unternehmen und darüber irgendetwas zu sagen. Konzept, Realisierung, Impulse nach außen – es muss funky sein.</p>
<p>Wie das gehen soll? Ein Beispiel:</p>
<p>Was macht man, wenn man an Tag Eins in Wacken so richtig beim Headbangen ist, zwischen der Crowd die Freundin beim Moshen mit seinem iPhone filmen will und das Teil sagt: »Akku leer?«</p>
<p><a href="http://inspirationlounge.de/wp-content/uploads/sebastian-fleiter.jpg" rel="lightbox[7882]"><img class="alignleft size-medium wp-image-7848" title="sebastian fleiter" src="http://inspirationlounge.de/wp-content/uploads/sebastian-fleiter-586x440.jpg" alt="" width="586" height="440" /></a><em>(Sebastian Fleiter)</em></p>
<p>Dieses Ausgangsszenario ließ <em>Sebastian Fleiter</em> nicht ruhen. Seine Fragestellung war einfach: Wie kann ich an unsagbaren Orten Strom erzeugen, mit dem ich dann die Akkus meines Pads, iPhones oder Notebooks einfach aufladen kann. Der Künstler kam auf eine geniale Idee. Er konstruierte das Electric Hotel. Ein silbernes Mobil im Stil von 50ties und Rock&#8217;n&#8217; Roll, das sich, gepimpt mit Solar Panels, mobilem Windgenerator und Energy Bikes, einem Grundgedanken verschrieben hat: <em>der Lieferung nachhaltig erzeugter Energie für die Besucher von Großveranstaltungen, Musikfestivals, Messen und sonstiger Orte, an denen dringende Aufladebedürfnisse vorliegen.<br />
</em></p>
<p><em><a href="http://inspirationlounge.de/wp-content/uploads/electric-hotel2.jpg" rel="lightbox[7882]"><img class="alignleft size-medium wp-image-7841" title="electric hotel2" src="http://inspirationlounge.de/wp-content/uploads/electric-hotel2-586x440.jpg" alt="" width="586" height="440" /></a>(Electric Hotel</em><em>)<br />
</em></p>
<p>Am Anfang von Banken, Großsponsoren und den zuständigen Ministerien für Wirtschafts- und Kulturförderung verlacht, heute mit Innovationspreisen von besagten Ministerien bedacht, ist das <a title="www_the-electric-hotel" href="http://www.the-electric-hotel.com/" target="_blank">Electric Hotel </a>eine innovative Nische und wird von Festivalveranstaltern mit wachsender Begeisterung gebucht. Stichwort Begeisterung: Wer erleben will, welchen Spaß die Umsetzung eines Konzept wie das Electric Hotel neben aller Arbeit macht, sollte Sebastian Fleiter mal live erleben.</p>
<p>Querdenken – unternehmerisches Engagement, das auf Dauer mehr Bewusstsein und Handeln etabliert, welche unsere Ökonomie in ihrer jetzigen Form aus der Sackgasse bringen: eine große Aufgabe.</p>
<p>Aber wie sagte eine Dame aus Kalifornien am Ende des Summits so treffend zu mir: <em>I&#8217;ve been here several times and every Summit was very inspiring, but this year I feel that there&#8217;s happening something really great.</em></p>
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		<title>Berlin, Berlin_1</title>
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		<pubDate>Fri, 25 Nov 2011 17:13:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Chris</dc:creator>
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		<description><![CDATA[
(Berlin is calling)
Ich schloss die Augen. Da saßen wir also endlich im Flieger nach Berlin. Der Pilot ratterte seine Begrüßungsformel runter  – brach dann aber, da wir schon einiges über der Zeit waren, abrupt ab und meinte nur: »Ok, wir fliegen dann mal los.« Stilles Einvernehmen. Schnell glitten die Finger der Leute wieder über die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://inspirationlounge.de/wp-content/uploads/galerie.jpg" rel="lightbox[7853]"><img class="alignleft size-medium wp-image-7843" title="galerie" src="http://inspirationlounge.de/wp-content/uploads/galerie-586x440.jpg" alt="" width="586" height="440" /></a></p>
<p><em>(Berlin is calling)</em></p>
<p>Ich schloss die Augen. Da saßen wir also endlich im Flieger nach Berlin. Der Pilot ratterte seine Begrüßungsformel runter  – brach dann aber, da wir schon einiges über der Zeit waren, abrupt ab und meinte nur: »Ok, wir fliegen dann mal los.« Stilles Einvernehmen. Schnell glitten die Finger der Leute wieder über die Pads und iPhones, checkten noch die letzten Mails – Willkommen im Flying Office.</p>
<p>Wir waren auf dem Weg zum <a title="entrepreneurship" href="http://www.entrepreneurship.de/summit/" target="_blank">Entrepreneurship Summit 2011</a>, dem Treffen von Unternehmern und Gründern, die eines verbindet: Sie kennen klassisches Business, unsere heutige Form von einer Ökonomie mit ihrem Mantra des ewigen Wachstums und einer Profitmaximierung, die längst zum Selbstzweck geworden ist. Sie kennen auch die dadurch entstandenen und immer deutlicher zutage tretenden gesellschaftlichen und ökologischen Sackgassen. Wie also können wir Kurskorrekturen vornehmen und auf der Basis veränderter Blickwinkel und Werte eine Ökonomie entwickeln, die über das rein Wirtschaftliche hinausgeht? Wege des Wirtschaftens gehen, die auf unsere heutigen Bedürfnisse bessere Antworten geben und große Herausforderungen bewältigen, wie beispielsweise den Umgang mit schwindenden Ressourcen oder die Tatsache eines letztlich begrenzten Wachstums in einer begrenzten Welt? Ohne Ideologie, ohne Utopie, sondern ganz pragmatisch mit intelligenten, nachhaltigen Handlungsweisen, besseren Konzepten und Realisierungen  – wie kann das aussehen? Ich war gespannt.</p>
<p><a href="http://inspirationlounge.de/wp-content/uploads/opening-keynote.jpg" rel="lightbox[7853]"><img class="alignleft size-medium wp-image-7847" title="opening keynote" src="http://inspirationlounge.de/wp-content/uploads/opening-keynote-586x440.jpg" alt="" width="586" height="440" /></a></p>
<p><em>(Eröffnung Entrepreneur Summit 2011)</em></p>
<p>Günter Faltin, der Gründer der Teekampagne und Initiator des Entrepreneur Summit hatte zur FU Berlin gerufen, und so kamen sie. Die Bandbreite war enorm. Hacker neben Biologen, Juristen neben Kunststudenten, Volkswirte neben Historikern  – und alle wollten dabei sein. Heraus kam ein echter HotSpot – jeder konnte es spüren, war ein Teil davon.</p>
<p>Was vor Jahren als kleine Bewegung startete, eint inzwischen deutlich mehr Menschen: der Gedanke einer wirtschaftlichen, technologischen und ökologischen Kurskorrektur, das Schaffen eines neuen Wertebewusstseins, Wirtschaften und Profit machen nicht um jeden Preis, sondern in Einklang mit Mensch und Umwelt. Der Entrepreneur Summit ist keine Veranstaltung für die Daniel Düsentriebe, die mit abgespaceten Ideen die Menschheit beglücken wollen. Dies machte Günter Faltin schon in seiner Keynote sehr deutlich: »Gründen mit abgehobenen Anfangsideen, nicht mit ausgereiften Konzepten – das ist Gründen à la Roulette. Der Entrepreneurship Summit drehte sich deshalb auch dieses Mal um kreative Aspekte wie Ideengewinnung durch Diversität genauso wie um Themen der intelligenten Gründungsfinanzierung oder das Finden von Kooperationspartnern.</p>
<p><a href="http://inspirationlounge.de/wp-content/uploads/summit-2011.jpg" rel="lightbox[7853]"><img class="alignleft size-medium wp-image-7852" title="summit 2011" src="http://inspirationlounge.de/wp-content/uploads/summit-2011-586x440.jpg" alt="" width="586" height="440" /></a></p>
<p><em>(Austausch zwischen den Impulsveranstaltungen)</em></p>
<p>Es war faszinierend zu beobachten, wie die einzelnen Komponenten des Summits aufgenommen wurden. Schnell fanden sich Gruppen untereinander und tauschten sich über konkrete Konzeptaufstellungen oder einzelne Vorgehensweisen aus. Erfolgreiche Gründer berichteten über ihre Wege und Erfahrungen. Neben vielen Gesprächen, Inspirationen und Diskursen, gab es darüber hinaus reichlich Input durch spannende Zeitgenossen wie <a title="holm friebe" href="http://www.entrepreneurship.de/artikel/new-work-impuls-beim-entrepreneurship-summit-2011/" target="_blank">Holm Friebe</a>, Journalist (<em>Wir nennen es Arbeit</em>) und Gründer der ZIA (<em>Zentrale Intelligenz Agentur</em>), <a title="Vortrag KlLaus Wiegandt" href="http://www.entrepreneurship.de/artikel/uber-die-notwendigkeit-der-de-materialisierung-unseres-konsums-klaus-wiegandt/" target="_blank">Klaus Wiegandt</a> oder <a title="über das scheitern_sascha lobo" href="http://www.entrepreneurship.de/artikel/ueber-das-scheitern-sascha-lobo/" target="_blank">Sascha Lobo</a>, der mit einem Vortrag über seine eigenen Gründungserfahrungen dabei war war. Polarisierendes Highlight war <a title="7 tugenden_bernd kolb" href="http://www.entrepreneurship.de/artikel/neuer-geist-fur-entrepreneure-die-7-tugenden-wie-wir-unsere-welt-neu-erfinden-konnen-impuls-beim-entrepreneurship-summit-2011/" target="_blank">Bernd Kolb</a>, Ex-Punk, Ex-Vorstand des Bereichs Innovation bei der Deutschen Telekom und jetziger Gründer des Club of Marrakesh.</p>
<p><em>(Fortsetzung folgt)</em></p>
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		<title>Kunst und Wahrnehmung – die Veranstaltung_Part II</title>
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		<pubDate>Sun, 06 Nov 2011 13:32:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kerstin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[(Matthias Beckmann &#124; live zeichnend bei Kunst + Wahrnehmung)
Wer denkt, der Abend sei damit schon beendet gewesen – weit gefehlt. Ausgehend und inmitten der zuvor betrachteten Zeichnungen hatten unsere Gäste zahlreiche weitere Ideen und Fragen. Wie ist das denn mit den einzelnen Zeichnungen, sind alle Gegenstände und Räume darauf immer perspektivisch korrekt wiedergegeben? Matthias Beckmann [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://inspirationlounge.de/wp-content/uploads/inspiration-lounge_galerie-walderdorff_wahrnehmung6.jpg" rel="lightbox[7731]"><img class="alignnone size-medium wp-image-7668" title="inspiration lounge_galerie walderdorff_wahrnehmung6" src="http://inspirationlounge.de/wp-content/uploads/inspiration-lounge_galerie-walderdorff_wahrnehmung6-586x440.jpg" alt="" width="586" height="440" /></a><em>(Matthias Beckmann | live zeichnend bei Kunst + Wahrnehmung)</em></p>
<p>Wer denkt, der Abend sei damit schon beendet gewesen – weit gefehlt. Ausgehend und inmitten der zuvor betrachteten Zeichnungen hatten unsere Gäste zahlreiche weitere Ideen und Fragen. Wie ist das denn mit den einzelnen Zeichnungen, sind alle Gegenstände und Räume darauf immer perspektivisch korrekt wiedergegeben? <a title="Matthias Beckmann" href="http://www.matthiasbeckmann.com/" target="_blank">Matthias Beckmann</a> erklärt: <em>»Mir ist wichtig, dass die Gesamtkomposition des Bildes stimmt und gut aussieht. Ich zeichne Räume und Gegenstände so, wie ich sie sehe. Wenn ich beispielsweise eine Figur betrachte und sehe davon den Kopf und einen stark verkürzten Rumpf, zeichne ich das genau so. Wenn ich anfangen würde, mich damit zu beschäftigen, dass die Figur ja auch noch Beine und Füße hat, die ich nur gerade aus meiner Position nicht wahrnehmen kann, wäre es mit meiner Konzentration auf die Darstellung des für mich zu Sehenden vorbei. Ich arbeite auch nicht mit Fluchtpunkten, um ganz korrekte Perspektiven zu erstellen. Das wäre für mich unnatürlich, denn dieses Fluchten entspricht gar nicht unserer eigentlichen Wahrnehmung. Wir sind nicht starr an einem Punkt mit einer festen Perspektive, sondern bewegen uns, unseren Kopf und unsere Augen permanent.«</em></p>
<p><a href="../wp-content/uploads/inspiration-lounge_galerie-walderdorff_wahrnehmung8.jpg" rel="lightbox[7731]"><img title="inspiration lounge_galerie walderdorff_wahrnehmung8" src="../wp-content/uploads/inspiration-lounge_galerie-walderdorff_wahrnehmung8-586x440.jpg" alt="" width="586" height="440" /></a><em>(Konzentration)</em></p>
<p>Nächste Frage: <em>»Verwendest Du für Deine Zeichnungen neben Stift und Papier auch andere Hilfsmittel, beispielsweise bestimmte Zeichensoftware?«</em> <em>»Nein, mache ich nicht. So praktisch solche Möglichkeiten für andere sein mögen, ich bin mit meinem Bleistift schneller und direkter als ich mit solchen Programmen je sein könnte. Auch für meinem zweiten Film double world, der hier im Rahmen der Ausstellung zu sehen ist, habe ich daher keine anderen technischen Hilfsmittel verwendet.«</em> (Anmerkung der Redaktion: das war, logisch, auch schon im ersten Film von Matthias Beckmann so. Der Film heißt bezeichnenderweise <em><a title="no tricks" href="http://www.youtube.com/watch?v=mhhVXyRvVXc" target="_blank">No tricks</a>.</em>)</p>
<p>Zum Abschluss unseres Wahrnehmungsaustauschs noch eine Aussage, die eine wunderbare Anknüpfung zu seinem Beginn darstellt: <em>»Die Zeichnungen haben, wie ich finde, etwas wirklich Philosophisches, und auch ich hatte die ganze Zeit den Begriff Poesie im Kopf. Da es hier gerade um exakte realistische Darstellung und ganz korrekte Perspektiven ging: ich würde einen Teufel tun, mir zu wünschen, die gezeichneten Motive beispielsweise als Fotografie zu sehen. Das würde alle Poesie zerstören.«</em></p>
<p><a href="../wp-content/uploads/inspiration-lounge_galerie-walderdorff_wahrnehmung3.jpg" rel="lightbox[7731]"><img title="inspiration lounge_galerie walderdorff_wahrnehmung3" src="../wp-content/uploads/inspiration-lounge_galerie-walderdorff_wahrnehmung3-586x440.jpg" alt="" width="586" height="440" /></a><em>(Austausch)</em></p>
<p>Genau der richtige Moment, damit Matthias Beckmann unserer Runde die Zeichnungen zeigt, die er während des gemeinsamen Abends gefertigt hat. Wir sind erstaunt, wie man einzelne Situationen eines recht kurzen Zeitraumes so stimmig einfangen kann. Klasse auch, dass ebenfalls unsere Gäste die während des Abends von ihnen gezeichneten Eindrücke zeigen. Und interessant, dass verschiedene Personen, jeder auf seine Weise, ganz ähnliche Momente und Bilder festgehalten haben.</p>
<p><a href="../wp-content/uploads/inspiration-lounge_galerie-walderdorff_wahrnehmung7.jpg" rel="lightbox[7731]"><img title="inspiration lounge_galerie walderdorff_wahrnehmung7" src="../wp-content/uploads/inspiration-lounge_galerie-walderdorff_wahrnehmung7-586x440.jpg" alt="" width="586" height="440" /></a><em>(Die Live-Zeichnungen von M. Beckmann | entstanden während des Abends)</em></p>
<p><em><a href="../wp-content/uploads/inspiration-lounge_galerie-walderdorff_wahrnehmung10.jpg" rel="lightbox[7731]"><img title="inspiration lounge_galerie walderdorff_wahrnehmung10" src="../wp-content/uploads/inspiration-lounge_galerie-walderdorff_wahrnehmung10-586x440.jpg" alt="" width="586" height="440" /></a>(Emmanuel Walderdorff und Gäste)<br />
</em></p>
<p>Dann kam das, was kommen musste. Nach eingehender visueller und akustischer Wahrnehmung folgen diejenigen für den Gaumen. <em>Emmanuel Walderdorff</em> hatte auch hier den richtigen Riecher für’s Außergewöhnliche. Zu erstklassiger Salami von Reh und Wildschwein wurden ein Himbeer- und ein Pflaumenschnaps gereicht, beide von einem Bauern in Frankreich hergestellt, der jegliches Obst für seine Schnäpse selbst sammelt. Klar, dass der nächste Austausch darüber stattfand, wem, was, warum am besten schmeckt.</p>
<p><a href="../wp-content/uploads/inspiration-lounge_galerie-walderdorff_wahrnehmung2.jpg" rel="lightbox[7731]"><img title="inspiration lounge_galerie walderdorff_wahrnehmung2" src="../wp-content/uploads/inspiration-lounge_galerie-walderdorff_wahrnehmung2-586x440.jpg" alt="" width="586" height="440" /></a><em>(Im Reich der Sinne | Wildschwein versus Reh)</em></p>
<p>Ein inspirierter Abend lebt durch seine Gäste. Danke an Euch. Schon bald gehen wir in die nächste Runde von <strong>»Kunst und Wahrnehmung«</strong>.</p>
<p>So long.</p>
<p><em>Ausstellung »Der Gast« Matthias Beckmann, zu Gast: Hans Pfrommer</em><br />
<a title="walderdorff.net" href="http://www.walderdorff.net/ewg.htm" target="_blank">Galerie Emmanuel Walderdorff</a>, Jülicher Str. 27, Köln<br />
Ausstellungsdauer 4.11.2011- 14.01.2012</p>
<p>Kunst + Wahrnehmung | &gt; <a title="kunst + wahrnehmung | part I" href="http://inspirationlounge.de/kunst-und-wahrnehmung-%e2%80%93-die-veranstaltung_part-i/" target="_blank">Part I</a></p>
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		<title>Kunst und Wahrnehmung – die Veranstaltung_Part I</title>
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		<pubDate>Fri, 04 Nov 2011 10:23:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kerstin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[(inspiration lounge &#124; Emmanuel Walderdorff Galerie _Kunst + Wahrnehmung)
Bekannte Sicht- und Vorgehensweisen bewusst wahrzunehmen, zu hinterfragen und zu ändern, um dadurch zu neuen Blickwinkeln, Ideen und Wegen zu gelangen – darum geht es uns in der Inspiration Lounge.
Da wir seit vielen Jahren Kunstausstellungen und Galerien besuchen, begannen wir vor einiger Zeit, unser Verhalten während dieser [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://inspirationlounge.de/wp-content/uploads/inspiration-lounge_galerie-walderdorff_wahrnehmung9.jpg" rel="lightbox[7694]"><img class="alignnone size-medium wp-image-7671" title="inspiration lounge_galerie walderdorff_wahrnehmung9" src="http://inspirationlounge.de/wp-content/uploads/inspiration-lounge_galerie-walderdorff_wahrnehmung9-586x440.jpg" alt="" width="586" height="440" /></a><em>(inspiration lounge | Emmanuel Walderdorff Galerie _Kunst + Wahrnehmung)</em></p>
<p>Bekannte Sicht- und Vorgehensweisen bewusst wahrzunehmen, zu hinterfragen und zu ändern, um dadurch zu neuen Blickwinkeln, Ideen und Wegen zu gelangen – darum geht es uns in der Inspiration Lounge.</p>
<p>Da wir seit vielen Jahren Kunstausstellungen und Galerien besuchen, begannen wir vor einiger Zeit, unser Verhalten während dieser Besuche genauer unter die Lupe zu nehmen. Dabei fiel uns immer wieder auf, wie sehr wir (und längst nicht nur wir) damit beschäftigt sind, eine unglaubliche Fülle an Kunstwerken und Eindrücken in kurzer Dauer aufzunehmen – geschuldet insbesondere der heute alltäglichen Vorliebe für Zeiteinsparung. Überall Terminstress und Optimierungsdruck – Leben in Eile.<br />
Nun mag es Meister der Simultanwahrnehmung geben, wir kamen dagegen zu dem Ergebnis, dass wir auf diese Weise vor allem flüchtige Einblicke mitnehmen. <strong>Kann man das nicht auch anders machen</strong>, haben wir uns deshalb gefragt. Schön wäre die Form der Entschleunigung: sich bewusst mehr Zeit für das Betrachten einzelner Werke zu nehmen, die Dinge tatsächlich auf sich wirken zu lassen und auch mit anderen in Austausch darüber zu treten.</p>
<p><strong>Unsere Idee:</strong> eine Veranstaltungsreihe, die das bekannte Multi-Tasking beiseite lässt, um Raum für eine eingehendere Wahrnehmung von Kunst und Miteinander zu schaffen. Mehr Konzentration, mehr Intensität.</p>
<p>Wie das so ist mit der Umsetzung von Ideen: man braucht die richtigen Partner, den richtigen Ort und die richtige Zeit. Ist dazu auch noch Glück im Spiel, trifft man, wie wir, auf <em>Emmanuel Walderdorff</em>, der seit zehn Jahren in Köln seine <a title="www_walderdorff.net" href="http://www.walderdorff.net/ewg.htm" target="_blank">Galerie</a> betreibt und auf die Schilderung unserer Idee <em>»Ich bin dabei«</em> sagt.</p>
<p><a href="http://inspirationlounge.de/wp-content/uploads/inspiration-lounge_galerie-walderdorff_wahrnehmung13.jpg" rel="lightbox[7694]"><img class="alignnone size-medium wp-image-7675" title="inspiration lounge_galerie walderdorff_wahrnehmung13" src="http://inspirationlounge.de/wp-content/uploads/inspiration-lounge_galerie-walderdorff_wahrnehmung13-586x440.jpg" alt="" width="586" height="440" /></a></p>
<p>Gesagt, getan. Los ging es mit der Planung. Wie schaffen wir es, im Rahmen einer Veranstaltung in der Galerie einen besonderen Ort für konzentrierte Wahrnehmung von Kunst inklusive Austausch in persönlichem Rahmen zu geben? Wir begannen, Ideen zusammenzutragen. Ein perfekter Anlass für den ersten Veranstaltungsabend war schnell gefunden: die Ausstellung <em>»der Gast, Matthias Beckmann, zu Gast: Hans Pfrommer«</em>, die heute in der Galerie Emmanuel Walderdorff beginnt. Wunderbar, das Thema »der Gast«, wenn wir selbst Gäste einladen wollen, dachten wir uns und entschieden, unser Projekt <strong>»Kunst und Wahrnehmung«</strong> zwei Tage vor der Vernissage stattfinden zu lassen.</p>
<p><a href="http://inspirationlounge.de/wp-content/uploads/inspiration-lounge_galerie-walderdorff_wahrnehmung4.jpg" rel="lightbox[7694]"><img class="alignnone size-medium wp-image-7666" title="inspiration lounge_galerie walderdorff_wahrnehmung4" src="http://inspirationlounge.de/wp-content/uploads/inspiration-lounge_galerie-walderdorff_wahrnehmung4-586x440.jpg" alt="" width="586" height="440" /></a><em>(Matthias Beckmann | der Aufbau)</em></p>
<p>Letzten Mittwoch war es soweit. Am Vormittag in der Galerie, der Aufbau der Ausstellung ist im vollen Gange, nochmals kurze Absprache mit Emmanuel Walderdorff und <a title="www_matthiasbeckmann.com" href="http://www.matthiasbeckmann.com/" target="_blank">Matthias Beckmann</a> über den geplanten Veranstaltungsablauf. Wir entscheiden, den Gästen am Abend ausschließlich die  Werkserie zu zeigen, die Matthias Beckmann während eines Gastaufenthalts bei dem Künstler <a title="hans pfrommer" href="http://www.walderdorff.net/pfrommer/pfrommer_bio.htm" target="_blank">Hans Pfrommer</a> von dessen Atelier gezeichnet hat. Als Ergänzung zu der Werkserie ist in einem anderen Raum der Galerie sogar ein Teil des Ateliers von Hans Pfrommer aufgebaut, so dass sich immer wieder Bezüge zwischen Zeichnungen und nachgebildeter Real-Ateliersituation herstellen lassen.</p>
<p><a href="http://inspirationlounge.de/wp-content/uploads/inspiration-lounge_galerie-walderdorff_wahrnehmung15.jpg" rel="lightbox[7694]"><img class="alignnone size-medium wp-image-7677" title="inspiration lounge_galerie walderdorff_wahrnehmung15" src="http://inspirationlounge.de/wp-content/uploads/inspiration-lounge_galerie-walderdorff_wahrnehmung15-586x440.jpg" alt="" width="586" height="440" /></a><em>(Opening der Veranstaltung | Kunst + Wahrnehmung)</em></p>
<p>Ab 20.30 Uhr kommen die Gäste. Sie wissen, dass sie Zeichnungen von Matthias Beckmann sehen werden, dass die Ausstellung <em>»der Gast«</em> heißt und es an diesem Abend um eine eingehendere Art der Wahrnehmung gehen wird. Mehr haben wir nicht verraten, um die Wahrnehmung nicht schon vorab in bestimmte Richtungen zu drängen. Alle beginnen damit, die einzelnen Zeichnungen Beckmanns aus der »Gast-Serie« zu betrachten. Zur Unterstützung gibt es Stifte, Papier und die Möglichkeit, das Betrachtete zu zeichnen, um den Werken auf diese Weise noch näher zu kommen. Wir sind sehr gespannt, wer die Möglichkeit nutzt und freuen uns sehr zu sehen, wie viele unserer Gäste es gerne tun. Auch Matthias Beckmann greift zu seinem Stift und Zeichenblock. 30 Minuten vergehen in sehr konzentrierter Atmosphäre, dann bitten wir zu Tisch.</p>
<p><a href="http://inspirationlounge.de/wp-content/uploads/inspiration-lounge_galerie-walderdorff_wahrnehmung11.jpg" rel="lightbox[7694]"><img class="alignnone size-medium wp-image-7673" title="inspiration lounge_galerie walderdorff_wahrnehmung11" src="http://inspirationlounge.de/wp-content/uploads/inspiration-lounge_galerie-walderdorff_wahrnehmung11-586x440.jpg" alt="" width="586" height="440" /></a><em>(Emmanuel Walderdorff über die Idee von </em><em>»der Gast«</em><em> )</em></p>
<p>Nach der Vorstellung unserer Veranstaltungsidee schildert Emmanuel Walderdorff, wie sein Gedanke entstand, der Matthias Beckmann zu Hans Pfrommer brachte und damit Ausgangspunkt einer Werkserie wurde, die Beckmann inzwischen in mehr als 60 Berliner Künstlerateliers führte. Matthias Beckmann war zu Gast in Pfrommers  Atelier und hielt Arbeit und Umfeld des Künstlers zeichnerisch fest, auf dass wir beides nun über das Betrachten der entstandenen Zeichnungen wahrnehmen können. <strong>Wir</strong> also zu Gast bei Emmanuel Walderdorff und sozusagen auch bei Matthias Beckmann und Hans Pfrommer – eine wirklich runde Wahrnehmungssache.</p>
<p>Natürlich wollen wir Matthias Beckmann an diesem Abend nicht davonkommen lassen, ohne dass er einige Fragen beantwortet. Keine Inspiration Lounge ohne Interview. Auf die Frage<em> »Wie war es, zu Gast bei Hans Pfrommer?«</em> startet ein lebhafter Austausch. Was haben unsere Gäste mittels der Zeichnungen von Matthias Beckmann wahrgenommen von dessen Aufenthalt bei Hans Pfrommer?</p>
<p><a href="http://inspirationlounge.de/wp-content/uploads/inspiration-lounge_galerie-walderdorff_wahrnehmung5.jpg" rel="lightbox[7694]"><img class="alignnone size-medium wp-image-7667" title="inspiration lounge_galerie walderdorff_wahrnehmung5" src="http://inspirationlounge.de/wp-content/uploads/inspiration-lounge_galerie-walderdorff_wahrnehmung5-586x440.jpg" alt="" width="586" height="440" /></a></p>
<p>Die erste Antwort: <em>»Mich fasziniert absolut die Linienführung in den Zeichnungen von Matthias Beckmann, diese Klarheit, die durch kein Absetzen des Zeichenstiftes unterbrochen wird. Gleichzeitig finde ich in den Zeichnungen eine Poesie, die mir Hans Pfrommer als Mensch nahe bringt.«</em></p>
<p>Gleich mehrere Gäste stimmen ein, auch bei ihnen sei durch die Betrachtung der Zeichnungen der Eindruck entstanden, Hans Pfrommer bereits gut zu kennen. Wesentlichen Anteil daran habe, dass die Zeichnungen in großem Detailreichtum Gegenstände aus Pfrommers Atelier zeigen und man sich so ein ganz gutes Bild von deren Besitzer machen könne. Darauf kommt ein erster Einwand: <em>»Aber ist das nicht auch Interpretation, weil man die Gegenstände, die man zu kennen denkt, eigentlich nur auf sich selbst und das eigene Erlebte bezieht und so versucht, Bezüge zu Hans Pfrommer herzuleiten?«</em></p>
<p>Matthias Beckmann schaltet sich ein: <em>»Wenn ich zeichne, versuche ich das Nebeneinander von einzelnen Dingen so wiederzugeben, wie es erscheint. Ich setze einzelne Gegenstände nicht in den Fokus, weil sie mir wichtiger erscheinen als andere, sondern versuche, mir eine gewisse Distanz zu bewahren. Sie erlaubt mir, vermeintlich unbedeutende Dinge gleichwertig zu vermeintlich sehr Bedeutenden zu sehen und festzuhalten. Genau dieses Nebeneinander von wichtig und unwichtig ist ja tatsächlich allgegenwärtig. Ich habe deshalb auch nicht bestimmte Gegenstände im Atelier von Hans Pfrommer auf meinen Zeichnungen hervorgehoben, nur weil sie für mich und mein Erlebtes eine besondere Bedeutung haben. Was ich allerdings mache, sind Einzelheiten zu betonen, indem ich teilweise Beschriftungen mitzeichne, die Gegenstände tragen. Beispielsweise zeichne ich die Schrift auf einen Plattencover oder einem Buch, das in Hans Pfrommers Atelier zu sehen ist. Dadurch bekommt dieser Gegenstand eine Bedeutung und ich spiele ein bisschen mit der Wahrnehmung oder auch der Identifikation des Betrachters, der natürlich geneigt ist, Verbindungen zwischen gesehener Zeichnung und sich selbst herzustellen.«</em></p>
<p><a href="http://inspirationlounge.de/wp-content/uploads/inspiration-lounge_galerie-walderdorff_wahrnehmung12.jpg" rel="lightbox[7694]"><img class="alignnone size-medium wp-image-7674" title="inspiration lounge_galerie walderdorff_wahrnehmung12" src="http://inspirationlounge.de/wp-content/uploads/inspiration-lounge_galerie-walderdorff_wahrnehmung12-586x440.jpg" alt="" width="586" height="440" /></a><em>(Wahrnehmung und Annäherung)</em></p>
<p>Während Matthias Beckmann und einige Gäste wieder zu Stift und Block greifen, fällt mir ein, dass ich vormittags beim Ausstellungsaufbau drei weitere Zeichnungen von Matthias Beckmann gesehen hatte: ebenfalls wunderbare Beispiele für das Spiel mit gezeichneter Schrift, Wahrnehmung, Bedeutung und persönlicher Assoziation. <em>»Wenn Ihr alle schon wüsstet, welche Zeichnungen übermorgen dort an der Wand hängen werden, wo jetzt nur die Nägel zu sehen sind. Wir hätten zum Thema Schrift und persönliche Einordnungsversuche schier unerschöpflichen Gesprächsstoff.«</em></p>
<p><em>»Ja, dann sehen wir uns am Freitag zur Vernissage,«</em> wird sofort beschlossen. Neben den Zeichnungen von Matthias Beckmann werden dann außerdem sein neuer Film <em>double world </em>sowie ausgewählte Werke von Hans Pfrommer zu sehen sein. Übrigens, auch Hans Pfrommer ist dann dabei – zu Gast in der Ausstellung seines Gastes. Da kann einem fast ein bisschen schwindelig werden…</p>
<p><em>Fortsetzung folgt…</em></p>
<p>Ausstellung »Der Gast« Matthias Beckmann, zu Gast: Hans Pfrommer<br />
<a title="www_walderdorff.net" href="http://www.walderdorff.net/" target="_blank">Galerie Emmanuel Walderdorff</a>, Jülicher Str. 27, Köln</p>
<p>Vernissage <strong>04.11.2011</strong>, 18-22 Uhr<br />
Ausstellungsdauer 4.11.2011- 14.01.2012</p>
<p>Kunst + Wahrnehmung | &gt; <a title="kunst + wahrnehmung part II" href="http://inspirationlounge.de/kunst-und-wahrnehmung-%e2%80%93-die-veranstaltung_part-ii/" target="_blank">Part II</a></p>
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		<title>Unendliche Weiten</title>
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		<pubDate>Fri, 14 Oct 2011 08:53:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kerstin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[
Das nächste Wochenende kommt, und damit nahen auch die so vielen von uns bekannten Routinen: »Einkaufen, noch schnell ein Projekt fertig machen, ins Café gehen oder wegen schlechten Wetters lieber zuhause bleiben und feststellen, dass die Wohnung der Aufforderung Bleib Sauber wieder einmal nicht gefolgt ist.
Zum Glück geht es auch ganz anders: Das Wetter Wetter [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://inspirationlounge.de/wp-content/uploads/korkuniversum.jpg" rel="lightbox[7573]"><img class="alignnone size-medium wp-image-7581" title="korkuniversum" src="http://inspirationlounge.de/wp-content/uploads/korkuniversum-586x440.jpg" alt="" width="586" height="440" /></a></p>
<p>Das nächste Wochenende kommt, und damit nahen auch die so vielen von uns bekannten Routinen: »Einkaufen, noch schnell ein Projekt fertig machen, ins Café gehen oder wegen schlechten Wetters lieber zuhause bleiben und feststellen, dass die Wohnung der Aufforderung <em>Bleib Sauber</em> wieder einmal nicht gefolgt ist.</p>
<p><em>Zum Glück geht es auch ganz anders:</em> Das Wetter Wetter sein lassen, sich in den Sprungturm aufmachen, nette Leute treffen und gemeinsam in die detailreichen, unendlichen Weiten des <em>Korkuniversums</em> von <a title="Thino Grünwald im Sprungturm" href="http://inspirationlounge.de/welcome-to-sprungturm/" target="_blank">Thino Grünwald </a>eintauchen. Wir sind sicher, dass zur Finissage dieser Ausstellung auch der gute, inzwischen intergalaktisch bekannte Verpflegungsbus wieder dabei sein wird.</p>
<p>Ort: <a title="Sprungturm" href="http://www.sprungturm.info/" target="_blank">Sprungturm</a> Sternzeit: 15.10.2011 | 12.00 Uhr</p>
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		<title>schöner, erhaltend, erweiternd_teil 3</title>
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		<pubDate>Tue, 11 Oct 2011 14:44:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kerstin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[(interview mit thomas fuhlrott_zait &#124; kerstin döweler_inspiration lounge, teil 3)
K: Zur nächsten Frage: Ist es denn vorstellbar, dass sich an dieser von Dir erwähnten Hürde etwas ändert? Dass Menschen einfach gute Produkte im Sinne von Ruskin bevorzugen, auch ohne ausgeprägtes Bewusstsein dafür?
T: Wir haben bei zait natürlich Kunden, die unsere Öle kaufen, weil sie ihnen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://inspirationlounge.de/wp-content/uploads/7.jpg" rel="lightbox[7493]"><img class="alignnone size-medium wp-image-7451" title="rezept_spanien | katalonien" src="http://inspirationlounge.de/wp-content/uploads/7-586x439.jpg" alt="" width="586" height="439" /></a><em>(interview mit thomas fuhlrott_zait | kerstin döweler_inspiration lounge, teil 3)</em></p>
<p><strong>K:</strong><em> Zur nächsten Frage: Ist es denn vorstellbar, dass sich an dieser von Dir erwähnten Hürde etwas ändert? Dass Menschen einfach gute Produkte im Sinne von Ruskin bevorzugen, auch ohne ausgeprägtes Bewusstsein dafür?</em></p>
<p><strong>T:</strong> Wir haben bei zait natürlich Kunden, die unsere Öle kaufen, weil sie ihnen einfach gut schmecken und gesund sind. Auch insgesamt betrachtet wäre eine niedrigere Hürde ein wichtiger Schritt, um die Nachfrage zu verbreitern und die Weiterentwicklung entsprechender Unternehmen zu ermöglichen. Das würde auch heißen, diese Art ökonomischen Handelns auch für diejenigen interessanter zu machen, die heute beispielsweise noch auf Produktionen unter Verursachung sozialer und ökologischer Missstände setzen. Allerdings müssen dorthin noch Wege entwickelt werden, die bisher in größerem Umfang nicht zu sehen sind.</p>
<p><strong>K:</strong> <em>Aber auch in den Personenkreisen, die schon ein Bewusstsein für die Notwendigkeit der Grundwerte »schöner, erhaltend und erweiternd« haben, könnten doch sicher noch mehr Menschen erreicht werden? </em></p>
<p><strong>T:</strong> Ja, stimmt. Dann muss aber mehr dafür getan werden, dass man die Unternehmen schneller finden kann, die nach diesen Wertmaßgaben arbeiten und neue, andere Impulse innerhalb ökonomischer Strukturen setzen. Hinzu kommen andere Fragen der Erreichbarkeit. Ein Beispiel: Sicher ist es gut, wenn jetzt bei Euch in Köln mehr Bio-Höfe am Rande der Stadt ihre Produkte auf dem eigenen Hof verkaufen. Das ist ein neues Angebot, gute Produkte dort zu bekomen, wo es auch Transparenz und den Kontakt zum Produzenten gibt. Doch es ist klar, dass nicht jeder Stadtbewohner raus auf die Bio-Höfe fahren kann. Viele werden das auch in Zukunft nicht tun, schon weil sie daran gewöhnt sind, zum Einkaufen in die Stadt oder nur um die nächste Ecke zu gehen. Die Frage ist daher, wie auch innerhalb der Städte Standorte aufgebaut werden können, die es leichter machen, gute Produkte kennen zu lernen, auszuprobieren und auch im Alltag einfach zu erreichen und einzukaufen. Eines ist doch sicher: es wird diese Produkte nicht mal schnell in den herkömmlichen Supermärkten geben. Dort dominiert die Lebensmittelindustrie.</p>
<p><strong>K:</strong> <em>Weil wir gerade bei Weiterentwicklungsmöglichkeiten sind: wie sieht es denn für Unternehmen aus, die sich wie zait den Grundwerten »schöner, erhaltend und erweiternd« verpflichten? Der Begriff der Grenzen des Wachstums ist ja heute einerseits aktuell, während Politik und Wirtschaft immer noch das permanente Wachstum beschwören. </em></p>
<p><strong>T:</strong> Bei uns und auch anderen Unternehmen, die ich kenne, sind die Möglichkeiten zu wachsen klar begrenzt. Auch das hängt wieder mit den Grundwerten »schöner, erhaltend und erweiternd« zusammen. Wir können nicht immer größere Mengen Olivenöl handeln, schon weil es Zeit und Aufwand bedeutet, Olivenöl in ausgezeichneter Qualität zu produzieren. Wollten wir innerhalb kurzer Zeit viel größere Mengen verkaufen, würde die Qualität leiden. Vieles, was wir heute tun, wofür wir uns engagieren, könnten wir so nicht mehr machen. Und das wollen wir nicht.</p>
<p><strong>K:</strong> <em>Ich merke deutlich, wir Verbraucher sollten uns auf folgende Dinge einstellen: wenn wir gute Produkte haben wollen, müssen wir, jedenfalls noch momentan, eingehender danach forschen, wer diese Produkte anbietet. Es kann ja auch richtig Spaß machen, solche Menschen und Produkte zu entdecken und die Entdeckungen mit anderen auszutauschen, statt immer auf denselben Wegen in dieselben Supermärkte zu gehen. </em></p>
<p><em>Und was die Definition von »erfolgreich« am Markt angeht, wäre wohl ebenfalls ein Perspektivenwechsel fällig. Neue Impulse, die Einhaltung wichtiger Grundwerte und daran orientiertes Wachstum statt immer nur mehr verkaufen und immer größer werden um jeden Preis. Es wird ja immer deutlicher, wohin uns diese altbekannte Auffassung von Erfolg gebracht hat und bringen kann. </em></p>
<p><strong>T:</strong> Das sehe ich auch so.</p>
<p>K: Thomas, vielen Dank für das Interview.</p>
<p>Zum Interview, wie versprochen, hier das von uns erprobte Rezept für einen wunderbaren, einfach herzustellenden Appetizer oder gleich eine ganze Mahlzeit.</p>
<p><a href="http://inspirationlounge.de/wp-content/uploads/1.jpg" rel="lightbox[7493]"><img class="alignnone size-medium wp-image-7445" title="rezept spanien | katalonien_gesamt" src="http://inspirationlounge.de/wp-content/uploads/1-586x439.jpg" alt="" width="586" height="439" /></a></p>
<p>REZEPT</p>
<p><a href="http://inspirationlounge.de/wp-content/uploads/61.jpg" rel="lightbox[7493]"><img class="alignnone size-medium wp-image-7450" title="rezept_spanien | katalonien_geröstetes weißbrot" src="http://inspirationlounge.de/wp-content/uploads/61-586x439.jpg" alt="" width="586" height="439" /></a><em>Sehr lecker auf geröstetem Weissbrot ist diese Tomatenpaste mit Knoblauch. </em></p>
<p><a href="http://inspirationlounge.de/wp-content/uploads/2.jpg" rel="lightbox[7493]"><img class="alignnone size-medium wp-image-7446" title="rezept_spanien | katalonien_tomaten würfeln" src="http://inspirationlounge.de/wp-content/uploads/2-586x439.jpg" alt="" width="586" height="439" /></a><br />
<em> </em><em>Dazu reibt man frische Tomaten mit einer Handreibe </em><em> </em></p>
<p><a href="http://inspirationlounge.de/wp-content/uploads/31.jpg" rel="lightbox[7493]"><img class="alignnone size-medium wp-image-7447" title="rezept_spanien | katelonien_mixen" src="http://inspirationlounge.de/wp-content/uploads/31-586x439.jpg" alt="" width="586" height="439" /></a><br />
<em>oder  entsprechenden Einsatz im Mixer oder verwendet wie wir einen Pürierstab.</em></p>
<p><a href="http://inspirationlounge.de/wp-content/uploads/4.jpg" rel="lightbox[7493]"><img class="alignnone size-medium wp-image-7448" title="rezept_spanien | katalonien_tomatenpaste mit olivenöl" src="http://inspirationlounge.de/wp-content/uploads/4-586x439.jpg" alt="" width="586" height="439" /><br />
</a><em>Dem Tomatenbrei gibt man ein Drittel zait-Olivenöl aus Katalonien zu und   würzt das Ganze nach Belieben mit Knoblauch aus der Presse, Salz und   Pfeffer.</em><a href="http://inspirationlounge.de/wp-content/uploads/8.jpg" rel="lightbox[7493]"><img class="alignnone size-medium wp-image-7452" title="rezept_spanien | katalonien_geröstetets weißbrot | olivenöl | tomaten" src="http://inspirationlounge.de/wp-content/uploads/8-586x439.jpg" alt="" width="586" height="439" /></a></p>
<p>Guten Appetit!</p>
<p><a title="Interview Teil 1" href="http://inspirationlounge.de/schoner-erhaltend-erweiternd_teil-1/" target="_blank">Interview Teil 1</a></p>
<p><a title="Interview Teil 2" href="http://inspirationlounge.de/schoner-erhaltend-erweiternd_teil-1/" target="_blank">Interview Teil 2</a></p>
<p><em>thomas fuhlrott_</em><a title="interview_thomas fuhlrott" href="http://inspirationlounge.de/interview-mit-thomas-fuhlrott-2/" target="_blank">interview</a> | <a title="www_zait.de" href="http://www.zait.de/" target="_blank">zait.de</a> | <a title="thomas fuhlrott" href="http://inspirationlounge.de/eine-ander-art-olivenol-zu-handeln/" target="_blank">mehr</a></p>
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