08. April 2010 von Chris
In letzter Zeit waren wir wieder viel unterwegs, quer durch die Republik, bis weit in die Schweiz. Viele neue und interessante Menschen haben wir getroffen, neue Interviews geführt. Jetzt stehen wir vor einem Berg an Daten, die erst mal gesichtet, verarbeitet und umgesetzt werden müssen. Klingt nach viel Arbeit – ist es auch. Doch keine Bange: Für Euch heißt das: schon demnächst gibt es hier wieder viele neue Interviews, Themen und Blickwinkel aus der Welt des kreativen Schaffens.
Für uns ist es gerade an der Zeit, nach über sechs Monaten Inspiration Lounge Blog mal kurz ein Resümee zu ziehen. Gestartet mit 10 Interviews und unserem Adressbuch sind wir inzwischen ein großes Stück weiter gekommen. Vor allem haben wir einen reichhaltigen Fundus an kreativen Sicht- und Vorgehensweisen, Erfahrungen und Anregungen zusammen-getragen. So schnell wie möglich werden wir die wichtigen Entwicklungen, die davon inspiriert wurden, in diesen Blog, in diese Plattform einfließen lassen, um sie für Euch gut sicht- und hörbar zu machen. Schließlich ist die Inspiration Lounge work in progress.
Und wie sagte da unlängst ein bekannter Künstler: tapir, auf geht’s.
Tags: Arbeit, Erfahrung, Erforschen, Inspiration, Kreativität
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30. September 2009 von Chris
»Man muss sein Ego aufmachen.«
Michael Maurissens begann seine Tanzausbildung, als er 14 Jahre alt war. Im Alter von 20 Jahren erhielt er ein Engagement am Ballett Nürnberg/Tanzwerk Nürnberg und war dann von 1997 bis 2004 Mitglied in Amanda Millers Ensemble Pretty Ugly am Ballett Freiburg. Von 2006 bis 2009 war er bei pretty ugly tanz köln.
Michael Maurissens Faszination und sein Engagement für das Tanzen als Kombination von Bewegung, Ausdruck, Musik und Emotionen ist offensichtlich: »Man muss inspiriert sein, um jeden Tag frisch in den Ballettsaal zu kommen. Es geht ja nicht allein um körperliche Arbeit, sondern um die Kunst – wir bauen etwas gemeinsam.«
Neben dem Tanzen choreografiert Michael Maurissens. 2008/2009 kuratierte er im Auftrag von pretty ugly tanz köln eine Reihe von vier Tanzproduktionen (day | evening | night | dawn) in Köln. Für den Part »night« erstellte unsere Interviewpartnerin Ellen Bornkessel in Zusammenarbeit mit pretty ugly eine Videoinstallation.
Ab Oktober wird nun das von Michael Maurissens choreografierte Werk »View with a Room« an der Hochschule für Musik und Tanz in Köln zu sehen sein. Er arbeitete dafür zusammen mit Studenten der Hochschule. Die Premiere ist am 10. Oktober, 19.30 Uhr.
»Bei dieser Choreografie habe ich meine ganze Erfahrung einfließen lassen, um den Studenten viele verschiedene Möglichkeiten in der Bewegung zu vermitteln. Das Stück heißt »View with a Room«, weil es, wie ich auch im Interview erkläre, um Offenheit, um verschiedene Blickwinkel und Wege des Ausdrucks durch Körpersprache geht.«
2009 gründet Michael Maurissens zusammen mit Douglas Bateman das MichaelDouglas Kollektiv. Als Ort der Kommunikation und projektbezogener Zusammenarbeit bietet es Choreografen, Tänzern, Schauspielern, Musikern, Designern, Filmemachern und Künstlern anderer Sparten eine Vielzahl künstlerischer Möglichkeiten. Das erste Projekt »approaching grace« wird ab dem 26. November in Köln zu sehen sein.
Tags: Arbeit, Bewegung, Engagement, Erfahrung, Faszination, Inspiration, Interview, Motivation
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14. September 2009 von Kerstin
Es ist ja oft so, dass man die Dinge um sich herum unter dem Blickwinkel der Themen sieht, die einen im Moment beschäftigen. Selektive Wahrnehmung, denkt man sich dann. Und gerade dieser Effekt kann dazu führen, dass einem Sachen »ins Gesicht springen«, die man sonst vielleicht gar nicht bemerkt hätte.
Bei uns war das neulich so:
Seit wir uns mit diesem Projekt und dadurch mit Kreativität in zahlreichen Facetten beschäftigen, haben uns viele Leute von ihren Ideen und Arbeiten berichtet. Dabei fiel schon sehr früh auf, dass kreatives Schaffen, entgegen manch landläufiger Meinung, eben nicht nur aus einer schnell gefassten Idee besteht. Die Arbeit der Umsetzung und das Gewinnen von Qualität können nicht nur Jahre dauern, sie kosten Engagement, Mühe und manche Nerven. Das geht so weit, dass Kathrin Jurgenowski, eine unserer nächsten Interviewees, bereits anmerkte, dass eigentlich auch »Perspiration Lounge« ein passender Name für unser Projekt sei.
Unser Interviewpartner Volker Bombien erzählte mir außerdem, er habe in der letzten Zeit einige richtig toll gemachte Poster gesehen. Poster und viel Arbeit – das waren dann offensichtlich die beiden Punkte, die wir im Kopf hatten, als uns das folgende Projekt auffiel:
Dirt Po(or)ster von Roland Tiangco, © 2009
Tags: Arbeit, Design, Engagement
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09. September 2009 von Kerstin
Ab heute sind wir in Sachen Inspiration Lounge unterwegs. Wir werden uns dafür nicht nur in den Südwesten der Republik, sondern auch erneut in die Sphären von Nullen und Einsen begeben.
Da ich gerade beim Thema bin: Wir haben uns sehr gefreut zu sehen, dass unser Interviewpartner Volker Bombien, »Trüffelschwein und Seher«, nicht nur bei uns, sondern auch in den eigenen Fachkreisen, dem VfLL, für seine Arbeit und seine besonderen Blickwinkel geschätzt wird.
Menschen mit Positionen, die nicht dem alltäglichen »Das haben wir immer schon so gemacht« entsprechen, werden ja häufig einfach mal ignoriert. Ganze Branchen können mittlerweile ein Lied davon singen, die digitalen Entwicklungen durch allzu angstvolle Zurückhaltung verpasst zu haben.
Wie schön, dass es auch anders geht und es Orte gibt, an denen man für neue Ideen offen ist.
Tags: Arbeit, Ideen
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08. September 2009 von Kerstin
Letzten Freitag haben wir die Ausstellung »my spectrum has nine pieces« der Künstlerin Susanne Rottenbacher im Wrede Haus in Köln besucht. Die gelernte Licht-Designerin entwirft und fertigt Lichtobjekte, die dieses Jahr u.a. noch im Rahmen einer Einzelausstellung bei der Max Planck Gesellschaft in Berlin gezeigt werden.
Im Rahmen der Ausstellung wurde auch das neue Buch »Volume 1 – Beginning to see the light«, erschienen bei Lim & Asmuth Publishers, präsentiert. Es ist der erste Band einer zweiteiligen Monografie.
Die einzelnen Arbeiten von Susanne Rottenbacher haben uns nicht nur aufgrund ihrer Erscheinungsform fasziniert, d.h. sie sind nicht nur einfach schön. Sie lassen vor allem auch die Ideenvielfalt, die unglaubliche Präzision und Arbeit erkennen, die ganz offensichtlich mit ihrer Fertigung einhergehen.
»Die technische Arbeitsweise ist die Handschrift, die ich gefunden habe, um mich adäquat zu äußern. Mit industriellen Materialien kann ich mich ausdrücken…« (S. Rottenbacher in »Volume 1 – Beginning to see the light«)
Um dem weiter nachzugehen und mehr über die konkreten Sicht- und Arbeitsweisen von Susanne Rottenbacher zu erfahren, werden wir uns demnächst nach Berlin aufmachen und mit ihr ein Interview führen. Wir sind gespannt.




Tags: Arbeit, Design, Ideen
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