Tag: Aikido

Inspiration Lounge TALKS 2015 präsentieren: Dirk Kropp

03. November 2015 von Chris

dirk kropp

Wir freuen uns auf ein inspirierendes Live-Interview mit dem Aikido-Meister Dirk Kropp.

Vor mehr als 20 Jahren beschloss und begann er, seinen Aikido-Stil und auch das von ihm gegründete Dojo zu verändern. Ausschlaggebend dafür war die von ihm gewonnene Überzeugung, dass die traditionelle Art und Weise, in der er Aikido bis dahin vermittelte, nicht zur eigentlichen Bedeutung des japanischen Begriffs passt (Weg von Harmonie und Lebensenergie) Was alles war mitentscheidend für die Entwicklung eines Dojo, in dem heute Ruhe, Meditation, Konzentration und insbesondere die Umsicht jedes Einzelnen gegenüber den Mitmenschen und gegenüber sich selbst im Mittelpunkt stehen?

Welche wichtigen Kritierien seines Weges sind auch Denk- und Handlungsanregungen für die eigenen persönlichen Veränderungen hin zu mehr Selbst-Bewusstsein sowie der Fähigkeit, den eigenen Weg zu gehen und dabei gut in Verbindung und Gemeinschaft mit anderen agieren zu können? Wie lassen sich Standsicherheit und Flexibilität kombinieren?

Mehr bei den Inspiration Lounge TALKS 2015.

 

Inspiration Lounge TALKS 2015  | 27. November 2015

Öffnung 19.00 Uhr | Beginn 19.30 Uhr
Art68 | Thürmchenswall 68, 50668 Köln_Anfahrt

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Dirk Kropp

24. September 2015 von Chris

dirk kropp
(dirk kropp)

Wir freuen uns sehr, Dirk Kropp, Aikido-Meister 7.Dan, und Gründer von Aikido Üben in Köln als Interviewpartner bei unseren Inspiration Lounge TALKS am 27. November 2015 dabei zu haben.

Im Alter von 16 Jahren begann Dirk Kropp mit Aikido, mit 20 Jahren beschloss er, sein gerade begonnenes Studium abzubrechen, um sich ganz seinem täglichen Training zu widmen. Er machte Aikido zu seinem Beruf. 2011 wurde ihm der 7. Dan verliehen.

Seit den 1980er Jahren pflegt Dirk Kropp seine Verbindungen zu den Wurzeln des Aikido durch regelmäßige Besuche in Japan. Im Aikikai Honbu Dojo in Tokio übte er bei Kisshomaru Ueshiba und inzwischen bei dessen Sohn Moriteru Ueshiba. Von 1983 bis zu seinem Tod 1988 war Dr. Kokichi Hatakeyama, Arzt und Schwertmeister, sein Mentor und Förderer in Japan. Als Gründungsmitglied gehört Dirk Kropp dem Bundesverband der Aikido-Lehrer an.

1985 eröffnete Dirk Kropp gemeinsam mit Hans‑Jürgen Klages ein rein auf Aikido ausgerichtetes Dojo in Köln. Nachdem er in den 1990er Jahre beschloss und begann, seinen Aikido-Stil zu verändern, trennten sich 1997 die Wege der beiden Gründer. Seitdem leitet Dirk Kropp das Dojo sowie die täglichen Übungsstunden in alleiniger Verantwortung. Über die Jahre schätzt eine wachsende Zahl von Menschen seinen besonderen Aikido-Stil, das Dojo wird zum größten in Europa.

Die japanische Verteidigungskunst Aikido kommt ohne Gegenangriffe aus. Der von Dirk Kropp entwickelte Aikido-Stil verbindet das Training mit Meditation, eine Übungsmethode im Geist der japanischen Zen-Wege. Wenige Aikido-Techniken werden bewusst und in Konzentration wiederholt ausgeführt, um so in die Feinheiten einzusteigen. Dieses meditative Üben macht aus Aikido ein einzigartiges Persönlichkeitstraining, denn gerade in einer gewaltlosen Verteidigungskunst lassen sich menschliche Stärken fördern, die entscheidend für einen guten Umgang miteinander sind: Selbstsicherheit, Standfestigkeit, Mut, Geduld, Einfühlungsvermögen, Toleranz, Kontaktfähigkeit, Verantwortung für sich und andere, sowie Sicherheit und Gelassenheit in Stresssituationen.

Die Erfahrung von Dirk Kropp über die Wege zu anderen Perspektiven auf Umfeld und Mitmenschen und zu einem guten Umgang miteinander sind aus unserer Sicht einfach unerlässlich, insbesondere wenn das Leitmotiv unserer Inspiration Lounge TALKS Du bist nicht allein lautet.

Wir freuen uns daher, dass er im Inspiration Lounge Live-Interview Einblicke in seinen Weg geben wird, der persönliche Stärken fördert und aufzeigt, wie sehr sich diese von dem unterscheiden, was wir heute meist als »stark« betrachten.

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Inspiration Lounge TALKS 2015_Dirk Kropp

07. September 2015 von Kerstin

dirk kropp_preview(aikido-meister, gründer von aikido üben)

Wir freuen uns sehr, Dirk Kropp, Aikido-Meister 7.Dan, und Gründer von Aikido Üben in Köln als Interviewpartner bei unseren Inspiration Lounge TALKS am 27. November 2015 dabei zu haben.

Im Alter von 16 Jahren begann Dirk Kropp mit Aikido, mit 20 Jahren beschloss er, sein gerade begonnenes Studium abzubrechen, um sich ganz seinem täglichen Training zu widmen. Er machte Aikido zu seinem Beruf. 2011 wurde ihm der 7. Dan verliehen.

Seit den 1980er Jahren pflegt Dirk Kropp seine Verbindungen zu den Wurzeln des Aikido durch regelmäßige Besuche in Japan. Im Aikikai Honbu Dojo in Tokio übte er bei Kisshomaru Ueshiba und inzwischen bei dessen Sohn Moriteru Ueshiba. Von 1983 bis zu seinem Tod 1988 war Dr. Kokichi Hatakeyama, Arzt und Schwertmeister, sein Mentor und Förderer in Japan. Als Gründungsmitglied gehört Dirk Kropp dem Bundesverband der Aikido-Lehrer an.

1985 eröffnete Dirk Kropp gemeinsam mit Hans‑Jürgen Klages ein rein auf Aikido ausgerichtetes Dojo in Köln. Nachdem er in den 1990er Jahre beschloss und begann, seinen Aikido-Stil zu verändern, trennten sich 1997 die Wege der beiden Gründer. Seitdem leitet Dirk Kropp das Dojo sowie die täglichen Übungsstunden in alleiniger Verantwortung. Über die Jahre schätzt eine wachsende Zahl von Menschen seinen besonderen Aikido-Stil, das Dojo wird zum größten in Europa.

Die japanische Verteidigungskunst Aikido kommt ohne Gegenangriffe aus. Der von Dirk Kropp entwickelte Aikido-Stil verbindet das Training mit Meditation, eine Übungsmethode im Geist der japanischen Zen-Wege. Wenige Aikido-Techniken werden bewusst und in Konzentration wiederholt ausgeführt, um so in die Feinheiten einzusteigen. Dieses meditative Üben macht aus Aikido ein einzigartiges Persönlichkeitstraining, denn gerade in einer gewaltlosen Verteidigungskunst lassen sich menschliche Stärken fördern, die entscheidend für einen guten Umgang miteinander sind: Selbstsicherheit, Standfestigkeit, Mut, Geduld, Einfühlungsvermögen, Toleranz, Kontaktfähigkeit, Verantwortung für sich und andere, sowie Sicherheit und Gelassenheit in Stresssituationen.

Die Erfahrung von Dirk Kropp über die Wege zu anderen Perspektiven auf Umfeld und Mitmenschen und zu einem guten Umgang miteinander sind aus unserer Sicht einfach unerlässlich, insbesondere wenn das Leitmotiv unserer Inspiration Lounge TALKS Du bist nicht allein lautet.

Wir freuen uns daher, dass er im Inspiration Lounge Live-Interview Einblicke in seinen Weg geben wird, der persönliche Stärken fördert und aufzeigt, wie sehr sich diese von dem unterscheiden, was wir heute meist als »stark« betrachten.

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Auf dem eigenen Weg

18. März 2015 von Kerstin

aikido

Ein Interview mit dem Aikido-Lehrer Dirk Kropp, 7. Dan Aikido

Im Rahmen der Inspiration Lounge Interviews haben wir immer wieder interessante Orte und Arbeitsbereiche kennen gelernt, wenn wir unsere Interviewpartner an ihren Wirkungsstätten besuchten. Inzwischen könnten wir so manchen Bildband zum Thema Orte kreativen Schaffens bestücken.

Selten jedoch erleben wir bei einen Interview Orte wie das Dojo von Dirk Kropp in Köln, das zu neuen Blickwinkeln und Ideen gerade aufgrund seiner ruhigen Atmosphäre anregt. Als wir uns mit Dirk Kropp, Aikido-Lehrer, 7. Dan Aikido, zum Gespräch mitten im Raum auf die Matte gesetzt hatten, dauerte es deshalb nicht lange, und wir hatten trotz unserer unterschiedlichen Tätigkeitsfelder schon die erste Parallele entdeckt: Die Entscheidung, mit dem, was man tut, einen neuen, anderen Weg zu gehen.

Wie sieht dieser Weg bei ihm aus, wollten wir von Dirk Kropp wissen, und wie lange geht er ihn bereits?

Dirk Kropp: Zu Aikido kam ich bereits während meiner Schulzeit, nachdem ich zuvor andere Sportarten, beispielsweise Fußball ausgeübt hatte. Bei Aikido gefiel mir die Verbindung von Aspekten aus Sport und Meditation besonders gut, und so bin ich dabei geblieben und beschloss 1979, ein gerade begonnenes Studium abzubrechen und Aikido zu meinem Beruf zu machen. 1985 eröffnete ich gemeinsam mit Hans‑Jürgen Klages ein rein auf Aikido ausgerichtetes Dojo. Da sich unsere Aikido-Stile mit der Zeit auseinander entwickelten, trennten sich unsere Wege im Jahr 1997. Seitdem leite ich das Dojo in alleiniger Verantwortung.

Kerstin: Was waren denn die Gründe für die Entwicklung Ihres Aikido-Stils?

Dirk Kropp: Ich bin, gerade auch im Rahmen meiner Ausbildung, in das traditionelle Leistungs- und Prüfungssystem im Aikido eingestiegen. Mit der Zeit empfand ich zunehmend eine Diskrepanz zwischen der Bedeutung des Begriffs Aikido und der ausgeübten Realität. Aikido ist die Zusammensetzung der Begriffe Ai – Harmonie bzw. Zusammenfügen, Ki – Lebensenergie und Do – Weg. Im Unterricht erlebte ich jedoch vor allem Aspekte von Kampf, Aggression und strikter Formung von Körper und Geist. Mein Mentor und Förderer in Japan, der Arzt und Schwertmeister Dr. Kokichi Hatakeyama, machte mich zudem mehrmals darauf aufmerksam, dass mein Körper nicht lange durchhalten wird, wenn ich dauerhaft so hart trainiere und immer wieder auch Verletzungen in Kauf nehme.

Das war letztlich für mich ausschlaggebend, aus dem traditionellen Leistungsprinzip auszusteigen. Ich wollte insbesondere nicht mehr das Gefühl haben, in dem von mir geleiteten Dojo eine Art Schizophrenie zu lehren: einerseits Aikido als Weg von Harmonie und Lebensenergie, andererseits Menschen meterweit durch die Luft auf die Matte werfen oder auf die Matte drücken. Deshalb habe ich vor vielen Jahren begonnen, in meinem Aikido-Stil und in dem, was ich an Schüler und Übende weitergebe, einen Schwerpunkt auf die Aspekte Ruhe, Meditation, Raum zur Persönlichkeitsentfaltung und Umsicht sich selbst und anderen Menschen gegenüber zu setzen.

dirk kropp(dirk kropp)

Kerstin: Wie sehen dann die Übungsstunden im Dojo bei Ihnen heute aus? Worauf legen Sie besonderen Wert?

Dirk Kropp: Zunächst ist wesentlich, dass das Ziel aller Übungen ist, eine immer größere Ruhe und Souveränität zu entwickeln – gerade im Umgang mit schwierigen Situationen. Es geht darum, sowohl beim Üben als auch darüber hinaus Situationen einschätzen und angemessen darauf reagieren zu können. Es bedarf Offenheit, Empathie und Erfahrung, um stets umsichtig mir selbst und meiner Gesundheit als auch derjenigen meiner Mitmenschen gegenüber zu handeln. Stress, Unaufmerksamkeit, Aggression verursachen dagegen Über- und Fehlreaktionen, die zu unnötigen Verletzungen physischer oder psychischer Art führen können – natürlich nicht nur bei Aikido, sondern generell im Alltag. Das zu vergegenwärtigen ist besonders wichtig.

Um nun einen Überblick über die konkreten Übungsstunden im Dojo zu geben: Sie beginnen stets mit einer 15-20-minütigen Bewegungsmeditation aus Wahrnehmungs-, Atmungs- und Haltungsübungen. Einfache Rollübungen folgen. Danach werden die Aikido-Techniken – die in unserer Schule ohne jegliche Form von Akrobatik auskommen – zu zweit geübt. In den Stunden für länger Übende kommt die freie Verteidigung auf freie Angriffe hinzu. Besonders in den Grundlagen-Stunden ist der Rhythmus recht langsam, so dass die Übenden für jede einzelne Technik viel Zeit haben, um sie durch und durch zu verstehen und präzise zu üben.

Kerstin: Das Dojo verfügt über eine wunderbar ruhige Atmosphäre. Inwiefern spielt diese beim Üben eine wichtige Rolle?

Dirk Kropp: Die besondere Ruhe fördert das körperliche Erfassen der verschiedenen Techniken und unterstützt ein Üben im individuellen Lernrhythmus. Ruhe, beispielsweise auch durch eine viertelstündige Meditation vor den Übungszeiten, fördert die Konzentration, die Fähigkeit, bei sich zu bleiben statt durch Kommunikation abgelenkt zu sein.

Stille und Konzentration sind übrigens auch eine wichtige Grundlage für persönliche Begegnungen und Austausch über soziale und kulturelle Schranken hinweg. In Japan habe ich beobachten können, wie Menschen aus unterschiedlichen sozialen Schichten über lange Zeit in demselben Dojo zusammenkommen und miteinander üben. Wäre dort vor und während des Trainings viel untereinander geredet worden, hätten sich mit der Zeit, wie anderswo auch, sicherlich bestimmte Gruppierungen herausgebildet, vielleicht hätten sich Einzelne ausgeschlossen gefühlt.

kerstin döweler, dirk kropp(kerstin döweler, dirk kropp)

Kerstin: Sie sagten gerade, Ruhe unterstützt ein Üben im individuellen Lernrhythmus. Wie erklären Sie mir als Übender denn die einzelnen Aikido-Techniken?

Dirk Kropp: Ich vermittle sie, indem ich sie selbst anwende und zeige bzw. indem Sie sie beobachten und selbst üben – Erfahrung darin bekommen und so ihre eigene Herangehensweise finden. Das, was ich vormache, muss nicht von Ihnen zu 100% nachgemacht werden. Es geht darum, dass Sie ihr eigenes Gespür dafür bekommen. Und das werden sie mit der Zeit.

Jeder Mensch kommt von selbst darauf und lernt, was richtig für ihn ist, wenn man ihm den Raum für das notwendige Üben und die Konzentration gibt. Ich kann nicht wissen, was gut für sie ist. Wohl aber kann ich Ihnen den notwendigen Raum geben, damit Sie selbst den eigenen Weg finden.

Kerstin: Gibt es auch Menschen, die mit dieser Art und Weise nicht soviel anfangen können, weil sie beispielsweise den strikt abzuarbeitenden 10-Punkte Plan erwarten? Und auch andersherum betrachtet: ist es nicht für Sie schwierig, Menschen auf diesem Weg Aikido zu vermitteln?

Dirk Kropp: Ich möchte so beginnen: mein eigener Weg hat viel Zeit gekostet, und es waren Entscheidungen notwendig, die mir nicht leicht gefallen sind und die vor allem große Auswirkungen hatten. Mir wurde ab einem Zeitpunkt beispielsweise bewusst, dass die Änderung meines Aikido-Stils auch konsequent zu weiteren Änderungen führen muss…

Kerstin: An dieser Stelle, liebe Leser, möchten wir eine kurze Pause machen und Euch jetzt schon auf den zweiten Teil unseres Gesprächs mit Dirk Kropp hinweisen, der demnächst folgt und in dem es u.a. um Gürtel und die Frage von Macht oder Machtverzicht gehen wird.

Also, bleibt dran.

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