Interview mit Joachim Kern

18. August 2009 von Chris

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Wenn man wirklich Interesse für Dinge hat, dann hat man Demut.«

Joachim Kern entdeckte schon als Kind seine Faszination für Bekleidung und Mode. Heute entwirft und fertigt er bereits seit vielen Jahren unermüdlich für vielfältige Zwecke, angefangen von der freiberuflichen Arbeit für bekannte Modemarken bis hin zur Gestaltung von Theater-kostümen. Sein Schwerpunkt ist die Mode für Herren. Joachim Kern betreibt sein eigenes Modelabel »Joah Kraus«, sein Atelier ist in Bergisch-Gladbach. In seinem Showroom in Köln finden regelmäßig Präsentationen der aktuellen Kollektionen statt.

Joachim Kern hat nach eigener Aussage die Zeit für sich entdeckt. Diesen in der schnellst-lebigen Modewelt an sich fast undenkbare Aspekt kombiniert er mit seiner langjährigen Erfahrung, mit Ausdauer und viel Übung. Es resultiert ein sehr bewusster Umgang mit Materialien und Flächen. Besondere Ideen an allen Kleidungsstücken machen genau im Detail den Unterschied.

Demut vor Stoff und Handwerk hat für Joachim Kern daher einen tatsächlich sichtbaren und begreifbaren Stellenwert.

modegrafik.de

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Interview mit Frauke Berg

18. August 2009 von Chris

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Man kann jeden Tag mit etwas anfangen – man muss es nur tun.«

Frauke Berg studierte Graphik-Design und machte ihr Diplom bei Prof. Wolf Erlbruch. Sie arbeitet seitdem langjährig erfolgreich als freiberufliche Illustratorin für große Verlage, unter anderem für das ZEITmagazin, und für die Modebranche.

Aktuell befindet sie sich nach eigenem Empfinden im »Umbruch«, da sie sich parallel zu den Auftragsarbeiten mehr den Sektor freier Projekte erschließen will. »Ich entwickle gerade den Ehrgeiz, Neues auszuprobieren und damit auch ein Risiko einzugehen. In den letzten zehn Jahren habe ich so gut trainiert, auch mit unsicheren Situationen klar zu kommen…es wäre total schade, wenn ich das jetzt nicht nutze.«

Der interdisziplinäre Austausch steht für sie bei ihren freien Projekten im Vordergrund. In ihren Ausstellungen gehen so beispielsweise ihre illustratorischen Arbeiten mit musikalischen Experimenten eine neue Kooperation ein. Weitere Infos unter fraukeberg.de und unter superlotti.de.

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Interview mit Katja Prins

18. August 2009 von Chris

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Make sure you have fun.«

In ihren Arbeiten beschäftigt sich die Schmuckkünstlerin Katja Prins schwerpunktmäßig mit dem Verhältnis zwischen Mensch und Technik, das sie besonders fasziniert. Ihre Arbeiten sind zu sehen unter katjaprins.com.

Im Interview, das während der Druckabnahme für ihr Buch »The Uncanny Valley«, erschienen bei Darling Publications, entstand, schildert Katja Prins ihre Vorgehensweisen bei Ideen, künstlerischer Arbeit und alltäglicher Motivation. Katja Prins ist mit ihren Arbeiten seit vielen Jahren international in Galerien und Ausstellungen vertreten. Sie lebt und arbeitet in Amsterdam.

In unserem Interview rät sie dazu, die Ideen und Dinge zu verfolgen, die für einen selbst mit Faszination verbunden sind,  bei denen das Ausprobieren Spaß macht und spannend bleibt. Nur dann sind auch die schwierigen Seiten kreativer Arbeit auf Dauer erträglich.

»As long as you have fun things are in balance.«

galerierobkoudijs.nl

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Interview mit Andy Lim

18. August 2009 von Chris

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Wenn man daran gewöhnt ist, einen einzigen Takt wochenlang zu üben,
ist alles andere leichter.«

Andy Lim ist Cellist und momentan schwerpunktmäßig Verleger. Sein Verlag Darling Publications mit Sitz in Köln ist auf außergewöhnliche Bücher zu Themen aus Kunst und Kultur spezialisiert. Momentan arbeitet er u.a. an einem überdimensionalen Buch über Cello- und Geigenbögen. Zuvor entstand ein ebenfalls sehr gewichtiges Buch, das 1000 Goldschmiede und Schmuckdesigner mit ihren Arbeiten zusammenführt und präsentiert.

The Compendium Finale of Contemporary Jewellers 2008

Andy Lim beendete seine Musikkarriere mit Mitte Zwanzig, Seitdem hat er in vielen anderen Bereichen erfolgreich gearbeitet. So betrieb er Kölns erstes Sushi-Restaurant und danach eine Werkstatt für Kunstrahmungen.

»Der rote Faden, der sich durch all meine Projekte zieht, ist Mut. Ich glaube, dass ich mehr Mut als viele andere habe, neue Dinge anzufangen, auch wenn ich davon erst mal keine Ahnung habe. Ich habe dann aber auch die Bereitschaft zu lernen und zu üben. Ich war ja schon in der Musik sehr perfektionistisch und habe eine sehr strenge asiatische Erziehung hinter mir, mit allen Vorteilen und eigentlich keinen Nachteilen.«

»Sobald ich eine Sache so oft gemacht habe, dass ich denke, jetzt kann ich nur mehr davon machen, aber nicht noch viel besser werden, muss ich etwas Neues anfangen. Mich befällt dann so eine Unruhe. Mein Antrieb ist Qualität, nicht Quantität.«

»Man muss tun, was man für notwendig hält. Besser man hat eine Notwendigkeit für eine Sache und fasziniert deshalb andere, obwohl man dabei noch nicht so gut ist, als man ist gut darin und hat keine Lust dazu.«

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Interview mit Martin Haußmann

18. August 2009 von Chris

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Zeichnen ist eine Berufung und ein Fluch.«

Martin Haußmann ist Kommunikationsdesigner und freier Illustrator. Seit er nach dem Studium nach Köln kam, arbeitet er für zahlreiche Unternehmen, Institutionen und Verlage. Zusätzlich illustriert er seit Jahren live während des WDR-Literaturmarathons im Rahmen der lit Cologne. Eine neue Projektausrichtung führt ihn momentan an den Overhead-Projektor, wo er mithilfe von Collagen aus verschiedenen Materialien Geschichten aus Licht entstehen lässt.

Geschichten erzählen ist, wie das Zeichen selbst, der Antrieb für sein Schaffen. »Wenn ich längere Zeit nichts mache, werde ich unzufrieden.«

Als Kommunikationsdesigner und Dienstleister insbesondere zur Kopfarbeit ausgebildet, versucht Martin Haußmann in seiner Arbeit inzwischen, wieder mehr assoziative Wege zu gehen. Vor allem ist ihm wichtig,  Texte nicht allein mit logisch dazu passenden Bildern zu dekorieren, sondern Bild und Text als Sparringpartner zu sehen, sie freier und gleichberechtigt zu kombinieren.

Diese Arbeit ist für ihn, wie das Zeichnen überhaupt, eine Entwicklungsprozess. »Es ist ja grundsätzlich so, dass man lernen und üben kann durch das Nachzeichnen von Dingen, die man gut findet. Aber an einem Punkt muss man dann die eigene Faszination, das, was einen ausmacht, hineinbringen. Und das geht nur durch Ausprobieren.«

haussmann-illu.de

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