Interview mit Martin Haußmann

18. August 2009 von Chris

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Zeichnen ist eine Berufung und ein Fluch.«

Martin Haußmann ist Kommunikationsdesigner und freier Illustrator. Seit er nach dem Studium nach Köln kam, arbeitet er für zahlreiche Unternehmen, Institutionen und Verlage. Zusätzlich illustriert er seit Jahren live während des WDR-Literaturmarathons im Rahmen der lit Cologne. Eine neue Projektausrichtung führt ihn momentan an den Overhead-Projektor, wo er mithilfe von Collagen aus verschiedenen Materialien Geschichten aus Licht entstehen lässt.

Geschichten erzählen ist, wie das Zeichen selbst, der Antrieb für sein Schaffen. »Wenn ich längere Zeit nichts mache, werde ich unzufrieden.«

Als Kommunikationsdesigner und Dienstleister insbesondere zur Kopfarbeit ausgebildet, versucht Martin Haußmann in seiner Arbeit inzwischen, wieder mehr assoziative Wege zu gehen. Vor allem ist ihm wichtig,  Texte nicht allein mit logisch dazu passenden Bildern zu dekorieren, sondern Bild und Text als Sparringpartner zu sehen, sie freier und gleichberechtigt zu kombinieren.

Diese Arbeit ist für ihn, wie das Zeichnen überhaupt, eine Entwicklungsprozess. »Es ist ja grundsätzlich so, dass man lernen und üben kann durch das Nachzeichnen von Dingen, die man gut findet. Aber an einem Punkt muss man dann die eigene Faszination, das, was einen ausmacht, hineinbringen. Und das geht nur durch Ausprobieren.«

haussmann-illu.de

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Interview mit Adrian Lacour

18. August 2009 von Chris

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Ich denke, ich sehe, also bin ich.«

Adrian Lacour studierte an der AGS Basel, u.a. bei Emil Ruder und Armin Hofmann. Ab 1968 arbeitete er als Art Director in namhaften Werbeagenturen bevor er sich 1976 mit dem eigenen Atelier selbstständig machte. Als Graphik-Designer und Konzeptioner arbeitete er für zahlreiche Unternehmen und Verlage bei zeitgleicher Lehrtätigkeit u.a. an der Merz Akademie Stuttgart und der staatl. Akademie der bildenden Künste Weissenhof. Neben eigenen Publikationen im Bereich Graphik/Text, u.a. TYPETOWN, sowie Fotobüchern ist er in vielen anderen Publikationen vertreten, u.a. in Kurt Weidemanns Buch »Wo der Buchstabe das Wort führt«. Seine Arbeiten in den Bereichen Graphik, Zeichnung, Malerei, und Fotografie werden seit 1962 in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen national und international ausgestellt. Adrian Lacour ist Mitglied im Stuttgarter Künstlerbund e.V., im Forum Typografie und jazzt als Bassist in verschiedenen Gruppen.

Sein kreatives Schaffen ist nach eigener Aussage geprägt von Unruhe, verursacht durch Phantasie, andererseits beeinflusst durch den Willen zur Form. Während die Phantasie ihn immer wieder in neue Bereiche und dort zu schnellem, assoziativen Arbeiten bringt, wurde ihm das Einhalten vom Form schon als Kind beim Skispringen und später im Rahmen der Ausbildung an der AGS BAsel gelehrt.

»Die Phantasie ist die brutalste Braut.«

»Wenn du beim Skispingen nicht bestimmte Formen einhältst, haut es dich auf die Schnauze.«

Ausdruck fand der Wille zur Form dann besonders im Hinblick auf seine Arbeiten im Bereich Graphik/Typographie.

lacour-design.de

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