Gehen lernen 2.0

25. März 2015 von Kerstin

dojo(dojo)

Auf den 1. Teil unseres Interviews mit dem Aikido-Lehrer Dirk Kropp folgt hier nun die Fortsetzung:

Kerstin: »Herr Kropp, Sie sagen, Ihr eigener Weg hat sehr viel Zeit gekostet und ab einem Zeitpunkt wurde Ihnen bewusst, dass die Änderung Ihres Aikido-Stils auch konsequent zu weiteren Änderungen führen muss. Welche Änderungen waren das?

Dirk Kropp: Ich bemerkte beispielsweise, dass ich die Aspekte Umsicht, Meditation, Lebensenergie und Raum zur Entwicklung des eigenen Weges dauerhaft nicht so wie gewünscht im Dojo an Menschen vermitteln kann, wenn ich dabei weiterhin meine traditionelle Aikido-Bekleidung trage. Denn es ist so: betrete ich bzw. eine andere Person mit schwarzem Gürtel und Hakama, dem im Aikido traditionellen Hosenrock, das Dojo, löst das bei anwesenden Übenden meist die traditionellen Vorstellungen von Aikido aus – Kampf, Akrobatik, striktes Leistungs- , Über- und Unterordnungsprinzip – die ich gerade nicht weitergeben möchte. Also kam ich zu dem Schluss, schwarzen Gürtel und Hakama im Dojo nicht mehr zu tragen, sondern die gleiche Aikido-Kleidung wie alle anderen Übenden und Schüler. Den Schluss umzusetzen, ist mir nach so vielen Jahren Aikido-Praxis nicht leicht gefallen. Gerade der schwarze Gürtel ist ja ein sehr wichtiges Symbol, steht für Können und Erfahrung, jahrelanges Training, abgelegte Prüfungen.

Kerstin: Gab es denn darauf hin spürbar andere Reaktionen im Dojo?

Dirk Kropp: Ja, die gab es. Zunächst einmal zeigte sich für mich recht schnell, dass sich die Übungsatmosphäre ändert, dass sie ruhiger, konzentrierter, insgesamt angenehmer wird. Dazu kam, dass die Veränderung des Aikido-Stils zunächst dazu führte, dass diejenigen Übenden das Dojo verließen, die weiterhin dem traditionellen Aikido-Stil folgen wollten und meine Änderungen nicht gut fanden. Das waren eine Zeit lang ziemlich viele Mitglieder. Doch dann kamen im Gegenzug Neue hinzu, gerade aufgrund des geänderten Stils und der meditativen Aspekte. Natürlich hat auch das zur guten Übungsatmosphäre im Dojo beigetragen und tut es heute noch.

dirk kropp(dirk kropp)

Kerstin: Man kann also sagen, dass die Veränderungen alle sehr positiv waren?

Dirk Kropp: Ich kann sagen, dass ich heute sehr zufrieden mit den Entscheidungen bin, die ich getroffen habe. Den Übenden und Schülern einen Raum zu geben, um im Rahmen von Aikido ihre eigene Persönlichkeit zu entfalten, das eigene Gespür, den eigenen Weg zu finden statt »blind« Vorgaben zu folgen – ihnen einen Ort der Ruhe und Konzentration zu öffnen, das schätze ich sehr.

Allerdings ist der Weg nicht zu Ende. Es gibt immer wieder auch neue Aspekte, die ich im Rahmen des Aikido-Stils, den ich vermittle, überdenken muss. Oft zieht eine Entscheidung andere direkt nach sich. Ein Beispiel: nachdem ich den traditionellen Aikido-Hosenrock nicht mehr trug, bemerkte ich, dass ich sozusagen nochmals Gehen und Stehen lernen musste. Der Hakama kann verdecken, dass der eigene Stand nicht immer so sicher ist, wie er nach außen wirkt. Das heißt, es sieht im Hakama zwar sehr gut aus, wenn man Menschen durch die Luft auf die Matte werfen kann, aber es kann einen selbst auch darüber hinweg täuschen, dass die eigene Position gar nicht so fest ist wie gedacht.

Kerstin: Da fallen mir natürlich ganz viele Alltagsparallelen ein. Vom Privatleben bis zum Geschäftsgespräch – wir verbergen doch alle mal gerne, dass wir gar nicht so sicher sind, wie wir selbst oft glauben wollen.

Dirk Kropp: Ja, natürlich gibt es Parallelen. Deshalb sprach ich davon, dass es bei der Weise, in der ich Aikido weitergebe, darum geht, in allen, insbesondere auch in schwierigen Alltagssituationen, tatsächlich bei sich bleiben zu können, ruhig und umsichtig gegenüber sich und gegenüber anderen zu handeln – nicht feststellen zu müssen, dass man in Stress und Unsicherheit versinkt. Es geht darum, dass man sich immer wieder im eigenen Gehen und Stehen übt statt sich auf gewohnte Wege zu verlassen, nur weil »man« das eben so macht und weil es sicher scheint.

Kerstin: Gibt es etwas, das Sie sich für die Zukunft wünschen?

kerstin döweler(kerstin döweler)

Dirk Kropp: Ja, ich würde mich insbesondere freuen, wenn noch ein paar mehr Aikido-Lehrer die Widersprüche zwischen der eigentlichen Bedeutung des Begriffs Aikido und dem traditionellen Aikido-Leistungssystem spüren könnten.

Kerstin: Könnte es sein, dass zumindest einige andere die Widersprüche spüren können, aber einfach den eigenen Weg zu einem anderen Aikido-Stil scheuen? Das traditionelle System vermittelt ja auch Halt und ein Dazugehören, die man vielleicht Angst hat zu verlieren. Oder man denkt, es käme einem Verlust von Stärke gleich.

Dirk Kropp: Ja, das mag sein. Aikido ist eine Kampfsportart. Da liegt der Gedanke nah, sich anhand des traditionellen Leistungssystems unter den anderen Kampfsportarten behaupten zu müssen, nicht als »weich« oder »schwach« gelten zu wollen. Andererseits: das von mir geleitete Dojo besteht heute seit vielen Jahren. Man sieht also: ein anderer Weg ist möglich und findet auch zu den Menschen, die ebenfalls ihren eigenen Weg gehen wollen.

Kerstin: Noch dazu, seit wann zeugen ein konsequent eigener Weg abseits ausgetretener Pfade sowie umsichtiges Verhalten statt Aggression eigentlich von Schwäche? Aber lassen Sie uns darüber im Live-Interview sprechen, das bei unseren nächsten Inspiration Lounge TALKS folgen wird.

Herr Kropp, ich bedanke mich für das Gespräch.

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Auf dem eigenen Weg

18. März 2015 von Kerstin

aikido

Ein Interview mit dem Aikido-Lehrer Dirk Kropp, 7. Dan Aikido

Im Rahmen der Inspiration Lounge Interviews haben wir immer wieder interessante Orte und Arbeitsbereiche kennen gelernt, wenn wir unsere Interviewpartner an ihren Wirkungsstätten besuchten. Inzwischen könnten wir so manchen Bildband zum Thema Orte kreativen Schaffens bestücken.

Selten jedoch erleben wir bei einen Interview Orte wie das Dojo von Dirk Kropp in Köln, das zu neuen Blickwinkeln und Ideen gerade aufgrund seiner ruhigen Atmosphäre anregt. Als wir uns mit Dirk Kropp, Aikido-Lehrer, 7. Dan Aikido, zum Gespräch mitten im Raum auf die Matte gesetzt hatten, dauerte es deshalb nicht lange, und wir hatten trotz unserer unterschiedlichen Tätigkeitsfelder schon die erste Parallele entdeckt: Die Entscheidung, mit dem, was man tut, einen neuen, anderen Weg zu gehen.

Wie sieht dieser Weg bei ihm aus, wollten wir von Dirk Kropp wissen, und wie lange geht er ihn bereits?

Dirk Kropp: Zu Aikido kam ich bereits während meiner Schulzeit, nachdem ich zuvor andere Sportarten, beispielsweise Fußball ausgeübt hatte. Bei Aikido gefiel mir die Verbindung von Aspekten aus Sport und Meditation besonders gut, und so bin ich dabei geblieben und beschloss 1979, ein gerade begonnenes Studium abzubrechen und Aikido zu meinem Beruf zu machen. 1985 eröffnete ich gemeinsam mit Hans‑Jürgen Klages ein rein auf Aikido ausgerichtetes Dojo. Da sich unsere Aikido-Stile mit der Zeit auseinander entwickelten, trennten sich unsere Wege im Jahr 1997. Seitdem leite ich das Dojo in alleiniger Verantwortung.

Kerstin: Was waren denn die Gründe für die Entwicklung Ihres Aikido-Stils?

Dirk Kropp: Ich bin, gerade auch im Rahmen meiner Ausbildung, in das traditionelle Leistungs- und Prüfungssystem im Aikido eingestiegen. Mit der Zeit empfand ich zunehmend eine Diskrepanz zwischen der Bedeutung des Begriffs Aikido und der ausgeübten Realität. Aikido ist die Zusammensetzung der Begriffe Ai – Harmonie bzw. Zusammenfügen, Ki – Lebensenergie und Do – Weg. Im Unterricht erlebte ich jedoch vor allem Aspekte von Kampf, Aggression und strikter Formung von Körper und Geist. Mein Mentor und Förderer in Japan, der Arzt und Schwertmeister Dr. Kokichi Hatakeyama, machte mich zudem mehrmals darauf aufmerksam, dass mein Körper nicht lange durchhalten wird, wenn ich dauerhaft so hart trainiere und immer wieder auch Verletzungen in Kauf nehme.

Das war letztlich für mich ausschlaggebend, aus dem traditionellen Leistungsprinzip auszusteigen. Ich wollte insbesondere nicht mehr das Gefühl haben, in dem von mir geleiteten Dojo eine Art Schizophrenie zu lehren: einerseits Aikido als Weg von Harmonie und Lebensenergie, andererseits Menschen meterweit durch die Luft auf die Matte werfen oder auf die Matte drücken. Deshalb habe ich vor vielen Jahren begonnen, in meinem Aikido-Stil und in dem, was ich an Schüler und Übende weitergebe, einen Schwerpunkt auf die Aspekte Ruhe, Meditation, Raum zur Persönlichkeitsentfaltung und Umsicht sich selbst und anderen Menschen gegenüber zu setzen.

dirk kropp(dirk kropp)

Kerstin: Wie sehen dann die Übungsstunden im Dojo bei Ihnen heute aus? Worauf legen Sie besonderen Wert?

Dirk Kropp: Zunächst ist wesentlich, dass das Ziel aller Übungen ist, eine immer größere Ruhe und Souveränität zu entwickeln – gerade im Umgang mit schwierigen Situationen. Es geht darum, sowohl beim Üben als auch darüber hinaus Situationen einschätzen und angemessen darauf reagieren zu können. Es bedarf Offenheit, Empathie und Erfahrung, um stets umsichtig mir selbst und meiner Gesundheit als auch derjenigen meiner Mitmenschen gegenüber zu handeln. Stress, Unaufmerksamkeit, Aggression verursachen dagegen Über- und Fehlreaktionen, die zu unnötigen Verletzungen physischer oder psychischer Art führen können – natürlich nicht nur bei Aikido, sondern generell im Alltag. Das zu vergegenwärtigen ist besonders wichtig.

Um nun einen Überblick über die konkreten Übungsstunden im Dojo zu geben: Sie beginnen stets mit einer 15-20-minütigen Bewegungsmeditation aus Wahrnehmungs-, Atmungs- und Haltungsübungen. Einfache Rollübungen folgen. Danach werden die Aikido-Techniken – die in unserer Schule ohne jegliche Form von Akrobatik auskommen – zu zweit geübt. In den Stunden für länger Übende kommt die freie Verteidigung auf freie Angriffe hinzu. Besonders in den Grundlagen-Stunden ist der Rhythmus recht langsam, so dass die Übenden für jede einzelne Technik viel Zeit haben, um sie durch und durch zu verstehen und präzise zu üben.

Kerstin: Das Dojo verfügt über eine wunderbar ruhige Atmosphäre. Inwiefern spielt diese beim Üben eine wichtige Rolle?

Dirk Kropp: Die besondere Ruhe fördert das körperliche Erfassen der verschiedenen Techniken und unterstützt ein Üben im individuellen Lernrhythmus. Ruhe, beispielsweise auch durch eine viertelstündige Meditation vor den Übungszeiten, fördert die Konzentration, die Fähigkeit, bei sich zu bleiben statt durch Kommunikation abgelenkt zu sein.

Stille und Konzentration sind übrigens auch eine wichtige Grundlage für persönliche Begegnungen und Austausch über soziale und kulturelle Schranken hinweg. In Japan habe ich beobachten können, wie Menschen aus unterschiedlichen sozialen Schichten über lange Zeit in demselben Dojo zusammenkommen und miteinander üben. Wäre dort vor und während des Trainings viel untereinander geredet worden, hätten sich mit der Zeit, wie anderswo auch, sicherlich bestimmte Gruppierungen herausgebildet, vielleicht hätten sich Einzelne ausgeschlossen gefühlt.

kerstin döweler, dirk kropp(kerstin döweler, dirk kropp)

Kerstin: Sie sagten gerade, Ruhe unterstützt ein Üben im individuellen Lernrhythmus. Wie erklären Sie mir als Übender denn die einzelnen Aikido-Techniken?

Dirk Kropp: Ich vermittle sie, indem ich sie selbst anwende und zeige bzw. indem Sie sie beobachten und selbst üben – Erfahrung darin bekommen und so ihre eigene Herangehensweise finden. Das, was ich vormache, muss nicht von Ihnen zu 100% nachgemacht werden. Es geht darum, dass Sie ihr eigenes Gespür dafür bekommen. Und das werden sie mit der Zeit.

Jeder Mensch kommt von selbst darauf und lernt, was richtig für ihn ist, wenn man ihm den Raum für das notwendige Üben und die Konzentration gibt. Ich kann nicht wissen, was gut für sie ist. Wohl aber kann ich Ihnen den notwendigen Raum geben, damit Sie selbst den eigenen Weg finden.

Kerstin: Gibt es auch Menschen, die mit dieser Art und Weise nicht soviel anfangen können, weil sie beispielsweise den strikt abzuarbeitenden 10-Punkte Plan erwarten? Und auch andersherum betrachtet: ist es nicht für Sie schwierig, Menschen auf diesem Weg Aikido zu vermitteln?

Dirk Kropp: Ich möchte so beginnen: mein eigener Weg hat viel Zeit gekostet, und es waren Entscheidungen notwendig, die mir nicht leicht gefallen sind und die vor allem große Auswirkungen hatten. Mir wurde ab einem Zeitpunkt beispielsweise bewusst, dass die Änderung meines Aikido-Stils auch konsequent zu weiteren Änderungen führen muss…

Kerstin: An dieser Stelle, liebe Leser, möchten wir eine kurze Pause machen und Euch jetzt schon auf den zweiten Teil unseres Gesprächs mit Dirk Kropp hinweisen, der demnächst folgt und in dem es u.a. um Gürtel und die Frage von Macht oder Machtverzicht gehen wird.

Also, bleibt dran.

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Unterwegs

27. Februar 2015 von Kerstin

aikido(inspiration lounge unterwegs)

Immer wieder haben wir für die Inspiration Lounge interessante Interviewpartner gefunden und durch sie neue Blickwinkel entdecken dürfen, weil nette Menschen uns entsprechende Tipps und gute Empfehlungen gaben. Es ist noch nicht lange her, da erreichte uns ein solcher Vorschlag von Christian Schmidt, und wie schon oft zuvor haben wir uns auch dieses Mal auf den Weg gemacht. So haben wir inzwischen den Aikido – Lehrer Dirk Kropp, 7. Dan Aikido, sowie sein Dojo in Köln kennen gelernt.

Schon im Rahmen des ersten gemeinsamen Gesprächs waren wir davon überzeugt, dass Dirk Kropp mit seinen Denk- und Handlungsweisen ganz ausgezeichnet zu Ideen und Ausrichtung der Inspiration Lounge passt. Noch dazu tat sich für uns mit Aikido ein weites Gebiet auf, mit dem insbesondere ich inner- und außerhalb der Inspiration Lounge noch nie in Berührung war. Terra incognita – immer eine besondere Faszination.

Unser zweiter Austausch mit Dirk Kropp brachte noch deutlicher zutage, wie weitgehend man an gleichen Aspekten arbeiten kann, obwohl man von außen betrachtet zwei völlig unterschiedliche Dinge tut. Entstanden sind jedenfalls Ideen, die nun weiterentwickelt und im Rahmen der nächsten Inspiration Lounge Veranstaltungen umgesetzt werden wollen.

Zuvor wird es hier natürlich eine Preview auf den künftigen Inspiration Lounge Live-Auftritt von Dirk Kropp geben.

Mehr dazu demnächst.

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Inspiration Lounge und Art68

10. Februar 2015 von Kerstin

eva ohlow, kerstin döweler (bei der Planung)

Nachdem unsere Inspiration Lounge Veranstaltungen des Jahres 2014 in der stilbude statt fanden, kehren die Inspiration Lounge TALKS und die Inspiration Lounge_going public dieses Jahr wieder in die Location zurück, in der unsere Live-Interviewreihe einst ihren Anfang genommen hat: die Art68 in Köln.

Wir freuen uns auf eine intensive und ideenreiche Zusammenarbeit mit den Inhabern der Art68. die bereits all unsere bisherigen Inspiration Lounge TALKS stets mit Rat und Tat begleiteten. Mit Eva Ohlow, Künstlerin und Art68-Mitbegründerin, sind wir zur Zeit in regem Austausch, um den Kulturraum während unserer diesjährigen, geplanten Veranstaltungen optimal, d.h. insbesondere inspirierend für Interviewees und Besucher zu nutzen.

Eine wunderbare Aufgabe und gleichzeitig viel Arbeit.

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Köpfe statt Knöpfe

28. Januar 2015 von Chris

going public#2(going public#2)

Von unserer letzten Inspiration Lounge_going public in Köln haben wir Ausschnitte aus dem Live-Interview mit dem Musikproduzenten und Sound Engineer René Tinner zusammengestellt.

René Tinner hat mit zahlreichen Künstlern zusammengearbeitet, darunter Lou Reed, Holger Czukay, Helen Schneider, Whirlpool Productions, Trio, die Sterne, die Krupps, Joachim Witt, Marius Müller-Westernhagen, Julian Dawson, Ry Cooder, Wim Wenders und natürlich: CAN.

Geboren und aufgewachsen in St. Gallen, führte René Tinners Weg in den 70er Jahren nach Köln. Dort lernte er die Musiker von CAN kennen, arbeitete sich in der Zusammenarbeit mit ihnen immer mehr in Sound-Engineering und Produktion ein und übernahm ab 1978 komplett die Funktion des Toningenieurs der Kölner Elektronik-Band. Ab 1978 bis 2007, auch nach der Auflösung von CAN, leitete er das CAN Studio, das heute in das deutsche rock’n popmuseum integriert ist.

Thema der Inspiration Lounge_going public war Old School | New School, weshalb wir René Tinner natürlich über seine eigenen Anfangszeiten als Produzent, seine Zeit mit Can sowie vor allem auch über seine heutigen Erfahrungen mit digitaler Musikproduktion befragt haben. Was hat sich verändert? Was ist gleich geblieben? Was bedeutet das Credo Köpfe statt Knöpfe? Warum ist Zuhören so wichtig und doch so schwierig geworden?

Da wir bei dieser Ausgabe der Inspiration Lounge_going public in der Stilbude in Köln waren, gibt es im Video nach dem Interview mit René Tinner zusätzlich Einblicke in die Herstellung des dort produzierten, absolut empfehlenswerten Leck mich, Eis mit Stil. Im Zusammenhang mit der kompletten Videoaufzeichnung danken wir außerdem nochmals herzlich der Medienproduktion und dem Sponsor Hoeller Rechtsanwälte in Bonn.

Wir sind inzwischen dabei, die nächsten Veranstaltungen vorzubereiten und freuen uns schon, Euch dieses Jahr wieder bei der Inspiration Lounge_going public und den Inspiration Lounge TALKS zu begrüßen.

 

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