Mit Leib und Kehle

07. Oktober 2009 von Kerstin

kurz vor ernteDa uns gerade demletzt empfohlen wurde, wie erfrischend und inspirierend doch ein Ortswechsel sein kann, dachten wir uns:

Was gibt es Angenehmeres, als bei 23°C an einem frühherbstlichen Samstag in einer der schönsten Weinregionen Deutschlands – ja genau, in der Pfalz – spazieren zu gehen? Richtig, man schließt sich einer Weinprobenwanderung an. Das heißt drei Stunden Sonne, Weinreben, hier ein Probierglas »Merlot Blanc De Noir«, da ein Riesling Kabinett vom Anbaugebiet »Weisenheimer Rosenbühl« oder ein Weißburgunder aus Trauben vom »Freinsheimer Oschelskopf«. Bestens.

Ganz nebenbei haben wir dann auch entdeckt, wie kreativ die Pfälzer Winzer und Schnapsbrenner sind. So bestach beispielsweise der Traubentresterbrand aus Cabarnet Dorsa, den wir zum Abschluss probierten, nicht nur durch seine Milde. Er wird, im Gegensatz zu manch teurem Tresterbrand aus Italien – die Toscana-Fraktion nennt ihn Grappa–, ohne Zuckerzusatz hergestellt und ohne Häute und Kerne gepresst. Das alles hinzukriegen, hat Leidenschaft und Jahre an Erfahrung gekostet. Gelohnt hat es sich – für uns allemal.

Manche Schätze liegen doch ganz in der Nähe. Und natürlich ist dort auch bald ein Interview fällig.

Übrigens: Am Wegesrand ist uns dann noch etwas aufgefallen: Es gibt offensichtlich eine Pfälzer Wandlung. Da wird aus Milch Wein gemacht. Mit Klick auf die Weinreben geht’s bis zum Beweisfoto.

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