M120, Moganshan re-used re-loaded
27. Juli 2010 von ChrisNeulich brachten wir an dieser Stelle einen Beitrag von Susanne Junker über die Planung für das Projekt M120-Moganshan re-used in Shanghai.
Das Projekt, initiiert von Konstantin Bayer unter der Mitwirkung von stageBack Shanghai, Island6 Artcenter und der Galerie Eigenheim in Weimar, hat inzwischen mit großem Erfolg auf dem Abrissgelände der 120 Moganshan Road stattgefunden. Zahlreiche Besucher, Einwohner, einheimische und zugereiste Künstler kamen zusammen, um gemeinsam auf das rasante Verschwinden traditioneller Stadtviertel sowie die zunehmende Gentrifizierung und damit einhergehende architektonische Vereinheitlichung aufmerksam zu machen.
Natürlich wurde zu diesem Anlass reichlich Kunst geboten. In die abgerissenen Bauten integriert, zeigte sie auf direkte Weise, dass Ideen und künsterische Arbeiten sehr wohl auch ohne White Cube und VIP-Lounge wirken. Viele Künstler aus verschiedenen Disziplinen und Gegenden waren dabei, u.a. Gordon Chandler, Laurent Friquet, Konstantin Bayer, Liu Dao, Hiroshi Takeda, Thomas Rusch und natürlich unsere Interviewpartner Susanne Junker und Thomas Palme.
Besonders freut uns, dass das Projekt mitten in Shanghai und trotzdem ungestört stattfinden konnte. Denn gerade angesichts der parallel laufenden EXPO ist die Stadt zur Zeit besonders bestrebt, den perfekten Eindruck zu machen. Kritische Töne werden daher herkömmlicher Weise vehement unterbunden.
Susanne Junker brachte daher das Ausbleiben eines Verbot der Veanstaltung auf den Punkt: »Miracles do happen.«







stefan sander (weingut sander)
dr. george berbari (hirnforscher und psychiater)
thomas fuhlrott (gründer von zait)
emmanuel walderdorff
(emmanuel walderdorff galerie)
oliver matter (inhaber der matter-luginbühl ag)
peter kowalsky (mitbegründer von bionade)
robert schrem (gründer von fluegel.tv)
prof. dr. harald welzer (soziologe und sozialpsychologe)
yung chin, nyc (bogenbauer)
tja, so ist das. für ein bisschen spekulationsland und kohle wird die kultur draufgehen. und das ist letztendlich dämlich für uns alle. mal sehen, wer das mal so langsam kapiert. an vielen vermeintlich kleinen handlungstrukturen, sprich wie leute miteinander umgehen, sieht man doch, wo es gerade hin geht. traurig. aber nicht hoffnungslos. also. stemmt mehr solcher aktionen.