Interview mit Ralph Marquass
18. August 2009 von Chris
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»Es wird mehr Räume geben, in denen es keine Rolle spielt, welcher
Profession man nachgeht«
Ralph Marquass interessierte sich schon früh für politische Themen, entdeckte die Kunst für sich und beschloss bereits in der Schule, dass die herrschenden bürgerlichen Lebens- und Karriereentwürfe nicht zu ihm passen. Schon früh engagierte er sich in zahlreichen Projekten, um Kunst aus den Ateliers in den öffentlichen Raum zu bringen.
Vor zwei Jahren erfüllten er und sein Partner Jörg Elsche sich einen langgehegten Traum: Sie eröffneten den FENZ Kunstraum, in dem sie selbst sowohl mit und umgeben von Kunst leben als auch insbesondere junge Kunst präsentieren. Viele Künstler erhalten dadurch seitdem eine Plattform, die ihnen ermöglicht, ihre Ideen und Arbeiten (erstmals) der Öffentlichkeit zu zeigen.
FENZ versteht sich, auch in Abgrenzung zu Galerien, als Plattform wider gängige Kunstrezeptionen. Ralph Marquass und Jörg Elsche haben eine Plattform für Kunst geschaffen, die sie permanent weiterentwickeln und ausbauen. Gemeinsamer Nenner aller Veranstaltungen ist es, Menschen mit Kunst zusammenzubringen und aktive Auseinandersetzungen zu provozieren. Nur wenn Scheuklappen fallen, entstehen bekanntlich neue Blickwinkel und Ideen.
Dementsprechend stehen Austausch und Zusammenarbeit stets im Vordergrund. FENZ steht damit als Beispiel für gerade in den letzten Jahren entstandene Räume, in denen möglichst viele Menschen ihre Faszination (mit)teilen können.
»Jeder leistet einen Beitrag zum großen Ganzen. Wichtig ist dann nicht mehr, was ich ursprünglich mal gelernt habe oder welcher Profession ich nachgehe. Wichtig ist, was man tut.«
peter kowalsky (geschäftsführer und mitbegründer von bionade)
oliver matter (inhaber der matter-luginbühl ag)
susanne junker (künstlerin, stageBack shanghai)
dr. george berbari (psychiater und hirnforschung)
manuel odendahl (ruin&wesen)
joah kraus (modedesigner)