Inspiration Lounge_going public #2: Köpfe statt Knöpfe

02. Oktober 2014 von Kerstin

rené tinner(rené tinner)

Wer passt perfekt als Interviewpartner, wenn Old School | New School das Thema ist, haben wir uns gefragt. Sofort fiel uns ein Name ein: Wir freuen uns, dass der Musikproduzent und Sound-Engineer René Tinner bei unserer Inspiration Lounge_going public #2 am 10. Oktober im Live-Interview aus seinem Erfahrungsschatz berichten wird.

René Tinner hat als Sound-Engineer und Musikproduzent mit zahlreichen Künstlern zusammengearbeitet, darunter Lou Reed, Holger Czukay, Helen Schneider, Whirlpool Productions, Trio, die Sterne, die Krupps, Joachim Witt, Marius Müller-Westernhagen, Julian Dawson, Ry Cooder, Wim Wenders und natürlich: CAN.

Geboren und aufgewachsen in St. Gallen, führte René Tinners Weg in den 70er Jahren nach Köln. Dort lernte er die Musiker von CAN kennen, arbeitete sich in der Zusammenarbeit mit ihnen immer mehr in Sound-Engineering und Produktion ein und übernahm ab 1978 komplett die Funktion des Toningenieurs der Kölner Elektronik-Band. Ab 1978 bis 2007, auch nach der Auflösung von CAN, leitete er das CAN Studio, das heute, nach wie vor komplett funktionstüchtig, in das deutsche rock’n popmuseum integriert ist.

kerstin döweler(kerstin döweler)

René Tinner experimentiert mit Sound, immer mit dem Anspruch, etwas Neues, Besonderes zu schaffen, ob mit analogen oder digitalen Mitteln. »Wir hatten in den 70er Jahren natürlich noch nicht alle diese unzähligen digitalen Möglichkeiten und mussten Vieles erst »zusammenbauen«, d.h. oft improvisieren, um den Sound produzieren zu können, den wir erzeugen wollten. Ich sage deshalb gerne: wir hatten nicht so viele Knöpfe, wir brauchten für alles insbesondere unsere Köpfe. Das macht Dich mit der Zeit zwangsläufig zum Spezialisten, der auf dem eigenen Weg und in Zusammenarbeit mit anderen immer wieder Neues ausprobiert und schafft.«

rené tinner2(digital versus analog)

Im Inspiration Lounge Live-Interview wird René Tinner, der heute neben der Musikproduktion auch an Musikhochschulen unterrichtet, über Ideen, Sound-Engineering, Musik und Pioniergeist in analoger und digitaler Zeit berichten. Was hat sich verändert, vor allem auch an menschlichen Verhaltensweisen? Was ist erstaunlich gleich geblieben? Und: natürlich haben wir weitere Fragen, um René Tinner einige seiner reichhaltigen Erlebnisse zu entlocken. »Wie versetzte man beispielsweise schon vor Jahren den amerikanischen Zoll in Aufruhr? Warum waren die CAN-Produktionen immer morgens um 10 Uhr fertig, und warum spielte Lou Reed eigentlich für Tiere?«

René Tinner im Live-Interview bei der Inspiration Lounge_going public

 

Inspiration Lounge_going public #2
Freitag, 10. Oktober 2014  ||  ab 19.00 Uhr  ||  stilbude, Bonner Str. 69, Köln

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