Inspiration Lounge Interview mit Fritz und Peter May

01. November 2010 von Chris

(interview: scroll down) »Wer ist denn Winnetou?«

Der Name Karl May steht schon lange für besondere Geschichten und ausgeprägte Charaktere. Das gilt nicht nur für den allseits bekannten Schriftsteller aus Radebeul:

Das Weingut Karl May blickt ebenfalls zurück auf eine lange Tradition, in der jeder einzelne Verantwortliche seinen besonderen Fingerabdruck hinterlassen hat. Das Weingut liegt in Osthofen im südlichen Rheinhessen – genauer gesagt, mitten im Wonnegau. Mit Fritz und Peter May übernimmt inzwischen die 7. Generation das Gut.

Obwohl beide von klein auf hautnah das Wein machen miterlebten, entschieden sie sich erst nach der Schule dafür, Weinbau in Geisenheim zu studieren. Umso mehr sind sie heute Winzer aus Überzeugung und Leidenschaft. Seit 2007 werden die Weinberge von ihnen nach ökologischen Richtlinien bewirtschaftet. Der konsequente Verzicht auf Herbizide und chemisch-synthetische Mittel hält Flora und Fauna so gut im Einklang, dass mittlerweile auch mehr und mehr junge Rehe in den Weinbergen anzutreffen sind.

Wenn es 65.000 Rebstöcke zu pflegen gilt, fällt viel Arbeit an. Diese wird bei Fritz und Peter May fair aufgeteilt: »Jeder von uns muss mal schwere, nervige Sachen machen und bekommt dafür auch mal ein Sahnestück.«

Bei soviel brüderlicher Kooperation in Kombination mit dem Namen Karl May und einem besonderen Know-how für hochwertige Rotweine lag es nah, mit einer außergewöhnlichen Idee aufzuwarten: dem neuen Rotweinlabel Blutsbruder, das über den Weinhandel vertrieben wird. Die größte Blutsbruder-Flasche fasst stattliche 12 Liter, ist handabgefüllt und erlaubt völlig neue Assoziationen zu der bekannten Einladung »Lass uns doch mal abends auf eine Flasche Wein treffen.«

Steht das Weingut Karl May schon seit vielen Jahren für hochwertige Weine, arbeiten Fritz und Peter May, seit drei Jahren Mitglieder bei Message in a Bottle, auch heute daran, jedes Jahr wieder ausgezeichnete Qualität in die Flasche zu packen und den Ruf Rheinhessens als Weinregion weiter nach vorne zu bringen. Die Ergebnisse können sich sehen lassen. Aus dem Jahrgang 2009 erreichten allein neun Weine des Weinguts die Auszeichnung mit Gold, fünf wurden mit Silber prämiert. Das brachte darüber hinaus zum wiederholten Mal den Staatsehrenpreis als eines der zehn erfolgreichsten rheinhessischen Weingüter.

Und nicht nur Wein wird im Weingut Karl May mit außergewöhnlichen Ideen und Qualität an- und ausgebaut. Direkt neben dem über 300 Jahre alten Fachwerkhaus entsteht derzeit eine schon aufgrund der architektonischen Kombination sehenswerte Vinothek. Alles in allem viele Gründe, den Liebenauer Hof in Osthofen auf der nächsten Rheinhessentour zu besuchen, um die Brüder und ihre Weine persönlich kennen zu lernen.

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