Inhalt statt Hülle
03. März 2010 von Kerstin
Demletzt hatten wir an dieser Stelle über das von zahlreichen Kulturschaffenden unterstützte Projekt »Ihr seid Künstler und wir nicht« berichtet, das den nur mit knapper Mehrheit zustande gekommenen Ratsbeschluss über den kompletten und kostspieligen Neubau des Kölner Schauspielhauses als politischen Kultur-dilettantismus kritisiert.
Mit der Forderung, den geplanten Neubau gerade angesichts leerer Stadtkassen und angekündigter Kulturetatkürzungen durch eine kostengünstigere Sanierung zu ersetzen, wurde ein Bürgerbegehren verbunden. In dessen Rahmen wurden inzwischen mehr als 32.000 Unterschriften für den Erhalt und die Sanierung des Schauspielhauses gesammelt – deutlich mehr als gesetzlich notwendig, so dass nun der Kölner Rat schon am 23.03.2010 über das Begehren zu entscheiden hat.
Die Unterschriftensammlung geht bis dahin weiter, um dem Engagement für eine intelligente Sanierungslösung und der Forderung nach mehr Mitverantwortung in kulturpolitischen Entscheidungen deutlich Nachdruck zu verleihen.
Wer sich also beteiligen möchte, weil auch er denkt, dass ein kostspieliger Neubau des Schauspielhauses als schöne Hülle nicht viel bringt, wenn darin aufgrund angekündigter Etatkürzungen die Inhalte immer mehr verloren gehen:
Hier gibt es nähere Informationen über die gesamte Aktion inklusive Unterschriftenliste etc.
dr. george berbari (hirnforscher und psychiater)
thomas fuhlrott (gründer von zait)
stefan sander (weingut sander)
peter kowalsky (mitbegründer von bionade)
oliver matter (inhaber der matter-luginbühl ag)
emmanuel walderdorff
(emmanuel walderdorff galerie)
boris becker (künstler), gabriele paulussen-becker
robert schrem (gründer von fluegel.tv)
prof. dr. harald welzer (soziologe und sozialpsychologe)