Die Weinverkostung_2. Teil

25. Januar 2011 von Kerstin

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Weingut Sander bei der Inspiration Lounge

Gestartet wurde mit einem Rieslingsekt brut – Prestige Cuvée aus dem Weingut Sander. Der Raum hatte sich inzwischen gut gefüllt, die Gäste gruppierten sich in großer Runde um Stefan Sander, der im Mittelpunkt des Interesses stand.

Hatte der Sekt zur Begrüßung bereits die ersten Fragen zum Anbaugebiet Rheinhessen und den Anbaumethoden im Weingut Sander auf den Weg gebracht, warteten danach alle gespannt auf den ersten Weißwein. Der Riesling trocken 2009 überzeugte nicht nur die Runde, er brachte zusätzlichen Gesprächsstoff über ökologischen Weinbau. Anhand eines kurzen Ausflugs in die Familiengeschichte des Weingut Sander stellte Stefan Sander dar, warum schon sein Großvater von der Wichtigkeit biologisch gesunder Böden und Reben so überzeugt war. Klar, dass es dazu jede Menge Fragen gab, zumal in der Probierrunde eine Biologin und eine Gartenbauingenieurin saßen.

Vom Riesling ging es zum Sauvignon blanc 2009, eine Rebsorte, die in Rheinhessen noch nicht allzu lange üblich ist. Das Weingut Sander baut Sauvignon blanc an, seit Stefan Sander im Rahmen seines Arbeitsaufenthalts bei einem Weingut in Südafrika so hervorragenden Sauvignon blanc kennenlernte, dass er einige Reben mit nach Mettenheim brachte. Was für ein Glück, wurde nicht nur allgemein festgestellt. Der Sauvignon blanc hat ganz offensichtlich besondere Fans gewonnen. Und auch die Weinkenner der Runde, die sich noch an manchen Rheinhessenwein der 1970er Jahre zurückerinnern, waren nun überzeugt, dass sich in den letzten Jahrzehnten in Rheinhessen viel an Qualität entwickelt hat.

Als nächstes folgte ein Weißburgunder Mettenheimer Michelsberg, dicht gefolgt von einer kleinen Diskussion über die Verwendung von Weinkorken bzw. den zunehmenden Einsatz von Drehverschlüssen. Kurz bevor sich eine richtiggehende Expertenrunde einstellte, gab es dann den nächsten Weißwein, einen Riesling Mettenheimer Michelsberg, der natürlich zahlreiche Fragen zur genauen Lage, zu Klima und Bodenbeschaffenheit aufbrachte.

Kurze Pause, Brot und Käse verteilt – weiter ging’s zu den Rotweinen. Zunächst wurde der Merlot 2009 probiert, gefolgt von einem Mettenheimer Spätburgunder-S-. Spannend zu beobachten, wie sich die gesamte Probierrunde in drei Gruppierungen aufteilte. Die erste Gruppe diskutierte eingehend, ob der Merlot oder der Spätburgunder noch besser sei, die zweite war einfach begeistert, ausgezichnete deutsche Rotweine kennen zu lernen. Die dritte Gruppe tauschte die inzwischen gefundenen, individuellen Weinfavoriten aus und setzte dies ausgiebig beim anschließenden Buffet fort.

Es war ein toller Abend mit viel Know-how und Spaß. Schön, dass Ihr alle da wart. Vielen Dank nochmals an das Weingut Sander und Stefan Sander, der, ich zitiere aus Mails, die ich seit Samstag erhielt, »sehr guten Wein macht, Gott sei Dank auf Qualität statt Quantität setzt, ein unterhaltsamer Erzähler ist und beeindruckt durch seinen Enthusiasmus für das, was er macht.«

Zum Abschluss und besonders auch für alle, die dieses Mal leider nicht dabei sein konnten:

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