Kategorie: Artikel

Guten Tag

12. Oktober 2009 von Chris

chris_kerstin_le tapirChristian Eisner und Kerstin Döweler berichten darüber, was kreative Menschen zu ihrem Schaffen inspiriert und antreibt.

Die Inspiration Lounge zeigt und vernetzt kreative Positionen, Vorgehensweisen, Projekte und Erfahrungen.

Wir sind fasziniert von der Vielfalt von Menschen, die, jeder auf seine einzigartige Weise, Ideen entwickeln und umsetzen, Dinge bewegen und Projekte machen. Uns ist es wichtig, diese Menschen mehr zu zeigen – gerade in Zeiten, in denen viele Blicke viel zu oft in vermeintlich bessere Zeiten zurückgehen.

Mit der Inspiration Lounge machen wir Kreativität und kreatives Schaffen mit allen Höhen und Tiefen transparent und zum Thema. Die Inspiration Lounge gibt Anregungen, die eigenen Ideen umzusetzen.

Unsere Interviewpartner und Menschen, die wir kennen lernen, fragen wir stets, genau wie uns selbst:

»Und was machst Du?«

Die Twitter-Erfolgsmuster

12. Oktober 2009 von Chris

gastautor: volker bombien, Lektor|Senior Editor, O'ReillyWir freuen uns, Volker Bombien mit seinem ersten Artikel als Gastautor in der Inspiration Lounge zu begrüßen:

Ich beschäftige mich in diesem Beitrag mit der Frage, welche Faktoren dafür ausschlaggebend waren, dass Twitter so erfolgreich wurde.

1. Twitter ging von Beginn (2006) mit einer offenen Schnittstelle an den Start. Diese so genannte API (Application Programming Interface) erlaubt es, alle Tweets aller Twitterer abzufischen und in andere Dienste zu integrieren.

2. Dies führte zu der Ausbildung einer ausgeprägten Kernel-/Plugin-Architektur, DAS Wachstumsmodell von moderenen Open-Source-Projekten wie Linux, Firefox oder Nagios. Die Twitter-Kernanwendung wurde schon bald von einer schier unüberschaubaren Zusatzdienste umrahmt.

3. Dadurch wurde Twitter extrem anwendungsflexibel – ein Dienst für viele unterschiedliche User-Bedürfnisse. War Twitter von seinen Entwicklern anfänglich wirklich gedacht als eine Online-Anwendung, die Freunde untereinander darüber informierte: »What are you doing«, so wurden die Anwendungszwecke durch Zusatzdienste täglich erweitert.

4. Es hört sich paradox an, aber gerade die Abwesenheit eines erfolgversprechenden Business-Modells ermöglichte Twitter erst die Flexibilität, sich zu dem zu entwickeln, was es heute ist.

5. Der Twitter-Account ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten ohne jedes technische Vorwissen selbst erstellt. Die Twitter-Mitgliedschaft verpflichtet zu nichts und kann jederzeit vom User gekündigt werden.

6. Es wird keinerlei (kultur-)technisches Vorwissen benötigt, um zu twittern. Es gibt kein richtiges und kein falsches Twittern und keine Instanz, die festlegt, was korrekt oder was verpönt ist. Vorerfahrungen in anderen Online-Kulturtechniken wie Bloggen o.ä. sind keine notwendigen Qualifikationen fürs Twittern; jeder kann auf den Zug aufspringen.

7. Twitter kann von vielen Geräten aus empfangen und bedient werden: PC, Handy, Smartphone, Netbook. Die Beschränkung auf 140 Zeichen ermöglicht die erträgliche Darstellung auch auf mobilen Geräten. Ein Tweet ist auch schnell von unterwegs geschrieben, ein Foto leicht gemacht und als Link getwittert.

8. Menschen müssen das unübersichtliche Internet nach für sie relevanten Inhalten filtern. Freunde stellen dabei einen sehr effektiven, vertrauenswürdigen Filter dar. Was der Freund (die Institution/die Firma) für interessant hält, ist auch für mich interessant.

9. Twitter kann ohne großen zusätzlichen Zeitaufwand in den beruflichen und privaten Online-Alltag integriert werden. Das asynchrone Kommunikationsmedium Twitter erlaubt jederzeit einen temporären Ausstieg aus dem Lesen des Tweet-Stromes; wenn wieder mehr Zeit vorhanden ist, widmet man sich intensiver um seine Tweets.

10. Bin ich bei Twitter Alltagsjournalist oder Leser solcher Tweets? Bin ich Konsument von Nachrichten – oder Produzent? Empfehle ich dieses Restaurant oder folge ich der Empfehlung eines Twitterers? Kommentiere ich meinen Alltag dokumentaristisch oder erfreue ich mich an den originellen Kommentar-Tweets anderer? Das Verschwimmen der Sender-/Rezipienten-Grenzen macht schwindelig – ein schönes Gefühl.

11. In Twitter wird vieles quantifizierbar: wie viele Followers, wie viele Followings? Wie viele Tweets empfangen, wie viele verschickt? Wie viele Resonanz durch Retweeten? Das vielfältige Quantifizieren erleichtert das Erlernen einer recht frischen, neuen Kulturtechnik: soziale Beziehungen online auf- bzw. ausbauen und pflegen.

(volker bombien)

Anm. der Redaktion:
Punkt 4.
ist mal wieder ein schönes Beispiel dafür, dass es offensichtlich immer wieder Menschen gibt, die es nicht so machen, wie es nach gängigen Business-Ratgebern gemacht werden muss – und die, man höre und staune, trotzdem oder gerade deshalb etwas auf die Beine stellen.

Von Haikus, Bergen und dem Ego

11. Oktober 2009 von Chris

8 haikuThomas Palme schreibt Haikus. Sehr gut und sehr viele. Wir veröffentlichen sie. In regelmäßigen Abständen. Aber nur auf Twitter. Also, reinschauen und dieser absoluten Rarität folgen.

Hier ein kleiner Vorgeschmack auf die Haikus und die Selbst-portraits von Thomas Palme. Parallel auch als Buch in einer streng limitierten Sonderedition bei Darling Publications erhältlich.

New: Tweetlightzone

10. Oktober 2009 von Chris

new: live tweetKurz + bündig. Oben auf das le tapir Pix klicken (1), schon seht Ihr, was so gezwitschert wird. In Echt und Farbe. In der live box (2) laufen aktuell alle tweets durch. Orangene Urls (3): klick, klick – einfach ausprobieren. Drückt das Twitter Logo (4) und sucht Euch.

Wenn Ihr Euch nicht findet, wird’s aber höchste Zeit.

New: Random Video by le tapir

10. Oktober 2009 von Chris

new: random videoDamit Ihr einen noch schnelleren und besseren Einblick über die  Interviews erhaltet, haben wir uns überlegt, dass es ganz cool wäre, wenn Ihr die Filminterviews direkt auf der Oberfläche seht. Bei jedem Seitenwechsel wird ein neues Interview geladen. Dann einfach play-Taste drücken. That’s it.

Und wer hat’s erfunden: Nee, nicht die Schweizer, sondern der Volker Bombien. Thanxxx.

Ach, by the way. Es gibt ein interessantes Twitter-Buch, inklusive Artikel von Volker.