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Greifbar

07. Juli 2011 von Chris

(click the pix 2 behind)

Unsere Nachlese zur Buchpräsentation am 1. Juli im sprungturm fällt anders aus als geplant, und das hat folgende Gründe:
1.) eine reichhaltige Fotoshow über den gelungenen Abend findet ihr beim sprungturm.
2.) Das, was uns an diesem Abend besonders beeindruckt und, passend zum Thema, inspiriert hat, war der in vielen Momenten zu bemerkende Enthusiasmus und das Engagement der Initiatoren und Macher des Abends sowie der Teilnehmer der 20/50-Reihe. So sehr diese Aspekte auch greifbar waren, so schwer fällt es, dieses aus vielen Einzeleindrücken und persönlichen Gesprächen Greifbare in Bilder zu fassen.

Daher also Worte: Gabriele Paulussen-Becker und Boris Becker haben auch diese sprungturm- Veranstaltung zu einem Abend gemacht, der interessante künstlerische Positionen mit einer offenen Atmosphäre und viel Austausch unter Freunden, Bekannten und zunächst nicht Bekannten kombiniert. Sehenswertes sichtbar zu machen und einen solchen Raum zu geben – das mag vielleicht einfach klingen, ist es aber offensichtlich nicht. Denn unter uns – wie viele tun es und bekommen es hin? (Ok, natürlich gibt es auch nur den einen wahren sprungturm-Verpflegungsbus und seine souveräne Crew.)

Als Initiator der 20/50-Reihe hat der Verleger Andy Lim ein weiteres Mal ein Projekt ins Leben gerufen, das zahlreiche Künstler unter einem »Dach« zusammenbringt und den notwendigen Anschub schafft, individuelle Ideen und Werke auch in Buchform sicht- und greifbar zu machen. Bleibt zu sagen, was schon dem Verlegervorwort der 20/50-Reihe zu entnehmen ist: Mögen viele Bücher folgen.

Tatsächlich ist die nächste Edition schon in Arbeit. Der Kunsthistoriker Rafael von Uslar wird der Herausgeber sein. Einblicke, die er uns bei dieser Präsentation vorab gab, machen äußerst neugierig auf eine Edition,  auf Künstler, Ideen, Werke und Begeisterung, die es zu entdecken gilt.

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Jegliche Ähnlichkeiten sind rein zufällig

29. Juni 2011 von Chris

Was ist man, wenn man aus einer außerehelichen Beziehung eines auf Wanderbienen spezialisierten Bio-Honig Imkers (Vater) und dem Mitglied einer legendären Campingplatzbetreiberdynastie (Mutter) stammt? Erstmal sehr aufgeschlossen für das weitere Leben. Claudio Pogo – der Name ist Programm. In Catania (Sizilien) geboren, jetzt gerne in Berlin lebend, war Claudio Pogo schon immer jemand, der sich seinen persönlichen Herausforderungen stellte. Den Gedanken, groß im Showbiz herauszukommen (»ich habe schon immer gerne gesungen«), ging er voller Motivation an. Mehrmals beteiligte er sich an DSDS, kam aber leider über die Vorrunde nicht heraus. So endete diese Karriere im Stillen, bevor sie überhaupt begann. Ohne Schulabschluss, aber mit Mut im Herzen, entschloss sich Pogo die Laufbahn des Künstlers oder Galeristen einzuschlagen. Später, wie das Schicksal so spielt, wenn es gut gestimmt ist, kreuzte sich sein Weg mit dem von Boris Becker. Dieser ermöglichte ihm die Teilnahme einer Gasthörerschaft an der Hochschule für Künste in Bremen. Was dann geschah, ist fast schon legendär.

Wie sein Buch PLAGIATE sein Leben veränderte, warum Plagiate ein wichtiger Teil der Geschichte sind und wie er damit Teil einer außergewöhnlichen Buchedition wurde, kann man am Freitag, 1. Juli ab 18.00 Uhr bei der Eröffnung der Ausstellung 20/50 im sprungturm erfahren.

Sprechen Sie ihn einfach an, falls er den Weg aus Catania oder Berlin zur Ausstellung finden sollte.

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Überzeugend konsequent

24. Juni 2011 von Chris

Seit mehr als zwei Jahren reisen wir durch die Republik und interviewen Menschen, die Engagement, Querdenken und die Konsequenz in der Umsetzung von Ideen und Projekten eint. Mal im Großen, mal im Kleinen.

Auch das Projekt 20/50, bei dem 11 Künstler jeweils ihr eigenes Buch erarbeitet haben, ist ein besonderes Beispiel geballter Motivation, Energie und Konsequenz in der Ideenrealisierung. Angeregt durch den Verleger Andy Lim, sollte jeder Künstler 20 Personen von einer eigenen Buchidee überzeugen und so 20 Sponsoren gewinnen, die sich mit je 50 Euro an den Kosten des konkreten Buchprojekts beteiligen. Ein ausgezeichneter Weg, um sich selbst zu fragen, wie wichtig einem eine Buchidee, ein bestimmtes Thema und last but not least: die eigene Tätigkeit eigentlich ist.

Die ersten 11 Künstler haben inzwischen mit viel Engagement ihre Sponsoren überzeugt. Die im Rahmen des Projekts 20/50 entstandenen und bei Darling Publications erschienenen Ergebnisse werden in einer Ausstellung bzw. Buchpräsentation am 1. Juli 2011 von unseren Kulturpartnern Boris Becker und Gabriele Paulussen-Becker im sprungturm gezeigt.

20/50 im sprungturm, Vernissage und Buchpräsentation: 1. Juli 2011, ab 18.30 Uhr

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Vom Hier und Jetzt

08. Juni 2011 von Chris

Besuch auf dem Land, 2007 Linol | Holz, 72 x 98 cm

Boris Becker und Gabriele Paulussen-Becker präsentieren die Arbeiten der in Greiz geborenen Künstlerin Uta Zaumseil bis 26. Juni 2011 im sprungturm, Köln.

Um mehr über das aufwändige Hochdruckverfahren des Farbolzschnittes zu erfahren, wird hier die Verfahrenstechnik von Uta Zaumseil detailliert erläutert.

Die Farbholzschnitte von Uta Zaumseil

Ausstellungsdauer: 28. Mai – 26. Juni 2011, Sprungturm
Mi – Fr 15.00 – 18.00 Uhr, Sa 12.00 – 15.00 Uhr

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Noam Chomsky in Köln

07. Juni 2011 von Kerstin

Im Rahmen seiner Albertus-Magnus-Professur 2011 wird Noam Chomsky heute Abend in der Universität zu Köln eine öffentliche Vorlesung halten, die auch online übertragen wird.

Noam Chomsky wurde in den 1960er Jahren mit seinen Forschungen und Beiträgen zur Sprachwissenschaft bekannt, insbesondere durch die von ihm vorangetriebene Verbindung von Linguistik, Kognitionswissenschaften und Informatik. Seine bis heute nicht unumstrittenen Arbeiten und Standpunkte lösten wissenschaftliche Diskussionen, wie beispielsweise die Linguistic Wars, aus und beeinflussten zahlreiche andere Fachbereiche – neben der Kognitionswissenschaft und Informatik auch die Neurowissenschaften und die Philosophie.

In den 1960er Jahren begann Noam Chomsky, sich stärker politisch zu artikulieren und zu engagieren. In diesem Rahmen wendete er seine in der Linguistik gewonnenen Erkenntnisse auch in der analytischen Betrachtung politisch eingesetzter Sprache an. Als kritischer Betrachter politischer Systeme ist er weit über den Bereich der Linguistik hinaus bekannt. Auch in seiner Vorlesung heute Abend wird er sich insbesondere politischen Perspektiven widmen. Wer die Standpunkte und Impulse des als »meist zitierten Außenseiters der Welt« Bezeichneten bei dieser seltenen Gelegenheit live erleben möchte:

Noam Chomsky, The Evolving Global Order: Prospects an Opportunities, 7. Juni, 19.30, Uni Köln, Aula im Hauptgebäude am Albertus-Maguns-Platz (Es lohnt sich früher hinzugehen – seine Vorlesung gestern war äußerst gut besucht.)

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