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Inspiration Lounge goes ART COLOGNE presents: Weingut Sander

16. April 2012 von Chris

(Weingut Sander)

Am 19. und 20. April wird das Weingut Sander unsere Inspiration Lounge goes ART COLOGNE mit ausgesuchten Weinen begleiten.

Die Geschichte des Weingut Sander in Mettenheim (Rheinhessen) geht bis in das Jahr 1726 zurück und beinhaltet so manche Pioniertat. Stefan Sander und seine Familie verbinden seit vielen Jahren ihr Bewusstsein für die eigene Weinbaukultur und den eigenen Weg mit guter Beobachtungsgabe und Querdenken.

Bereits der Großvater von Stefan Sander, Ottoheinrich Sander, war vor mehr als 50 Jahren zu der Überzeugung gekommen, dass der bisherige Weg der Weinbergsbewirtschaftung früher oder später in die Sackgasse führen musste. Die Probleme der Monokultur, der Bodenerosion und Humusverarmung sowie der Anfälligkeit der Trauben für Schädlinge begriff er als Herausforderung. Gemäß seiner Überzeugung »Gesunde Reben wachsen nur auf gesunden Böden« wagte er daher etwas Neues und setzte auf naturgemäßen Weinbau, um die negativen Folgen der Monokultur zu reduzieren. Eine Arbeitsweise, die damals oft belächelt wurde.

(Stefan Sander)

Auch heute wird im Weingut Sander zugunsten der Weinqualität ganz bewusst auf hohe Erträge verzichtet. Stefan Sander verwendet höchste Aufmerksamkeit darauf,  jedem Weinjahrgang seine besondere Qualität zu verleihen und dabei den jeweils spezifischen Lagencharakter immer weiter herauszufeilen. Selbstverständlich erfolgt der Ausbau der Weine damals wie heute nach den modernsten Erkenntnissen der Önologie. Es zeugt gleichzeitig von einem Sinn für Tradition, wenn Stefan Sander sich heute in der Verantwortung gegenüber den vorangegangenen und den kommenden Generationen sieht. »Ich habe ungefähr 30 Jahre, um hervorragende Weine zu machen. Das ist nur ein kleiner Stein in unserer Weinbaugeschichte. Und ja, wenn man bedenkt, dass unsere Reben mit zur Familie gehören, kann man wirklich sagen: wir ziehen hier viele Kinder groß.«

Dass Leidenschaft und Qualitätsdenken ein guter Weg sind, lässt sich im Weingut Sander bestens ablesen: zahlreiche nationale und internationale Auszeichnungen sprechen für sich. Wer sich gerne selbst überzeugen will, fährt nach Mettenheim und kostet. Oder er kommt am 19. und 20. April ab 19.00 Uhr zu unserer Inspiration Lounge goes ART Cologne. Stefan Sander hat für uns ausgezeichnete Weine ausgewählt.

Inspiration Lounge goes ART COLOGNE

Weine vom Weingut Sander aus Mettenheim (Rheinhessen) am 19. und 20. April 2012, ab 19.00 Uhr

in der Emmanuel Walderdorff Galerie |  Jülicher Str. 27 |  Köln

(Inspiration Lounge goes ART COLOGNE; 19.4 bis 20.4. 2012)

 

 

 

 

 

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Inspiration Lounge goes ART COLOGNE presents: Thomas Fuhlrott und zait

14. April 2012 von Kerstin

 

(Kerstin Döweler_le tapir | Thomas Fuhlrott_zait)

Am Freitag, 20. April 2012 werden wir im Rahmen der Inspiration Lounge goes ART COLOGNE die Potenziale einer stärkeren Einbringung kreativer Denk- und Vorgehensweisen in die Ökonomie betrachten. Dazu haben wir Thomas Fuhlrott, den Mitbegründer des Unternehmens zait, zu einem Live-Interview eingeladen, weil er sich als Entrepreneur seit langer Zeit ganz konkret mit den kreativen Parallelen von Ökonomie, Entrepreneurship und Kunst befasst.

Als wir Thomas Fuhlrott zum ersten Mal interviewten, lautete seine Antwort auf unsere Frage, was ihn zur Gründung des Unternehmens zait bewegt hatte: »Wir wollen Impulse geben, die oft unhinterfragten Denk- und Vorgehensweisen in der Ökonomie aus neuen Blickwinkeln zu betrachten. Wir wollen Potenziale des Möglichen aufzeigen.« Mit dieser Motivation hat zait eine andere Art Olivenöl zu handeln entwickelt. Anders handeln heißt dabei für Thomas Fuhlrott und seine Geschäftspartnerin Tina Ottmann insbesondere, im Rahmen ihrer Arbeit ökonomische, soziale, ökologische und kulturelle Parametern durch gute Ideen und engagiertes Handeln harmonisch zu verbinden.

(Aus UNTERNEHMUNG)

Ein Schwerpunkt des zait-Konzepts ist der Gedanke der Reduktion. So ermöglicht ein übersichtliches Sortiment von hochwertigen Olivenölen die umfassende Begleitung und transparente Kontrolle der Produkte vom Anbau über Fertigung bis hin zum Versand. In ständiger, enger Zusammenarbeit mit den Produzenten im Mittelmeerraum wird das Naturprodukt Olivenöl in bester Qualität geliefert, statt dem Zeitgeist folgend immer mehr neue, fragwürdige Produkte auf den Markt zu werfen, deren Kosten sich gar nicht durch die Inhaltsstoffe, sondern durch notwendiges Styling und Marketingkosten erklären.

Das Prinzip des Jahresvorrats einzuführen und die dadurch gesparten Kosten für Lagerhaltung als Preisvorteil an die Kunden weiterzugeben, ist genauso ein weiterer Bestandteil des zait-Konzepts wie regelmäßige Kulturveranstaltungen, beispielsweise das Olivenölfest, bei dem jedes Jahr viele  Besucher persönlich mit den Ölproduzenten, mit Künstlern und anderen innovativen Entrepreneuren zusammentreffen.

Bei der Gründung von zait ließen sich Thomas Fuhlrott und seine Geschäftspartnerin Tina Ottmann durch die Ideen des englischen Kunsthistorikers, Schriftstellers und Sozialreformers John Ruskin inspirieren. Dieser lebte im 19. Jahrhundert und betrachtete auf der Basis seines großen kunst- und kulturhistorischen Wissens auch die Ökonomie und Politik seiner Zeit. So erkannte er früh die negativen Auswirkungen der Industrialisierung, die auch heute noch so aktuell wie damals sind – beispielsweise die zunehmende Zerstörung von Natur, aber auch die utilitaristische Ausrichtung einer Wirtschaftspolitik, die allein fördert, was dem Profit dient, während sie viele soziale Aspekte unberücksichtigt lässt.

(Aus UNTERNEHMUNG)

Mit seinem Leitsätzen »Nur Leben ist Reichtum« und »Leben ohne eine Spur von Kunst ist Brutalität« forderte Ruskin schon damals nicht nur, dass alles unternehmerische Handeln sich an seinen Auswirkungen auf das Leben selbst messen lassen müsse und dieses schöner machen, erhalten und erweitern solle. Er zeigt vor allem auch wichtige, aus seiner Sicht notwendige Verbindungen zwischen Kunst und kreativem Schaffen sowie Ökonomie auf. In England inspirierte er mit seinen Ideen die Arts & Crafts Bewegung, eine unternehmerische Bewegung, der viele Künstler und Kunsthandwerker angehörten. Sie einte die Überzeugung, schöne und sinnvolle Dinge in der Umgebung der Menschen – Gebäude, Möbel, Keramik, Stoffe, etc. – unter menschenwürdigen Bedingung hergestellt, könnten in der Gesellschaft strukturelle Veränderungen für die Menschen – für Produzenten und Verbraucher herbeiführen.

Kunst und kreatives Schaffen sowie Ökonomie zusammenzudenken und daraus entstehende Potenziale zu sehen, dafür steht in der jüngeren Vergangenheit auch die Maxime von Joseph Beuys »Kunst gleich Kapital«, die aus dem von ihm entwickelten, erweiterten Kunstbegriff hervorgeht: jeder Mensch ist ein Künstler. Nach Beuys’ Auffassung galt das gerade auch für den im Rahmen der Ökonomie schöpferisch Tätigen.

Doch so spannend die Gedanken in der Theorie klingen, so wenig sieht man in der Gegenwart konkrete Umsetzungen. Passen Kunst und Ökonomie also tatsächlich und über die uns längst bekannten Verbindungen – über Kunstmarkt, Kunstsponsoring und Wertanlage hinaus zusammen? Wie kann es aussehen, wenn wir uns von der Auffassung entfernen, dass  kreative Denk- und Vorgehensweisen der Kunst in der Ökonomie wenig zu suchen haben?  Entrepreneur und Künstler, der Entrepreneur als Künstler – geht das? Anders gesagt: welche Entwicklungen sind möglich, wenn sich Denk- und Vorgehensweisen der Kunst in die Ökonomie erweitern?

(Aus UNTERNEHMUNG)

Direkt im Anschluss folgt die Präsentation von Thomas Fuhlrotts Buch »Unternehmung«, in dem er seine Blickwinkel auf Ökonomie und Kunst, Entrepreneure und Künstler als Anregung weitergibt. »Unternehmung« erscheint bei Lim & Asmuth Publishers und wird von uns im Rahmen unseres Projekts Inspiration Lounge meets Edition 20/50 herausgegeben.

Inspiration Lounge goes ART COLOGNE

Live-Interview mit Thomas Fuhlrott am Freitag, 20. April 2012 um 20.15 Uhr in der

Emmanuel Walderdorff Galerie |  Jülicher Str. 27 |  Köln

(Inspiration Lounge goes ART COLOGNE; 19.4 bis 20.4. 2012)


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Inspiration Lounge goes ART COLOGNE presents: Julius Ordenthaler

13. April 2012 von Kerstin

(Julius Ordenthaler)

Am 19. April 2012 werden wir im Rahmen unserer Inspiration Lounge goes ART COLOGNE das Buch »Skizzen« von Julius Ordenthaler präsentieren.

Der Künstler Julius Ordenthaler wurde 1975 in Wien geboren und zeichnet seit frühester Kindheit, begeistert von Strich und Fläche. Unzufrieden mit den zwanghaften Verhältnissen der Wiener Kunstszene, zog er 1995 nach Basel und später nach Oberseebach im Schwarzwald, um dort in der gezähmten Wildnis seine Bilder neu zu erfinden. Seine Skizzenbücher spiegeln die subtile Rohheit seiner Wahrnehmung.


»Skizzen« erscheint bei Lim & Asmuth Publishers und wird von uns im Rahmen unseres Projekts Inspiration Lounge meets Edition 20/50 herausgegeben. Die Edition 20/50 ist eine Darling II Production.

 

Inspiration Lounge goes ART COLOGNE

Buchpräsentation Julius Ordenthaler, »Skizzen«, am 19. April 2012, ca. 21.00 Uhr

in der Emmanuel Walderdorff Galerie |  Jülicher Str. 27 |  Köln

(Inspiration Lounge goes ART COLOGNE; 19.4 bis 20.4. 2012)

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Inspiration Lounge goes ART COLOGNE presents: Florian Zwissler

12. April 2012 von Kerstin

(Florian Zwissler)

Im Rahmen der von uns initiierten Live-Performance frame-less wird am Donnerstag, 19. April 2012 der Komponist und Musiker Florian Zwißler den akustischen Part übernehmen und mit seinen Klängen auf die philosophischen Comics von Wilhelm Schlote antworten.

Florian Zwißler wurde 1976 in Stuttgart geboren. Er studierte Musikwissenschaften, Linguistik und Philosophie in Tübingen und Köln, danach elektronische Komposition am Institut für Computermusik und Elektronische Medien der Folkwang Hochschule Essen. Neben seiner eigenen kompositorischen Tätigkeit und seinen Auftritten als Solo-Künstler, arbeitet Florian Zwißler seit Jahren in zahlreichen, auch musikalisch unterschiedlichen Kooperationen mit anderen Künstlern. Als Beispiele stehen hier seine Zusammenarbeiten mit dem Pop-Künstler Roman sowie mit dem international bekannten Installations-/Klangkünstler und Musiker Rochus Aust und dessen Ensemble RE_LOAD FUTURA.

Last but not least ist natürlich auch seine Zusammenarbeit mit Axel Lindner unter dem Namen Klirrlicht zu nennen.

(Florian Zwissler spielt)

Seit 2000 arbeitet Florian Zwißler für die jährlich stattfindenen Stockhausen-Kurse für Komposition und Interpretation in Kürten. Seit 2006 ist er außerdem als freier Mitarbeiter für die Stockhausen-Stiftung und für das Institut für Computermusik und Elektronische Medien der Folkwang Hochschule Essen tätig. Seit 2008 ist Florian Zwißler auch Klangregisseur – so beispielsweise bei der integralen Uraufführung von Stockhausens Zyklus KLANG im Rahmen der Kölner MusikTriennale 2010 sowie bei zahlreichen Musiktheaterproduktionen.

Florian Zwißlers Faszination liegt in der Musik und in Klängen, in diversen analogen Synthesizern und ganz speziell darin, sich selbst und den üblichen Hörgewohnheiten immer wieder neue Fragen zu stellen, um diesen dann konsequent nachzugehen. Wer ihn einmal live bei der Arbeit erlebt hat, weiß genau, wovon wir sprechen.

Darüber hinaus hält er es mit Aussagen zum persönlichen Antrieb seines Schaffens recht kurz. »Sagen, was zu sagen ist«, war dann auch seine Antwort auf meine Frage, warum er sich zu seinem Weg und seinen musikalischen Ausdrucksweisen entschlossen hat.

(Klirrlicht_Florian Zwissler, Axel Lindner)

Florian Zwißler wird auch am Freitag, 20. April 2012 im Rahmen der Inspiration Lounge goes ART COLOGNE zu hören und zu sehen sein.

Klirrlicht, die einzigartige Kooperation von Florian Zwißler, Synthie A/divers und Axel Lindner, Violine/divers, präsentiert eine musikalische Intervention.

Inspiration Lounge goes ART COLOGNE

Florian Zwißler in der Live-Performance frame-less mit dem Künstler und Illustrator Wilhelm Schlote am 19. April 2012, 20.15 Uhr in der

Emmanuel Walderdorff Galerie |  Jülicher Str. 27 |  Köln

(Inspiration Lounge goes ART COLOGNE; 19.4 bis 20.4. 2012)

Musikalische Intervention von Klirrlicht am Freitag, 20. April 2012 in der

Emmanuel Walderdorff Galerie |  Jülicher Str. 27 |  Köln

Support Technik/Equipment an beiden Tagen: Rochus Aust

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Inspiration Lounge goes ART COLOGNE presents: Wilhelm Schlote

11. April 2012 von Kerstin

(Wilhelm Schlote mit Bert Brecht)

Für den ersten Tag unserer Inspiration Lounge goes ART COLOGNE am Donnerstag, 19. April 2012 haben wir das getan, was uns im Rahmen der Inspiration Lounge schon immer sehr viel Spaß macht: konkrete, kreative Zusammenarbeit initiieren und neue Ideen auf den Weg bringen.

In diesem Fall bringen wir im Rahmen der Live-Performance frame-less zwei Künstler zusammen, deren Arbeit und Blickwinkel uns ans Herz gewachsen sind. Der erste hier vorgestellte von beiden,

Wilhelm Schlote, wurde 1946 in Lüdenscheid geboren und wuchs in Essen auf. Sein erster Kunstlehrer war Heinz Mack (Mitglied der Künstlergruppe ZERO), der bereits früh das zeichnerische Talent von Wilhelm Schlote erkannte. Philosophisch prägend war bis zum Abitur sein Mentor und Freund Prof. Albert Schulze-Vellinghausen, der als Literaturkritiker bei der FAZ der Vorgänger von Marcel Reich-Ranicki war. Nach dem Abitur studiert Wilhelm Schlote bis 1968 Philosophie in Bonn und anschließend bis 1972 Kunst an der Kunsthochschule Kassel.

1968 publizierte er sein erstes von insgesamt 35 Kinderbüchern. Ab 1976 veröffentlichte er Cartoon-Postkarten – die sogenannten »Schlote-Karten«, die weltweit vertrieben und geschätzt wurden – und erhielt im selben Jahr den Deutschen Jugendbuchpreis. Seit 1980 erstellte Wilhelm Schlote eine Vielzahl von Plakaten, Postern und Auftragsarbeiten. 1991 erhält er die Auszeichnung der Académie Calvet; den Preis überreichten Catherine Deneuve und Claude Chabrol. Wilhelm Schlotes Cartoons und Zeichnungen erscheinen unter anderem in Zeitschriften wie DIE ZEIT, Die Welt, FAZ am Sonntag, The New Yorker, Le Monde und Le Figaro. Er selbst bezeichnet seinen Zeichenstil als „Krikelkrakel“ und verleugnet nie sein Hauptmotiv, das Strichmännchen. Das Besondere an Wilhelm Schlotes Arbeiten ist die gelungene Mischung aus Poesie, Philosophie, Farben und Buntstiftstrichen.

(Paris)

Wilhelm Schlote im Inspiration Lounge Interview: »Ich habe schon sehr früh mit dem Zeichnen begonnen. In der Quinta (6. Klasse) bekamen wir Heinz Mack als Kunstlehrer. Er ließ uns keine Bilder malen, wie man das sonst von Kunstlehrern kennt, sondern Muster zeichnen, und mit diesem Griff zu den Buntstiften war meine Leidenschaft endgültig geweckt. Meine besondere Faszination gilt auch heute noch den Kinderzeichnungen, weil sie so ungemein gerade heraus sind – unverstellt durch Gedanken sind wie: »das geht doch nicht«. Kinder denken noch nicht, dass alles logisch und stimmig sein muss. Wir Erwachsene wollen alles perfekt. Dabei ist das Perfekte tot. Leben, Bewegung und Entwicklung liegen im Unperfekten, im Spontanen. Hier schließt sich in meiner Arbeit auch der Kreis zu den Strickmännchen und dem Krikelkrakel.

(Wilhelm Schlote – Plakat)

Mit Cartoons bin ich schon als kleiner Junge in Berührung gekommen, denn wir mochten alle die damals weit verbreiteten Comic Strips. Ich bin mit den Classics Illustrated groß geworden, einer Buchreihe, in der die großen Literaturklassiker als Comics dargestellt wurden. Dadurch haben wir schon als Kinder Romane wie beispielsweise Robinson Crusoe, Moby Dick, Don Quixote oder Les Miserables kennen gelernt.

(Buchcover)

Die Form und ganz eigene Ausdrucksweise von Comics/Cartoons, die Kästen und Sprechblasen haben mich immer fasziniert. Diese Reduktion auf das Wesentliche. Bei meinen philosophischen Comics, die ich im Rahmen der Live-Performance zeichnen werde, geht es mir darum, nicht nur die spezielle Ausdrucksweise von Cartoons zu verwenden, sondern vor allem stringente Erzählmuster aufzubrechen. Ich finde, es gibt gerade heute zu viele Geschichten, deren Anfang und Ende man ganz genau kennt, bei denen ein Bild stets logisch auf das andere folgt. Vielleicht wünschen wir Menschen uns das genau so, auch für unsere Realität, unser eigenes Leben. Die Erfahrung zeigt aber: es ist nicht so. Deshalb erzählen meine Comics keine eindeutige, stringente Geschichte. Es gibt vielmehr einzelne, lose Zusammenhänge zwischen den Comickästen, aus denen die Betrachter für sich selbst eine Bedeutung machen können. Verbunden mit meinen philosophischen Comics ist sicher der Gedanke, wie spannend es wäre, wenn wir auch aus den eigenen, fest umrissenen Denk- und Handlungsweisen, aus unseren eigenen »Kästen« mehr aussteigen könnten, um neue Zusammenhänge zu finden.«

(Wilhelm Schlote, Florian Zwissler)

Als Wilhelm Schlote uns bereits zugesagt hatte, für die Inspiration Lounge goes ART COLOGNE live zu zeichnen, zeigten wir ihm einen Filmausschnitt von einem Konzert des Komponisten und Musikers Florian Zwissler. Aus Wilhelm Schlotes spontaner Äußerung »ich bin fasziniert, dass heute Leute in diesem Alter diese Musik machen« entstand unsere Idee, die beiden für eine visuell-akustische Live-Performance zusammenzubringen.

Wilhelm Schlote in der visuell-akustischen Live-Performance frame-less mit dem Komponisten und Musiker Florian Zwissler am 19. April 2012, 20.15 Uhr in der

Emmanuel Walderdorff Galerie |  Jülicher Str. 27 |  Köln

(Inspiration Lounge goes ART COLOGNE; 19.4 bis 20.4. 2012)

Anschließend folgt ein kurzes Live-Interview mit beiden Künstlern.

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