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Vergiss Adlon

25. September 2013 von Chris

berlin(1hourrestaurant_Berlin)

Manhattan, Wien, Berlin – der aus der Steiermark stammende Künstler und Koch René Stessl hat die von ihm kreierten 3-Gänge Menüs schon an zahlreichen, namhaften Plätzen in der Welt serviert. Im Rahmen seines Kunstprojekts 1hourrestaurant bereitet er die Speisen, stets österreichisch inspirierte Spezialitäten wie zartes Rindsgulasch mit Nockerln, Wiener Schnitzel oder Palatschinken, zunächst am eigenen Herd oder in einer Küche in der Nähe vor. Mit einem Handwagen, darauf ein Tisch, Stühle, Warmhalteboxen und Geschirr, zieht er dann los, um sein 1hourrestaurant dort aufzubauen, wo man ein exquisites 3-Gänge Menü sicher nicht erwartet, z.B. direkt am Times Square oder auf dem Pariser Platz, das Hotel Adlon in Sichtweite. Noch weniger erwartet man natürlich, dass seine Gäste Passanten sind, die er anspricht und zum 3-Gänge Menü einlädt.

Die Passanten selbst, auf ihrem Weg von A nach B, sind zunächst ebenfalls äußerst erstaunt über das Angebot eines geschenkten Menüs. Wer sich allerdings darauf einlässt, erlebt inmitten der eigenen Routinen eine ungeplante, leckere Unterbrechung, die Gaumen und Geist erfreut. Und was erfreut René Stessl an seinem erfolgreichen Kunstprojekt? »Das Beste daran ist für mich, wenn ich sehe, wie meine Gäste im 1hourrestaurant von anfänglicher Skepsis zu großer Freude wechseln, weil ihnen mein Menü richtig gut schmeckt und sie das alles so unerwartet erleben können«, schildert er.

Was bewegt einen, eine solche Idee wie das 1hourrestaurant in die Tat umzusetzen? War es zu Anfang der Gedanke von René Stessl, seine Skills und Leidenschaften in einem Projekt zu vereinen, um sich während seines Aufenthalts in New York bekannt zu machen und Leute kennen zu lernen, rückte sehr schnell etwas anderes in den Mittelpunkt: die Tatsache, selbst zu erleben, dass man seinen Mitmenschen mit einer schönen Idee, dem eigenen Können und ohne übergroßen Aufwand etwas Gutes tun kann, das ihr Leben für einen Moment aus dem Alltag entführt und positiv beeinflusst. Vielleicht hat er so manchen Gast des 1hourrestaurants bereits inspiriert, seinem Beispiel zu folgen.

interview(René Stessl und Kerstin Döweler beim Interview)

Für René Stessl selbst ist das 1hourrestaurant inzwischen längst zu einem Erfahrungsschatz geworden, der ihn tief in die heutigen menschlichen Verhaltensweisen und gesellschaftlichen Strukturen rund um so grundlegende Themen wie Geben und (An-)nehmen sowie Vertrauen und Mißtrauen führte. »Es hat mich dazu bewegt«, so Stessl, auch über meine eigenen Einstellungen nachzudenken und mich für einen klaren Bewusstseinswandel zu entscheiden.«

Mehr wird hier natürlich nicht verraten. René Stessl wird im Rahmen seines Live-Interviews bei den Inspiration Lounge TALKS am 29. November 2013 Näheres erzählen. Wir freuen uns schon darauf.

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Erfrischend anders.

20. September 2013 von Kerstin

treffen(Die Gründer_ Philipp Pongratz, Antonius Werhahn-Mees)

Bis vor kurzem, Ihr erinnert Euch, hatten wir wirklich schönes Sommerwetter, und an einem der besonders heißen Tage saßen wir im Café Petit Noir, da fiel mein Blick auf ein Schild mit der Aufschrift: Leck mich! Eis mit Stil, handgemachtes Eis aus natürlichen Zutaten, made in Beverly Sülz. Ich war neugierig und bestellte ein Eis, Himbeer-Joghurt. Was für ein Unterschied zu allem Eis am Stiel, das ich bisher gegessen habe: frische Früchte, zu lecker Gefrorenem verarbeitet statt künstliche Aromen inmitten irgendeiner Trägermasse.

produktion(bei der Produktion)

Kein Wunder also, dass Leck mich! Eis mit Stil seit Monaten in Köln so richtig durchstartet. Logisch ebenfalls, dass wir den angehenden Betriebswirt Antonius Werhahn-Mees und den Kommunikationsdesigner Philipp Pongratz, die Köpfe und Macher von Leck mich! Eis mit Stil kennen lernten, um mehr über ihre Idee und ihre Motivation zu erfahren.

leckmich! eis mit stil1(Sommer, Sonne …)

Wir trafen auf zwei Querdenker, denen das Bewusstsein für gute Lebensmittel genauso wichtig ist wie die Leidenschaft, daraus Besonderes zu erzeugen und dabei mit Liebe zum Detail stets neue Kreationen zu finden. Die erste Idee, die Eisbranche zu (r)evolutionieren, kam ihnen natürlich an einem sonnigen Tag. Wann sonst liegt es näher, sich ein leckeres Eis zu wünschen, um dann festzustellen, dass es das Eis, was man sich gerade wünscht, noch gar nicht gibt. Also beginnt man, die eigene Idee in die Tat umzusetzen.

verarbeitung(Entwicklung neuer Kreationen)

Doch nicht nur das. Antonius Werhahn-Mees und Philipp Pongratz sind junge Unternehmer, die die heute üblichen Karriere- und Arbeitsstrukturen seit geraumer Zeit kennen und beschlossen haben, mit ihren Mitteln so manche vermeintlich ewig währende Denk- und Handlungsmaxime aufzubrechen – ganz praktisch statt theoretisierend. Das ist nicht nur erfrischend wie Leck mich! Eis mit Stil selbst. Es gibt auch den Blick darauf frei, wie oft viele von uns, gerade auch diejenigen mit mehr Lebens- und Arbeitserfahrung, in gewohnten Vorstellungen gefangen sind. Zeit also, die Dinge mit Lust und Laune anders zu machen.

eis(Prachtexemplare)

Wir sind gespannt auf das Live-Interview mit Antonius Werhahn-Mees und Philipp Pongratz von Leck mich! Eis mit Stil bei den Inspiration Lounge TALKS 2013/II am 29. November 2013.

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Die Preview startet

18. September 2013 von Kerstin

talks

Alle, die interessante Vorausdenker und –macher, zukunftsweisende Ideen und außergewöhnliche Blickwinkel und Anregungen rund um das Thema »Wie wollen wir heute und künftig leben und arbeiten?_ Wege des Wandels« schätzen und kennen lernen wollen, merken sich ab heute den 29.11.2013 schon mal vor. Denn an diesem letzten Freitag im November finden die nächsten Inspiration Lounge TALKS in der Art68 in Köln statt.

Selbstverständlich haben wir auch für diese Ausgabe der TALKS wieder besondere Interviewpartner ausgewählt, u.a. den Unternehmer und Bionade-Mitbegründer Peter Kowalsky, den Fotograf und Künstler Boris Becker und den Roman- und Drehbuchautor Christoph Gottwald, den Fine Art Trade Guild Commended Framer Bojan Radojkovic von NaturRahmen, den österreichischen Künstler René Stessl und die Kölner Newcomer Antonius Werhahn-Mees und Philipp Pongratz von Leck mich! Eis mit Stil. Die Künstlerin Eva Ohlow wird darüber hinaus für diese Inspiration Lounge TALKS eigens ein Werk erstellen.

Erstmals werden bei den TALKS am 29.11.2013 auch die Freunde der Inspiration Lounge im Rahmen eines speziellen, von uns entwickelten Freunde-Projekts Inspirationen an die Besucher geben. Mehr dazu demnächst.

Hier gibt es in den kommenden Wochen immer wieder Einblicke in die Vorbereitungen zu den Inspiration Lounge TALKS 2013/II sowie natürlich Informationen zu allen Teilnehmern und ihren unterschiedlichen Themen.

Wir freuen uns auf den 29. November 2013. Kommt vorbei – es gibt jede Menge zu entdecken.

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Sein und Werden_Teil 3

09. September 2013 von Kerstin

difference

Kurz vor Start der Preview zu den nächsten Inspiration Lounge TALKS, hier die Antwort auf die dritte Frage, die uns immer wieder gestellt wird: Wie sucht Ihr eigentlich die Leute aus, die Ihr im Rahmen der Inspiration Lounge und der TALKS interviewt und in den Mittelpunkt bringt?

Das ist einfach erklärt, nämlich danach, ob sie aus unserer Sicht tatsächlich Vorausdenker und -macher sind, die besondere, zukunftsweisende Ideen umsetzen und Wege gehen, von denen sie Inspirierendes mitteilen können. Inspirierend kann dabei natürlich nur sein, was nicht lediglich das allgemeine Grundrauschen verstärkt.

Der englische Anthropologe, Kybernetiker und Philosoph Gregory Bateson definierte den Begriff Information einst mit: a difference which makes a difference. Genau um diese Informationen geht es in der Inspiration Lounge und bei den TALKS. Um Denkrichtungen, um erlebte Geschichten und Erkenntnisse abseits des Üblichen, die gerade weil sie anders, erstaunend oder gar irritierend sind, unser Bewusstsein aus dem bequemen Gewohnheitskonsens heraus zu neuen Möglichkeiten führen. Die dabei helfen, einen Blick darauf zu werfen oder sogar zu spüren, wie »es eben auch sein kann und wie es wirklich sein sollte« statt sich immer mit dem zu begnügen, was vom Zeitgeist als »einzig Wahres« bezeichnet wird.

Zu einem Vorausdenker und –macher gehört aus unserer Sicht ebenfalls, nicht nur von etwas zu sprechen, sondern die eigenen Ideen und Gelerntes auch anzuwenden. Es gibt heute unzählige Menschen, die bekannt werden, nur weil sie zu irgendeinem Thema die x-te »Expertenmeinung« hinzufügen. Für die Inspiration Lounge TALKS reicht das nicht, denn Inspiration entsprang schon immer vor allem aus aktiven, lebendigen Beispielen und mit(geteilter) Erfahrung – weniger aus reiner Theorie.

Damit ist logisch, was wir mit Vorausdenker und –macher auch meinen: Menschen, die bereit sind, auf Wegen voranzugehen, obwohl es auch mit Risiken verbunden ist. Personen mit einer Vorstellungskraft, die sich viele andere schon von vorneherein mit »das geht nicht, kenn ich nicht oder ist mir zu unsicher und zu anstrengend« verbieten. Wandel und selbst kleinere Veränderungen brauchen Ideen und Umsetzung, Loslegen und Ausprobieren, Schritte ins Neuland statt nur noch mehr Verwaltung auf altbekannten Wegen.

Wer den Unterschied live erleben will, kommt zu den nächsten Inspiration Lounge TALKS. Sie finden am 29.11.2013 in der Art68 in Köln statt.

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Sein und Werden_Teil 2

27. August 2013 von Kerstin

gemeinschaft

Schon bald starten wir hier unsere Preview zu den nächsten Inspiration Lounge TALKS, die am 29. November 2013 in der Art68 in Köln stattfinden werden.

Die Zeit bis dahin nutzen wir, um zu drei oft gehörten Fragen Stellung zu nehmen. Heute Nummer eins und zwei: »Warum ist Euch so wichtig, Ideen und Vorgehensweisen ins Blickfeld zu bringen, die zukunftsweisend und jenseits des Gewohnten zu finden sind? Warum baut Ihr im Rahmen der Inspiration Lounge und der TALKS an einer Gemeinschaft von Vorausdenkern, Machern und Interessierten?

Es gibt einfach einige Dinge, die wir nicht akzeptieren, und dazu gehört ganz vorneweg die in letzter Zeit von vielen einflussreichen Menschen immer wieder verbreitete »Alternativlosigkeit« heute herkömmlicher Sicht- und Vorgehensweisen. Sachzwänge à la »das macht man so, das kennt man so« sind eben oft nur ein Ausdruck von Ideenlosigkeit. Und auch der gerne damit einhergehenden Zukunftsverdossenheit muss aus unserer Sicht endlich Positives, Evolutionäres und Inspirierendes entgegengesetzt werden.

Warum fällt es vielen von uns überhaupt so schwer, veränderte Situationen und damit verbundene, neue Herausforderungen bewusst wahrzunehmen und entsprechend zu agieren? Warum sagte schon Dostojewski »Neue Schritte zu gehen – das ist, was Menschen am meisten Angst macht.«? Ich denke, es hat sehr damit zu tun, dass die Geschwindigkeit von Veränderungen um uns herum zugenommen hat. Anders gesagt: unser Bewusstsein ist oft zu langsam, um auf alle Änderungen und damit verbundenen Informationen angemessen zu antworten. Also stülpen wir neuen Situationen weiter das alte Denken und Handeln auf und wundern uns, warum sich zunehmend das Gefühl breit macht, dass irgendetwas nicht stimmt.

Veränderte Situationen, ob im eigenen Umfeld oder weit darüber hinaus, in das eigene Bewusstsein zu bringen und für sich daraufhin ein neues »inneres Modell« der Realität zu erzeugen, verlangt außerdem viel von uns. Es bedeutet, alte Sicht- und Denkweisen, jahrelange Überzeugungen zu verlassen, um Neues, Unbekanntes zu entdecken. Es heißt damit auch, ein Stück eigene Identität aufzugeben, die uns bis dahin Sicherheit vermittelte. Und obwohl diese Sicherheit letztlich immer nur eine Vermeintliche sein kann, wir hängen an ihr. Das hält uns an Gewohnheiten, auch wider das bessere Wissen, dass alles in Bewegung ist und wir besser dran sind, wenn wir mitbewegen, statt uns dagegen zu stemmen.

Ja, wir machen mit der Inspiration Lounge und den TALKS Ideen und Wege jenseits des Gewohnten bekannter. Jede und jeder von ihnen regt nämlich zu einem ganz bewussten Blick auf ein bestimmtes Thema an und zeigt dabei auf, dass man die Dinge immer auch anders sehen und tun kann. Wir wollen damit Lust darauf machen, offen zu sein für zukunftsweisende Alternativen, die zu gegebenen Veränderungen und zu heutigem Wissen und Erkenntnissen über Mensch und Welt passen.

Wir bauen an einer wachsenden Gemeinschaft von Vorausdenkern und –machern sowie Interessierten, weil wir überzeugt davon sind, dass es in Gesellschaft zahlreicher motivierter, entwickelnder Menschen einfach mehr Freude macht und inspiriert, den Schritt ins Ungewohnte zu wagen, Neuland zu entdecken und auch selbst neue Wege und Dinge auszuprobieren. Man kann sich austauschen, Verbindungen knüpfen, Erfahrungen teilen und vor allem: die Welt der »Alternativlosigkeit« getrost dort lassen, wo sie hingehört.

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