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Loslassen – Loslegen

10. Oktober 2013 von Chris

Bionade Peter Kowalsky(Peter Kowalsky)

Wir freuen uns, den Unternehmer Peter Kowalsky, Mitentwickler und Mitbegründer von Bionade, bei unseren Inspiration Lounge TALKS am 29. November 2013 mit dabei zu haben.

Das alkoholfreie Erfrischungsgetränk Bionade entwickelte sich zu Beginn des neuen Jahrtausends vom unbekannten Newcomer aus der Rhön zu einer internationalen Erfolgsgeschichte. Peter Kowalsky ist einer der Mitentwickler des Getränks und war seit 1997 als geschäftsführender Gesellschafter der Firma Bionade International GmbH verantwortlich für Forschung, Marketing und Vertrieb. Im Jahr 2012 verkauften er sowie die anderen Mitglieder der Familie Kowalsky ihre Anteile an Bionade. Seit diesem Zeitpunkt stellt Peter Kowalsky sein Know-how im Rahmen der Initiative Sustainable Business Angels jungen Unternehmern zur Verfügung und arbeitet inzwischen ebenfalls an neuen, eigenen Projekten.

Wer, wie Peter Kowalsky, über 20 Jahre für die Entwicklung, den Aufbau und Erfolg eines Produkts und einer Marke gearbeitet hat, der weiß, was es heißt, eine Idee umzusetzen und dafür steinige Wege zu gehen. Da ist die Startphase, in der niemand außer einem selbst daran glaubt, dass es gelingen kann. Dann das Zweifeln, weil der Zeitgeist der 1990er Jahre nach allem möglichen verlangt, nur nicht nach einer Öko-Brause. Kaum im neuen Jahrtausend, vermeintlich über Nacht, der große Erfolg mit zugehörigen Nebenwirkungen, beispielsweise zahlreichen Auszeichnungen wie Ökomanager des Jahres, Mittelständler des Jahres etc. Schließlich: der Ausstieg aus dem selbst gegründeten Unternehmen mitsamt Abschied von einem Produkt und einer Marke, die unmittelbar mit der eigenen Familie und der eigenen Person verbunden sind..

Wer das alles erlebt hat, kann davon berichten, wie es ist, von einer Idee und einer Entwicklung loszulassen, deren Dauer fast die Hälfte des eigenen Lebens ausmacht. Geht das überhaupt? Loslassen, in einer solchen Situation? Es ist nicht nur zu schaffen, sagt Peter Kowalsky, sondern auch notwendig: » Du kannst dich nicht ewig an Dingen bzw. nur an Erreichtem festhalten. Das Leben geht weiter, die Welt ändert sich. Diesen Wandel, überhaupt die Änderungen um sich herum nicht als Übel, sondern als eigene Entwicklungsmöglichkeiten wahrzunehmen, das ist wichtig. Es geht darum, sich das bisher Gelernte bewusst zu machen,  es auch zu hinterfragen und dann in neuen Kontext zu bringen – und natürlich geht es genauso um die Frage, welche Positionen und Werte man sich dabei bewahrt.

Was geht, was bleibt, was kommt also? Wir freuen uns auf das Live-Interview mit Peter Kowalsky bei den Inspiration Lounge TALKS über die positiven Seiten von Veränderungen und die Möglichkeiten, mit den eigenen Ideen für sich selbst und darüber hinaus Besonderes zu bewegen.

 

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LebensZeichen

07. Oktober 2013 von Kerstin

eva ohlow im atelier(Eva Ohlow)

Wenn wir bei unseren Inspiration Lounge TALKS am 29. November 2013 mit Bojan Radojkovic schon einen waschechten Fine Art Trade Guild Commended Framer mit dabei haben, wäre es super, wenn er für diesen Anlass auch einen besonderen Rahmen fertigte, dachten wir uns. Und weil in einen hochwertigen Rahmen natürlich auch ein entsprechendes Werk gehört, haben wir die Künstlerin Eva Ohlow gefragt, ob sie bereit wäre, ein solches extra für die Inspiration Lounge TALKS 2013 zu erstellen. Über ihre Zusage freuen wir uns sehr.

Eva Ohlow, die Tochter des Künstlers Hubert Berke, ist in Köln geboren und der Stadt seitdem eng verbunden. Von hier aus zogen sie zahlreiche Studien- und Arbeitsaufenthalte immer wieder ins europäische und außereuropäische Ausland, davon insbesondere mehrfach nach Afrika. Von all ihren Reisen bringt sie Eindrücke in Form von Fotografien, Gegenständen und Ideen nach hierher mit, die Eingang in ihr vielfältiges künstlerisches Schaffen finden und so den Betrachtern eine Begegnung mit oft fremden Welten ermöglichen. Thematische Grundlage ihrer Werke sind dabei insbesondere die weltweit so unterschiedlichen Lebensbedingungen von Menschen und unsere letztlich so gleichen, wesentlichen Lebensgrundlagen, von denen wir alle abhängen – Erde, Wasser, Gemeinschaft etc. Besondere Aufmerksamkeit widmet Eva Ohlow seit vielen Jahren den Zeichen, Sprachen und Schriften unterschiedlicher Kulturen – Mitteln zur Kommunikation und Organisation oder kurz: dem, was uns wesentlich mit ausmacht, verbindet und uns weiterentwickeln lässt.

Als wir Ihr davon erzählten, dass Bojan Radojkovic, seit vielen Jahren Wahlkölner, den Rahmen aus echtem Stadtwaldholz anfertigen wird, stellte sie nicht nur schnell die Verbindung zur eigenen, hiesigen Wirkungsstätte fest. Der direkte Bezug zur heimischen Ressource Baum sowie den Menschen und ihren Denk- und Handlungsweisen, die nun hier über das Material, die Rahmenfertigung und eben das zu erstellende Werk verbunden werden, ließ sie eine wunderbare Idee entwickeln: Eine künstlerische Arbeit, die zeigt, seit wie langer Zeit und auch künftig unser aller Leben direkt von dieser Ressource wie auch von Gemeinschaft und Austausch durch Zeichen, Kommunikation und Zusammenarbeit geprägt werden.

Eva Ohlow wird das Werk und ihre zugrunde liegende Idee im Rahmen der Inspiration Lounge TALKS am 29. November 2013 vorstellen.

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Ein Mann für den besonderen Rahmen

02. Oktober 2013 von Kerstin

bojan1(Bojan Radojkovic, Fine Art Trade Guild Commended Framer )

In unseren Interviews fragen wir Menschen gerne, warum und wie sie eine Idee in die Tat umsetzen. Als wir die Frage Bojan Radojkovic, dem Macher von NaturRahmen, stellten, war seine Antwort: »Als mir die Idee in den Sinn kam, hatte ich sofort die Vorstellungskraft, dass es einen Weg und auch ein Bedürfnis für hochwertige, mit Liebe zum Detail gefertigte Bilderrahmen aus Kölner Stadtwaldholz gibt. Mir war jedoch klar, dass zunächst nur ich das so sah und dass es ein langer, arbeitsreicher Weg werden würde. Das hat mich allerdings überhaupt nicht geschreckt – ich bin schon immer daran gewöhnt, viel zu tun, damit meine Ideen wahr werden.«

Doch von vorne, oder besser gesagt, von heute kurz zurück und dann nach vorne: Es ist immer wieder faszinierend zu erkennen, dass besondere Ideen immer unmittelbar mit der persönlichen Geschichte und Entwicklung von Menschen verbunden sind: Bojan Radojkovic bekam seine erste Fotokamera geschenkt, als er neun Jahre alt war. Er machte erste Schwarz-Weiss-Fotos und war fasziniert, damit die Menschen in seiner direkten Umgebung so festzuhalten, wie sie sind – und die Zeit damit für einen kurzen Moment zu »stoppen«. Jedes Bild war von ihm sorgfältig gewählt, denn Filmmaterial war in Serbien zu dieser Zeit schwierig zu bekommen und teuer.

Seine Liebe zu Fotografie und Technik setzte sich schließlich auch beruflich durch: Als Informatiker und Fotograf kam Bojan Radojkovic, ganz logisch, zur Erkenntnis, dass seine Fotografien, mit hochwertigem Equipment erstellt, einfach auch in besondere Rahmen gehören. Nach den eigenen ersten Versuchen mit Holz und Gärungssäge, absolvierte er daher schließlich eine Ausbildung bei der namhaften englischen Fine Art Trade Guild.

bojan5(beim Rahmen mit Nut und Feder sowie zwei verschiedenen Holzarten)

Als Fine Art Trade Guild Commended Framer verarbeitete er zunächst Holz aus England. Schon bald allerdings und inzwischen seit Jahren in Köln lebend, kam ihm der Gedanke, Holz aus der eigenen Kölner Umgebung zu verwenden, um Transportwege zu sparen und damit auch im Sinne der Umwelt zu handeln. »Die Idee war da,« sagt er, »kurz nachdem mein Sohn geboren wurde. Ich habe mein eigenes Handeln einfach bewusster betrachtet, fing daraufhin an zu recherchieren und habe mit StadtwaldHolz genau die richtigen Menschen gefunden, mit denen ich seither zusammenarbeite. So kann ich hochwertiges Holz für meine Bilderrahmen verwenden, das ausschließlich aus dem Kölner Stadtwald stammt. Die Vielzahl der verfügbaren Hölzer – von Ahorn, über Pflaume bis zu Amerikanischem Nussbaum ist dabei genauso faszinierend wie der direkte Bezug zur eigenen Stadt- und Lebensumgebung.«

So erhielten Bojan Radojkovics Fotografien, und schnell natürlich nicht nur seine, die wirklich passenden Rahmen, die lokale Ressource, Know-how und besondere Qualität in der Verarbeitung vereinen. Und Bojan entwickelt weiter: »Bei der letzten Photokina habe ich gemerkt, dass noch 1000 mehr Möglichkeiten in der Idee stecken. Also packe ich´s an. Wenn ich es nicht tue, wie ich es im Kopf habe – wer soll es denn machen?«

bojan 6(in der Werkstatt)

Schön, wenn jemand auf seinem ganz eigenen Weg wagt, Schritt für Schritt Neuland zu betreten und damit echte Alternativen mit Wert schafft. Das ist richtig inspirierend, finden wir und freuen uns deshalb, bei den Inspiration Lounge TALKS am 29. November 2013 mehr von Bojan Radojkovic und NaturRahmen zu erfahren.

 

 

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Vergiss Adlon

25. September 2013 von Chris

berlin(1hourrestaurant_Berlin)

Manhattan, Wien, Berlin – der aus der Steiermark stammende Künstler und Koch René Stessl hat die von ihm kreierten 3-Gänge Menüs schon an zahlreichen, namhaften Plätzen in der Welt serviert. Im Rahmen seines Kunstprojekts 1hourrestaurant bereitet er die Speisen, stets österreichisch inspirierte Spezialitäten wie zartes Rindsgulasch mit Nockerln, Wiener Schnitzel oder Palatschinken, zunächst am eigenen Herd oder in einer Küche in der Nähe vor. Mit einem Handwagen, darauf ein Tisch, Stühle, Warmhalteboxen und Geschirr, zieht er dann los, um sein 1hourrestaurant dort aufzubauen, wo man ein exquisites 3-Gänge Menü sicher nicht erwartet, z.B. direkt am Times Square oder auf dem Pariser Platz, das Hotel Adlon in Sichtweite. Noch weniger erwartet man natürlich, dass seine Gäste Passanten sind, die er anspricht und zum 3-Gänge Menü einlädt.

Die Passanten selbst, auf ihrem Weg von A nach B, sind zunächst ebenfalls äußerst erstaunt über das Angebot eines geschenkten Menüs. Wer sich allerdings darauf einlässt, erlebt inmitten der eigenen Routinen eine ungeplante, leckere Unterbrechung, die Gaumen und Geist erfreut. Und was erfreut René Stessl an seinem erfolgreichen Kunstprojekt? »Das Beste daran ist für mich, wenn ich sehe, wie meine Gäste im 1hourrestaurant von anfänglicher Skepsis zu großer Freude wechseln, weil ihnen mein Menü richtig gut schmeckt und sie das alles so unerwartet erleben können«, schildert er.

Was bewegt einen, eine solche Idee wie das 1hourrestaurant in die Tat umzusetzen? War es zu Anfang der Gedanke von René Stessl, seine Skills und Leidenschaften in einem Projekt zu vereinen, um sich während seines Aufenthalts in New York bekannt zu machen und Leute kennen zu lernen, rückte sehr schnell etwas anderes in den Mittelpunkt: die Tatsache, selbst zu erleben, dass man seinen Mitmenschen mit einer schönen Idee, dem eigenen Können und ohne übergroßen Aufwand etwas Gutes tun kann, das ihr Leben für einen Moment aus dem Alltag entführt und positiv beeinflusst. Vielleicht hat er so manchen Gast des 1hourrestaurants bereits inspiriert, seinem Beispiel zu folgen.

interview(René Stessl und Kerstin Döweler beim Interview)

Für René Stessl selbst ist das 1hourrestaurant inzwischen längst zu einem Erfahrungsschatz geworden, der ihn tief in die heutigen menschlichen Verhaltensweisen und gesellschaftlichen Strukturen rund um so grundlegende Themen wie Geben und (An-)nehmen sowie Vertrauen und Mißtrauen führte. »Es hat mich dazu bewegt«, so Stessl, auch über meine eigenen Einstellungen nachzudenken und mich für einen klaren Bewusstseinswandel zu entscheiden.«

Mehr wird hier natürlich nicht verraten. René Stessl wird im Rahmen seines Live-Interviews bei den Inspiration Lounge TALKS am 29. November 2013 Näheres erzählen. Wir freuen uns schon darauf.

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Erfrischend anders.

20. September 2013 von Kerstin

treffen(Die Gründer_ Philipp Pongratz, Antonius Werhahn-Mees)

Bis vor kurzem, Ihr erinnert Euch, hatten wir wirklich schönes Sommerwetter, und an einem der besonders heißen Tage saßen wir im Café Petit Noir, da fiel mein Blick auf ein Schild mit der Aufschrift: Leck mich! Eis mit Stil, handgemachtes Eis aus natürlichen Zutaten, made in Beverly Sülz. Ich war neugierig und bestellte ein Eis, Himbeer-Joghurt. Was für ein Unterschied zu allem Eis am Stiel, das ich bisher gegessen habe: frische Früchte, zu lecker Gefrorenem verarbeitet statt künstliche Aromen inmitten irgendeiner Trägermasse.

produktion(bei der Produktion)

Kein Wunder also, dass Leck mich! Eis mit Stil seit Monaten in Köln so richtig durchstartet. Logisch ebenfalls, dass wir den angehenden Betriebswirt Antonius Werhahn-Mees und den Kommunikationsdesigner Philipp Pongratz, die Köpfe und Macher von Leck mich! Eis mit Stil kennen lernten, um mehr über ihre Idee und ihre Motivation zu erfahren.

leckmich! eis mit stil1(Sommer, Sonne …)

Wir trafen auf zwei Querdenker, denen das Bewusstsein für gute Lebensmittel genauso wichtig ist wie die Leidenschaft, daraus Besonderes zu erzeugen und dabei mit Liebe zum Detail stets neue Kreationen zu finden. Die erste Idee, die Eisbranche zu (r)evolutionieren, kam ihnen natürlich an einem sonnigen Tag. Wann sonst liegt es näher, sich ein leckeres Eis zu wünschen, um dann festzustellen, dass es das Eis, was man sich gerade wünscht, noch gar nicht gibt. Also beginnt man, die eigene Idee in die Tat umzusetzen.

verarbeitung(Entwicklung neuer Kreationen)

Doch nicht nur das. Antonius Werhahn-Mees und Philipp Pongratz sind junge Unternehmer, die die heute üblichen Karriere- und Arbeitsstrukturen seit geraumer Zeit kennen und beschlossen haben, mit ihren Mitteln so manche vermeintlich ewig währende Denk- und Handlungsmaxime aufzubrechen – ganz praktisch statt theoretisierend. Das ist nicht nur erfrischend wie Leck mich! Eis mit Stil selbst. Es gibt auch den Blick darauf frei, wie oft viele von uns, gerade auch diejenigen mit mehr Lebens- und Arbeitserfahrung, in gewohnten Vorstellungen gefangen sind. Zeit also, die Dinge mit Lust und Laune anders zu machen.

eis(Prachtexemplare)

Wir sind gespannt auf das Live-Interview mit Antonius Werhahn-Mees und Philipp Pongratz von Leck mich! Eis mit Stil bei den Inspiration Lounge TALKS 2013/II am 29. November 2013.

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