Category: Artikel

What’s New Pussycat?

28. Mai 2014 von Kerstin

stilbude4(durchstarter)

Was ist schon noch neu, denke ich mir oft. Heute ruft doch aus jeder Ecke ein »brandneuer Trend«, ein Produkt mit einer »ganz neuen, sensationellen Formel« oder die »neuesten Nachrichten«, die bei genauerem Hinsehen wieder nur das Altbekannte im neuen Gewand sind. Alles schon mal dagewesen, denkt man sich, und bleibt damit ebenfalls brav in den üblichen Denk- und Handlungsroutinen.

 

eröffnung(opening)

kleine auswahl(feine auswahl)

Wo also sind die Leute, die wirklich etwas Neues tun, indem sie ihre persönlichen Interessen, Skills, Ideen und Erfahrungen in so individuelle Kombination bringen, dass genau dadurch ein deutlicher Unterschied zu allem Sonstigen entsteht, der einen aufhorchen lässt? Es gibt sie, sogar direkt um die Ecke: bei unseren Inspiration Lounge TALKS oder jetzt auch beispielsweise in der Bonner Straße in Köln. Denn dort haben die Macher von Leck mich, Eis mit Stil, die bei den letzten TALKS noch über ihre Pläne sprachen, inzwischen ihr erstes Eis-Café eröffnet: die Stilbude. Wer also, wie ich auch, auf echt erfrischend Neues steht, geht einfach mal dorthin auf Entdeckungs- und Ausprobiertour. Ich wünsche viel Spaß dabei.

stilbude(stilbude_leck mich | eis mit stil)

FacebookTwitterGoogle+

Introducing:

30. April 2014 von Kerstin

gw

Nach viel Arbeit backstage geht es jetzt auch hier im Inspiration Lounge Blog wieder weiter – mit Good Work im Mittelpunkt.

Für alle, die sich jetzt fragen, warum wir das tun bzw. was wir mit Good Work meinen:

Good Work hat eine lange Tradition. Während es schon immer Menschen gegeben hat, die mit viel Können, aber nur wenig Verantwortung arbeiten, gab es glücklicherweise stets auch das Gegenteil. Menschen, die mit Exzellenz – mit Talent, Wissen, Fertigkeiten, Engagement, Freude und dem Bewusstsein agieren, dass ihr Denken und Handeln immer auch Auswirkungen auf das Umfeld hat. Sie beschreiten deshalb nicht lediglich den Weg von Geld und Status oder denjenigen, der vor allem größtmögliche Bequemlichkeit verspricht. Vielmehr suchen, entwickeln und wählen sie Wege, auf denen sie ihre Ideen und persönlichen Fähigkeiten einsetzen und gleichzeitig verantwortlich gegenüber ihrer engeren und weiteren Umgebung handeln. Das ist beispielsweise die eigene Familie, der eigene Freundeskreis, die Kollegen und Kunden, die Nachbarschaft, aber natürlich auch Menschen weiter entfernt, die man selbst gar nicht kennt und sogar künftige Generationen. Es ist der Ort vor der eigenen Haustür, das eigene Viertel, die eigene Region genauso wie im allerweitesten Sinne natürlich die komplette Welt.

Zwei Aussagen beschreiben den Charakter von Good Work besonders gut: da ist einmal der englische Sozialreformer John Ruskin, der bereits in der Mitte des 19. Jahrhunderts zu dem Schluss gelangte, eine Tätigkeit könne niemals nur deshalb gut sein, weil sie am Markt erfolgreich ist, sondern alles Handeln müsse letztlich am Leben selbst gemessen werden. Demnach ist eine Tätigkeit nur dann gut, wenn sie Leben und Welt erhält, sie ein Stück besser sowie schöner macht und erweitert. Der Wirtschaftswissenschaftler E.F. Schumacher stellte angesichts der Entwicklungen im 20. Jahrhundert präzise fest: »Jeder halbwegs intelligente Narr kann Dinge größer, komplexer und rabiater machen. Es braucht Mut und einen Hauch von Genius, in die andere Richtung zu gehen.«

Das gilt heute, angesichts der Ökonomisierung aller Lebensbereiche, sicherlich noch mehr. So liegt es nah, Kulturveranstaltungen zu gängigen Megaevents aufzublasen, wenn Sponsoren auf Millionen Menschen Reichweite drängen. Auch neue technische Features sind oft schneller entwickelt als die Frage, wozu und wem sie dienen. Neue Produkte fluten den Markt, künstliche Bedürfnisse werden geweckt. Bigger is beautiful = Business a usual. Wer arbeitet dagegen mit wirklich guten Ideen daran, die echten, grundlegenden Bedürfnisse zu stillen. Intelligent, zukunftsweisend, weil in Einklang mit Mensch und Umwelt, erschwinglich für Viele statt nur für Wenige. Wer gibt neue Perspektiven statt immer wieder das Übliche in neue Verpackungen zu stecken?

Auch heute gibt es sie – Menschen mit Entdecker und -Entwicklergeist, Mut und dem »Hauch von Genius«, die über die Grenzen einzelner Fachgebiete hinweg neue Wege und gute Beispiele von Good Work geben. Wir bringen sie und ihre Ideen, ihr Denken und Handeln, Ihr Wissen und die Möglichkeiten, die sie aufzeigen, inspirierend ins Blickfeld. Ganz nach dem Motto: Ist das Bewusstsein erst geweckt, liegt auch der Aufbruch nah. Clean out a corner of your mind and creativity will instantly fill in.

Es gibt weitere, gute Gründe, warum Good Work in den Mittelpunkt gehört. Im nächsten Artikel geht´s weiter.

 

 

FacebookTwitterGoogle+

Backstage

04. Februar 2014 von Chris

kc(Ansichtssache)

Momentan tut sich sehr viel hinter den Kulissen der Inspiration Lounge. Die großartige Resonanz auf unsere letzten Inspiration Lounge TALKS hat uns nicht nur sehr gefreut, sondern hat uns auch nochmals gezeigt, dass wirklich zahlreiche Menschen ein gr0ßes Interesse an zukunftsweisenden Ideen, Unternehmungen und Aufbrechern haben.

Es geht uns aber nicht nur um das Vorstellen interessanter Menschen und deren spannenden Geschichten  (auch wenn dies natürlich wichtig ist), sondern vielmehr darum, für jeden Einzelnen im Rahmen der Inspiration Lounge und der TALKS immer wieder Inspiration entstehen zu lassen. Anregungen, die einen persönlich im privaten und im beruflichen Feld dazu bringen, neu, anders und bewußter zu handeln, um  somit am Besten ein gutes Stück weiter zu kommen auf dem eigenen Weg, mit den eigenen Ideen und Skills. Blickwinkel, Wissen, Denk- und Handlungsimpulse, die auffordern, den gesellschaftlichen, kulturellen und ökonomischen Wandel voran zu bringen.
Ja, ja, hot stuff, aber der Zeitpunkt und der Wille, Gewohntes zu hinterfragen und Dinge im positiven Sinne zu verändern, ist bei vielen Menschen deutlich zu sehen und zu spüren. Das war bei allen bisherigen Inspiration Lounge TALKS zu erleben.

What’sUp?
Wir werden unser LineUp im wissenschaftlichen, kulturellen und ökonomischen Bereich noch stärker kuratieren und unsere Auswahl weiter forcieren. Mit herausfordernden und polarisierenden Themen werden wir gemeinsam mit unseren Gästen und unserem Publikum neue Verbindungen eingehen.

Es gibt viel zu tun – es lohnt sich.

FacebookTwitterGoogle+

Inspiration Lounge TALKS 2013_Interview mit Boris Becker und Christoph Gottwald

16. Dezember 2013 von Chris

talks(Boris Becker, Kerstin Döweler, Christoph Gottwald))

Nachdem die TALKS_Entdeckungsreise zu wichtigen Aspekten rund um (Ideen-)Entwicklung und die Gestaltung von Gegenwart und Zukunft bereits Stationen wie Erwartungshaltungen hinterfragen, Alternativen erkennen und Ideen großziehen umfasst hatte, war es an der Zeit für einen Punkt, der bei aller Inspiration nicht fehlen darf: Starten statt Warten, was bedeutet, dass Ideen, so gut sie auch sein mögen,  Ideen bleiben, solange man sie nicht in die Tat umsetzt. Also, besser beginnen statt so lange hin und her zu überlegen, bis hundert andere Dinge dazwischen kommen.

christoph gottwald(About baddoginapark)

Wie es gelingen kann, selbst eine umfangreiche, gute Idee ohne langes Warten in überschaubarer Zeit zu realisieren, schilderten uns der Künstler und Fotograf Boris Becker sowie der freie Autor Christoph Gottwald im Inspiration Lounge Interview. Im Rahmen ihres ersten gemeinsamen Projekts realisierten sie den abendfüllenden Spielfilm baddoginapark.com,die (vermutlich?) weltweit erste Talk Story – eine fiktive, im Dokumentarstil von 33 interviewten Personen erzählte Geschichte. »Der Moment, der die Erzählstränge auslöst, ist der Biss des bösen Bronco, dem Hund der 17-jährigen Jessica Esser, in den Oberschenkel des joggenden Bankers Peter Wichmann. Aus dieser Ausgangssituation entwickelt sich die Story peu à peu zu einem hanebüchenen Splatter, wie eine Lawine, die immer neue Wege sucht, auf denen sie sich ins finstere Tal hinabstürzen kann… «

interview

Nicht nur das besondere Talk Story-Format des Films erlaubte eine Realisierung ohne jegliche, übliche Filmförderung. Als Darsteller für baddoginapark.com wurden Verwandte und Bekannte gewonnen, die allesamt ihre Rolle hervorragend spielten. »Wie habt ihr das hingekriegt,« war dann auch eine Frage im Laufe des Interviews, »viele Laiendarsteller und ein sehr überzeugendes Ergebnis in so kurzer Drehzeit?« Die Antwort: Christoph Gottwald hatte sich von Anfang an gedacht, dass gerade Laiendarsteller durch lange, zu lernende Texten eher irritiert wären und gab daher stets nur kurze Regieanweisungen zur Orientierung. Die Darsteller erhielten so einen Rahmen, den sie auf ihre eigene Erzählweise füllen konnten. Ein gutes Beispiel dafür, dass außergewöhnliche Ergebnisse selten unter kompletter Kontrolle entstehen, sondern dann, wenn Menschen gerne bei etwas dabei sind und eigenen Gestaltungsfreiraum erhalten.

Der Verzicht auf Filmfördermittel, um das Drehbuch ohne langes Warten realisieren zu können, bedeutete natürlich, improvisieren zu müssen. So wurden Kamerafahrten beispielsweise von einem Fahrradanhänger aus gemacht, das Catering für Filmcrew und Darsteller wurde schnell im Supermarkt um die Ecke besorgt etc. »Wir haben immer sehr gut organisiert, vor allem auch zeitlich,« berichtete Christoph Gottwald, »daher konnten wir das gesamte Projekt in nur 4 Monaten auf die Beine stellen.«

warmup(WarmUp)

»Warum gehen nicht deutlich mehr Leute im Filmbereich einen solchen Weg,« war die abschließende Frage. Wäre das nicht empfehlenswert? Die Antwort von Boris Becker: »Eine Umsetzung auf diese Art muss zur Idee und zum Drehbuch passen. Wenn das so ist, dann ist es gut zu starten statt zu warten und dabei durchaus zu außergewöhnlichen Mitteln zu greifen. Doch man darf nicht vergessen: bei aller großen Freiheit, die man bei dieser Vorgehensweise hat, gibt es immer auch Risiken, dass es am Ende nicht klappt. Den eigenen Weg mit den eigenen Mitteln zu gehen, mag oft genau das Richtige sein, aber es gibt bei der Realisierung von Ideen und Projekten keine Erfolgsgarantie. Bei uns hat es mit baddoginapark.com gut funktioniert und darüber freuen wir uns natürlich sehr.«

Ein schöner Abschluss für unsere diesmalige TALKS_Entdeckungsreise. Es war ein inspirierender Abend.

Wir freuen uns auf die Inspiration Lounge TALKS 2014.

FacebookTwitterGoogle+

Inspiration Lounge TALKS 2013_Interview mit Peter Kowalsky

12. Dezember 2013 von Chris

peter kowalsky(Peter Kowalsky)

Die 5. Station unserer TALKS-Entdeckungsreise zu wichtigen Aspekten der (Ideen-)Entwicklung und Gestaltung von Gegenwart und Zukunft haben wir dem Thema Ideen großziehen und loslassen können gewidmet.

Der Bionade-Mitbegründer und Unternehmer Peter Kowalsky war da natürlich genau der richtige Interviewpartner. Auf der Basis seiner über viele Jahre gewonnenen Erfahrung im Entwickeln eines erfolgreichen Produkts, das nicht nur die Softdrink-Branche nachhaltig beeinflusst hat, schilderte er den TALKS_Besuchern, warum es beim Großziehen von Ideen den sogenannten »Erfolg über Nacht« nicht gibt. »Es mag für viele, von außen betrachtet, auch bei uns damals ganz schnell geklappt haben. Aber das war eben nicht so, sondern es hat über zwanzig Jahre gedauert, und während dieser Zeit war das Durchhalten alles andere als leicht. Es ist allerdings auch gut so, dass es den Erfolg über Nacht gar nicht gibt, denn sonst wäre ja am Ende auch ganz schön viel Unsinniges, nicht Durchdachtes erfolgreich. Wenn du eine lange Entwicklungszeit hast, bis du gezwungen, dich mit deiner Materie ganz im Detail auseinanderzusetzen. Das macht dich immer mehr zum Experten in deinem eigenen Gebiet, verschafft dir spezielles Wissen und Erfahrung und setzt vor allem auch Ideen frei, die du sonst nicht haben könntest. All diese Dinge sind letztlich die Voraussetzungen für den Erfolg, doch sie verlangen Zeit und Aufwand.«

kerstin, döweler, peter kowalsky(Kerstin Döweler, Peter Kowalsky)

Auf die Frage, was er denn nun im Jahr 1 nach seinem Ausstieg bei Bionade macht und wie es war, eine gute Idee und ein erfolgreiches Produkt nach langer Zeit loszulassen, antwortete Peter Kowalsky: »Wenn das eigene Leben so eng mit einer Idee bzw. einem Produkt verbunden ist wie bei mir, fällt das Loslassen natürlich sehr schwer, doch es war notwendig. Inzwischen sehe ich es auf folgende Weise: ich habe mit Bionade Vieles gelernt, und jetzt ist es an der Zeit, all das auf eine neue Art und Weise wieder anzuwenden und bewusst einzubringen. Das tue ich heute u.a., indem ich anderen, nachhaltig ausgerichteten Unternehmen als Business Angel zur Seite stehe und indem ich darüber hinaus an neuen Ideen arbeite.«

talks

Im Rahmen des Interviews kam natürlich auch die Frage nach besonderen Tipps für das Entwickeln und Großziehen von guten Ideen auf. »Ich kann dazu nur weitergeben, was ich auch selbst anwende, und das ist vor allem, das zu tun, was dir wirklich Freude macht, weil es dich interessiert und antreibt. Wenn du nicht weißt, was das ist, dann beginne, danach zu forschen, denn in dem, was du halbherzig tust, wirst du niemals wirklich gut sein und deine eigenen Fähigkeiten ausleben können. Auch ganz wichtig: arbeite mit den richtigen Menschen zusammen. Das sind diejenigen, mit denen es Freude macht, ein gemeinsames Projekt voranzubringen, weil man dabei von den verschiedenen persönlichen Kompetenzen und Blickwinkeln lernen kann und sich gegenseitig ergänzt. Viele Menschen denken über die Möglichkeit eines besseren Lebens nach und entschließen sich deshalb heutzutage z.B.  zu einer gesünderen Ernährungsweise. Das ist ein Schritt in die richtige Richtung, doch da kann und sollte noch viel mehr folgen, z.B. die Fragen nach dem eigenen Umfeld und den eigenen Ideen, beispielsweise: Welche meiner Ideen ist es mir wirklich wert, sie umzusetzen und womit beginne ich? Wie kann ich Menschen finden, die für mein Denken und Handeln offene Augen und Ohren haben, weil sie ebenfalls mit guten Ideen vorausgehen und die damit verbundenen Höhen und Tiefen kennen? Das sind wichtige Aspekte für das eigene Leben und ebenso des Wandels und der Gestaltung von Gegenwart und Zukunft.

peter(Wann gibt’s was Neues?)

Am Ende des Interviews wollten die TALKS_Besucher dann ganz genau wissen, wie es bei Peter Kowalsky weitergeht: »Wann werden wir wieder Neues von Dir hören?« wurde gefragt. Antwort: »Wartet es ab. Ihr werdet es ganz bestimmt erfahren.«

(Fotos: Kay Bach)

FacebookTwitterGoogle+